Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:25 Nach Restaurantbesuch offenbar Corona-Ausbruch in Niedersachsen +++

Bei einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer in Niedersachsen haben sich offenbar sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert. "Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", teilt der Landkreis mit. Diese neuen Fälle hätten dazu geführt, dass bereits für mindestens 50 Menschen "vorsorglich häusliche Quarantäne" angeordnet worden sei. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Dem Sender zufolge wären dies die ersten bekannten Fälle dieser Art seit der Wiederöffnung der Gastronomie. Laut Gesundheitsamt handelt es sich nicht um einen Einzelfall mit nur wenigen Kontakten. "Es ist ein Ausbruch mit gleichzeitig mehreren Infizierten und vielen Kontakten." Entsprechend aufwendig sei nun die Nachverfolgung.

+++ 22:12 Österreichs Kanzler Kurz: "Ich traue Markus Söder alles zu"
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hält den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder auch geeignet für höhere Aufgaben. "Ich traue Markus Söder alles zu", sagt Kurz im Talkformat "Bild live". Er betont zugleich: "In der Frage, wer CDU-Chef werden soll, wer der nächste deutsche Kanzler sein soll, mische ich mich nicht ein. Da werden Sie von mir keine Aussage erhalten." Er arbeite sowohl mit Kanzlerin Angela Merkel als auch mit Söder gut zusammen.

+++ 21:56 Niedriger Anstieg der Covid-Opferzahl in Frankreich hält an +++
In Frankreich sinkt die Zahl neuer Covid-19-Opfer weiter. Innerhalb von 24 Stunden sind 74 Menschen an der Krankheit gestorben, am Vortag wurden 83 vermeldet. Auch bei den Corona-Intensivpatienten sank die Zahl um 44 auf 1701, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Erstmals haben die Behörden nicht die Gesamtbilanz der Corona-Toten seit Ausbruch der Pandemie bekannt gegeben. Frankreich gehört in Europa zu den besonders betroffenen Ländern. Vor rund eineinhalb Wochen hat die Regierung die strengen Ausgangsbeschränkungen für Bürger gelockert. Einschränkungen gibt es aber weiterhin; so sind Reisen mit einer Entfernung von über 100 Kilometern nur bei besonderen beruflichen oder privaten Anlässen erlaubt.

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+++ 21:37 Pläne für Corona-Steuer in Ägypten sorgen für heftige Kritik +++
Die ägyptische Regierung will die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Staatsfinanzen durch eine neue Steuer abfedern. Das Vorhaben löst im Internet heftige Kritik aus. Die Regierung plant, einen zusätzlichen Steuersatz von einem Prozent auf das Einkommen von Arbeitnehmern zu erheben. Steuerpflichtig wären demnach alle Arbeitnehmer mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 2000 ägyptischen Pfund (115 Euro). Zudem sollen auf gesetzliche Renten 0,5 Prozent Steuern erhoben werden. Der Gesetzesentwurf sehe mögliche Ausnahmen für Arbeitnehmer in Branchen vor, die durch die Corona-Pandemie "wirtschaftlichen Schaden" erlitten hätten, teilte das Kabinett mit, ohne jedoch Details zu nennen. Das Parlament muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen. In Onlinenetzwerken wurde das Gesetzesvorhaben scharf kritisiert. "Alle Regierungen weltweit geben ihrer Bevölkerung (in der Corona-Krise) Geld - außer Ägypten", empört sich etwa ein Twitter-User.

+++ 21:19 Trump: "In Amerika brauchen wir mehr Gebete, nicht weniger" +++
US-Präsident Donald Trump will Amerikanern den Besuch von Gottesdiensten ermöglichen. Trump erklärt Kirchen und andere Gotteshäuser wie Synagogen und Moscheen bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz im Weißen Haus zu "essenziellen Orten, die essenzielle Dienste anbieten". Essenzielle Einrichtungen wie etwa Supermärkte müssen nach den Coronavirus-Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC in der Pandemie nicht geschlossen werden. Trump fordert die Gouverneure der US-Bundesstaaten dazu auf, Gotteshäuser schon an diesem Wochenende wieder zu öffnen. "Wenn sie das nicht tun, werde ich mich über die Gouverneure hinwegsetzen." Trump kritisiert: "Einige Gouverneure haben Alkoholläden und Abtreibungskliniken als essenziell erachtet, aber Kirchen und andere Gotteshäuser außen vor gelassen. Das ist nicht richtig. Ich korrigiere diese Ungerechtigkeit." Er fügt hinzu: "In Amerika brauchen wir mehr Gebete, nicht weniger."

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+++ 20:54 8228 Tote in Deutschland registriert - Feiertag verzögert Meldungen aus Ämtern +++
In Deutschland haben sich inzwischen knapp 178.000 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Binnen 24 Stunden wurden 518 neue Infektionen gemeldet. Das geht aus ntv.de-Berechnungen auf Basis der tagesaktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts und der Bundesländer hervor. Darunter sind 17 nachgemeldete Fälle aus Bremen, die dem 21. Mai zuzurechnen sind. In Mecklenburg-Vorpommern wurden dagegen drei ursprünglich gemeldete Fälle wieder aus der Statistik genommen. Diese hatten sich bei Nachtestungen nicht bestätigt. 8228 Personen sind deutschlandweit bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das sind im Vergleich zum Vortag 27 Todesfälle mehr. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da sich vielerorts die Meldeketten aufgrund des gestrigen Feiertags verzögert haben dürften. 12.356 Personen gelten aktuell noch als infiziert - über 157.000 als sind wieder von der Infektion genesen.

