Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:31 Ungarn schränkt Berichterstattung über Impfkampagne ein +++

Ungarn schränkt die journalistische Berichterstattung über die laufende Impfkampagne ein. Nur noch die staatliche, regierungsnahe Medienholding MTVA dürfe in den Krankenhäusern und Arztpraxen, in denen geimpft wird, filmen und fotografieren, heißt es in einem in Budapest bekannt gewordenen internen Rundbrief der Krankenhaus-Aufsichtsbehörde. MTVA dürfe die Bilder und Videos aber anderen Journalisten kostenlos zur Verfügung stellen. Die Oppositionspolitikerin Krisztina Baranyi, parteilose Bezirksbürgermeisterin in Budapest, hatte den Rundbrief bei Facebook veröffentlicht. Darin begründet die Behörde die Zutrittsbegrenzung für Medien damit, dass diese die Impftätigkeit stören würden.

+++ 21:42 Drei Bundesländer mit Inzidenz unter 100 - Thüringen negativer Spitzenreiter +++
Das Infektionsgeschehen verteilt sich weiterhin sehr unterschiedlich in Deutschland. Drei Länder verzeichnen aktuell eine Sieben-Tages-Inzidenz unter 100. Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Thüringen ist mit einer Inzidenz von 234,5 weiterhin trauriger Spitzenreiter unter den Bundesländern.

+++ 21:22 Ostereffekt? Fast 4000 Neuinfektionen weniger als vor einer Woche +++
Bei den Neuinfektionen liegt der aktuelle Tageszuwachs um 3841 Fälle unter dem Niveau von Sonntag vergangener Woche. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf ein mutmaßlich verringertes Meldeaufkommen während der Osterfeiertage hin (Ostereffekt). Am Sonntag vor einer Woche (28.03.) hatten die Landesbehörden in der Summe 14.851 neue Fälle gemeldet. Auch die Zahl der aktuell gemeldeten Todesfälle liegt mit 61 deutlich unter dem Tageszuwachs vom vergangenen Sonntag: Am 28. März wurden bundesweit 71 Sterbefälle bekannt.

+++ 21:01 Gut 11.000 neue Fälle in Deutschland +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf
2.889.900 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.010 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 61 auf 77.019. Als aktuell infiziert gelten rund 244.100 Personen.

+++ 20:59 Tschechien beendet Notstand in wenigen Tagen +++
Tschechien wird den derzeit geltenden Corona-Notstand nicht weiter verlängern. Wie Premierminister Andrej Babis am Sonntag in einem Interview der Nachrichtenseite tn.cz sagte, soll der Notstand nach dem 11. April enden. Dann sollen auch die Reisebeschränkungen zwischen den Regionen des Landes und die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden, sagte Babis nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK. Derzeit dürfen die Menschen ihren Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - nur in Ausnahmefällen verlassen.

Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. Die Regierung wollte ihn bis zum 27. April verlängern, doch das Parlament stimmte nur einer Verlängerung bis zum 11. April zu. Im März verzeichnete Tschechien fast 5800 coronabedingte Todesfälle - mehr als in jedem anderen Monat bisher in der Pandemie. Das Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnern ist nach wie vor eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder in der Europäischen Union, aber die Zahlen sinken derzeit landesweit. In der vergangenen Woche verzeichnete Tschechien im Durchschnitt täglich mehr als 5500 Neuinfektionen.

+++ 20:54 Slowenien impft unter 60-Jährige nicht mehr mit Astrazeneca +++
Auch Slowenien will keine Menschen unter 60 Jahren mehr mit dem Vakzin von Astrazeneca gegen Corona impfen. Man wolle abwarten, ob die Untersuchungen einen kausalen Zusammenhang zwischen diesem Impfstoff und den Hirnthrombosen ergeben, die weltweit in einigen Fällen nach dessen Verabreichung aufgetreten waren, sagte die Chefin der Beratungskommission des Gesundheitsamts, Bojana Beovic, dem Sender POP TV.

+++ 20:50 104 neue Fälle im Saarland +++
Im Saarland sind innerhalb eines Tages 104 neue Corona-Infektionen registriert worden. Aktuell seien 1721 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, teilte das Gesundheitsministerium mit (Stand: 16.00 Uhr). Einen neuen Todesfall gab es nicht. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 liegt weiter bei 941. Die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage, erhöhte sich auf 88,2. Am Samstag lag sie bei 82,1, am Freitag bei 91,1.

+++ 20:21 Italien impft an Rennstrecke, in Wassertaxi und Kirchen +++
Italien hat bei seinen ehrgeizigen Plänen zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne auch ungewöhnliche Orte wie Kirchen und Museen eingebunden. Wie die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, würden in Venedig ab Montag Menschen auf einem umgebauten Vaporetto, einem Wassertaxi, geimpft. Es werde an einem bestimmten Ort anlegen, um die über 80-Jährigen zu immunisieren. In Monza in der Lombardei würden an zwei Wochenenden auch Räumlichkeiten an der Tribüne der Motorsport-Rennstrecke genutzt. Im süditalienischen Neapel wiederum machten mehrere Museen mit, wie es hieß. Die Geimpften hätten die Ruhezeit nach der Spritze dort teilweise zwischen Gemälden verbringen können. Auf der Insel Sizilien lief gerade eine Impfaktion in zahlreichen katholischen Kirchen und Pfarreien. Italien hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Sommers, also bis September, 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen. Bisher wurden in dem Land mit 60 Millionen Einwohnern mehr als 11 Millionen Dosen gespritzt.

