Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:34 Drittel der US-Bevölkerung komplett geimpft +++

In den USA inzwischen 105,5 Millionen Menschen komplett geimpft und damit fast ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 246,8 Millionen Dosen verimpft worden, berichtet die Seuchenbehörde CDC. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

 

+++ 22:28 Estland öffnet Geschäfte und Außengastronomie +++
In Estland dürfen angesichts relativ stabiler Corona-Infektionszahlen seit heute alle Geschäfte und die Außengastronomie unter strengen Auflagen wieder öffnen. Gleiches gilt für die Museen in dem baltischen EU-Land. Auch Grundschüler und einzelne Oberstufenklassen dürfen wieder zum Präsenzunterricht in die Schule. Veranstaltungen in Innenräumen bleiben weiterhin untersagt - mit streng festgelegten Ausnahmen für Sport. Dabei muss wie überall die sogenannte 2+2-Regel befolgt werden. Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten.

+++ 21:59 Ein Viertel der Spanier hat Erstimpfung +++
In Spanien hat ein Viertel der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten. Das teilen die Gesundheitsbehörden mit. Rund elf Prozent der Spanier hätten bereits beide Vakzin-Dosen erhalten. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte im vergangenen Monat, er gehe davon aus, dass 70 Prozent der Bevölkerung bis Ende August geimpft würden.

+++ 21:37 Florida hebt alle Corona-Beschränkungen auf +++
In den USA hat jetzt auch der Bundesstaat Florida alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Gouverneur Ron DeSantis verwies zur Begründung auf die Wirksamkeit und Verfügbarkeit von Impfungen. "Wenn Menschen bis jetzt nicht geimpft wurden, dann sicherlich nicht wegen eines Mangels an Angebot", sagte der Republikaner. In dem Bundesstaat im Südosten der USA haben bislang knapp neun Millionen der 23 Millionen Bewohner mindestens eine Impfdosis erhalten. DeSantis hob nun alle örtlich geltenden Notfallverordnungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf. Die Menschen sollten "frei im Bundesstaat Florida leben" und das Leben "genießen", sagte der Gouverneur. Wer jetzt noch Bürgern Vorschriften im Umgang mit dem Virus mache, der "glaubt nicht an Impfungen".

+++ 21:09 Bundesländer melden 8404 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.428.836 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 8404 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 2415 Fälle unter dem Niveau von Montag vergangener Woche (26. April: 10.819 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 22,3 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 132 auf 83.331 und ist somit auch leicht rückläufig. Vor einer Woche hatten die Landesbehörden in der Summe 149 neu registrierte Tote gemeldet.

Der 7-Tage-R-Wert sinkt ebenfalls weiter. Er liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,92). Mitte April lag der 7-Tages-R-Wert noch bei 1,24.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:46 Zahl der Intensiv-Patienten in Frankreich steigt wieder +++
Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Frankreich ist wieder angestiegen. Wie die französischen Gesundheitsbehörden mitteilt, wurden heute 5630 Infizierte auf Intensivstationen behandelt. Binnen 24 Stunden kamen demnach 386 Intensiv-Patienten hinzu. In der vergangenen Woche war ihre Zahl leicht gesunken. Auch die Zahl aller Corona-Patienten, die in Frankreich im Krankenhaus liegen, stieg heute wieder leicht an und liegt nun bei 28.950. Die Inzidenz in Frankreich ist mit rund 300 weiter sehr hoch. Nach einem einmonatigen Lockdown traten am Montag trotzdem Lockerungen der Corona-Auflagen in Kraft. Die Menschen dürfen sich nun tagsüber wieder frei bewegen. Bisher galt eine Zehn-Kilometer-Grenze um die Wohnung für nicht notwendige Fahrten.

+++ 20:18 Gastgewerbe fordert sofortige Öffnung für Geimpfte +++
Das Gastgewerbe fordert die unmittelbare Öffnung. "Wir erwarten, dass jetzt Hotels, Restaurants und natürlich die Außengastronomie für alle Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten geöffnet werden," sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), ntv. Die Branche liege "am Boden" und die Situation werde immer schlimmer, sollte nichts unternommen werden. Auch sei es für viele Unternehmerinnen und Unternehmer eine "mentale Herausforderung" mit den schon über sechs Monate andauernden Schließungen klarzukommen, so Hartges. Die Dehoga-Chefin fügte hinzu: "Die Politik steht jetzt wirklich in der Verantwortung, wieder die Balance herzustellen, was gesundheitspolitisch geboten ist, aber auch für die Gesellschaft und Wirtschaft noch zumutbar ist. Diese Balance ist in den letzten Monaten verlorengegangen."