+++ 20:26 WHO: Südamerika ist "ein neues Epizentrum" der Pandemie +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet die rasant ansteigende Zahl der Coronavirus-Infektionen in Südamerika mit Sorge. Der Kontinent sei "zu einem neuen Epizentrum der Krankheit geworden", sagt WHO-Experte Michael Ryan in Genf. "Es herrscht große Besorgnis um diese Länder, aber Brasilien ist derzeit eindeutig am stärksten betroffen", so Ryan weiter. Das Land entwickelte sich in den vergangenen Tagen zum zentralen Krisenherd der Pandemie in Südamerika. Nach den offiziellen Zahlen belegt Brasilien hinter den USA und Russland Rang der drei der am schwersten betroffenen Länder weltweit: Mehr als 310.000 Infektionsfälle und mehr als 20.000 Todesfälle wurden bislang bestätigt. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, weil in Brasilien vergleichsweise wenig getestet wird.

+++ 20:05 Super-Reiche in den USA werden trotz Krise noch reicher +++
Die Super-Reichen in den USA sind trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise noch reicher geworden. Das Vermögen der 600 reichsten US-Amerikaner wuchs zwischen dem 18. März und dem 19. Mai um insgesamt 434 Milliarden Dollar - dies entspricht einer Steigerung von fast 15 Prozent, wie das US-Magazin "Forbes" berichtet. So nahm etwa das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos um mehr als 30 Prozent zu, jenes von Facebook-Chef Mark Zuckerberg um mehr als 46 Prozent. Millionen Menschen in den USA haben in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren, Online-Unternehmen konnten hingegen von der Schließung von Restaurants und Geschäften profitieren. So legte der Börsenwert von Facebook seit Beginn der Corona-Beschränkungen Mitte März um 60 Prozent zu, jener von Amazon um 45 Prozent. Netflix legte um 46 Prozent zu und Apple um 31 Prozent.

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+++ 19:47 Journalist muss ins Gefängnis wegen Corona-Falschmeldung +++
In Myanmar muss ein Journalist für zwei Jahre ins Gefängnis, weil er bei der Corona-Berichterstattung einen Fehler gemacht hat. So habe er auf seiner Nachrichtenseite den Facebook-Post eines Mönches zu einem angeblichen Corona-Toten abgeschrieben, ohne die Quellen zu prüfen, sagt seine Ehefrau. Tatsächlich aber habe es diesen Fall nicht gegeben. Kurz nachdem der Artikel vergangene Woche online war, sei der Mann festgenommen worden, sagt seine Anwältin. Diese Woche folgte dann die Verurteilung, weil er in der Öffentlichkeit Angst erregt habe. Nach offiziellen Angaben hat das Land mit seinen mehr als 50 Millionen Einwohnern nur 199 bestätigte Infektionen und sechs Corona-Tote. Allerdings wird vergleichsweise wenig getestet.

+++ 19:23 Ansteckungsrate in Deutschland sinkt erneut +++
Der Reproduktionswert R ist in Deutschland leicht gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) beträgt er aktuell 0,85. Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Schnitt acht bis neun Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Am Donnerstag hatte R bei 0,89 gelegen. Das neuere 7-Tage-R, das weniger schwankungsanfällig ist und Neuerkrankungen eines etwas größeren Zeitraums berücksichtigt, ging ebenfalls zurück: von 0,92 auf 0,91.

+++ 19:07 Kanzler Kurz ist vehement gegen Schuldenunion auf EU-Ebene +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) pocht bei der Bewältigung der Corona-Krise in der Europäischen Union auf befristete Hilfen. "Was wir ablehnen ist eine Schuldenunion durch die Hintertür", sagt der als Gastredner aus Wien zum virtuellen Parteitag der CSU zugeschaltete Kurz. Eine Schuldenunion würde Europa nicht guttun. Jede Hilfe auf europäischer Ebene könne daher nur befristet stattfinden als einmalige Soforthilfe. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatten Anfang der Woche einen Corona-Hilfsplan vorgestellt, der es der EU-Kommission erlauben soll, auf den Finanzmärkten Kredite im Namen der EU aufzunehmen, um einen Wiederaufbaufonds im Volumen von 500 Milliarden Euro zu füllen. Das Geld soll dann als nicht rückzahlbare Zuschüsse aus dem EU-Haushalt an die am stärksten von der Corona-Krise betroffenen EU-Länder fließen.

+++ 18:50 Briten führen ab 8. Juni Quarantäne für Reisende ein +++
Großbritannien führt ab dem 8. Juni eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne für nahezu alle Reisende aus dem Ausland ein. Wer sich nicht daran halte, müsse mit einer Strafe in Höhe von 1000 Pfund rechnen, sagt Innenministerin Priti Patel. "Jetzt, da wir den Höhepunkt dieses Virus' überschritten haben, müssen wir Maßnahmen ergreifen, die vor einem Wiederaufleben dieser tödlichen Krankheit durch importierte Fälle schützen." Ausgenommen von der Quarantänevorschrift würden unter anderem Arbeiter im Frachtverkehr, medizinisches Personal, das zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie einreise, und Reisende aus Irland.

+++ 18:30 43 US-Bundesstaaten melden Rekordarbeitslosigkeit +++
Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ist nach Regierungsangaben im April kein einziger Bundesstaat verschont geblieben. In 43 Bundesstaaten schoss sie sogar auf Rekordhöchststände, allen voran in Nevada. In dem Wüstenstaat, in dem die Glückspiel- und Touristenmetropole Las Vegas liegt, schnellte die Arbeitslosenrate um 24,2 Prozentpunkte auf 28,2 Prozent nach oben. Das ist fast das Doppelte des landesweiten Durchschnitts, der im April 14,7 Prozent betrug.

