Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:20 Novavax verschiebt Impfstoff-Zulassungsantrag erneut +++

Die US-Biotech-Firma Novavax schiebt ihren US-Antrag für die Zulassung eines Corona-Impfstoffs erneut auf. Der Antrag für eine Notfallzulassung werde nun wohl im vierten Quartal eingereicht, teilte der Konzern mit. Ursprünglich war das dritte Quartal angestrebt worden. Trotz vielversprechender klinischer Daten hat Novavax die Einreichung von Zulassungsanträgen und den Zeitplan für den Hochlauf der Produktion wiederholt vertagt. Zur Begründung hieß es, dass es Probleme beim Zugang zu Rohstoffen und zu Ausrüstung zur Herstellung des Impfstoffs gebe.

+++ 22:28 Italien verschärft Regeln für Lehrer und in Zügen +++
Lehrer, Dozenten und Studenten an Universitäten müssen in Italien künftig entweder geimpft, getestet oder von einer Corona-Erkrankung genesen sein. Ab dem neuen Schuljahr im September müssen sie für den Präsenzunterricht entsprechende Nachweise vorlegen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza sagt. Außerdem gilt der "Grüne Pass", unter dem Begriff die verschiedenen Nachweise zusammengefasst sind, ab September auch in Fernzügen und -bussen, Fähren oder auf Flügen.

+++ 22:00 Amazon verschiebt Rückkehr in die Büros wegen neuer Welle auf Januar +++
Wegen der raschen Zunahme der Neuinfektionen in den USA verschiebt der Internetriese Amazon die geplante Rückkehr seiner Mitarbeiter in die Büros auf Januar. Statt des 7. Septembers gilt nun der 3. Januar 2022 als Termin, ab dem Mitarbeiter beginnen sollen, regelmäßig ins Büro zu kommen, wie das Unternehmen erklärt. Dies gelte auch für andere Länder, in denen die Rückkehr für September geplant gewesen sei. Angestellte, die in der Zwischenzeit ins Büro kämen, müssten weiterhin eine Maske tragen oder eine vollständige Corona-Impfung nachweisen, so Amazon.

+++ 21:35 UN besorgt wegen ungenutzter Impfstoffe +++
Die Vereinten Nationen sorgen sich über ungenutzte Impfstoffe. UN-Sprecher Stephane Dujarric erklärt, man könne Ländern helfen, in denen Vakzine nur schleppend verimpft werden - etwa beim Transport, der Kühlkette oder beim Kampf gegen Impfskepsis. Allerdings könne die UN nur tätig werden, wenn die jeweiligen Regierungen um Hilfe bitten würden. Souveräne Regierungen hätten die moralische Verantwortung für die Impfung der Bevölkerung, sobald sie über Impfstoff verfügten.

+++ 20:56 Bundesländer melden 3499 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.782.208 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 3499 neue Fälle hinzu. Das entspricht einem Anstieg um 21,2 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 17 auf 91.728. Als aktuell infiziert gelten rund 30.048 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,11 angegeben (Vortag: x,1,03). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 387 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 206 davon werden beatmet. Rund 4522 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:24 Delta-Variante für 97 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich +++
Der Anteil der Delta-Variante liegt mittlerweile bei 97 Prozent. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt in seinem aktuellen Wochenbericht zum Verhältnis von Alpha und Delta: "Ein Vergleich von hospitalisierten Fällen, bei denen Informationen zur Variante von Sars-CoV-2 vorliegen, zeigt für die vergangenen vier Meldewochen keinen Unterschied zwischen Alpha und Delta in Bezug auf den Anteil der Hospitalisierungen." Die Varianten Beta und Gamma spielen im Infektionsgeschehen in Deutschland keine Rolle mehr.

+++ 19:50 Südfrankreich wird wohl zum Hochrisikogebiet +++
Die Bundesregierung will einem Bericht der Funke Mediengruppe zufolge Südfrankreich zum Hochrisikogebiet erklären. Betroffen seien die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Cote d'Azur sowie die Mittelmeerinsel Korsika, heißt es in einem Vorabbericht. Einreisende aus diesen Gebieten müssten dann in eine mindestens fünftägige Quarantäne gehen, wenn sie kein Impf- oder Genesenenzertifikat vorweisen können.