+++ 20:01 Immer mehr Länder ermöglichen Urlaub für Geimpfte +++
Während der Corona-Pandemie fallen unzählige Reisen ins Wasser. Die vielerorts gut laufenden Impf-Kampagnen geben nun Hoffnung auf eine normale Urlaubssaison. Denn vor allem Geimpften wird mittlerweile häufig die Einreise erleichtert.

+++ 19:23 Moderna sichert Covax 500 Millionen Impfdosen zu +++
Die internationale Corona-Impfstoffinitiative Covax hat einen Vertrag über den Kauf von 500 Millionen Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna abgeschlossen. Die ersten Dosen sollten voraussichtlich im vierten Quartal 2021 geliefert werden, erklärt das Impfbündnis Gavi. Bis Jahresende sollten 34 Millionen Moderna-Dosen zur Verfügung stehen, der Rest solle im kommenden Jahr folgen. Covax will eine faire weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen erreichen. Ziel des Programms ist es, bis zum Ende des Jahres genügend Impf-Dosen zu verteilen, um bis zu 27 Prozent der Bevölkerung in den 92 ärmsten Ländern zu impfen.

+++ 19:02 Großbritannien meldet nur einen weiteren Corona-Toten +++
Großbritannien meldet einen weiteren Todesfall und 1649 Neuinfektionen. Allerdings ist heute ein Feiertag im Königreich, was in der Vergangenheit zu verzerrten Angaben geführt hat.

+++ 18:38 Urteil: Kein Beschäftigungsanspruch für Mitarbeiter mit Masken-Attest +++
Einem mit ärztlichem Attest von der Maskenpflicht befreiten Mitarbeiter darf die Arbeit im Betrieb nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts in Köln verweigert werden. In diesem Fall gilt der Mitarbeiter als arbeitsunfähig, wie das Gericht mitteilt. Ein vorangegangenes Urteil des Arbeitsgerichts in Siegburg wurde somit bestätigt. Geklagt hatte ein Verwaltungsmitarbeiter eines Rathauses, in dem eine Maskenpflicht für Besucher und Beschäftigte gilt.

+++ 18:09 Hunderte Klagen gegen Bundes-Notbremse gehen beim Verfassungsgericht ein +++
264 Verfahren wegen der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes sind bislang beim Bundesverfassungsgericht eingegangen. Wann mit Entscheidungen zu rechnen ist, ist noch unklar. Unter den Klägern sind Anwälte und die Gesellschaft für Freiheitsrechte, aber auch Politiker verschiedener Parteien wie Freie Wähler und FDP. Manche richten sich gegen einzelne Punkte, andere gegen das gesamte Maßnahmenpaket, das Bundesrat und Bundestag beschlossen hatten. Offen ist allerdings auch noch, ob das oberste deutsche Gericht überhaupt der richtige Adressat ist, oder zunächst einmal Verwaltungsgerichte zuständig wären. Umstritten an der zehn Tage zuvor in Kraft getretenen Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes sind vor allem Ausgangsbeschränkungen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr in Regionen, in denen innerhalb einer Woche 100 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen werden. Bundeseinheitliche Regeln sollen einen Flickenteppich verhindern. Doch gerade an der Pauschalität gibt es Kritik.

+++ 17:41 Hygieniker: Schwänzen von Zweit-Impfung ist "hochbedenklich" +++
Die Impfpriorisierung in Deutschland wackelt. Zu früh, meint Hygieniker Dr. Georg-Christian Zinn. Noch gebe es zu viele ungeimpfte Menschen aus Risikogruppen. Auch den verbreitet nachlässigen Umgang mit der Zweitimpfung sieht der Experte sehr kritisch.

+++ 17:15 Novavax will ab Ende 2021 die EU beliefern +++
Der Pharmakonzern Novavax will einem Insider zufolge ab Ende des Jahres die EU mit seinem Impfstoff beliefern. Dies könnte bedeuten, dass noch diese Woche ein Vertrag mit der EU abgeschlossen werden könnte. Der größte Teil der geplanten Lieferung von bis zu 200 Millionen Dosen solle jedoch erst nächstes Jahr erfolgen. Der Vertrag verzögerte sich früheren Angaben eines Insiders zufolge, da Novavax bei der Produktion mit Engpässen bei wichtigen Zulieferungen kämpfte.