+++ 20:05 Zahl der Neuinfektionen in Italien sinkt leicht +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Italien geht leicht zurück. Zuletzt habe es 18.025 neue Fälle binnen 24 Stunden gegeben, nach 21.261 am Vortag, teilt das Gesundheitsministerium mit. 326 Menschen starben zudem binnen eines Tages an oder mit dem Virus, am Samstag hatte die Zahl bei 376 gelegen. Seit Beginn der Pandemie starben damit in Italien 111.030 Menschen an Covid-19. Das ist amtlichen Angaben zufolge die zweithöchste Zahl in Europa nach Großbritannien.

+++ 19:18 Experte: Vierte Welle nimmt in den USA Fahrt auf +++
Der Epidemiologe Michael Osterholm hat in den USA vor einer neuen Corona-Welle gewarnt. Ein vierter Anstieg der Infektionen nehme gerade Fahrt auf. Im Zentrum ständen dabei jüngere Menschen, die noch nicht geimpft seien, sagte Osterholm in der US-Fernsehsendung "Meet the Press". Es sei bereits ein Anstieg bei der Zahl der Patienten zwischen 30 und 50 Jahren in den Krankenhäusern und auch den Intensivstationen zu beobachten. Der Epidemiologe, der auch Mitglied im Corona-Expertenrat von US-Präsident Biden ist, sprach von einem Wettlauf zwischen der Ausbreitung neuer, ansteckenderer Corona-Varianten und dem Bemühen, einen Großteil der Bevölkerung zu impfen.

+++ 19:11 R-Wert bleibt stabil etwa bei eins +++
Die Reproduktionzahl für Deutschland ist laut Lagebericht des Robert-Koch-Instituts weitgehend stabil geblieben. Das sogenannte 4-Tage-R steigt der Schätzung der Experten zufolge minimal auf 1,01 (gestern 1,02). Das weniger schwankungsanfällige 7-Tage-R sinkt dagegen auf 0,97 (1,02).

Das RKI weist aktuell daraufhin, dass die Pandemiedaten durch Verzögerungen auf den Meldewegen an den Ostertagen verzerrt sein könnten und daher weniger Aussagekraft haben.

+++ 18:48 Studie: Wirtschaft profitiert von harten Corona-Maßnahmen +++
Eine neue Studie aus Frankreich bestätigt, dass die beste Unterstützung für die Wirtschaft in der Pandemie eine konsequente Bekämpfung des Virus - auch mit drastischen Lockdowns - ist. Wissenschaftler des Instituts Economique Molinari haben errechnet, dass der Schaden für die Wirtschaft in Ländern, die auf eine No-Covid-Strategie gesetzt haben, um zwei Drittel kleiner ist als in vergleichbaren Volkswirtschaften. Außerdem sind auch die Opferzahlen viel geringer. Die unter Politikern und Lobbyisten verbreitete Auffassung, es gäbe einen Gegensatz zwischen dem Wunsch Leben oder die Wirtschaft zu schützen, ist demzufolge falsch.

+++ 18:39 Weniger neue Fälle in Hamburg +++
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist am Sonntag in Hamburg um 208 gestiegen. Das sind 253 weniger als am Samstag und 279 weniger als am Sonntag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 12.00 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 158,8 auf 156,4. Am Samstag vor einer Woche hatte der Wert 121 betragen.

+++ 18:35 Portugal verlängert Einreisebeschränkungen +++
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Portugal die Einreisebeschränkungen für Touristen bis Mitte April verlängert. In Absprache mit dem Nachbarland Spanien gebe es bis zum 15. April Grenzkontrollen zu Lande sowie auf Flüssen, teilte das Innenministerium in Lissabon am Sonntag mit. Außerdem bleibe der touristische Schienenverkehr zwischen beiden Ländern ausgesetzt. Diese Maßnahme gelte nicht für den Güterverkehr sowie für Berufspendler und Mitarbeiter der Notdienste. Menschen, die aus einem Land mit einem Inzidenzwert von mehr als 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wie etwa Frankreich auf dem Landweg nach Portugal einreisen, müssen 14 Tage in Quarantäne.

+++ 18:24 Bidens Osterbotschaft: Friede, Freude, Impfung +++
US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill haben sich mit einer Oster-Videobotschaft an die Amerikaner gewandt. Darin wünschen sie ihren Mitbürger "von unserer Familie zu Ihrer" unter anderem Gesundheit, Freude und Frieden zum Osterfest. Vor allem aber fordern sie alle Amerikaner auf, sich impfen zu lassen. Er teilte die Ansicht von Past Franziskus, dass es eine moralische Pflicht sei, sich impfen zu lassen, so Joe Biden.

