Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:06 Bolsonaro von Corona-Todesfällen "gelangweilt" +++

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro kann Fragen zu den Corona-Toten nicht mehr hören. Bei einem öffentlichen Auftritt an einem Strand in Guaruja im Bundesstaat Sao Paulo antwortete er einem Reporter, der ihn auf die vor wenigen Tagen erreichte Schwelle von über 600.000 Covid-Todesfällen ansprach: "In welchem Land sind keine Menschen gestorben? Sag's mir!". Er sei "nicht hergekommen, um mich zu langweilen." In Brasilien sind nach offiziellen Angaben 601.011 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

+++ 22:25 Fahrgast ohne Maske bedroht Zugbegleiter mit Messer +++
Weil er seinen Mund-Nasen-Schutz nicht tragen wollte, hat ein 34-Jähriger in einem Regionalzug im Ruhrgebiet nach Polizeiangaben einen Zugbegleiter mit einem Messer bedroht. Im Zug befindliches Sicherheitspersonal habe eingegriffen und den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten, teilte diese über den Vorfall von Freitagabend mit. So habe der Mann das Messer fallen lassen, als der Sicherheitsdienst ihn dazu aufforderte, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Beamten der Bundespolizei nahmen ihn am Duisburger Hauptbahnhof vorläufig fest und leiteten ein Strafverfahren wegen Bedrohung ein.

+++ 22:03 Putin hustet - Sorgen um seine Gesundheit zurückgewiesen +++
Russlands Präsident Wladimir Putin ist Sorgen wegen seines Hustens entgegengetreten. "Es war einfach kühl an der Luft, ich habe mich aktiver bewegt, es ist nichts Schlimmes", sagte Putin in einer Videokonferenz, die im Staatsfernsehen gezeigt wurde. "Machen Sie sich keine Sorgen, alles ist gut", erklärte er der Vorsitzenden des russischen Föderationsrats, Valentina Matwijenko, die sich angesichts des hustenden Präsidenten besorgt gezeigt hatte. Er werde praktisch täglich getestet, versicherte Putin - "nicht nur auf Covid-19, sondern auch auf andere Infektionen". Der Kremlchef hatte sich erst Ende September wegen mehrerer Corona-Fälle in seinem direkten Umfeld für mehr als zwei Wochen in Selbstisolation begeben. Putin hüstelt immer wieder bei öffentlichen Auftritten - das ist schon seit längerem ein Thema in Russland. Putin und der Kreml haben Spekulationen über mögliche Krankheiten des Präsidenten aber stets strikt zurückgewiesen.

+++ 21:16 Thailand öffnet Grenzen ab 1. November für geimpfte Flugreisende +++
Thailand öffnet seine Grenzen ab dem 1. November für vollständig geimpfte Flugreisende aus dem Ausland. Zugelassen werden zunächst Touristen aus zehn Staaten, die als Niedrigrisikoländer gelten, wie Regierungschef Prayut Chan-O-Cha erläuterte. Dazu zählen neben Deutschland unter anderem die USA, China, Großbritannien und Singapur. Im Dezember soll die Regelung dann auf weitere Länder ausgeweitet werden. Bedingung sei, dass die Betroffenen bei ihrer Ankunft einen negativen PCR-Test vorweisen und sich nach der Einreise nochmals testen lassen, sagte Prayut. "Danach können sie so frei wie Thailänder reisen". Derzeit müssen geimpfte Touristen mindestens sieben Tage in einem Hotel in Quarantäne bleiben. Eine Ausnahme bietet die Insel Phuket, wo Urlauber sich frei bewegen dürfen und nach einer Woche in andere Regionen weiterreisen können.

+++ 20:40 Lufthansa zahlt Teil der Corona-Hilfen zurück +++
Die Lufthansa hat einen Teil der Corona-Staatshilfen zurückbezahlt. Eine Stille Einlage über 1,5 Milliarden Euro sei vollständig abgelöst worden, teilte die Fluggesellschaft mit. Das Geld stammt aus einer Kapitalerhöhung, die 2,162 Milliarden Euro eingebracht habe und die nun abgeschlossen sei. "Wir sind sehr dankbar, dass die Deutsche Lufthansa AG in schwierigsten Zeiten mit Steuermitteln stabilisiert worden ist", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. "Wir schauen zunehmend optimistisch in die Zukunft." Immer mehr Länder öffneten ihre Grenzen und die Nachfrage nach Flugreisen wachse täglich. Die Lufthansa hatte vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) über zwei Stille Einlagen insgesamt 2,5 Milliarden Euro bekommen. Bis Ende des Jahres soll die restliche Milliarde zurückgezahlt werden. Ein Kredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von einer Milliarde Euro war bereits im Februar 2021 vorzeitig getilgt worden.