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+++ 18:09 Studie: Corona-Tote mit mutmaßlich irreversiblen Lungenschäden +++
Ärzte der Augsburger Uniklinik haben bei der Obduktion verstorbener Corona-Patienten durchweg "ungewöhnlich schwere, teils mutmaßlich irreversible" Schäden im Lungengewebe festgestellt. Sie seien offensichtlich nicht bei der Beatmung, sondern am ehesten direkt durch das Virus entstanden, teilt die Uniklinik mit. Das Ärzteteam sehe die Veränderung als Todesursache an. Das Team habe 19 Tote obduziert. Die Ergebnisse der ersten zehn Obduktionen beschreibt es im "Journal of the American Medical Association" ("Jama"). Die Menschen hatten ein Durchschnittsalter von 79 Jahren. "Alle Patienten litten an schweren Grunderkrankungen, die jedoch nicht unmittelbar zum Tod führten", sagt Professor Bruno Märkl, Direktor der Pathologie an der Uniklinik. In den übrigen Organen seien keine augenscheinlich schweren Veränderungen nachgewiesen worden.

+++ 17:48 Söder: Wir haben das Schlimmste vorerst überstanden +++
CSU-Chef Markus Söder sieht wichtige Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus, warnt aber vor Sorglosigkeit. Man habe das Schlimmste vorerst überstanden, sagt Söder in seiner Rede auf dem ersten Internet-Parteitag der CSU-Geschichte. "Wir sind ganz gut durchgekommen." Die vergangenen Wochen seien eine unglaubliche Bewährungsprobe für das Gesundheitssystem, für die Politik und die Bevölkerung gewesen. "Corona stresst. Die einen, weil sie sehr besorgt sind, die anderen, weil sie sehr genervt sind", räumt der bayerische Ministerpräsident ein. Corona bleibe aber eine existenzielle Herausforderung. "Wir bleiben dabei: Umsicht und Vorsicht und Besonnenheit ist unser entscheidender Ratgeber."

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+++ 17:43 An Menschen getesteter Impfstoff zeigt kleine Erfolge +++
Erstmals hat sich ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus bei Tests an Menschen zumindest teilweise als wirkungsvoll gezeigt. Der Wirkstoff Ad5-nCoV habe sich im sogenannten Phase-1-Versuch als sicher und gut verträglich herausgestellt, heißt es in einer im Fachjournal "The Lancet" veröffentlichten Studie des Beijing Institute of Biotechnology. Vor allem aber habe er eine Immunabwehr-Reaktion auf Sars-CoV-2 im menschlichen Körper erzeugt. Weitere Versuche seien jedoch notwendig, um herauszufinden, ob diese Reaktion auch eine Infektion mit dem Virus verhindere. Eine einzelne Dosis von Ad5-nCoV reiche demnach aus, um in 14 Tagen bei den Probanden virus-spezifische, neutralisierende Antikörper und eine entsprechende Reaktion spezieller Abwehrzellen (T-Zellen) zu erzeugen.

+++ 17:36 Mehr als 80 Infizierte in Istanbuler Hochsicherheitsgefängnis +++
Im Hochsicherheitsgefängnis Silivri im Westen der türkischen Millionenmetropole Istanbul sind 82 Insassen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es gehe ihnen gut, heißt es in einer Stellungnahme der zuständigen Staatsanwaltschaft. Zehn Betroffene seien im Krankenhaus, die anderen im Gefängnis isoliert. Zudem sei am Donnerstag ein Insasse an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Der Mann habe auch an Tuberkulose gelitten. Wie viele Insassen in türkischen Gefängnissen insgesamt betroffen von der Pandemie sind, ist nicht bekannt.

+++ 17:12 Studie: Malaria-Mittel Hydroxychloroquin erhöht Sterblichkeit von Patienten +++
Patienten, die unter einem schweren Verlauf von Covid-19 leiden, wird durch die Einnahme der Malaria-Mittel Hydroxychloroquin und Chloroquin nicht geholfen. Im Gegenteil. Einer neuen Studie zufolge stieg bei schwer erkrankten Patienten die Wahrscheinlichkeit, an der Lungenkrankheit zu sterben oder gefährliche Herzrhythmus-Störungen zu entwickeln, wenn sie die Medikamente einnahmen. Die Datenauswertung von mehr als 96.000 Betroffenen in verschiedenen Ländern wurde im Magazin "The Lancet" veröffentlicht.

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+++ 16:57 Steinmeier: "Kritik ist nicht reserviert für Corona-freie Zeiten" +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt die Debatten über die Corona-Politik in Deutschland ausdrücklich und sieht darin einen Nachweis für die Stärke der Demokratie. "Kritik ist nicht reserviert für Corona-freie Zeiten", schreibt Steinmeier in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung". Er warnt aber zugleich davor, dass die Debatten um den besten Weg aus der Krise missbraucht werden könnten. "Wie lebendig unsere Demokratie, wie tief verankert und wie hoch geschätzt ihre Grundwerte sind, das zeigt sich doch gerade jetzt in dieser Krise." Er halte die Entscheidungen der Bundes- und Landesregierungen "für sinnvoll und maßvoll". Aber er freue sich auch darüber, "dass sie lebhaft diskutiert werden, dass über sie gestritten wird, beinah vom ersten Tag an". Das politische Ringen um die beste Lösung habe "aber nichts gemein mit denen, die Verunsicherung und Unzufriedenheit nutzen, um Stimmung gegen 'die da oben' zu machen", sagte der Bundespräsident.

+++ 16:40 Zum dritten Mal keine neuen Fälle in Mecklenburg-Vorpommern +++
In Mecklenburg-Vorpommern sind zum dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vortag keine weiteren Infektionen nachgewiesen worden. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock wurden (Stand heute, 15 Uhr) im Land insgesamt 759 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Drei aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg gemeldete Fälle hätten sich bei Nachtestungen nicht bestätigt. Rund 700 der positiv getesteten Menschen in dem Bundesland seien von einer Covid-19-Erkrankung genesen.