+++ 19:26 Gruppe der 15- bis 34-Jährigen verzeichnet höchste Inzidenz +++
Die Gruppe der 15- bis 34-Jährigen trägt weiterhin den verhältnismäßig größten Teil des Infektionsgeschehens in Deutschland. In dieser Altersgruppe liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 39,05, wie aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Institus (RKI) hervorgeht. Als nächstes folgen die 0- bis 14-Jährigen mit gleichbleibendem Abstand und 19,44 gemeldeten Neuinfektionen, die in der letzten Kalenderwoche auf 100.000 Menschen in dieser Altersgruppe kamen. Die Inzidenzen der Altersgruppen ab 65 liegen weiter unter 5. Positiv zu verzeichnen ist der abgeschwächte Anstieg der Inzidenz in der Altersgruppe 15- bis 34-Jährigen. Statt um rund 10 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen, wie in den beiden Vorwochen, stieg die Wocheninzidenz in der letzten Kalenderwoche nur um knapp 5.

+++ 19:00 Corona-Fälle in Großbritannien steigen wieder an +++
Nach einem überraschenden Rückgang der Corona-Zahlen in Großbritannien ist die Zahl der Neuinfektionen wieder angestiegen. Heute wurden erstmals wieder mehr als 30.000 Neuinfektionen gemeldet, wie aus den offiziellen Zahlen der britischen Regierung hervorgeht. In den vergangenen Tagen hatten die täglichen Fallzahlen darunter gelegen. Am 19. Juli waren in England fast alle noch geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben worden - auch Nachtclubs öffneten wieder und die Maskenpflicht wurde vielerorts abgeschafft. Dass danach die Fallzahlen für eine Weile zurückgingen, hatte Epidemiologen sowie die Öffentlichkeit überrascht. Danach hatten sie sich bei um die 20.000 Fälle täglich eingependelt, bevor sie nun wieder zunahmen. Ob der aktuelle Anstieg nun die gefürchtete Trendwende einleitet, ist noch nicht erkennbar.

+++ 18:26 Zivilfahnder sollen auf Ibiza illegale Partys ausfindig machen +++
Die spanische Insel Ibiza will rigoros gegen illegale Feiern inmitten der neuen Corona-Welle vorgehen. Als Touristen getarnten Ermittler sollen durch Kontakt mit eingeladenen Gästen "die Partys ausfindig machen, bevor sie beginnen", sagte Armando Tur, Sprecher der Regierung der Baleareninsel. Damit könne die Polizei vor Beginn der Feier dort sein und eingreifen.

+++ 17:58 Bayern wirft 53.000 Impfdosen weg +++
Rund 53.000 ungenutzte Impfdosen sind in Bayerns Impfzentren bislang entsorgt worden - mehr als die Hälfte davon im Juli. "Die im Sommer angestiegenen Zahlen sind die unmittelbare Folge einer abnehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung", sagt eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Gleichzeitig müsse der Freistaat aber weiter genügend Impfstoff für Impfwillige bereithalten. Die Impfdosen würden teilweise auch aus anderen Gründen entsorgt, zum Beispiel wegen Verunreinigungen, sagt die Ministeriumssprecherin. Einen Teil seiner ungenutzten Corona-Impfdosen will Bayern zwar an den Bund zurückgeben, damit dieser sie an andere Staaten spenden kann. Dazu müssen die Dosen nach Angaben des Ministeriums aber noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

+++ 17:29 Scholz: Bald keine kostenlosen Tests mehr +++
SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht auf absehbare Zeit ein Ende der kostenlosen Corona-Tests. Für ihn sei klar, dass jetzt, wo sich praktisch jeder und jede impfen lassen könne, bald der Zeitpunkt komme, wo sich nicht mehr jeder kostenlos werde testen lassen können, sagt der frühere Hamburger Bürgermeister bei einem Wahlkampfbesuch in Hamburg. "Wenn jetzt die nächsten und übernächsten Möglichkeiten zum Impfen nicht genutzt werden", dann dürfe es Tests nicht mehr auf Kosten der Steuerzahler geben, betonte der Vizekanzler.

+++ 17:03 Mittelstand fordert Neustart in Corona-Politik +++
Der Mittelstandsverband BVMW fordert einen Neustart in der Corona-Politik. "Die Bundesregierung hat aus dem Chaos und ihren Fehlern in der Corona-Politik offensichtlich nichts gelernt." Es kursierten vor den Beratungen von Bund und Ländern am nächsten Dienstag schon wieder unterschiedliche Vorschläge, die innerhalb der Regierungskoalition offensichtlich nicht abgestimmt seien. "Diese Kakophonie verunsichert Betriebe und Bürger." Es brauche insbesondere eine verbindliche Antwort auf die Frage, ob die Bundesregierung einen erneuten Lockdown ausschließe.