+++ 19:58 Bundesländer melden 3436 Neuinfektionen +++
Die Landesbehörden haben im Laufe des Montags 3436 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche ist die Zahl der registrierten Ansteckungen damit leicht gesunken. Vor einer Woche waren es 3527 Neuinfektionen. Als aktuell infiziert gelten momentan 129.989 Menschen in Deutschland.

Zudem wurden 31 neue Todesfälle registriert. Vor einer Woche wurden 25 Tote binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet, heute sind es 6 mehr. Durchschnittlich werden zur Zeit rund 61 Tote pro Tag registriert. Insgesamt sind somit seit Beginn der Pandemie 94.227 Menschen infolge einer Infektion gestorben.

Die Zahl labortechnisch bestätigter Ansteckungen steigt auf 4.315.162. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind 4.090.946 Menschen inzwischen wieder genesen.

+++ 19:21 Gericht: Youtube durfte #allesaufdentisch-Clips nicht löschen +++
Die Videoplattform Youtube hat laut einer Eilentscheidung des Landgerichts Köln zwei Interviewclips der umstrittenen Aktion #allesaufdentisch zu Unrecht gelöscht. Das Gericht erließ auf Antrag der Initiatoren der Internetaktion zwei einstweilige Verfügungen gegen die Plattform. Youtube habe den Kanal-Betreibern nicht konkret genug mitgeteilt, welche Passagen ihrer Meinung nach gegen welche Vorschrift ihrer Richtlinie verstießen, sagte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage. Zuvor hatte die "Bild" über den Gerichtsbeschluss berichtet. Die Zeitung zitiert aus der Gerichtsentscheidung, Youtube dürfe nur bei "einer offensichtlichen, auf den ersten Blick erkennbaren medizinischen Fehlinformation" Videos löschen, ohne konkrete problematische Passagen zu benennen. Bei den gelöschten Interviews handele es sich aber um "längere Videos", die "auch eine Vielzahl von eindeutig zulässigen Äußerungen enthalten".

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+++ 19:02 Nur geimpft in den Supermarkt - Lettland ruft Corona-Notstand aus +++
Wegen einer starken Zunahme der Infektionen hat Lettland einen dreimonatigen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nach den neuen Regeln dürfen öffentliche Gebäude nur noch mit Schutzmaske betreten werden, alle Angestellten des öffentlichen Dienstes müssen bis zum 15. November geimpft sein. Zuletzt wurden unter den 1,9 Millionen Einwohnern der Balten-Republik täglich mehr als 1000 Neuinfektionen registriert. Wer nicht geimpft ist, darf in Lettland künftig keinen Supermarkt mehr betreten. Nur Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen am Wochenende öffnen. Alle Letten sind aufgerufen, im Home Office zu arbeiten.

Regierungschef Krisjans Karins schrieb auf Twitter, er fordere seine Landsleute auf, sich "nicht zu versammeln, nicht zu besuchen und Ihre Kontakte zu beschränken". Nur 48 Prozent der Letten sind vollständig gegen das Virus geimpft. Das ist eine der niedrigsten Impfquoten in Europa, nur in Bulgarien, Rumänien und Kroatien ist die Impfquote noch niedriger.

+++ 18:33 RKI gibt R-Wert mit 0,98 an +++
Der R-Wert sinkt einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge zum Wochenbeginn wieder unter 1, nachdem er vier Tage über der kritischen Schwelle gelegen hatte. Auch vor einer Woche war das bereits der Fall. Im letzten Monat zeigte der Wert lange ein abflauendes Infektionsgeschehen an, mittlerweile deutet er vorsichtig auf ein Steigen der Ansteckungsrate hin.

Der R-Wert oder auch Reproduktionsfaktor gibt einen Hinweis auf die Dynamik im Infektionsgeschehen: Liegt der Wert über 1, gibt es einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen, liegt er darunter, flaut das Infektionsgeschehen ab. Es handelt sich bei den Angaben allerdings um Schätzungen, die vom RKI nachträglich korrigiert werden, sobald neuere Daten vorliegen.

+++ 18:12 EU-Kommission genehmigt Beihilfe für Veranstalter von Messen und Ausstellungen +++
Veranstalter von Messen und Ausstellungen dürfen nach einer Entscheidung der EU-Kommission wegen der Corona-Krise mit weiteren bis zu 150 Millionen Euro unterstützt werden. Die Brüsseler Behörde genehmigt eine entsprechende Hilfsmaßnahme aus Deutschland. Mit dem Geld sollen Kosten, die bei der Organisation von Veranstaltungen entstanden sind, ausgeglichen werden, wenn diese wegen Corona-Maßnahmen abgesagt wurden. Konkret geht es um Ereignisse, die zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. September 2022 geplant waren. "Die Maßnahme steht Organisatoren aller Größen offen, die in Deutschland tätig sind", hieß es. Da nicht mehr als der tatsächliche Verlust kompensiert werde und nur Schäden ausgeglichen würden, die in Zusammenhang mit Hygienebeschränkungen stünden, sehe die Kommission keine Gefahr, dass der Wettbewerb verzerrt werde.