+++ 17:42 Manche Impfzentren stehen tagelang still +++
Mehrere Impfzentren in Niedersachsen haben wegen fehlender Corona-Impfstoffe über die Ostertage pausieren müssen. So stand am Ostersonntag auch das Impfzentrum in Hildesheim still. Vor dem Fest hatte eine stichprobenartige Umfrage der DPA ergeben, dass unter anderem in Wolfsburg, Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Göttingen, Herzberg und Brake von Karfreitag bis Ostermontag nicht geimpft wird. Der Corona-Krisenstab des Landes hatte zuletzt erklärt, gut ein Dutzend Impfzentren lasse den Betrieb über Ostern ruhen. Grund sei, dass es nicht genügend Impfstoff gebe. Nach Ostern soll Niedersachsen laut Zusage des Bundes wöchentlich etwa 215.000 Impfdosen bekommen.

+++ 17:38 Inzidenz in Rheinland-Pfalz steigt +++
In Rheinland-Pfalz haben die Gesundheitsämter 527 neue Corona-Infektionen gemeldet. Aktuell sind demnach 11.661 Menschen im Land mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Die Zahl der Patienten, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 2 auf 3342 (Stand 11.10 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 106,8, am Vortag hatte sie 103,1 betragen. Das Landesuntersuchungsamt hatte darauf hingewiesen, dass über das Osterwochenende möglicherweise nicht alle Daten vollständig übermittelt wurden.

+++ 17:32 Mehr als 917 neue Fälle in Niedersachsen +++
In Niedersachsen sind am Ostersonntag 917 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das teilte das Landesgesundheitsamt in Hannover mit. Am vergangenen Sonntag waren 445 Ansteckungen gezählt worden. Die landesweite Inzidenz wurde mit 102,8 angegeben nach 109,1 am Samstag. Die Inzidenz sagt aus, wie viele Ansteckungen es pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gab. Fünf Menschen starben innerhalb eines Tages mit oder an Covid-19 - damit stieg die Zahl der Corona-Toten in Niedersachsen zu Ostersonntag auf 4905.

+++ 17:22 Stuttgarts OB verurteilt Verhalten der Querdenker "aufs Schärfste" +++
Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper hat das Auftreten sogenannter Querdenker auf ihrer Demonstration am Samstag "auf Schärfste" verurteilt. "Die Stadt beabsichtigt, das rechtswidrige Verhalten mit Bußgeldern zu ahnden und zukünftige Veranstaltungen derselben Anmelder aufgrund der gestrigen Auflagenverstöße zu verbieten", erklärte Nopper. Er kritisierte besonders Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten durch Demonstrierende sowie die Missachtung von Corona-Schutzmaßnahmen und weiteren Auflagen.

Die Stadt verteidigte jedoch erneut den Verzicht auf ein Versammlungsverbot. "Auf Grundlage der Anmeldungen lagen nach Einschätzung von Stadt und Polizei die Voraussetzungen für ein Verbot der Demonstrationen nicht vor", erklärte Ordnungsbürgermeister Clemens Maier.

+++ 16:51 Fast alle Extra-Impfdosen für Ältere in NRW schon vergeben +++
Einen Tag nach dem Start der Vergabe von Impfterminen für die Altersgruppe 60 plus mit dem Impfstoff von Astrazenca sind die meisten Termine schon vergeben. Viele Kreise oder Städte wie Köln, Heinsberg, Mettmann, Oberhausen, Düren, Bielefeld oder Recklinghausen seien komplett ausgebucht, meldeten die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen. Nur noch rund 25.000 Impftermine seien im Bereich Nordrhein frei. In Westfalen-Lippe seien bereits 90 Prozent oder rund 151.600 der zu vergebenden Termine belegt, berichtete das Düsseldorfer Gesundheitsministerium. Demnach gibt es aber große regionale Unterschiede im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums laufen die Impfungen, auch bereits für die ab 60-Jährigen, bislang problemlos. Die Gruppe ab 60 Jahren kommt außerhalb der üblichen Reihenfolge beim Impfen zum Zuge, nachdem die Ständige Impfkommission empfohlen hatte, das Vakzin von Astrazeneca für Jüngere nicht mehr einzusetzen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen. Damit wurden allein in NRW kurzfristig 450.000 Impfdosen frei.

+++ 16:23 Lauterbach ruft zum "letzten Gefecht mit dem Virus" auf +++
"Wir müssen noch einmal in ein letztes Gefecht mit dem Virus gehen", sagt SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach ntv. Er fordert, jetzt schnell mit einem harten Lockdown gegen die hochansteckende, inzwischen dominierende Virusvariante B.1.1.7. vorzugehen. Ein "halbgarer Lockdown" werde nicht genügen. Lauterbach spricht sich gegen die Initiative für bundesweite Corona-Regeln per Bundesgesetz aus. Dies koste wertvolle Zeit. "Wir sollten nicht über Politik sprechen, sondern Politik machen", so Lauterbach.