+++ 16:30 Genesene Bremer dürfen früher zum Impfen +++
In Bremen können sich Menschen nun schon vier Wochen nach einer Corona-Infektion impfen lassen. Genesene, die schon einen Termin haben, könnten ihn ab sofort online oder telefonisch vorverlegen, teilte der Senat der Hansestadt mit. Für den Nachweis einer Infektion benötige man einen Laborbefund oder ein Schreiben des Gesundheitsamtes. Genesene gelten 14 Tage nach der Verabreichung einer Impfdosis als vollständig geimpft. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte ihre Empfehlung, Genesene erst sechs Monate nach einer Corona-Erkrankung zu impfen, geändert. Durch das Auftauchen von Virusvarianten, wurde die Wartezeit nun auf vier Wochen verkürzt.

+++ 15:56 Israel setzt auf Influencer gegen die Impfmüdigkeit +++
Angesichts einer steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Israel setzt Regierungschef Naftali Bennett auf Influencer. Bei einem Treffen ruft er mehrere Dutzend israelischer Internet-Stars auf, sich bei jungen Leuten für eine Impfung stark zu machen. Sie sollten so viele wie möglich im Alter von zwölf und darüber überzeugen, sich impfen zu lassen und Masken zu tragen, sagt er. Sie könnten so dazu beitragen, Leben zu retten: "Es liegt an jedem Einzelnen von euch, 30 bis 40 Menschenleben zu retten", sagte er zu den Jungstars. "Das ist eine Gelegenheit, die ich mit 16, 17 oder 19 nicht hatte."

+++ 15:28 Lieber Covid als Spritze? Junge Franzosen wollen sich wohl absichtlich infizieren +++
In Frankreich wollen sich Berichten zufolge Menschen absichtlich mit dem Coronavirus infizieren, um als Genesene einer Impfung zu entgehen. "Im schlimmsten Fall fesselt mich das ein paar Tage ans Bett, im besten Fall habe ich gar keine Symptome", zitiert der Nachrichtensender Franceinfo eine 20-Jährige. Ein 25-Jähriger sagte der Zeitung "Le Figaro", er trage seine Maske nicht mehr und wasche sich weniger die Hände, um sich anzustecken und so an den "pass sanitaire" zu gelangen. Dieser in Frankreich umstrittene Nachweis über Impfung, negativen Test oder überstandene Infektion soll ab Montag etwa für Restaurantbesuche oder Fernreisen im Zug verpflichtend sein.

+++ 15:07 Risikogruppen sollen in Frankreich im Herbst dritte Spritze bekommen +++
Alte und besonders gefährdete Menschen sollen in Frankreich von September an eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Staatschef Emmanuel Macron sagt in einem Video auf Instagram, man bereite dies für den Beginn des neuen Schuljahres vor. Es brauche im Kampf gegen das Coronavirus Auffrischungen. Eine dritte Dosis sei aber nicht sofort für alle notwendig.

+++ 14:36 Studie: Corona ist im Abwasser früh nachweisbar +++
Mit Abwasseruntersuchungen können Wissenschaftler frühzeitig den Verlauf der Corona-Pandemie und die Ausbreitung neuer Virusvarianten erkennen. Eine einjährige Studie in München habe gezeigt, dass die im Abwasser nachgewiesene Verbreitung von Sars-CoV-2 gut mit den offiziellen Daten der Sieben-Tage-Inzidenz in den jeweiligen Stadtgebieten übereinstimme, berichten Forschende vom LMU Klinikum München. Mit dem Vorteil, dass die Entwicklungen schon drei Wochen vor den Meldezahlen der Behörden, die auf der Analyse von Atemwegsabstrichen basieren, sichtbar gewesen seien. "Zudem konnten wir die zunehmende Ausbreitung der Virusvariante B.1.1.7 (Alpha) in der Münchner Bevölkerung bereits Anfang Januar 2021 nachweisen, Wochen bevor diese durch die Sequenzierung von Abstrich-Proben von Patienten in München in relevanter Zahl festgestellt werden konnte", erläutert Studienleiter Andreas Wieser vom Tropeninstitut des LMU Klinikums. Das Abwasser-Monitoring könne daher tatsächlich gut als Frühwarnsystem dienen. Es wird inzwischen gerade für Großräume auch von der Europäischen Kommission empfohlen.