+++ 17:36 Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht +++
Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek von der CSU in der nächsten Schalte der Gesundheitsminister einen Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI). "Wir brauchen da Klarheit und Wahrheit in der Frage der Daten", sagte Holetschek nach Beratungen mit seinen Ressortkollegen. Nach einer neuen RKI-Auswertung sind die Impfungen in Deutschland wohl schon weiter als bislang in der Meldestatistik erfasst. Es sei anzunehmen, dass unter den Erwachsenen bereits bis zu 84 Prozent mindestens einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft sind, hieß es in einem RKI-Bericht mit Stichtag 5. Oktober. Das entspräche jeweils um fünf Prozentpunkte höheren Impfquoten als nach offiziellen Meldungen der Impfstellen.

+++ 17:09 WHO empfiehlt dritte Impfung für Immungeschwächte +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Auffrischungsimpfung für Immungeschwächte empfohlen. Menschen mit "mittel bis schwer geschädigtem" Immunsystem solle eine Auffrischungsimpfung angeboten werden, erklärte die WHO in Genf. Dies beziehe sich auf alle von der WHO empfohlenen Vakzine. Menschen mit geschwächtem Immunsystem könnten nur bedingt auf die Standard-Impfung reagieren. Daher unterlägen sie einem "hohen Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung", erklärte die WHO-Expertengruppe für Immunisierungen (Sage). Für eine sogenannte Booster-Impfung für alle Bevölkerungsgruppen sprach sich die WHO dagegen nicht aus.

+++ 16:46 Zentrumsleiter: Tests für nur 11,50 Euro "sind eigentlich unmöglich" +++
Die kostenlosen Bürgertests enden, und schon zeichnen sich Preisschlachten ab: Mitunter werden Tests für knappe zwölf Euro angeboten. Johannes Nowak leitet mehrere Testzentren im Raum Frankfurt und hegt erhebliche Zweifel an der Seriosität solcher Niedrigpreis-Angebote.

+++ 16:25 EU-Arzneimittelbehörde prüft Zulassung von Corona-Medikament +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung eines weiteren Corona-Medikaments. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche habe einen Antrag auf Zulassung seiner Antikörper-Therapie Ronapreve gestellt, teilte die Ema in Amsterdam mit. Mit dem aus zwei Wirkstoffen (Casirivimab und Imdevimab) bestehenden Mittel, das vom US-amerikanischen Hersteller Regeneron Pharmaceuticals mitproduziert wurde, sollen Menschen ab 12 Jahre behandelt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sind und ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Zusätzlich kann das Mittel nach Angaben der Hersteller auch bei Menschen eingesetzt werden, die ein akutes Ansteckungsrisiko haben, etwa weil sie mit einem Infizierten in einem Haushalt leben.

+++ 15:39 Gesundheitsministerium verteidigt Ende kostenloser Bürgertests +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat das Auslaufen der kostenlosen Bürgertests für die meisten Menschen zum Wochenbeginn erneut verteidigt. Jeder habe die Möglichkeit gehabt, sich zu schützen und sich impfen zu lassen. Man könne nun nicht mehr erwarten, dass Bürgertests auf Kosten der Allgemeinheit angeboten würden, sagte eine Sprecherin. Ähnlich hatte sich Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU am Wochenende geäußert. Er sprach von "Fairness vor dem Steuerzahler". Generell gratis bleiben die seit dem Frühjahr angebotenen Tests noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Bis zum Jahresende gibt es übergangsweise auch für 12- bis 17-Jährige und Schwangere weiterhin kostenlose Bürgertests. Sie können sich nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission nun zwar auch impfen lassen, es soll ihnen aber Zeit dafür gewährt werden.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, wies zudem darauf hin, dass Menschen mit Symptomen oder einer "roten Corona-WarnApp" sich ebenfalls weiterhin kostenfrei beim Arzt testen lassen könnten. "Außerdem wird am Arbeitsplatz weiterhin getestet, ohne dass dafür bezahlt werden muss", sagte sie. Kostenfrei bleibe die Testung auch für Besucher von Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern.