+++ 16:13 Erstes Bundeswehr-Impfzentrum arbeitet rund um die Uhr +++
Das bundesweit erste Impfzentrum der Bundeswehr im saarländischen Lebach arbeitet seit Sonntag rund um die Uhr. Im Drei-Schicht-Betrieb seien bis zu 1000 Impfungen pro Tag möglich, teilte das Verteidigungsministerium mit. Rund 110 Soldaten würden dazu eingesetzt. Mehr als 14.000 Nachttermine bis Mai seien vergeben, erklärte das Ministerium am Sonntag. Das Impfzentrum auf dem Gelände einer Kaserne ist eines von vier im Saarland, in dem Saarländer gegen Corona geimpft werden. Es ist seit Anfang März in Betrieb. Bislang gibt es noch ein weiteres Impfzentrum der Bundeswehr in Berlin, ein drittes sei in Bonn im Aufbau.

+++ 15:43 Deutscher Arzt auf Mallorca fälscht Corona-Tests +++
Viele Urlauber in Mallorca haben ein Problem: Für den Rückflug nach Ostern brauchen sie einen negativen Corona-Test, doch Termine in mallorquinischen Testzentren gibt es aktuell fast keine mehr. Dieses Testproblem macht sich - Recherchen des RTL-Magazins "Life - Menschen, Momente, Geschichten" zufolge - ein deutscher Hausarzt auf der Insel zu Nutze: Teilweise ohne zu testen, stellt er Urlaubern eine negative Test-Bescheinigung aus. So könnten sogar an Corona erkrankte Urlauber zurück nach Deutschland fliegen. Einer Testperson und einem Reporter stellte der Arzt, nach anfänglichem Zögern, entsprechende Bescheinigungen aus, nachdem er lediglich ein Familienmitglied beziehungsweise einen Kollegen des Reporters getestet hatte. Ob und wieweit diese Praxis auf der Urlaubsinsel verbreitet ist, geht aus der Recherche nicht hervor.

+++ 15:39 Deutsche dürfen erstmals seit einem Jahr wieder nach Russland einreisen +++
Nach rund einem Jahr sollen Deutsche mit gültigem Visum wieder auf dem Luftweg nach Russland einreisen dürfen. Das geht aus Änderungen einer Verordnung hervor, die die russische Regierung in der Nacht zum Sonntag in Moskau veröffentlichte. Die neue Regelung gilt demnach auch für Ausländer, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland haben. Auch die deutsch-russische Auslandshandelskammer informierte über die gelockerten Einreisebeschränkungen. Auf der Einreise-Liste der russischen Regierung stehen neben Deutschland auch Venezuela, Syrien, Tadschikistan, Usbekistan und Sri Lanka. Ab wann wieder russische Touristenvisa für Deutsche vergeben werden sollen, blieb aber zunächst unklar. Vor rund einem Jahr wurden wegen der Corona-Pandemie die Visavergabe weitgehend und der Flugverkehr zwischen den beiden Ländern komplett eingestellt. Russland hatte bereits zum 1. April den regulären Flugverkehr mit Deutschland wieder freigegeben, die Verordnung über die Einreisebestimmungen ergänzte den Vorgang jetzt. Zuvor hatten deutsche Passagiere nur mit Sondergenehmigungen einreisen können.

+++ 15:18 Drosten: "Wir können die Dritte Welle noch brechen" +++
In der "Bild am Sonntag" hat Virologe Christian Drosten Vorschläge gemacht, wie eine weitere Verschärfung der Corona-Pandemie noch zu verhindern ist. Die gute Nachricht: "Wir können die dritte Welle noch brechen." Die schlechte: Dabei, so der Forscher, "werden wir aber leider um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen." Die Wissenschaft hätte zwar "viele gute Vorschläge gemacht", mit denen man "gezieltere Werkzeuge" hätte entwickeln können. Da dies aber dann nicht geschehen sei, bleibe nur noch ein harte Lockdown. Abgestufte, teilweise Lockdowns hätten sich bereits etwa in London oder Paris als wirkungslos gegen die dominierende Virus-Variante B.1.1.7 erwiesen.

Ähnlich hatten sich Drosten und weitere Experten bereits vor wenigen Tagen geäußert.

+++ 15:12 Dritte Welle im Gazastreifen ungebrochen +++
Im Gazastreifen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Palästinensergebiet mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1628 neue Fälle registriert - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Insgesamt wurden den Angaben zufolge am Samstag 3728 Tests gemacht, von diesen fielen somit rund 44 Prozent positiv aus. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Küstenstreifen laut Ministerium insgesamt 630 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem in dem Gebiet an seine Grenzen. Nach Angaben des Ministeriums stehen im Gazastreifen 81.600 Corona-Impfdosen zur Verfügung, insgesamt wurden demnach bisher mehr als 24 000 Einwohner geimpft. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Zehntausende Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik gespendet.