+++ 14:07 Milliarden-Investition geplant: Südkorea will fünftgrößter Impfstoffproduzent werden +++
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie will Südkorea die Impfstoffproduktion im eigenen Land mit Investitionen in Milliardenhöhe erhöhen. Bis 2025 solle das Land der fünftgrößte Impfstoffproduzent weltweit werden, sagte Präsident Moon Jae In. Dafür seien 2,2 Billionen Won (etwa 1,63 Milliarden Euro) vorgesehen, wurde Moon von seinem Büro zitiert. Die Abhängigkeit Südkoreas vom Import von Vakzinen sei sehr groß. Als Teil der neuen Strategie soll die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen, die derzeit etwa von Biontech/Pfizer und Moderna gegen Covid-19 hergestellt werden, besonders stark unterstützt werden.

+++ 13:43 Moderna: Impfstoff wirkt auch nach sechs Monaten noch etwa gleich gut +++
Der US-Biotechnologiekonzern Moderna gibt ermutigende Daten zu seinem Impfstoff bekannt: Das Vakzin schütze vier bis sechs Monate nach der zweiten Dosis zu 93 Prozent. Das unterscheidet sich kaum von der 94-prozentigen Wirksamkeit, die in der ursprünglichen klinischen Studie erzielt wurde, und ist besser als beim Impfstoff von Biontech und Pfizer. Die Schutzwirkung von deren Vakzin verringert sich Studien zufolge alle zwei Monate um etwa sechs Prozentpunkte und liegt sechs Monate nach der zweiten Impfung bei etwa 84 Prozent. Beide Impfstoffe basieren auf der sogenannten mRNA-Technologie.

+++ 13:13 In Hamburg kehren die Corona-Sorgen zurück +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit dem Virologen Dr. Martin Stürmer die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 12:45 Israel droht weiterer Lockdown +++
Angesichts zunehmender Infektionen in Israel hält ein hoher Beamter des Gesundheitsministeriums einen Lockdown noch vor dem Monatsende nicht mehr für unmöglich. "Derzeit würde ich keinen Lockdown verhängen", betont Nachman Ash, der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, im israelischen Militärrundfunksender. Er hoffe, dass die dritte Impfung für über 60-Jährige und die vom Kabinett beschlossenen Maßnahmen greifen. Sollte es aber bei der andauernd hohen Zahl der Neuinfektionen bleiben, "müssen wir in zwei oder drei Wochen eine andere Entscheidung treffen".

+++ 12:26 Unbekannte zünden Testzelt in Berlin an +++
Ein Corona-Testzelt auf einem Ikea-Parkplatz in Berlin ist durch einen Brand beschädigt worden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, wie sie mitteilte. Durch das Feuer entstanden nach Angaben einer Sprecherin zwei Löcher in der Zeltwand. Laut Mitteilung erloschen einige Flammen von selbst, den Rest löschten Brandbekämpfer. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt. Dabei wird laut der Sprecherin auch geprüft, ob es womöglich Videokameras auf dem Parkplatz in der Landsberger Allee gibt, die Aufnahmen liefern könnten.

+++ 11:58 Japan weitet Einschränkungen aus +++
Japan weitet Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Härtere Regeln gelten nun in fünf weiteren Präfekturen, teilt die Regierung mit. Für sechs Präfekturen, darunter die Hauptstadt Tokio, gilt bereits der Notstand. Somit sind 70 Prozent der Bevölkerung von den Maßnahmen betroffen, zuvor waren es 50 Prozent. Experten fordern angesichts steigender Infektionszahlen und der drohenden Überlastung des Gesundheitssystem einen Notstand für das ganze Land. Ministerpräsident Yoshihide Suga sagt, das stehe derzeit nicht zur Debatte. Allein in Tokio, wo derzeit die Olympischen Spiele stattfinden, wurden am Donnerstag offiziellen Angaben zufolge 5042 neue Fälle registriert - so viele wie noch nie.

+++ 11:07 Gesundheitsministerium widerspricht WHO +++
Die Bundesregierung will ungeachtet eines Appells der Weltgesundheitsorganisation WHO an der geplanten Drittimpfung für Risikogruppen festhalten. "Mit der Möglichkeit einer Auffrischimpfung im September soll sichergestellt werden, dass diejenigen ausreichend geschützt sind, die besonders gefährdet sind: immungeschwächte Patientinnen und Patienten, Höchstbetagte und Pflegeheimbewohner", erklärt das Bundesgesundheitsministerium. Zugleich betont das Ministerium, dass Deutschland bis Jahresende mindestens 30 Millionen Impfdosen an Länder spende, in denen bislang kaum geimpft werden könne.