+++ 14:55 Italiens Justiz ermittelt nach Corona-Randalen +++
Nach den Ausschreitungen bei Corona-Demonstrationen in Rom am vergangenen Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die Justiz habe zwei Verfahren gegen mehrere Personen eröffnet, die unter anderem bei dem Angriff auf den Sitz des Gewerkschaftsbundes CGIL am Samstag dabei gewesen sein sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Ministerpräsident Mario Draghi besuchte dort am Mittag CGIL-Generalsekretär Maurizio Landini. Anhänger der rechtsradikalen und neofaschistischen Partei Forza Nuova (Neue Kraft) hatten den Sitz am Rande von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung angegriffen.

+++ 14:28 Zahl der belegten Intensivbetten leicht gestiegen +++
Die Zahl der belegten Intensivbetten in Deutschland ist mit 20.815 leicht gestiegen. Im Vergleich zum Vortag sind 151 Betten mehr belegt. Das geht aus dem DIVI-Intensivregister hervor. Demnach sind 4128 Intensivbetten noch frei, was 16,5 Prozent entspricht. Der Anteil an Corona-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, liegt laut der Statistik aktuell bei 1354 und damit leicht über dem Wert vom Vortag, 763 von ihnen werden invasiv beatmet.

+++ 13:59 Lauterbach befürwortet 3G am Arbeitsplatz mit Kundenkontakt +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf die heutige Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern die umfassende Umsetzung der 3G-Regel für Mitarbeiter mit Kundenkontakt befürwortet. "Die bundesweite Ausweitung der 3G-Regel auf Beschäftigte mit direktem Kundenkontakt ist absolut richtig", sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Aktuell haben wir eine Sicherheitslücke, weil Gäste geimpft, genesen oder getestet sein müssen, aber Arbeitnehmer oft nicht. Diese Lücke können die Länder jetzt schließen."

+++ 13:40 Clubs in Wales verlangen ab jetzt Impfpass – damit strenger als London +++
In Wales gilt für den Besuch von Nachtclubs und Großveranstaltungen seit heute die Pflicht zur Vorlage eines Impfpasses oder des Nachweises eines negativen Corona-Tests. Der Bildungsminister des britischen Landesteils, Jeremy Miles, sagte der BBC, die Regelung werde dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Gesundheitsdienst im bevorstehenden Winter zu entlasten. Die Nachweise sind verpflichtend für über 18-Jährige. Im Vereinigten Königreich sind alle Landesteile selbst für ihre Gesundheitspolitik verantwortlich. Mit der Maßnahme geht die Regierung von Wales weiter als die Zentralregierung in London, die für den größten Landesteil England zuständig ist. Dort lehnt eine Mehrheit in der regierenden Konservativen Partei die Einführung von Impfpässen bislang ab.

+++ 13:20 Merck beantragt US-Zulassung für Anti-Corona-Pille +++
Das amerikanische Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme (MSD) hat die Zulassung eines neuen Medikaments gegen Covid-19 in den USA beantragt. Sollte die Zulassungsbehörde FDA den Antrag in den kommenden Wochen bewilligen, wäre es die erste Pille, die zur Behandlung von Covid-19 eingesetzt werden kann - ein potenziell wichtiger Fortschritt im Kampf gegen die Pandemie. Alle derzeit in den USA zugelassenen Covid-19-Therapien erfordern eine Infusion oder Injektion. MSD hatte jüngst Erfolge bei der Behandlung von Corona-Patienten mit dem neuen Medikament gemeldet.

+++ 13:00 Daten von 22 Millionen Menschen: Impfungen senken Risiko schwerer Krankheitsverläufe um 90 Prozent +++
Corona-Impfungen schützen laut einer neuen französischen Studie sehr effektiv vor schweren Covid-19-Verläufen - auch im Fall der hochansteckenden Delta-Variante. "Geimpfte Menschen haben ein neunmal geringeres Risiko, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder an Covid-19 zu sterben als ungeimpfte", erklärte der Epidemiologe Mahmoud Zureik, Leiter der Wissenschaftsgruppe Epi-Phare. Dafür untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 22 Millionen Menschen über 50 Jahren im Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis 20. Juli. Dabei zeigte sich, dass Geimpfte zwei Wochen nach ihrer zweiten Dosis ein 90 Prozent niedrigeres Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufs hatten als Ungeimpfte. Untersucht wurde die Wirkung der Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Die neueste Studie bestätigt ähnliche Erkenntnisse aus den USA, Großbritannien und Israel. Laut den französischen Wissenschaftlern ist es jedoch die bislang größte Untersuchung dieser Art.

