Unwetter in Indien21 Tote durch Blitzschläge

Schwere Unwetter in Indien: Seit Anfang Juni kommen rund 700 Menschen durch Überschwemmungen ums Leben, nun fordern die Naturgewalten erneut viele Opfer.
Sie waren schutzlos ausgeliefert: Durch Blitzschläge starben im Osten Indiens mindestens 21 Menschen. Die meisten der Opfer waren Feldarbeiter, wie die Behörden mitteilten. Allein in Odisha meldeten sie 18 Tote durch Blitzschläge. Weitere drei Menschen wurden im Bundestaat Kharswan vom Blitz erschlagen, darunter zwei Brüder, deren strohbedecktes Haus von einem Blitz getroffen wurde. Rund zehn Menschen wurden zudem durch Blitzschläge verletzt.
Die schweren Unwetter machen Indien seit Wochen zu schaffen. Durch Überschwemmungen infolge des heftigen Monsunregens kamen seit Anfang Juni rund 700 Menschen ums Leben. Allein im Bundesstaat Gujarat waren es jüngsten Angaben zufolge 213 Menschen - fast doppelt so viele wie bislang bekannt, denn aufgrund des zurückgegangenen Wassers wurden in den Überschwemmungsgebieten rund 100 weitere Leichen gefunden. Die Behörden rechneten mit einem weiteren Anstieg der Opferzahl, denn erst jetzt gelangen Helfer auch in die abgelegenen Gebiete. Im Bezirk Jajpur kamen binnen 48 Stunden sieben Menschen ums Leben. Der Wetterdienst warnt, dass es am Dienstag zu weiteren Blitzschlägen kommen könne.
In Indien sterben jedes Jahr Tausende Menschen durch Blitzschläge, vor allem während der Monsunzeit von Juni bis Oktober. Die Opfer sind meistens Landarbeiter, die auf Feldern schutzlos den Gewittern ausgesetzt sind.