+++ 10:46 Fallzahl in Olympia-Stadt Tokio steigt weiter +++
Die Zahl der Neuinfektion in Tokio dürfte heute erstmals die Marke von 5000 überschreiten. Das berichtet der Sender NHK. Am Mittwoch haben die Behörden knapp 4200 nachgewiesene Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt gemeldet. Im ganzen Land nähert sich die Zahl der bislang verzeichneten Infektionsfälle einer Million an. In Tokio finden noch bis zum 8. August die Olympischen Spiele statt. Es gab bereits etliche positive Corona-Tests unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

+++ 10:26 Britische Lehrer stellen Regierung vernichtendes Zeugnis aus +++
Britische Schulleiter haben ihrer Regierung einer Umfrage zufolge für die ersten Monate der Pandemie ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Von knapp 300 Befragten gaben mehr als 70 Prozent an, es habe "zu viel Input und zu viele Informationen" gegeben, wie aus einer Analyse im "British Educational Research Journal" hervorgeht. Die Umfrage von Forschern der Universität Cambridge und des University College London bezieht sich auf die ersten drei Monate der Pandemie im vergangenen Jahr, in der die Schulen zuerst geschlossen waren und dann teilweise wieder ihren Betrieb aufnahmen. In dieser Zeit gab es den Studienautoren zufolge mehr als 200 Änderungen an gesetzlichen Vorgaben, die sich teilweise mehrmals täglich änderten.

+++ 10:00 In Australien folgt Lockdown auf Lockdown +++
Nur eine Woche nach der Aufhebung des Lockdowns im australischen Bundesstaat Victoria verhängt die Regionalregierung neue Beschränkungen in der Region. In dem Bundesstaat an der Ostküste mit der Millionenmetropole Melbourne seien zuvor acht neue Corona-Fälle bestätigt worden, teilt die Gesundheitsbehörden mit. Die Maßnahmen sollen zunächst für eine Woche gelten, kündigt Regional-Premierminister Daniel Andrews an. Es ist bereits der sechste Lockdown in Victoria seit Beginn der Pandemie.

+++ 09:50 60,2 Prozent sind komplett geimpft +++
Abzüglich der Kinder unter 12 Jahre sind in Deutschland etwa 60,2 Prozent der Einwohner komplett geimpft. Knapp 10 Prozent brauchen noch eine zweite Spritze. Gut 30 Prozent sind noch nicht geimpft.

+++ 09:40 Grünen-Politiker Dahmen: Tests müssen kostenlos sein +++
Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen spricht sich in der Debatte um ein Ende der kostenlosen Schnelltests für ein zeitlich unbefristetes Weiterbestehen der kostenfreien Testangebote aus. "Wir haben ja gerade erst gelernt, in der dritten Welle, wie wichtig Tests sind", sagt Dahmen im ARD-"Morgenmagazin". Tests jetzt kostenpflichtig zu machen sei nicht nur "unfair", sondern "vor allem schlecht, weil es uns in einen neuerlichen Blindflug in der Pandemie bringt - und das sollten wir unbedingt vermeiden", so Dahmen.

+++ 09:26 Gericht lehnt Eilantrag gegen Impfungen an Schulen ab +++
Das Verwaltungsgericht in Schleswig hat einen Eilantrag gegen Corona-Schutzimpfungen an Schulen als unzulässig abgelehnt. Die Antragstellerin wollte mit ihrem Antrag demnach erreichen, dass das Impfen von Schülerinnen und Schülern an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein unterlassen wird. Der Frau, mutmaßlich Mutter eines betroffenen Kindes, fehle bereits die erforderliche Befugnis zur Klage, teilte das Gericht mit. Beim Impfen in der Schule handele es sich um ein freiwilliges Angebot, das niemand annehmen müsse.

+++ 08:50 Scholz: Müssen epidemische Notlage verlängern +++
Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz spricht sich dafür aus, die Pandemie-Notlage über Ende September hinaus zu verlängern. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite würde ansonsten dann auslaufen. Über die Verlängerung muss der Bundestag entscheiden. "Das wird sein müssen, wenn man mich fragt", sagt Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nötig seien weiterhin bestimmte Regeln zum Schutz vor Corona. "Und dafür brauchen wir einen rechtlichen Rahmen", betont der Vizekanzler. Die epidemische Lage von nationaler Tragweite ist rechtliche Grundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern.

+++ 08:33 Vergleich mit "Querdenkern": Dobrindt schießt gegen Aiwanger +++
Im Impfstreit der bayerischen Koalition attackiert CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger erneut scharf. "Er hat in Stil und Sprache inzwischen das Niveau der Querdenker erreicht", sagte Dobrindt der Mediengruppe "Straubinger Tagblatt" und "Abendzeitung". "Ich rate ihm dringend, das zu überdenken."