+++ 16:46 EMA prüft Biontech-Zulassung ab 12 Jahren +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft einen Antrag der Hersteller Biontech und Pfizer auf eine EU-Zulassung ihres Corona-Impfstoffes auch für Kinder ab zwölf Jahren. Der Antrag sei eingegangen, teilt die EMA mit. Die EMA werde die Studiendaten im Schnellverfahren bewerten. Ein Ergebnis wird für Juni erwartet. Bei einer Zulassung wäre dies der erste Impfstoff in der EU, mit dem auch 12- bis 15-Jährige gegen Covid-19 geimpft werden können. Der deutsche Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten den Antrag bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Auch in den USA wurde die Erweiterung der Zulassung beantragt. Nach einer positiven Empfehlung der EMA muss noch die EU-Kommission zustimmen. Das aber gilt als Formsache. Das Mittel von Biontech/Pfizer ist in der EU und in den USA bisher nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Nach Angaben der Hersteller hatte eine klinische Studie bei 12 bis 15-Jährigen in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt.

+++ 16:20 Unbekannte stehlen in Sachsen Corona-Impfstoff +++
Unbekannte haben aus einer Impfstation in St. Egidien (Landkreis Zwickau) eine Ampulle mit sieben Dosen Corona-Impfstoff gestohlen. Die Diebe hätten am Sonntag einen unbeobachteten Moment ausgenutzt und den Impfstoff des Herstellers Biontech aus einem unverschlossenen Arztzimmer entwendet, teilt die Polizei heute mit. Sie sucht nun mögliche Zeugen, denen im Umfeld der Impfstation Personen aufgefallen sind, die sich verdächtig verhalten haben.

+++ 15:52 Grüne tragen Gleichstellung von Geimpften und Getesteten mit +++
Die Grünen tragen die geplante Gleichstellung von Geimpften und Getesteten bei den Ausnahmen von den Corona-Beschränkungen mit. Der Verordnungsentwurf der Bundesregierung gehe "in die richtige Richtung", sagt Parteichef Robert Habeck. "Das ist sachgemäß, das ist angemessen." Es gebe nur noch ein paar Probleme juristischer Art im Entwurf. Habeck unterstreicht, es gehe nicht um Privilegien, sondern um die Rückgabe zuvor eingeschränkter Freiheitsrechte. "Insofern ist es schon ratsam, ein bisschen auf die zeitliche Tube zu drücken." Die Grünen trügen daher auch das Vorhaben mit, die Verordnung noch in dieser Woche im Bundestag und Bundesrat zu billigen.

+++ 15:24 Oktoberfest wird auch dieses Jahr abgesagt +++
Das Münchner Oktoberfest wird das zweite Jahr in Folge wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Als "das globalste Fest überhaupt" sei die Wiesn erneut nicht machbar, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach einem Gespräch mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Reiter sagt, es habe keinen Sinn ergeben, noch weiter mit einer Entscheidung zu warten. Die Planungen für die diesjährige Wiesn hätten jetzt konkret beginnen müssen. "Für mich persönlich ist das auch keine leichte Entscheidung", so Reiter. Es sei "sehr schade" für die Millionen Fans der Wiesn. Es sei aber auch schade, weil es "existenzielle Auswirkungen" habe für die Menschen, die dort arbeiteten.

+++ 15:10 Dänemark verzichtet auf Impfstoff von Johnson & Johnson +++
Dänemark wird einem Medienbericht zufolge den Impfstoff von Johnson & Johnson nicht einsetzen. Das Vakzin solle in das Impfprogramm des Landes nicht aufgenommen werden, berichtet die Zeitung "B.T." unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise. Es wird erwartet, dass die Gesundheitsbehörden Anfang dieser Woche eine Entscheidung zu dem Impfstoff bekanntgeben.

+++ 14:51 Impfskepsis ist in der EU weiterhin hoch +++
In der Europäischen Union ist die Skepsis gegen eine Corona-Impfung einer Umfrage zufolge nach wie vor verbreitet. 33 Prozent der EU-Bürger wollten sich weder so schnell wie möglich noch in diesem Jahr impfen lassen, sagt der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr. Damit drohe das Ziel einer Herdenimmunität in diesem Jahr verfehlt zu werden. In Deutschland sei der Anteil der Impfskeptiker etwas geringer als im EU-Durchschnitt, so Selmayr unter Berufung auf eine Umfrage unter 27.000 Bürgern, die im Auftrag der EU im Februar und März erhoben wurde. Der EU-Spitzenbeamte warb für Verständnis, falls das EU-weit geplante Zertifikat für Mobilität und Zutritt zu Geschäften und Veranstaltungen nicht von Anfang an zu hundert Prozent funktionieren sollte. Auch Israel, das als Vorbild für den grünen Pass gilt, habe wochenlang mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt.