+++ 14:59 Über 8800 Neuinfektionen und 357 weitere Tote in Russland +++
In Russland melden die Behörden 8817 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, allein 1900 davon in der Hauptstadt Moskau. Insgesamt wurden damit mehr als 4,58 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 357 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Der Corona-Arbeitsgruppe der Regierung zufolge steigt die Zahl der Todesfälle damit auf 100.374. Das Statistikamt Rosstat, das eine eigene Erhebung vornimmt, hatte am Freitag die Zahl der Todesfälle mit mehr als 225.000 angegeben.

+++ 14:49 Linke: Keine Chance für Corona-Regeln per Bundesgesetz +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer stößt mit seinem Vorstoß, einheitliche Maßnahmen per Bundesgesetz zu erzwingen, auf Widerspruch der Linken. "Einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz wird es nicht geben, weil zurecht weder im Bundestag noch im Bundesrat Mehrheiten dafür vorhanden sind", sagt Fraktionschef Dietmar Bartsch den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Alle rechtlichen Möglichkeiten zur Bewältigung der Pandemie sind vorhanden."

+++ 14:34 RKI-Chef hat keine Bedenken gegen Test-Verzicht bei Geimpften +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat keine Einwände gegen einen Verzicht auf Corona-Schnelltests bei geimpften Menschen. Das Risiko einer Virusübertragung erscheine nach gegenwärtigem Kenntnisstand so weit reduziert, "dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen", erklärt RKI-Chef Lothar Wieler in einem Bericht für das Bundesgesundheitsministerium.

Mehr zu Spahns Vorstoß finden Sie hier.

+++ 14:21 Mehr als 10.000 Tote in der Slowakei +++
In der Slowakei übersteigt die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corornavirus den Wert von 10.000. Die Behörden melden 77 weitere Todesfälle, seit Beginn der Pandemie starben damit 10.025 Menschen in dem Land mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern. Die erste Corona-Welle im vergangenen Jahr hat die Slowakei wie andere Länder Mitteleuropas mit relativ wenigen Infektions- und Todesfällen überstanden. Die jüngste Welle aber belastet die Krankenhäuser erheblich und hat zu stärkeren Beschränkungen des öffentlichen Lebens geführt.

+++ 13:56 Polizei löst Party in Berlin auf +++
Einsatzkräfte der Polizei haben in der Nacht eine illegale Party im Berliner Stadtteil Lichtenberg aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, waren die Beamten durch einen anonymen Anruf auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. Vor Ort seien 47 Menschen aus verschiedenen Haushalten angetroffen worden, die unter Missachtung der geltenden Schutzmaßnahmen in einem Mehrfamilienhaus zusammen gefeiert hätten. Einige von ihnen verbargen sich demnach hinter einer versteckten Tür, als die Polizei die Personalien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Party aufnehmen wollte. Sie trugen keine Mund-Nasen-Bedeckungen und hielten auch keine Abstandsregeln ein.

+++ 13:32 Lauterbach unterstützt Spahns Vorstoß zu Geimpften +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürwortet den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn, vollständig geimpfte Menschen künftig zu behandeln wie negativ getestete. "Ich unterstütze diesen Vorschlag, weil es sich gezeigt hat, dass Geimpfte sich nur noch selten anstecken und sie wahrscheinlich bei Ansteckung nicht mehr ansteckend für andere sind", sagt Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Allerdings sollte das jeweils nur nach der zweiten Impfung gelten."

+++ 13:11 Wieder mehr als 4000 Covid-19-Intensivpatienten +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivfälle ist auf 4051 gestiegen. Das entspricht einem Plus von 133 im Vergleich zum Vortag, wie aus dem aktuellen Divi-Register hervorgeht. Demnach müssen 2219 Betroffene derzeit invasiv beatmet werden (48 mehr als am Vortag). Ein ähnlich hohes Niveau hatten die Zahlen zuletzt Anfang Februar. Der Anteil der belegten Intensivbetten beträgt momentan knapp 82 Prozent.

+++ 13:05 Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein +++
Wegen besonders hoher Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert-Koch-Institut bekannt gibt. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

+++ 12:42 Hiobsbotschaft für Astrazeneca in USA +++
Der Corona-Impfstoffanbieter Astrazeneca muss mit dem Verlust von Herstellungskapazitäten in den USA einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Auf staatliche Anordnung darf der Auftragsfertiger Emergent Biosolutions in seinem Werk in Baltimore nicht mehr für Astrazeneca arbeiten und nur noch das Coronavirus-Vakzin des Konkurrenten Johnson & Johnson (J&J) herstellen, wie ein hochrangiger Insider aus dem Gesundheitswesen sagt. Hintergrund der Entscheidung ist eine schwere Herstellungspanne bei Emergent Biosolutions. Das Unternehmen produzierte in dem Werk bisher beide Vakzine und hatte dabei deren Bestandteile vermischt. Dadurch wurde Impfstoff für 15 Millionen Dosen unbrauchbar. Nach Angaben von J&J wurde der Fehler rechtzeitig bemerkt, sodass der verdorbene Impfstoff nicht abgefüllt wurde. Nun übernimmt J&J dem Insider zufolge die alleinige Regie über die Impfstoffproduktion in dem Werk. Damit sollen derartige Pannen ausgeschlossen werden.