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+++ 12:46 Zahl der täglichen Toten in Russland weiter auf Rekordniveau +++
In Russland bewegt sich die Zahl der im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion täglich verstorbenen Menschen weiter auf Rekordniveau. Heute meldete die Taskforce der Regierung 957 zusätzliche Todesfälle. Das waren nur elf weniger als vor zwei Tagen, als mit 968 Toten der höchste Wert binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie verzeichnet wurde. Nach Angaben der Taskforce wurden zudem 29.409 Neuinfektionen registriert nach 28.647 am Sonntag. Besonders stark betroffen ist Moskau. Der Sieben-Tage-Schnitt in Russland ist bereits auf rund 27.500 Fälle pro Tag gestiegen. Der bisherige Rekordwert liegt bei durchschnittlich 28.839 Neuinfektionen pro Tag und wurde Ende Dezember 2020 erreicht.

+++ 12:15 Virologin Ciesek bekommt hoch dotierte Spitzen-Professur +++
Die Virologin Sandra Ciesek wird vom Land Hessen mit einer "Loewe"-Spitzen-Professur an der Frankfurter Goethe-Universität ausgezeichnet. Damit erhält die Wissenschaftlerin über einen Zeitraum von fünf Jahren Fördergelder in Höhe von 1,4 Millionen Euro für Sach- und Personalkosten, wie das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden mitteilte. Unter anderem wird demnach an ihrem Institut eine Professur finanziert, die im Anschluss durch die Willy Robert Pitzer Stiftung für weitere fünf Jahre gefördert wird. Mit ihrer gesellschaftlich hoch relevanten Expertise im Bereich der Virologie, insbesondere zu Sars-CoV-2 und Covid-19, ergänze Ciesek die Forschungsschwerpunkte der Goethe-Universität in Frankfurt optimal und trage zur internationalen Sichtbarkeit der Hochschule bei, sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn von den Grünen.

+++ 11:44 Studie: Antikörper-Cocktail von Astrazeneca wirksam +++
Im Kampf gegen Corona hat Astrazeneca mit einer experimentellen Antikörper-Kombination in einer Studie positive Ergebnisse erzielt. Die Antikörper-Kombination verringert in der Untersuchung die Zahl der Schwererkranken und Toten unter Corona-Infizierten, wie der britische Pharmakonzern mitteilte. Bei Patienten, die seit sieben Tagen oder weniger Symptome zeigen und keine Krankenhaus-Behandlung benötigen, werde das Risiko, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu entwickeln oder an ihr zu sterben, um 50 Prozent reduziert. Dies ergibt die Spätphase der Studie mit dem Medikament, genannt AZD7442. "Ein frühzeitiges Eingreifen mit unserem Antikörper kann das Fortschreiten der Krankheit deutlich verringern und bietet über sechs Monate lang Schutz", erklärt Astrazeneca-Manager Mene Pangalos. Der Konzern habe bereits bei den US-Behörden eine Notfallgenehmigung für die Zulassung des Antikörper-Cocktails als Präventionsmittel beantragt.

+++ 11:21 Schnelltests sollen in Berlin für Bedürftige kostenfrei bleiben +++
Die Corona-Schnelltests in Berlin sollen für bedürftige Menschen kostenfrei bleiben. Das kündigte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz von der SPD im rbb-Inforadio an. "Das wollen wir berlinweit machen", sagte er mit Blick auf die Ankündigung Neuköllns, in dem Bezirk so zu verfahren. "Weil wir an der Stelle sagen, es gibt eben doch Personenkreise, für die 12 oder 15 Euro sehr viel sind." Deshalb würden Empfänger von Transferleistungen von der seit heute bundesweit geltenden Regelung, nach der Schnelltests kostenpflichtig sind, ausgenommen.

+++ 11:08 Bund und Länder beraten über Testpflicht an bestimmten Arbeitsplätzen +++
Bund und Länder beraten derzeit über einheitliche Vorschriften für eine Testpflicht für Mitarbeiter in Unternehmen mit Publikumsverkehr. "Die Länder sind sich einig, dass die mittlerweile in vielen Bundesländern geregelte 3G-Nachweispflicht als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben, Einrichtungen oder sonstigen Angeboten mit direktem Kundenkontakt nicht nur für Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher oder sonstige externen Personen, sondern auch für Beschäftigte gelten soll", heißt es in einem Beschlussentwurf, über den die Gesundheitsminister am Nachmittag bei ihrer Konferenz abstimmen wollen.

+++ 10:51 Schleswig-Holstein hat die höchste Impfquote bei den Teenagern +++
In Schleswig-Holstein sind laut RKI 50,8 Prozent der jungen Menschen in der Altersklasse von 12 bis 17 Jahren bereits komplett geimpft. Die höchste Impfquote in der Altersgruppe 60+ hat dagegen Bremen mit 91,9 Prozent. Knapp dahinter liegen das Saarland und Schleswig-Holstein. In der Gruppe der Menschen von 18 bis 59 Jahren hat Bremen den höchsten Anteil mit 87,3 Prozent. Nur Hamburg liegt bei dieser Altersgruppe auch bei der 80 Prozent-Schwelle.