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+++ 16:21 Uni Oxford sucht Tausende Freiwillige für Impfstoff-Studie +++
Die Universität Oxford sucht Tausende Freiwillige für die zweite Phase eines Tests mit einem möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus. Die klinische Studie laufe "bislang sehr gut", erklärt Andrew Pollard von der Impfstoff-Forschungsabteilung der Uni. In der zweiten Phase solle nun untersucht werden, wie gut der Impfstoff bei älteren Erwachsenen anschlage und ob das Mittel der gesamten Bevölkerung Schutz bieten könne. Gesucht werden jetzt bis zu 10.260 Erwachsene und Kinder ab fünf Jahren. Die erste Phase der Studie hatte im April mit 160 Teilnehmern im Alter zwischen 18 und 55 Jahren begonnen. Wann der mögliche Impfstoff zur Verfügung stehen könne, sei allerdings "unmöglich vorherzusagen", sagt Pollard der BBC.

+++ 16:02 34-Jähriger wegen gefälschtem Covid-Attest angeklagt +++
Weil er bei seinem Arbeitgeber ein gefälschtes Covid-19-Attest vorgelegt haben soll, wird ein Mann im US-Bundesstaat Georgia wegen Betrugs angeklagt. Das Unternehmen im Raum Atlanta hatte nach der Krankmeldung den Betrieb eingestellt, um alles zu desinfizieren und seine Angestellten während der Zwangspause weiter bezahlt, wie die Staatsanwaltschaft erklärt. Dadurch sei dem Arbeitgeber ein Schaden von mehr als 100.000 US-Dollar (91.000 Euro) entstanden und den Arbeitskollegen und deren Familien unnötiger Stress zugefügt worden. Die Bundespolizei FBI leitet demnach die Ermittlungen gegen den 34-jährigen Verdächtigen.

+++ 15:38 Forscher weisen erstmals neues Coronavirus in Muttermilch nach +++
Virologen aus Ulm haben Sars-CoV-2 erstmals in der Muttermilch einer an Covid-19 erkrankten Frau nachgewiesen. Auch ihr Säugling sei an dem Virus erkrankt, teilen die Wissenschaftler um Jan Münch und Rüdiger Groß von der Universität Ulm mit. Es sei aber noch nicht klar, ob das Kind sich wirklich über die Muttermilch angesteckt habe. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal "The Lancet". Die Virologen hatten die Muttermilch von zwei Frauen auf Erbgut (RNA) des neuen Coronavirus untersucht, die sich nach der Entbindung im Krankenhaus zusammen mit ihren Neugeborenen ein Zimmer teilten. In den Muttermilch-Proben der zuerst erkrankten Frau fanden die Wissenschaftler keine Hinweise auf das neue Coronavirus. Das Ergebnis in den Proben der zweiten Mutter war dagegen viermal positiv. Woran das liegt, sei derzeit noch nicht klar, so Münch.

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+++ 15:25 Kretschmer spricht sich für Aufnahme russischer Patienten aus +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht sich für eine Aufnahme russischer Covid-19-Patienten in Deutschland aus. "Es wäre ein starkes Zeichen der Europäischen Union, wenn wir auch Patienten aus Russland bei uns behandeln würden", sagt der CDU-Politiker dem "Spiegel". "Wir versuchen insgesamt in Europa zu helfen. Und ich finde, wir sollten auch solidarisch sein mit Russland." Sachsen hatte 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen. Einige von ihnen starben, andere konnten nach wochenlanger Behandlung aus den Krankenhäusern entlassen werden. In Russland sind inzwischen mehr als 300.000 Infektionen nachgewiesen worden.

+++ 15:07 Riesenflugzeug bringt 6,6 Millionen Schutzmasken nach Düsseldorf +++
Gleich 6,6 Millionen Schutzmasken hat ein Riesenflugzeug vom Typ Antonov 124 nach Nordrhein-Westfalen gebracht. Die Transportmaschine landete auf dem Düsseldorfer Flughafen. Mit einer Länge von 69 Metern und einer Spannweite von 73 Metern gehört die Antonov zu den größten Transportflugzeugen der Welt. Gestartet war die Maschine im ostchinesischen Hangzhou. Man habe die hochwertigen Masken zu moderaten Preisen beschaffen können, sagte Michael Kofler, Geschäftsführer der Firma PSG Procurement Services, die den Einkauf zusammen mit der Düsseldorfer Kloepfel-Gruppe organisiert hatte.

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Die Antonov gehört zu den größten Transportflugzeugen der Welt.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 14:53 Bericht: Rettung der Lufthansa stockt wegen Airbus-Maschinen +++
Die Rettung der finanziell angeschlagenen Lufthansa ist einem Medienbericht zufolge ins Stocken geraten. In der Schlussphase der Gespräche habe die Bundesregierung neue Forderungen aufgebracht, die eine Sanierung faktisch unmöglich machen würden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach solle die Lufthansa alle Flugzeuge abnehmen, die sie bei Airbus bestellt habe. Für die Lufthansa wäre dies eine enorme finanzielle Belastung, heißt es in dem Bericht. Demnach würden für die Maschinen in den kommenden drei bis vier Jahren über fünf Milliarden Euro nötig werden. Angesichts dieser neuen Bürde hätten sich die Vertreter von Bund und Unternehmen nicht auf das neun Milliarden Euro schwere Sanierungspaket einigen können, schrieb die Zeitung. Eine geplante Aufsichtsratssitzung sei daher auf Montag verschoben worden. Über das Wochenende werde den Kreisen zufolge weiter verhandelt.

+++ 14:33 Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche +++
Die Polizei weist auf eine neue Betrugsmasche mit angeblichen Tests auf das Coronavirus hin. In den vergangenen Tagen hätten die meist älteren Opfer in mehreren Teilen Deutschlands ein seriös anmutendes Schreiben einer angeblichen "Bundesstelle für Seuchenschutz" bekommen, sagt ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim in Lingen. Diese Behörde gebe es gar nicht, betonte er. Die Angeschriebenen werden dazu aufgefordert, sich mit einem Test-Set auf Covid-19 zu testen. Laut Auskunft des Einwohnermeldeamtes gehörten sie zu einer Risikogruppe, heißt es in dem Schreiben weiter. Notfalls müsst der Test zwangsweise durchgeführt werden. Für das angebliche Test-Set würden dann per Nachnahme 97,50 kassiert. "Die Polizei warnt eindringlich davor, Päckchen, die nicht bestellt worden sind, gegen Nachnahme anzunehmen", erklärt der Sprecher.