+++ 08:15 USA machen Impfung zur Vorbedingung für Einreise +++
Die USA wollen eine vollständige Impfung zur Vorbedingung für eine Einreise in ihr Land machen. Washington entwickele "einen stufenweisen Ansatz, der im Laufe der Zeit bedeuten wird, dass ausländische Staatsangehörige, die in die Vereinigten Staaten reisen - aus allen Ländern - vollständig geimpft sein müssen", sagte ein Beamter des Weißen Hauses. Dabei werde es "begrenzte Ausnahmen" geben. Einen Zeitrahmen nannte der Beamte nicht. Die Arbeitsgruppen, die sich mit diesem Thema befassen, "entwickeln eine Politik, um zu gegebener Zeit auf dieses neue System umsteigen zu können". Ziel sei es, dieses "nachhaltig und sicher" zu gestalten.

+++ 07:51 Kino-Betreiber machen Druck auf Politik +++
Einen Monat nach Öffnung vieler Kinos drängt die Branche auf veränderte Regelungen. In einem Brief appellieren mehrere Verbände an Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs. "Wir müssen in Anbetracht der fortschreitenden Impfkampagne neue Regeln zum Umgang mit dem Virus finden", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem vom HDF Kino und Verleihverbänden getragen wird. "Wir benötigen bundesweit einheitliche Verordnungen - ohne eine 3G-Regel." 3G bedeutet, dass Besucherinnen und Besucher Zutritt haben, wenn sie negativ auf das Coronavirus getestet, genesen oder geimpft sind. Das gilt etwa nach wie vor bei Kinobesuchen in Berlin, die Regelungen sind regional unterschiedlich. Die Verbände sehen mit der Testregelung Nachteile fürs Geschäft. "Bundesländer mit einer 3G-Regel verzeichnen im Vergleich ein Besucherminus bis zu 50 Prozent", heißt es in dem Schreiben.

+++ 07:31 Immer mehr Kreise liegen über 35er-Inzidenz +++
Die Zahl der Landkreise, die eine 7-Tage-Inzidenz von über 35 haben, nimmt weiter zu. Drei Kreise liegen über dem Wert von 50.

Mit 68,6 hat Neumünster die höchste Inzidenz.

+++ 07:10 Apotheker-Chef: Nun wird das Impf-Tempo an Fahrt aufnehmen +++
Die Bundesapothekerkammer (BAK) rechnet durch das diskutierte Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests mit einer steigenden Impfbereitschaft. "Die Ankündigung, dass die Schnelltests ab einem bestimmten Zeitpunkt für Impfzauderer und Impfverweigerer kostenpflichtig werden sollen, könnte die Impfbereitschaft bei den Unentschlossenen tatsächlich erhöhen - und das ist gut so", sagt BAK-Präsident Thomas Benkert der Zeitung "Rheinische Post". Zugleich fordert er, die Gratis-Tests für jene Personen beizubehalten, bei denen eine Impfung nicht möglich sei.

+++ 06:42 Nur wenige sehen Schulen besser für Krise gewappnet +++
Nur wenige Bürger sehen die Schulen nach den Sommerferien besser gegen die Herausforderungen der Corona-Krise gewappnet als zum Schulstart vor einem Jahr. Optimistisch zeigten sich in einer Yougov-Befragung lediglich 16 Prozent, während 14 Prozent sogar der Meinung waren, die Schulen seien diesmal schlechter vorbereitet. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) meinten, die Schulen seien gleich gut oder schlecht auf das nächste Schuljahr im Zeichen der Pandemie eingestellt. Keine Angabe machten 16 Prozent. Befragt wurden nur Erwachsene ab 18 Jahren, also nicht die Schülerinnen und Schüler selbst.

+++ 05:53 SPD ist gegen Druck auf Ungeimpfte +++
Mehrere SPD-Ministerpräsidenten haben sich gegen geplante Verschärfungen für Ungeimpfte ausgesprochen. Es sei wichtig, dass sich mehr Menschen in Deutschland impfen ließen, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig der "Bild"-Zeitung. Dabei führten "Drohungen" aber nicht weiter. "Wir müssen überzeugen." Ähnlich äußert sich Bremens Regierender Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Ich halte es für falsch und rechtlich unzulässig, Ungeimpfte vom öffentlichen Leben auszuschließen." Angesichts der Impfkampagne sei auch "ein genereller Lockdown kein realistisches Szenario".