+++ 10:31 65,3 Prozent der Bundesbürger sind komplett geimpft +++
Im Laufe des Vortages wurden laut RKI-Zahlen insgesamt 15.339 Impfdosen verabreicht. Davon entfielen nur 5867 Impfdosen auf Erstimpfungen. Aktuell sind 68,5 Prozent der Einwohner Deutschland mindestens einmal geimpft. Das entspricht rund 56,992 Millionen Menschen. Die Impfquote der Komplettgeimpften steigt von zuletzt 65,2 auf 65,3 Prozent. Mindestens 54,265 Millionen Menschen in Deutschland sind vollständig geimpft.

31,5 Prozent der Bevölkerung sind laut RKI-Impfquotenmonitoring noch ungeimpft.

+++ 10:02 Neuseeland führt Impfpflicht für Lehr- und Gesundheitskräfte ein +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die neuseeländische Regierung eine weitgehende Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie für Lehrer angekündigt. "Wir können nichts dem Zufall überlassen", sagte Chris Hipkins, der im Kabinett von Premierministerin Jacinda Ardern sowohl Bildungsminister als auch für das Corona-Krisenmanagement zuständig ist. Deshalb werde die Impfung für bestimmte Berufsgruppen obligatorisch. "Impfungen bleiben unser stärkstes und effektivstes Instrument, um uns gegen Infektionen und Erkrankungen zu schützen", betonte Hipkins. Den neuen Regelungen zufolge müssen Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen bis zum 1. Dezember zweifach gegen das Coronavirus geimpft sein. Menschen im Bildungssektor mit direktem Kontakt zu Schülern haben bis zum 1. Januar Zeit, um sich vollständig immunisieren zu lassen.

+++ 09:27 Anbieter können Kosten für Schnelltests selbst festlegen - am Flughafen wirds besonders teuer +++
Manche Anbieter werden im Zuge der Abschaffung der kostenlosen Corona-Schnelltests ihre Testzentren schließen, weil sich der Betrieb nicht mehr lohnt. Wer bleibt, kann den Preis selbst festlegen. Zwischen 15 und 25 Euro je Antigen-Schnelltest dürfte sich der Preis zumindest in Baden-Württemberg einpendeln. In Bayern planen der "Bild"-Zeitung zufolge, die Hausärzte 35 Euro zu verlangen. Laut ADAC liegen die Kosten an großen deutschen Flughäfen für Schnelltests aktuell meist bei 29 Euro. Am Münchner Flughafen fallen beim Anbieter Medicover Genetics jedoch 45 Euro an.

+++ 09:05 Schule beginnt in MV mit Maskenpflicht +++
Mit dem Ferienende gilt in den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern für zwei Wochen eine Maskenpflicht. "Diese Regelung, die zuletzt nach den Sommerferien umgesetzt wurde, dient ausdrücklich dem gegenseitigen Schutz nach längerer unterrichtsfreier Zeit", hieß es aus dem Bildungsministerium. Sie ist Teil der Schul-Corona-Verordnung. Im Freien muss hingegen laut Ministerium keine Maske getragen werden, solange sich die Schülerinnen und Schüler in einer festen Gruppe bewegen und der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt bleibt. Grundschulkinder sind den Angaben zufolge draußen komplett von der Maskenpflicht befreit.

+++ 08:39 Holetschek: "Impfen ist Weg aus der Pandemie, nicht Testen" +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek von der CSU hat das Ende der kostenlosen Coronatests verteidigt. "Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen", sagte er dem Bayerischen Rundfunk (BR24). "Wir haben jetzt die Möglichkeit des Impfens, dann glaube ich, ist es konsequent, auch auf der anderen Seite zu sagen, dass wir die Kostenfreiheit von bestimmten Tests zurückfahren und die nicht mehr zu Lasten der Solidargemeinschaft abrechnen." Mit Blick auf Herbst und Winter betonte Holetschek, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Er appellierte an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen, um damit "einen Beitrag für sich selber, aber auch für die gesamte Gesellschaft zu leisten".

+++ 08:12 Diese Kreise sind besonders schwer betroffen +++
Sechs Kreise melden derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200. Bundesweit liegt dieser Wert laut RKI bei 66,5 und steigt dabei leicht im Vergleich zum Vortag. Mit 263,3 verzeichnet Bremerhaven aktuell den höchsten Wert an gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangen sieben Tagen.

Bayern ist besonders stark betroffen. Das Berchtesgardener Land, Traunstein sowie der Landkreis und die Stadt Rosenheim liegen über der 200er-Marke. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz mit 8,2 wurde in Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen verzeichnet.