+++ 12:23 Essener Impfarzt: "Astrazeneca ist ein sehr gutes Vakzin" +++
Auch über die Ostertage wird in Deutschlands Zentren mit Hochdruck geimpft. ntv-Reporter Ulrich Klose spricht mit dem leitenden Impfarzt in Essen Dr. Stefan Steinmetz, der für das "sehr gute Vakzin" von Astrazeneca wirbt.

+++ 12:00 USA melden mehr als 60.000 Neuinfektionen und 750 Tote +++
In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden 63.841 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Auswertung der "New York Times". Damit haben sich insgesamt mehr als 30,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 748 auf 554.301. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf. Seit Mitte Februar stagnieren die täglichen Ansteckungs-Werte allerdings auf einem ähnlichen Niveau. Die Zahl der Todesopfer geht dagegen kontinuierlich zurück.

+++ 11:32 Minister: Stuttgarter "Querdenken"-Demo befördert dritte Welle +++
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha will alles dafür tun, dass sich Demonstrationen wie am Samstag in Stuttgart mit Tausenden ohne Maske und Abstand nicht wiederholen. "Das, was gestern passiert ist, ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich an die Pandemieregeln halten. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Gefährdung und dazu geeignet, die dritte Corona-Welle zu befördern", sagt der Grünen-Politiker. Den Demonstranten sei es nicht um Freiheitsrechte gegangen, sondern darum die demokratische Grundordnung zu stören. In der kommenden Woche werde es Gespräche mit der Stadt geben. "Wir werden die Situation analysieren."

+++ 11:08 Harter Lockdown in Frankreich: "Könnte zu Ausschreitungen kommen" +++
Lange wehrt sich Macron gegen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Doch als Mediziner Alarm schlagen, kommt Frankreichs Präsident nicht mehr um einen harten Lockdown herum. ntv-Reporterin Elke Büchter berichtet aus Paris über die angespannte Lage.

+++ 10:37 Versammlungen in Halle gegen die Ausgangsbeschränkung +++
Am ersten Abend der Ausgangsbeschränkungen in Halle haben mehrere Menschen gegen diese Maßnahme protestiert. Bei einer Versammlung kamen etwa 140 Menschen zusammen, wie die Polizei mitteilt. Nach der Versammlung zogen etwa 60 Personen in Richtung des Marktes. Sie zeigten Transparente, riefen Sprechchöre und brannten Pyrotechnik ab. Nach Angaben der Polizei wurde diese nicht angemeldete Versammlung nach wenigen Minuten aufgelöst. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsrecht. Es habe aber keine schwerwiegenden Zuwiderhandlungen gegen die Eindämmungsverordnung des Landes gegeben. Die Stadt hat wegen des hohen Infektionsgeschehens am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr eingeführt. Sie gilt, bis die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt wieder unter 200 sinkt.

+++ 10:11 Kanada überschreitet Schwelle von einer Million Infektionen +++
Kanada hat die symbolische Schwelle von einer Million Infektionen seit Pandemie-Beginn überschritten. Wie mehrere kanadische Fernsehsender berichten, wurde diese Marke erreicht, nachdem die Behörden in der westkanadischen Provinz British Columbia 2000 weitere Neuinfektionen gemeldet hatten. Seit Beginn der Corona-Krise starben in Kanada 23.000 Menschen an Covid-19. Kanada befindet sich derzeit in einer dritten Ansteckungswelle. Die beiden bevölkerungsreichsten Provinzen Québec und Ontario hatten wegen der steigenden Infektionszahlen vor Ostern zusätzliche Beschränkungen verhängt.

+++ 09:40 Kreise in Bayern und Thüringen führen Hotspot-Liste an +++
Der thüringische Landkreis Greiz bleibt Spitzenreiter im deutschlandweiten Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen. Nach den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) aus der Nacht kommt der Kreis derzeit auf einen Wert von 481,5. Dich dahinter folgt die bayerische Stadt Hof mit einer Inzidenz von 469,2. Unter den Top 10 der derzeit am schwersten von der Pandemie betroffenen Regionen befinden sich mit einer Ausnahme alle in Bayern und Thüringen. Lediglich der baden-württembergische Landkreis Schwäbisch Hall kann mit einer Inzidenz von 328,3 auf diesem Niveau mithalten. Am wenigsten Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche weist momentan der Kreis Plön in Schleswig-Holstein auf. Hier beträgt die Inzidenz dem RKI zufolge 20,2.