+++ 14:29 So ist die Pandemie-Lage in anderen Teilen der Welt +++
Seit mehr als zehn Tagen werden in Indien täglich mehrere Hunderttausend neue Coronafälle gemeldet. Krankenhäuser und Krematorien sind überfordert. Doch nicht nur hier, auch in anderen Teilen der Welt ist die Corona-Situation dramatisch. Hoffnung gibt es aus den USA.

+++ 14:03 Lockerungen für Geimpfte sollen schon ab Samstag gelten +++
Mit Blick auf Lockerungen für Geimpfte prescht die Große Koalition vor: Einem Verordnungsentwurf zufolge, der ntv vorliegt, sollen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für vollständig immunisierte Bürger schon ab dem kommenden Samstag wegfallen. Sie müssen keine Negativtests vorlegen, wenn sie etwa ein Geschäft betreten oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen. Außerdem müssen sie nicht in Quarantäne. Sowohl Geimpfte als auch Genesene sollen aber weiterhin verpflichtet werden, einen Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten. Noch im Laufe der Woche soll die Verordnung im Bundestag und Bundesrat zur Abstimmung stehen, damit sie dann am Samstag in Kraft treten kann.

+++ 13:50 DIVI: Zahl der Covid-Intensivpatienten verharrt über 5000 +++
Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-Patienten liegt in Deutschland weiterhin über der Marke von 5000. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) werden derzeit 5011 Fälle auf den Intensivstationen behandelt, 2939 davon mit invasiver Beatmung - elf weniger als am Vortag. Die Zahl der freien Intensivbetten stieg um 36 auf 4084. Das heißt, dass etwa 85 Prozent der Betten auf den Intensivstationen deutscher Kliniken belegt sind.

+++ 13:33 Söder will Schülern ab Juni ein Impfangebot machen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für die Impfung von Schülern ab Juni aus. Dann solle insbesondere den Abschlussklassen ein Angebot gemacht werden, sagt der CSU-Chef. Ziel müsse sein, das nächste Schuljahr gut auf den Weg zu bringen. Sobald der Biontech-Impfstoff ab einem Alter von zwölf Jahren zugelassen sei, seien großflächig Schulimpfungen vorzusehen. "Das wäre genau das richtige, so wie es in meiner Jugend üblich war."

+++ 13:11 Mehr als 40 Gäste auf 70 Quadratmetern - Polizei löst Glaubensfest auf +++
In Hagen (Nordrhein-Westfalen) hat die Polizei eine Feier mit 26 Erwachsenen und 17 Kindern in einer nur 70 Quadratmeter großen Wohnung aufgelöst. Beim Eintreffen einer Streife versuchte ein Teil der Gäste laut Polizei noch, sich in verschiedenen Räumen zu verstecken. Eine Maske trug niemand. Der Wohnungsmieter gab laut Polizei an, dass man ein Glaubensfest feiere. Welches genau, konnten die Beamten nicht sagen. Zu der Feier sei auch Verwandtschaft aus dem Ausland gekommen. Dass so was verboten sei, habe er nicht gewusst, so der 43-Jährige. Alle Erwachsenen bekamen eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung.

+++ 12:50 Ulrichs: Im Sommer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 denkbar +++
Der Epidemiologe Timo Ulrichs hält die Hoffnungen einiger Forscherkollegen, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bis zum Sommer auf 50 sinken könnte, für durchaus realistisch - und sieht sogar noch Potenzial für deutlich darunter liegende Werte. Zu erwarten sei eine ähnliche Entwicklung beim Infektionsgeschehen wie schon im vergangenen Sommer, so Ulrichs im ntv-Interview. Zudem bestehe aber in diesem Jahr durch das Durchimpfen großer Teile der Bevölkerung "die Chance, dass wir dann nicht wieder hochgehen werden, weil das Virus keine Gelegenheit mehr hat, noch an Personen weitergegeben zu werden, die noch keinen Impfschutz haben".

+++ 12:31 Mehr als 28 Prozent der Deutschen sind erstgeimpft +++
In Deutschland sind inzwischen 28,2 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das geht aus dem RKI-Impfquotenmonitoring hervor (Stand: 3. Mai, 12 Uhr). Den vollen Impfschutz haben bislang acht Prozent der Bevölkerung. Den Angaben zufolge wurden am Sonntag 250.114 Impfspritzen gesetzt. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang etwas mehr als 30,1 Millionen Dosen, davon fast 23,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere knapp 6,7 Millionen bei Zweitimpfungen.