+++ 07:45 Amtsarzt fordert Zielmarke für Impfungen und Charme-Offensive +++
Der Berliner Amtsarzt Nicolai Savaskan hat für einen neuen Impfschub in der Pandemie eine bundesweite Zielmarke für Corona-Impfungen gefordert. Zur Motivation oder Belohnung sollten dann beim Erreichen dieses Ziels klar definierte Corona-Schutzmaßnahmen sofort fallen. Öffentliche Gängelungen von Ungeimpften seien nicht zielführend, sagte Savaskan mit Blick auf das Ende der kostenlosen Bürgertests. Nötig sei vielmehr eine Charme-Offensive. "Ich schlage eine Impfquote ab 70 Prozent auf die Gesamtbevölkerung vor", sagte der Amtsarzt und Epidemiologe, der das Gesundheitsamt im Berliner Bezirk Neukölln mit mehr als 300.000 Einwohnern leitet. Im Moment liegt die Quote der erfassten vollständig geimpften Bundesbürger bei rund 65 Prozent. Ein Impfzwang durch die Hintertür führe nur zu verstärktem Widerstand, meinte Savaskan.

+++ 07:26 Umfrage: Studenten und Auszubildende stark gestresst +++
Zwei Fünftel aller Studenten, Studentinnen und Auszubildenden fühlen sich durch die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen stark gestresst. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Fast 40 Prozent der Befragten beider Gruppen berichteten von depressiven Symptomen während der Viruskrise und gaben an, schneller gereizt als üblich und häufiger demotiviert zu sein. Mit Blick auf die eigene Ausbildung befürchten 65 Prozent der Befragten, dass sich auch in den kommenden Monaten wichtige Praktika und Auslandssemester schlecht planen lassen. Fast die Hälfte mache sich darüber hinaus Sorgen, Lernstoff nachholen zu müssen, sodass es zu einer Verzögerung von Ausbildung oder Studium komme.

+++ 06:59 Schnelltests jetzt meist selbst zu bezahlen +++
Die seit dem Frühjahr für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos möglichen Corona-Schnelltests müssen jetzt meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Das legt eine neue Bundesverordnung fest, die heute in Kraft tritt. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten vereinbart, dass das vom Bund seit Anfang März finanzierte Angebot für kostenlose "Bürgertests" für alle ohne Symptome enden soll. Da kostenlose Impfungen für alle möglich sind, sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig, hieß es zu Begründung. Die Verordnung legt aber auch Übergangsregeln fest. So können Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorliegt - daher soll noch länger Zeit für eine Impfung bleiben.

+++ 06:31 NHS: Ungeimpfte schwangere Frauen müssen besonders häufig auf die Intensivstation +++
Laut der britischen Gesundheitsbehörde NHS sind vor allem ungeimpfte schwangere Frauen, die an Covid-19 erkrankt sind, gefährdet, auf der Intensivstation zu landen. Wie der Guardian weiter berichtet, zeigen neue Zahlen des NHS, dass 20 von 118 Corona-Patienten, die künstlich beatmet werden mussten, schwangere Frauen waren. Betrachtet wurde demnach der Zeitraum von Juli bis September. Von diesen 20 erkrankten, schwangeren Frauen hatten 19 keine Impfung erhalten und eine Frau hatte lediglich eine Dosis bekommen. Der NHS habe diese neuen Zahlen veröffentlicht, um schwangere Frauen von einer vollständigen Impfung zu überzeugen. Israelische Ärzte haben laut Bericht neue Belege vorgelegt, dass eine Corona-Erkrankung bei schwangeren Frauen vor allem zum Ende ihrer Schwangerschaft erhebliche Probleme für Mutter und Kind herrufen können.

+++ 04:38 RKI meldet 3111 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 3111 Neuinfektionen gemeldet, 23 mehr als am Montag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 66,5 von 66,1 am Vortag. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

+++ 03:29 Lauterbach befürwortet Ende der Gratis-Tests +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. "Es wäre falsch, denjenigen, die sich selbst der Solidarität des Impfens verweigern, unbegrenzt solidarisch die Tests zu bezahlen", sagte er der "Rheinischen Post". Zustimmung kam auch aus der FDP: Die Übernahme der Corona-Testkosten sei in Zeiten des Impfstoffmangels richtig gewesen. Jetzt aber gebe es genügend Impfangebote. "Wenn man sich gegen eine Impfung entscheidet, können die Kosten für Tests nicht auf unbestimmte Zeit von der geimpften oder genesenen Solidargemeinschaft übernommen werden", sagte FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

+++ 02:31 Gassen: "Was die Dänen können, müssen wir auch können" +++
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, fordert mit Blick auf die Impfquote in Deutschland ein rasches Ende der Corona-Beschränkungen. "Was die Dänen können, müssen wir auch können. Es ist an der Zeit, jetzt alle Corona-Maßnahmen zu beenden - nach dem Vorbild Dänemarks", sagt Gassen der "Bild"-Zeitung. Die Lage in Deutschland sei derzeit wie in Dänemark am 10. September, als dort die Corona-Regeln beendet wurden, "wenn nicht sogar besser" - dank der laut dem Robert-Koch-Institut vermutlich deutlich höheren Impfzahlen. Offiziell sind gut 65 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland komplett geimpft.