+++ 14:19 Krankenkassen wollen Geld für Tests vom Staat zurückbekommen +++
Die Krankenkassen pochen angesichts der geplanten Ausweitung von Corona-Tests darauf, dass der Staat die Kosten mitträgt. "Im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Tests auszuweiten, erscheint auf jeden Fall sinnvoll", sagt der Sprecher des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Als staatliche Aufgabe müssten Tests in diesem Rahmen auch vom Staat finanziert werden. "Wir sind gesetzlich verpflichtet, in vielen Fällen die Reihentests zunächst zu finanzieren", erklärt der Sprecher. Wie hoch die Gesamtkosten würden, hänge davon ab, wie ihre Zahl sich entwickle. "Bei 59 Euro Kosten pro Test liegt es auf der Hand, dass wir am Ende vermutlich von einer gewaltigen Summe reden werden", sagt er. "Selbstverständlich werden wir bei den Finanzberatungen im Herbst darauf drängen, dass die gesetzliche Krankenversicherung diese Kosten aus dem Bundeshaushalt erstattet bekommt."

+++ 13:51 600 Mitarbeiter von niederländischem Schlachthof müssen in Quarantäne +++
600 Mitarbeiter der niederländischen Schlachthof-Gruppe Vion müssen für zwei Wochen in Heim-Quarantäne bleiben. Das ordneten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes unweit der deutschen Grenze an. Im Schlachthof in Groenloo waren bei 45 Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden. Am Freitag sollten noch 250 Mitarbeiter getestet werden.

+++ 13:35 Malaysias Ministerpräsident muss in Corona-Isolation +++
Malaysias Ministerpräsident Muhyiddin Yassin begibt sich nach einem Kontakt mit einem infizierten Beamten für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Ein Test bei Muhyiddin sei zwar negativ ausgefallen, berichtet sein Büro. Allerdings müssten sich alle Teilnehmer des Treffens vergangene Woche für 14 Tage abschotten.

+++ 13:17 Für mehr Kaufkraft: Scholz plant 300 Euro pro Kind +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz setzt dem "Spiegel" zufolge bei dem Konjunkturpaket der Regierung insbesondere auf Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft. So sollen Eltern für jedes Kind einmalig 300 Euro erhalten, berichtet das Magazin vorab. Erwogen würden auch Konsumgutscheine für alle. Darüber hinaus sollen Gastwirte und Kulturschaffende vom Bund einen Ausgleich für entgangenes Einkommen erhalten, heißt es weiter. Auch Hilfen für Unternehmen seien geplant, etwa günstigere Abschreibungen und Investitionszulagen. Das Konjunkturpaket solle eine Größenordnung von bis zu 150 Milliarden Euro haben.

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+++ 13:00 NRW plant zusätzliche Konjunktur-Maßnahmen +++
Nordrhein-Westfalen (NRW) will ein neues Konjunkturprogramm des Bundes mit eigenen Maßnahmen flankieren. Er gehe davon aus, dass neue Maßnahmen des Bundes nach Pfingsten beschlossen würden, sagt Ministerpräsident Armin Laschet. NRW wolle diese mit eigenen Maßnahmen ergänzen. "Wir brauchen einen Neustart der Wirtschaft", sagt Laschet. Die Themen Digitalisierung und Klimaschutz müssten sich in den Programmen finden. Den deutsch-französischen Plan für ein 500-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket in der EU unterstütze die Landesregierung.

+++ 12:35 Statistisches Bundesamt registriert mehr Sterbefälle als üblich +++
Das Statistische Bundesamt meldet einen Anstieg der Sterbefallzahlen auch in der vorletzten Aprilwoche. Demnach sind vom 20. bis 26. April 2020 in Deutschland mindestens 17.974 Menschen gestorben - drei Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich bereits seit Ende März. In der 15. Kalenderwoche war die Abweichung mit 2251 (13 Prozent) Sterbefällen über dem vierjährigen Durchschnitt am größten.

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+++ 12:26 Mehr als 326.000 bestätigte Fälle in Russland +++
Die Lage in Russland entwickelt sich weiterhin dramatisch: Die bestätigten Infektionen steigen auf mehr als 326.000 Fälle (+8894). Weiterhin wurden 3.249 Todesfälle gemeldet - das sind 150 mehr als am Vortag. Aktuell gibt es 223.374 aktive Infektionen.

+++ 12:16 Mehr als 6000 Neuinfektionen in Indien binnen 24 Stunden +++
In Indien sind innerhalb von 24 Stunden 6088 neue Corona-Infektionen bekannt geworden. Das ist nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums der höchste Anstieg an einem Tag seit dem Beginn der Pandemie im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt mit 1,3 Milliarden Einwohnern. Seit einiger Zeit lockert das Land die weltgrößte Ausgangssperre zunehmens, und in den vergangenen Tagen gibt es immer wieder neue Tagesrekorde. Insgesamt gibt es in Indien inzwischen mehr als 118. 000 Infektionen, davon sind mehr als 3500 an der Lungenkrankheit gestorben.

+++ 12:03 Ministerium weist Auslieferungs-Probleme bei Masken zurück +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat Berichte über Verzögerungen bei der Auslieferung von Schutzausrüstung in der Corona-Krise zurückgewiesen. Falls Ärzte über Ausrüstungsmängel klagten, liege das nicht an fehlenden Lieferungen des Ministeriums, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Kassenärztliche Vereinigungen und Länder seien durch das Ministerium bislang mit etwa 400 Millionen Masken versorgt worden. "Einige haben deshalb bereits darum gebeten, die Maskenlieferungen zu stoppen." Für die Auslieferung an Praxen und Krankenhäuser seien Länder und Kassenärztliche Vereinigungen verantwortlich. Seit Anfang März hat der Bund mehr als 500 Millionen Schutzmasken und 100 Millionen Einmalhandschuhe beschafft.