+++ 09:19 Vier Bundesländer mit Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 +++
Laut Robert-Koch-Institut befindet sich derzeit lediglich ein Viertel der Bundesländer unter der Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dazu zählen: Schleswig-Holstein (Sieben-Tage-Inzidenz: 67,5), das Saarland (80,2), Mecklenburg-Vorpommern (83,2) und Niedersachsen (97,9). Das höchste Fallaufkommen ist nach wie vor in Thüringen zu beobachten. Hier beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 234,6. Aufgrund der Osterfeiertage dürften diese Werte allerdings verzerrt sein, da weniger Menschen getestet werden und es zu Meldeverzögerungen kommen kann.

+++ 08:54 274 deutsche Regionen reißen Notbremse-Wert von 100 +++
In Deutschland liegen aktuell lediglich 12 von 412 Regionen unter der Obergrenze von 50. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, die ntv.de ausgewertet hat. Neben den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten weist das RKI die 12 Berliner Bezirke als eigene Regionen aus. Eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 (die Schwelle für die "Notbremse") weisen derzeit 274 Regionen auf. Das ist ein Rückgang um neun im Vergleich zum Samstag. Das könnte allerdings auch mit dem geringeren Meldeaufkommen über die Osterfeiertage zusammenhängen. Das RKI weist daraufhin, dass aktuell weniger Personen einen Arzt aufsuchen und auch weniger Corona-Tests durchgeführt werden. Es kann zudem zu Verzögerungen bei der Übermittelung von Daten der Gesundheitsämter und Landesbehörden an das RKI kommen.

+++ 08:31 Zahl der Ansteckungsfälle in Indien schnellt in die Höhe +++
Die Infektionslage in Indien spitzt sich zu. Zuletzt meldeten die Behörden 93.249 neue Fälle binnen 24 Stunden. Damit ist die zweite Welle in dem Land nun auf einem ähnlichen Niveau wie die erste. In dem Land mit rund 1,3 Milliarden Bewohnern sind knapp 12,5 Millionen Infektionen seit Pandemiebeginn nachgewiesen worden. Die Zahl der Todesfälle liegt bei insgesamt rund 165.000. Obwohl sich die Situation in den vergangenen Wochen erheblich verschlechtert hat, leben viele Menschen wieder so, als gebe es keine Pandemie mehr. Zuletzt wurde teils das Frühlingsfest Holi mit großen Menschenansammlungen und ohne Masken gefeiert. Auch bei Veranstaltungen für die Parlamentswahlen in den Bundesstaaten wurden Corona-Regeln missachtet.

+++ 08:05 Treffen der Tunerszene: Zahlreiche Verstöße gegen Vorschriften +++
Bei einem Treffen der Autotunerszene in Sankt Augustin (Rhein-Sieg-Kreis) hat die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen festgestellt. Beamten waren in der Nacht in einer Tiefgarage über 200 Fahrzeuge aufgefallen, sodass sie Unterstützung anforderten. Beim Eintreffen der Verstärkung flüchteten zahlreiche Fahrer mit ihren Autos, wie die Polizei mitteilte - die noch angetroffenen Verdächtigen wurden kontrolliert. Dabei wurden 35 Platzverweise erteilt und acht Verstöße zur Anzeige gebracht. Insgesamt waren knapp 70 Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt vor Ort.

+++ 07:34 CDU-Politikerin fordert Budget gegen Einsamkeit +++
Angesichts der wachsenden Einsamkeit in der Bevölkerung fordert die Publizistin und CDU-Politikerin Diana Kinnert Bund und Länder zum Handeln auf. "Es braucht auf jeden Fall zwingend eine politische Zuständigkeitsstelle, zum Beispiel angesiedelt im Kanzleramt", sagte sie dem "Tagesspiegel am Sonntag". Wichtig sei auch, dass das Thema in den Landesregierungen angegangen werde. Kinnert hält ein Budget für nötig, um Forschungsaufträge auszuschreiben und eine Kampagne zur Entstigmatisierung von Einsamkeit zu fahren. Zudem wünscht sich Kinnert, dass Hausärzte ähnlich wie in Großbritannien stärker für das Thema Einsamkeit sensibilisiert werden. Häufig werde übersehen, dass Einsamkeit bei Seniorinnen und Senioren Auslöser für Depressionen sein könne.

+++ 07:12 Stiftung sieht mehr Jugendliche von Obdachlosigkeit bedroht +++
Von zu Hause abgehauen oder rausgeflogen: Durch die Pandemie sind Kinder und Jugendliche nach Beobachtung der Stiftung "Off Road Kids" verstärkt von Obdachlosigkeit bedroht. "Wo es brodelt in Familien, kann es im Lockdown zum totalen Zerwürfnis kommen. Das endet dann schon mal mit dem Rausschmiss", sagt Markus Seidel, Vorstandssprecher der Stiftung. Betroffen seien vor allem Jugendliche und Heranwachsende ab 17 Jahre. Das vergangene Jahr habe bei der bundesweit tätigen Hilfsorganisation alle traurigen Rekorde gebrochen: "Wir haben 2474 Hilferufe von verzweifelten Straßenkindern und jungen Menschen erhalten, die in Deutschland akut von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das waren doppelt so viele wie im Vorjahr", so Seidel. Weil in Corona-Zeiten keine Streetworker unterwegs sind, versucht die Stiftung, bedrohte Kinder durch das bundesweite Online-Hilfsangebot "sofahopper.de" zu erreichen.