+++ 01:00 Lockdown im Großraum Sydney beendet +++
Im australischen Bundesstaat New South Wales und seiner Hauptstadt Sydney endet nach 106 Tagen der Lockdown. Insgesamt 63.000 Corona-Infektionen und über 430 Todesfälle wurden in dieser Zeit gezählt. Der Lockdown wurde aufgehoben, nachdem in der Vorwoche über 70 Prozent der Bevölkerung ihre zweite Schutzimpfung erhalten hatten. Landesweit liegt die Impfquote in Australien aktuell bei knapp 62 Prozent. Distanzregeln und andere Maßnahmen gelten aber weiterhin.

+++ 00:05 Kommunen sehen Ende der Gratis-Tests gelassen +++
Der Städte- und Gemeindebund geht nicht davon aus, dass das Ende der kostenlosen Bürgertests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen wird. Die große Mehrheit der Bevölkerung - derzeit über 67 Prozent - sei ohnehin bereits geimpft, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Personen, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund des Alters nicht geimpft werden könnten, würden auch weiterhin kostenlos getestet. "Schon jetzt können wir im Übrigen feststellen, dass die Nachfrage in den kostenlosen Testzentren zurückgegangen ist", so Landsberg weiter.

+++ 22:22 Hamburger Tafel: Pandemie bringt "viele Familien ins Schleudern" +++
Die Hamburger Tafel muss immer mehr Bedürftige versorgen. "Während der Corona-Krise haben viele Menschen ihren Job verloren oder sind immer noch auf Kurzarbeit angewiesen", sagte Vorstandsmitglied Julia Bauer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Vor Corona habe das soziale Logistikunternehmen in der Hansestadt im Durchschnitt 30.000 Menschen versorgt, das seien deutlich mehr geworden. "Vor allem viele Familien sind in den vergangenen eineinhalb Jahren ins Schleudern geraten", sagte Bauer.

+++ 21:34 Lauterbach kontert Kritik an RKI-Chef Wieler +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält Personaldiskussionen beim Robert-Koch-Institut (RKI) zum jetzigen Zeitpunkt für unangebracht. "Wir sind in einer besonders vulnerablen Phase, wo es jederzeit wieder ein Aufflammen der vierten Welle geben könnte.", sagte Lauterbach im "Bericht aus Berlin". FDP und Grüne hatten RKI-Chef Wieler im Zusammenhang mit der Ausweisung der Impfquote kritisiert. Das Institut hatte in der vergangenen Woche neue Zahlen veröffentlicht, die eine höhere Impfquote in der Bevölkerung ausweisen, als bisher angenommen. Dieser Unterschied müsse natürlich aufgearbeitet werden, so Lauterbach.

+++ 20:56 Inzidenz steigt in Baden-Württemberg weiter leicht +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiterhin leicht gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilt, liegt der Wert bei 86,3 - nach 86,0 am Samstag und 82,8 am Freitag. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz sinkt auf 2,06 nach 2,12. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

+++ 20:21 Bundesländer melden 6047 Neuinfektionen +++
Die Landesbehörden haben im Laufe des Sonntags 6047 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Damit liegt die heute gemeldete Zahl der Neuinfektionen gut 20 Prozent über dem Vorwochenwert, obwohl aus Bremen - dem aktuell am stärksten betroffenen Bundesland - keine neuen Daten vorliegen. Zudem wurden 21 neue Todesfälle registriert. Das Wochenmittel steigt damit auf knapp 60 Tote pro Tag. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 94.196 Menschen in Folge einer Infektion gestorben. Die Gesamtfallzahl steigt auf 4.311.726 labortechnisch bestätigte Ansteckungen.

Die Ansteckungsrate wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,06 angegeben (Vortag: 1,05). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1344 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 750 davon werden beatmet. Rund 4135 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Hinweis: Bremen hatte seine Fallzahlen erst sehr spät übermittelt. Daher hieß es in einer früheren Version des Eintrages, dass 6011 neue Fälle gemeldet worden seien. Die Zahl wurde nun nach oben korrigiert.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ysc/ino/dpa/AFP/rts

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