Panorama

Blutiges Drama in Worms 22-Jähriger ersticht Freundin nach Streit

113789916.jpg

Laut Polizei war der Verdächtige bereits wegen Körperverletzungen, Drogendelikten, Bedrohung und Nötigung aufgefallen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Beziehungsstreit nimmt in Worms offenbar ein tödliches Ende: Eine junge Frau wird in ihrem Elternhaus erstochen aufgefunden. Ihr Freund gesteht die Tat kurze Zeit später. Dieser ist der Polizei schon länger bekannt.

Nach dem mutmaßlichen Mord an einer jungen Frau in Worms untersuchen die Ermittler die genauen Hintergründe der Tat. Unter dringendem Verdacht steht der Freund der 21-Jährigen, der weiterhin vernommen wird, wie ein Sprecher der Polizei berichtete.

Die Frau war in der Nacht zum Mittwoch in ihrem Elternhaus in Worms getötet worden. Dort hatte die Deutsche den Ermittlern zufolge gelebt. Ihr Freund war der Polizei zufolge dort zeitweise zu Gast. Der 22-Jährige, ein abgelehnter Asylbewerber aus Tunesien, hatte sich am frühen Morgen nach der Tat der Polizei gestellt und erklärt, seine Freundin in einem Beziehungsstreit getötet zu haben. Worum es dabei genau ging, sagte er nach Angaben der Ermittler nicht.

Die mutmaßliche Tatwaffe, ein langes Küchenmesser, wurde sichergestellt. Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche steht noch aus. Nach Angaben des Polizeisprechers untersuchen die Ermittler weiterhin den Tatort und befragen zahlreiche Zeugen. Gegen den 22-Jährigen wird wegen Mordes ermittelt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Verdächtiger mit zahlreichen Delikten aufgefallen

Der mutmaßliche Täter ist der Polizei schon länger bekannt. Er sei bereits wegen Körperverletzungen, Drogendelikten, Bedrohung und Nötigung aufgefallen, teilten die Ermittler mit. Außerdem habe er im Oktober eine dreiwöchige Haftstrafe wegen Diebstahls abgesessen. Straftaten gegen seine 21-jährige Freundin seien der Polizei bislang nicht bekannt gewesen.

Der Tunesier habe im Oktober 2017 in der Zuständigkeit des Regierungspräsidiums Karlsruhe einen Asylantrag gestellt. Dieser sei aber abgelehnt worden. Der Mann habe eine Duldung bekommen. Die zuständige Ausländerbehörde habe am Montag entschieden, ihn abzuschieben.

Der 22-Jährige hatte der Polizei zufolge zuletzt keinen festen Wohnsitz. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mainz war dem Mann in Baden-Württemberg als Asylbewerber ein Wohnsitz zugewiesen worden. Seit Montag sei nach ihm gesucht worden.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

Mehr zum Thema