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+++ 06:46 Möglicher Ostereffekt: Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat sich den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts leicht verringert: von 131,4 am Samstag auf nunmehr 127. Die Sieben-Tage-Inzidenz, welche die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, stieg zuletzt stetig an, nachdem sie im Februar zwischenzeitlich auf unter 60 gefallen war. In den vergangenen Tagen blieb sie etwa gleich. Das RKI weist allerdings darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Das kann zur Folge haben, dass die vom RKI berichteten Fallzahlen eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

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+++ 06:20 Strengere Regeln in ganz Frankreich in Kraft +++
In ganz Frankreich gelten für mindestens vier Wochen härtere Maßnahmen. Die neuen Regeln sind laut Regierung formal am Samstag um 19 Uhr in Kraft getreten - dann beginnt die landesweite nächtliche Ausgangssperre. Diese gilt mit unterschiedlichen Uhrzeiten bereits seit Monaten. Faktisch kommen die neuen Regeln dann aber weitgehend erst mit Ende der Ausgangssperre heute Morgen ab 6 Uhr zum Tragen. Konkret sind nun im ganzen Land die meisten Geschäfte geschlossen. Außerdem gelten wieder Bewegungseinschränkungen. So sind zum Beispiel Spaziergänge oder Ausflüge nur im Radius von zehn Kilometern zur eigenen Wohnung erlaubt. Für weitere Reisen brauchen die Menschen triftige Gründe. Die regionalen Behörden sind außerdem aufgefordert, den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu verbieten.

+++ 05:35 RKI meldet 12.196 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 12.196 Corona-Neuinfektionen gemeldet und 68 neue Todesfälle. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.176 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Seit Beginn der Pandemie sind 2.885.386 Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland nachgewiesen worden. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt aktuell bei 76.963.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:55 Hamburger halten sich an Ausgangsbeschränkungen +++
Auch in der zweiten Nacht mit Ausgangsbeschränkungen in Hamburg hat es keine größeren Probleme gegeben. In Bereichen wie Elbstrand oder Alstervorland, wo sonst zu Ostern viel Betrieb ist, sei es am Abend sehr ruhig gewesen, sagt ein Sprecher der Polizei. Wegen der Corona-Pandemie sind in Hamburg seit Freitagabend nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Sie gelten zwischen 21 und 5 Uhr. Hamburger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Ausnahmen von der bis zum 18. April geltenden Regel gibt es in der Hansestadt beispielsweise für berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund und Sport im Freien, allerdings immer nur für eine Person.

+++ 04:27 Söder spricht sich für kurzen, harten Lockdown aus +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für einen kurzen, harten Lockdown aus. "Wir sollten überlegen, ob ein erneuter kurzer, aber dafür konsequenter Lockdown nicht der bessere Weg wäre als ein halbherziges und dafür endloses Corona-Konzept, das die Zahlen der Neuinfektionen auch nicht wirklich reduziert hat", sagt er der "Bild am Sonntag" einem Vorabbericht zufolge. "Lieber kurz und konsequent als lange hin und her."

+++ 03:17 Mecklenburg-Vorpommern verweist erneut Dutzende Autofahrer des Landes +++
Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern geht weiter konsequent Verstößen gegen das Tourismusverbot während der Corona-Pandemie nach. Bei verstärkten Verkehrskontrollen in Neubrandenburg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) wurden am Samstag die Insassen von 91 Fahrzeugen des Landes verwiesen, wie die Polizei mitteilt. Demnach wurden 193 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen konnten. Insgesamt wurden 790 Fahrzeuge von der Polizei überprüft. Die verstärkten Kontrollen finden über die Osterfeiertage statt.

+++ 02:03 Seehofer wirbt für einheitliche Regeln per Bundesgesetz +++
Innenminister Horst Seehofer wirbt für bundesweit einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz. "Es gibt die große Sehnsucht in der Bevölkerung nach einheitlichen Regeln. Mein Vorschlag ist deshalb, die einheitlichen Regeln durch ein Bundesgesetz festzulegen", sagt der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Dieses Gesetz sollte genau vorschreiben, welche Schritte bei den jeweiligen Inzidenzwerten unternommen werden müssten - von der Verschärfung bis zur Lockerung." So ein Gesetz könnte nach Seehofers Worten in kürzester Zeit beschlossen werden.

+++ 00:53 Spahn: Mehr Freiheiten für Geimpfte bei Reisen und beim Shoppen +++
Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in den nächsten Wochen bestimmte Freiheiten zurückbekommen. "Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Geschäft oder zum Friseur. Zudem müssen nach Einschätzung des RKI vollständig Geimpfte auch nicht mehr in Quarantäne", sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Grundlage ist dem Bericht zufolge eine Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse durch das Robert Koch-Institut (RKI).

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Quelle: ntv.de, mbo/fzö/jpe/dpa/AFP/rts/DJ

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