+++ 11:42 NRW-Gesundheitsminister sieht keinen Grund mehr für Reiseverbote +++
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sieht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen "keinen Grund, den Menschen das Reisen weiterhin zu verbieten". Der Zeitung "Die Welt" sagte er: "Wenn mehr gereist wird, gibt es mehr Risiken. Aber man kann es gut verantworten." Wenn weiter Fortschritte gemacht würden, werde die Lage "in ein paar Wochen" hoffentlich noch besser sein. "Auch wenn nach wie vor Vorsicht geboten ist: Wir befinden uns aktuell in einer entspannten Situation", sagte der Minister. Es gebe viele Kreise in Nordrhein-Westfalen und anderswo in Deutschland, die derzeit nicht einmal mehr eine Neuinfektion pro Tag aufwiesen. Das eröffne die Möglichkeit, die Einschnitte Schritt für Schritt zurückzunehmen.

+++ 11:31 Bund verdoppelt Soforthilfen für Kultureinrichtungen +++
Der Bund hat die Soforthilfen für kleinere und mittlere Kulturbetriebe auf 20 Millionen Euro verdoppelt. Das Ziel sei es, so vielen Einrichtungen wie möglich bei der Wiedereröffnung zu helfen, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Die Nachfrage für das Programm "Neustart" sei mit fast 1000 Anträgen "überwältigend", weshalb die Mittel nun aufgestockt würden. Die Soforthilfen dienen dazu, durch Corona bedingte Umbaumaßnahmen in Kultureinrichtungen umzusetzen. Gefördert werden Investitionen zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Dazu gehören der Einbau von Schutzvorrichtungen und die Optimierung der Besuchersteuerung. 

+++ 11:12 Griechenland verlängert Ausgangssperre in Flüchtlingslagern +++
Die griechische Regierung hat die Corona-Ausgangssperre für die Flüchtlingslager im Land anders als zunächst geplant nicht aufgehoben, sondern bis zum 7. Juni verlängert. Die Ministerien für Zivilschutz, Gesundheit und Migration hätten die Verlängerung der vor zwei Monaten verhängten Ausgangssperre vereinbart, teilte das Migrationsministerium in einer kurzen Erklärung mit. In den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln wurden bislang keine Corona-Infektionen festgestellt. Auf dem Festland infizierten sich hingegen Dutzende Bewohner von drei Flüchtlingseinrichtungen, Todesopfer gab es aber bisher dort nicht.

+++ 10:50 Großbritannien will Ankömmlinge unter Quarantäne stellen +++
Großbritannien will wegen der Corona-Pandemie Ankömmlinge aus dem Ausland künftig für 14 Tage unter Quarantäne stellen. Die zweiwöchige Quarantäne solle dazu beitragen, das Coronavirus im Vereinigten Königreich einzudämmen, sagte der für Nordirland zuständige Minister Brandon Lewis dem Fernsehsender Sky News. Aus dem Ausland einreisende britische Bürger könnten zu Hause in Quarantäne gehen, andere Einreisende müssten entsprechende Vorkehrungen für ihre Isolierung treffen.

+++ 10:30 Wirtschaftsweise lehnen Auto-Kaufprämie ab +++
In der Diskussion über die Wiederbelebung der Konjunktur haben sich die sogenannten Wirtschaftsweisen gegen eine Kaufprämie für Autos ausgesprochen. Angesichts der Corona-Krise gelte es, nicht allein die Nachfrage zu stärken, "sondern zugleich den Strukturwandel sinnvoll zu unterstützen", schrieben die fünf Mitglieder des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einem am Freitag veröffentlichten Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung".

+++ 10:16 Britischer Einzelhandel bricht historisch ein +++
Die Umsätze im britischen Einzelhandel sind im April wegen der Corona-Krise so stark eingebrochen wie noch nie. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vormonat um 18,1 Prozent gefallen, teilte das Statistikamt in London mit. Dies ist das stärkste Minus seit Beginn der Erhebungen 1988. Der Rückgang fiel stärker aus, als Analysten befürchtet hatten. Bereits im März hatte die Corona-Krise Großbritannien mit Wucht getroffen. Allerdings traten die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus erst im Laufe des Monats im Kraft. Daher waren die Umsätze im März nur um 5,2 Prozent im Monatsvergleich gesunken.

+++ 09:44 April-Steuereinnahmen brechen um 25 Prozent ein +++
Die deutschen Steuereinnahmen sind im April infolge der Corona-Krise drastisch gesunken. Ohne reine Gemeindesteuern nahmen sie gegenüber dem Vorjahresmonat um 25,3 Prozent ab und zeigten "damit erste Auswirkungen der Corona-Pandemie", wie das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht bekannt gab. "Wesentliche Ursache war der Aufkommensrückgang der Gemeinschaftsteuern um fast ein Drittel", erklärten die Steuerexperten von Finanzminister Olaf Scholz. 

+++ 09:30 McDonald's unterstützt Franchisenehmer +++
McDonald's verzichtet in der Corona-Krise auf einen Teil der Zahlungen seiner Restaurantbetreiber in Deutschland. Ihnen wurden die Pacht- und Franchisegebühren für März und April gestundet, ein Teil der Miete auch erlassen, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet. Zudem plant das Unternehmen eine Werbeoffensive. Hintergrund sei, dass von Montag an wieder in allen Bundesländern auch die Innenräume der Schnellrestaurants genutzt werden können, sagte ein Sprecher. Die meisten der 1.480 McDonald's-Restaurants in Deutschland werden von rund 200 Franchisenehmern betrieben.