+++ 05:00 RKI meldet 3539 Neuinfektionen, Inzidenz noch knapp unter 20 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 3539 Corona-Neuinfektionen gemeldet, das sind 397 mehr als am letzten Donnerstag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt von 18,5 am Vortag auf 19,4. Durch das Virus gestorben sind 26 Menschen. Vor einer Woche gab es 21 Todesfälle.

+++ 04:29 Großbritannien setzt Deutschland auf "grüne Liste" +++
Die britische Regierung hat Deutschland und mehrere andere europäische Länder in die niedrigste Risikokategorie herabgestuft. Einreisende aus Ländern auf der sogenannten grünen Liste können ohne Quarantäne nach Großbritannien einreisen, müssen jedoch einen negativen Test mitbringen und an Tag Zwei nach der Einreise einen PCR-Test machen. Durch die neue Einstufung entfällt die Pflichtquarantäne auch für Menschen, die noch nicht vollständig geimpft sind. Die Änderung gilt ab Sonntag.

+++ 03:53 Wohlfahrtsverband und Linke gegen kostenpflichtige Tests +++
Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, warnt vor sozialen Folgen, sollten ab Mitte Oktober die kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger abgeschafft werden. "Für uns als Wohlfahrtsverband ist wichtig, dass all diejenigen, die sich nicht testen lassen können und für die keine Impfempfehlung der STIKO vorliegt, weiterhin kostenlose Corona-Tests bekommen müssen", sagt Schneider der "Rheinischen Post". Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jan Korte, kritisiert die Pläne der Bundesregierung. Menschen, die die nicht geimpft werden könnten, seien darauf angewiesen, dass Infektionen schnell erkannt würden.

+++ 03:08 Chinesischer Pharmakonzern Sinovac baut Impfstoff-Fabrik in Chile +++
Der chinesische Pharmakonzern Sinovac will in einer neuen Fabrik in Chile Corona-Impfstoffe herstellen. Neben dem Bau der Fertigungsanlage im Großraum Santiago de Chile sei ein Forschungszentrum in Antofagasta im Norden des Landes geplant, teilte das chilenische Gesundheitsministerium mit. Die ersten Impfstoffdosen sollen die Fabrik im März kommenden Jahres verlassen. Die Anlage soll Kapazitäten für die Herstellung von 60 Millionen Dosen pro Jahr haben. Chile gehört zu den führenden Ländern bei der Impfung gegen das Coronavirus. 80 Prozent der Bevölkerung sind nach Regierungsangaben bereits vollständig geimpft. Sinovacs Corona-Impfstoff Coronavac war dabei mit weitem Abstand das am häufigsten verwendete Vakzin.

+++ 02:35 Indonesien beklagt mehr als 100.000 Corona-Tote +++
Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit Covid-19 hat in Indonesien die Marke von 100.000 überschritten. Etwa 40 Prozent aller Todesfälle wurden seit Juli durch die Ausbreitung der Delta-Variante im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde verzeichnet. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien weitere 1750 Tote im Zusammenhang mit dem Virus hinzugekommen, so die Behörden. Der südostasiatische Inselstaat mit 270 Millionen Einwohnern ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in der Region.

+++ 02:11 Bund zahlte bislang über drei Milliarden Euro für Bürgertests +++
Die gratis angebotenen Corona-Bürgertests haben den Bund in diesem Jahr bereits mehr als drei Milliarden Euro gekostet. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Demnach zahlte der Bund 2021 für Leistungen der Labordiagnostik 782 Millionen Euro, an Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) 1,084 Milliarden Euro und für weitere Leistungen gemäß Testverordnung - etwa die Abstrichnahmen - knapp 1,75 Milliarden Euro. Zusätzlich zahlte der Bund demnach rund 74 Millionen Euro für Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Obdachlosenunterkünften. In der Summe sind das knapp 3,7 Milliarden Euro in 2021.

+++ 01:16 WHO empfiehlt Müttern: Stillen auch bei Infektion +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Müttern, ihre Neugeborenen im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus und nach einer Corona-Impfung weiter zu stillen. Das Stillen habe viele Vorteile für Mutter und Kind und müsse während einer Ansteckung oder im Anschluss an eine Impfung der Mutter nicht unterbrochen werden, teilte das WHO-Regionalbüro Europa in Kopenhagen mit. Die Impfung einer stillenden Mutter stelle nach bisherigem Wissensstand keine Gefahr für den Säugling dar. Im Gegenteil: Sie habe nach der Verabreichung eines Corona-Impfstoffes Antikörper in ihrer Milch, was sogar dabei helfen könnte, das Baby vor einer Infektion zu schützen. Bei infizierten Müttern sei das Virus nicht in der Milch nachgewiesen worden, hieß es.