+++ 09:12 Brasilien beklagt mehr als 20.000 Corona-Tote +++
In Brasilien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 20.000 überschritten. Mit einem neuen Rekord von 1188 gemeldeten Todesfällen binnen 24 Stunden wuchs die Zahl der Todesopfer auf 20.047, wie das brasilianische Gesundheitsministerium mitteilte. Im bevölkerungsreichsten Land Südamerikas wurden mittlerweile 310.000 Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Brasilien ist damit nach den USA und Russland das am stärksten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

+++ 08:55 Australien lässt Kreuzfahrtschiffe weiter nicht anlegen +++
Kreuzfahrtschiffe dürfen wegen der globalen Corona-Pandemie auch die nächsten Monate nicht in Australien anlegen. Die Grenzschutzbehörde teilte nun mit, dass das Anlegeverbot für Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 100 Passagieren um weitere drei Monate bis zum 17. September verlängert werde. Auch Rundreisen auf Kreuzfahrtschiffen in australischen Gewässern sind weiter untersagt. Australien hatte die Restriktionen am 27. März in Kraft gesetzt. Zu der Zeit hatten sich 28 internationale Kreuzfahrtschiffe in Australien befunden, doch alle haben die Gewässer des Landes inzwischen verlassen. Australien zählt 7081 bestätigte Infektionen.

++ 08:34 Söder verlangt "Obergrenze" für Hilfspakete +++
Vor dem Parteitag seiner CSU hat Markus Söder vor übermäßigen Corona-Hilfsprogrammen gewarnt. "Wir müssen genau überlegen, welche Maßnahmen sind sinnvoll, welche können wir uns leisten", sagte der Parteichef im ZDF-"Morgenmagazin". "Deswegen braucht es tatsächlich eine Obergrenze." Der Staat dürfe "nicht nur einfach Geld verteilen".   

+++ 08:19 Virologe: Restaurant-Gäste sollten draußen sitzen +++
Möglichst draußen sitzen oder in Restaurants viel lüften: Angesichts bundesweiter Lockerungen der Corona-Regeln für das Gastgewerbe setzen Experten auf Prävention gegen die Übertragung des Virus durch die Luft. Möglichst sollten die Gäste von Restaurants draußen sitzen, sagte Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Universitätsmedizin Rostock. "Da kommt es praktisch nicht zu Infektionen. Das Coronavirus wird ganz maßgeblich über die Luft übertragen." Dagegen schütze draußen der Luftzug. In Innenräumen wäre es allerdings problematischer, sagte Podbielski. Wenn Kellner Masken trügen, seien die Gäste geschützt, allerdings trügen die Gäste beim Essen keine Masken und könnten sich theoretisch gegenseitig infizieren.

+++ 08:08 Trauerbeflaggung in den USA für fast 100.000 Corona-Tote +++
Wegen der annähernd 100.000 Toten in der Corona-Pandemie in den USA lässt US-Präsident Donald Trump Flaggen überall im Land auf halbmast hängen. An allen öffentlichen Gebäuden und Nationaldenkmälern soll ab Freitag für drei Tage auf diese Weise der Amerikaner gedacht werden, die wegen des Coronavirus ums Leben gekommen sind, kündigte Trump auf Twitter an. Die führenden Demokraten im US-Kongress, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, hatten Trump zuvor zu dieser Geste aufgefordert, sobald die Zahl der Toten infolge der Pandemie 100.000 erreicht. "Es würde ein nationaler Ausdruck der Trauer sein, den jeder in unserem Land so sehr braucht", erklärten Pelosi und Schumer.

+++ 07:50 Sachsen: Kretschmer will nach Sommerferien regulären Schul-Betrieb +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will an allen Schulen des Bundeslandes nach den Sommerferien wieder regulären Schulunterricht anbieten. "Wir wollen, dass nach den Sommerferien der Unterricht auch an allen weiterführenden Schulen wieder normal läuft", sagt er dem "Focus". Derzeit arbeite die Landesregierung an einer Lösung, damit es ab dem neuen Schuljahr keinen Notbetrieb mehr gebe. Kitas und Schulen würden eine doppelte Schlüsselrolle einnehmen und seien entscheidend, damit die Wirtschaft wieder anlaufe.

+++ 07:29 Ukraine kann auf IWF-Finanzspritze hoffen +++
Die Ukraine kann auf eine Finanzspritze in Milliardenhöhe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Auf Mitarbeiterebene habe man sich mit der Regierung über einen Bereitschaftskredit in Höhe von von fünf Milliarden Dollar bei einer Laufzeit von 18 Monaten geeinigt, teilt der IWF in Washington mit. Damit soll dem osteuropäischen Land bei der Bewältigung der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise geholfen werden. Das Führungsgremium des IWF muss dem noch zustimmen.

+++ 06:58 Spahn will präventive Corona-Tests in Pflegeheimen +++
Gesundheitsminister Jens Spahn will bald die Grundlage für mehr Tests auf das Coronavirus in Krankenhäusern und Pflegeheimen schaffen. "Mein Ziel ist es, noch im Mai eine Verordnung vorzulegen, die präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Die Welt". "Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt werden, sollten Sars-CoV-2-Tests die Regel sein." Dem Bericht zufolge soll im Fall einer Infektion in einer Einrichtung zudem beim gesamten Personal sowie bei allen Bewohnern und Patienten vorsorglich ein Test gemacht werden. Auch symptomfreie Kontaktpersonen von Infizierten sollten erstmals Anspruch auf Testung haben.

+++ 06:42 China kündigt strenge Strafen für Handel mit Wildtieren an +++
China will die illegale Jagd und den Handel mit Wildtieren streng bestrafen. Das geht aus einem veröffentlichten Arbeitsbericht der Regierung für die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking hervor. Damit solle ein Verbot umgesetzt werden, das im Januar als Folge des Coronavirus-Ausbruchs verhängt wurde. Das neuartige Virus hatte sich Ende 2019 auf einem Markt in Wuhan ausgebreitet, auf dem Wildtiere wie Fledermäuse und Schuppentiere verkauft wurden.