+++ 00:24 SPD-Ministerpräsidenten gegen Verschärfungen für Ungeimpfte +++
Mehrere SPD-Landesregierungschefs haben die Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums zu Verschärfungen für Ungeimpfte zurückgewiesen. "Ich halte es für falsch und rechtlich unzulässig, Ungeimpfte vom öffentlichen Leben auszuschließen", kritisiert Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte in der "Bild"-Zeitung. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: "Niemand soll vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden." Mit negativem Test sollten Ungeimpfte weiter zum Beispiel an Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte dem Blatt, es sei wichtig, dass sich mehr Menschen impfen ließen. "Drohungen bringen uns da nicht weiter. Wir müssen überzeugen."

+++ 23:43 Insider: US-Regierung will künftig nur Geimpfte einreisen lassen +++
Die US-Regierung arbeitet angeblich an Plänen, wonach künftig nur vollständig Geimpfte in das Land einreisen dürfen. Dies sei Voraussetzung für die mögliche Aufhebung der Einreise-Beschränkungen, sagt ein Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Unmittelbar stehe eine Aufhebung der Beschränkungen angesichts der steigenden Corona-Fälle aber nicht an.

+++ 23:02 New Yorker Automesse wird erneut verschoben +++
Die Automesse New York wird abgesagt. Als Grund nennt der Veranstalter die ansteckendere Delta-Variante und die Sicherheitsvorkehrungen der Behörden gegen eine Ausbreitung. Die ursprünglich für April geplante zehntägige Show war damals gecancelt und der Auftakt später auf 19. August gelegt worden. Nun ist sie für April 2022 geplant. Üblicherweise zieht die New York International Auto Show mit den Neuheiten der Autobauer Tausende Journalisten aus aller Welt und über eine Million Besucher an.

+++ 22:15 Arzt wegen falscher Maskenatteste angeklagt +++
Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Arzt erhoben, der zu Unrecht Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben soll. Ein Behördensprecher bestätigte eine Meldung der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung". Dem Bochumer Arzt wird vorgeworfen, Patienten ohne medizinische Notwendigkeit per Attest vom Tragen einer Schutzmaske befreit zu haben. Insgesamt soll es um 19 Fälle gehen. Die Anklage lautet auf "Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse". Der Strafrahmen reicht von einer Geldstrafe bis zu zwei Jahren Haft.

+++ 21:45 Lage in Spanien entspannt sich +++
Die Lage im Corona-Hochinzidenzgebiet Spanien, dem beliebtesten Urlaubsland der Deutschen, bessert sich zusehends. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei innerhalb einer Woche von ca. 323 auf 265 gefallen, teilte das Gesundheitsministerium am Abend in Madrid mit.

Die Balearen mit Mallorca haben unterdessen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 331 einen der höchsten Werte ganz Spaniens, auch wenn diese Mittelmeer-Inseln ebenfalls eine rückläufige Tendenz verzeichnen. Höhere Zahlen als die Balearen hatten in Spanien nur die für ihren Weinanbau bekannte Region La Rioja (348) sowie Navarra (344), beide im Norden des Landes. "Wir befinden uns in einer Stabilisierungsphase der rückläufigen Tendenz", das sei sehr erfreulich, betonte Gesundheitsministerin Carolina Darias.

+++ 21:05 Schleswig-Holstein überspringt 30er-Marke +++
Schleswig-Holstein hat heute als zweites Bundesland - nach Hamburg - die Marke von 30 binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 30,4 löst SH damit Berlin von Rang 2 der am schwersten vom Infektionsgeschehen betroffenen Bundesländer ab. Das sah Anfang Juli noch ganz anders aus: Damals konnte Schleswig-Holstein mit den östlichen Flächenländern und Niedersachsen gemeinsam Inzidenzen unter 5 melden. Bis zum 13. Juni hielt der Niedrigtrend an, seitdem nahm das Infektionsgeschehen im nördlichsten Land der Bundesrepublik rasch an Fahrt auf.

Schleswig-Holstein liegt mit seiner Inzidenz in dieser Phase erstmals seit Pandemiebeginn über dem Bundesdurchschnitt.

+++ 20:35 Aktuelle Datenlage: Fast 3700 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.778.709 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 3689 neue Fälle hinzu. Das sind 803 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche (+ 27,8 Prozent). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 28 auf 91.683. Am vergangenen Mittwoch waren es 21 neu gemeldete Todesfälle gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 27.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 1,00). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 392 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 198 davon werden beatmet. 4517 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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