+++ 06:18 Trump schließt erneuten Lockdown bei zweiter Welle aus +++
US-Präsident Donald Trump will die USA im Fall einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen nicht wieder strengen Maßnahmen zur Eindämmung unterwerfen. In diesem Fall "werden wir die Feuer löschen, wir werden das Land nicht schließen", sagte Trump bei einem Besuch einer Fabrik des Autobauers Ford in Ypsilanti im Bundesstaat Michigan. "Ob es eine Glut oder eine Flamme ist, wir werden es löschen." Trump drängte Gouverneure erneut dazu, die Schutzmaßnahmen in ihren Bundesstaaten zu lockern, damit die US-Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt.   

+++ 01:50 Hat Tschetschenen-Diktator Kadyrow Corona? +++
Der tschetschenische Regionalpräsident Ramsan Kadyrow hat sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert. Er sei mit einem Flugzeug nach Moskau gebracht worden, wo er nun unter "medizinischer Überwachung" stehe, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Demnach war sein Zustand "stabil". Die tschetschenischen Behörden betonten nur, Kadyrow leitete die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Als diese sich in Russland ausbreitete, zirkulierten in Online-Netzwerken Videos von tschetschenischen Polizisten, die die Ausgangssperre mit Knüppeln durchsetzten. Die Moscheen in der mehrheitlich muslimischen Kaukasusrepublik verkündeten Strafen für die Missachtung der Quarantäne und der Vorschriften zum Tragen von Schutzausrüstung in der Öffentlichkeit. Bislang wurden in Tschetschenien offiziell rund tausend Infektionsfälle und elf Corona-Tote gezählt.

+++ 23:02 Bericht: Schutzmasken stauen sich beim Ministerium +++
Bei der Auslieferung von Schutzmasken, die durch die Regierung beschafft wurden, gibt es einem Medienbericht zufolge Verzögerungen. Das Bundesgesundheitsministerium habe "logistische Probleme" bei der Auslieferung eingeräumt, berichteten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Dem Bericht zufolge begründete das Haus von Minister Jens Spahn dies damit, dass in den vergangenen beiden Wochen eine Vielzahl von Lieferungen in den Logistiklagern gleichzeitig eingetroffen seien, sodass es nun zu Verzögerungen in der Auslieferung komme. Die Prüfung der Ware durch den TÜV sei außerdem sehr aufwendig. Etwa 20 Prozent der gelieferten Schutzmasken entsprächen nicht den hohen Normanforderungen. "Mangelhafte Produkte werden nicht abgenommen und nicht bezahlt", zitierten die Medien einen Sprecher des Ministeriums. Erst zehn Prozent der Lieferanten seien bezahlt worden.

+++ 21:57 Serbien lässt Ausländer wieder ohne Auflagen ins Land +++
Die serbische Regierung öffnet die Grenzen des Landes für Ausländer, ohne dass diese einen Corona-Test vorlegen oder sich in Quarantäne begeben müssen. Bislang war die Einreise nach Serbien für ausländische Staatsbürger nur in Ausnahmefällen möglich. Die neue Regelung tritt am Freitag in Kraft. Reisende erhalten an den Grenzübergängen lediglich Informationsblätter, die sie auf die Gefahren der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Das Land liegt an wichtigen Transitrouten, die aus Westeuropa in den Südosten des Kontinents führen. Serbien hatte in den vergangenen Wochen sinkende Ansteckungszahlen verzeichnet. Bislang waren in dem Balkanland 10.919 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. 237 Tote wurden gemeldet.

+++ 21:45 Trumps Ex-Anwalt aus Haft entlassen +++
Der ehemalige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, ist wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Der 53-Jährige sollte ursprünglich bis November 2021 in einem Gefängnis in Otisville im Bundesstaat New York eine dreijährige Haftstrafe verbüßen. Den Rest seiner Strafe werde er voraussichtlich zu Hause absitzen, berichteten US-Medien unter Berufung auf eine informierte Quelle. Cohen hatte sich unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstößen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung schuldig bekannt. Bei Letzterem handelte es sich um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag von Trump ausgeführt hatte.

+++ 20:45 Behörden melden weniger als 13.000 Infektionen in Deutschland +++
In Deutschland sinkt die Zahl der mit Corona Infizierten weiter. Möglicherweise ist sie schon heute wieder unter die Marke von 13.000 gefallen. Aktuell registrieren die Behörden nach ntv-Berechnungen bundesweit 12.882 aktive Fälle. Allerdings meldet Bremen wegen des Feiertags keine Zahlen. Zugleich geht aus den Daten hervor, dass inzwischen 8201 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben sind.

+++ 20:20 USA melden mehr als 93.000 Tote +++
Die Zahl der Virus-Toten in den USA steigt nach Behördenangaben um 1397 auf 93.061. Die Zahl der bestätigten Infizierten legt um 22.860 auf rund 1,551 Millionen zu. In Italien werden binnen 24 Stunden 156 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer auf 32.486.

+++ 20:06 Mehr als 20.000 Infektionen in Polen - Hotspot Bergbau +++
In Polen hat die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus die Marke von 20.000 überschritten. Das Gesundheitsministerium bestätigte 20.143 Infektionsfälle mit Sars-CoV-2 und bisher 972 Todesfälle. In den vergangenen Wochen verzeichnete das Land regelmäßig mehrere hundert Neuinfektionen pro Tag. Anzeichen für eine Abschwächung der Ausbreitung gibt es vorerst nicht. Zuletzt konzentrierten sich die Neuinfektionen auf die Kohlebergbauregion Oberschlesien. Die polnischen Behörden intensivierten deshalb die Corona-Tests bei Bergleuten des Kohlereviers und deren Familienangehörigen.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, fzö/sgu/dpa/rts/AFP