+++ 12:15 Hamburg könnte lockern - Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 +++
Hamburg hofft auf erneute Lockerungen: Nach Berechnungen der Stadt ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt erstmals seit Mitte März wieder unter die wichtige Marke von 100 gesunken, ab der die gesetzlich verankerte bundesweite Notbremse greift. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Gesundheitsbehörde bei 98,6. Der Senat will nun am Dienstag darüber beraten, welche Konsequenzen daraus folgen sollen. Laut RKI, das eine andere Berechnung zugrunde legt, liegt die Fallinzidenz in Hamburg schon seit dem 28. April unter 100 - stieg zuletzt aber wieder leicht an. Der Senat orientiert sich aber an den Zahlen der Gesundheitsbehörde.

+++ 12:00 Bericht: Bayern will Grundschulen bis zu Inzidenz von 165 öffnen +++
Bayern plant einem Insider zufolge Erleichterungen für Schüler. So sollen die Grundschulen bis zu einer Inzidenz von 165 geöffnet werden, sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit gilt für Schulen in Bayern Distanzunterricht bei einer Inzidenz von mehr als 100. Ausnahmen gibt es für Abschlussklassen.

+++ 11:42 Österreich öffnet Einzelhandel - Schlangen vor Modeläden in Wien +++
Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich mit 150 etwa genauso hoch ist wie in Deutschland, haben seit heute die Geschäfte und viele Dienstleister in dem Nachbarland wieder geöffnet. Nach rund vierwöchigem Lockdown in den Bundesländern Wien und Niederösterreich dürfen auch dort wieder Kunden empfangen werden. In den restlichen sieben Bundesländern hatte der Handel den Lockdown schon früher beendet. Die Branche hofft auch dank vieler Sonderangebote auf einen vielversprechenden Neustart. Das sei dringend nötig, sagt der Sprecher des Handelsverbands, Rainer Will, dem Sender Oe24. "Jeder zweite Händler hat Existenzängste." Nicht zuletzt vor Modeläden in Wien bilden sich schon jetzt teils lange Warteschlangen.

+++ 11:25 EU-Kommission will Geimpften aus Drittstaaten Einreise erlauben +++
Auch europaweit gewinnt die Debatte um Freiheiten für Geimpfte weiter an Fahrt: Die EU-Kommission schlägt nun vor, Einreisebeschränkungen aus Drittstaaten für nachweislich vollständig gegen Corona geimpfte Menschen aufzuheben. Einreisen dürfen sollten alle, "die die letzte empfohlene Dosis eines in der EU zugelassenen Impfstoffs erhalten haben", erklärt die Brüsseler Behörde. Auch für Reisende aus Ländern "mit einer guten epidemiologischen Lage" sollten demnach keine Beschränkungen mehr gelten.

+++ 11:07 Mazyek: Hohe Fallzahlen in Problemvierteln keine Frage der Herkunft +++
Zuspruch für den Vorschlag, besonders in sozialen Brennpunkten mit hohem Migrantenanteil zu impfen, kommt vom Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Ayman Mazyek. Dem Deutschlandfunk sagte er, es gebe in diesen Vierteln zwar hohe Inzidenzen, diese seien aber nicht mit der kulturellen Herkunft oder der Religion der Menschen zu erklären. Vielmehr spielten Armut und prekäre Arbeits- und Wohnverhältnisse eine Rolle für die starke Ausbreitung des Virus. Mazyek wirbt deshalb dafür, zum Beispiel mit Impfbussen und mehrsprachigen Impfteams aktiv in die armen Wohnviertel der Ballungsgebiete zu gehen, um die Menschen dort zu impfen.

+++ 10:45 Spahn: "Können nicht alle im Juni sofort geimpft werden" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn wiederholt seine Ankündigung, dass die Priorisierung beim Impfen spätestens im Juni aufgehoben werden könne. Wichtig sei aber: "Das heißt nicht, dass dann alle im Juni sofort geimpft werden können." Es werde weiterhin eine gewisse Wartezeit geben, weil man nur so viel impfen könne, wie auch Impfstoff vorhanden sei. "Aber es wird dann flexibler, pragmatischer noch geimpft werden können." Mit Blick auf einen Impfbeginn bei Jugendlichen und Kindern erinnert Spahn daran, dass der Hersteller Biontech/Pfizer für Jugendliche ab 12 Jahren einen Zulassungsantrag bei der EMA gestellt habe. "Ich gehe davon aus, dass der jetzt schnell bearbeitet werden kann und wir dann im Sommer auch die über 12-Jährigen werden impfen können."

+++ 10:30 Corona-Ausbruch auf Spargelhof - Landkreis droht Lockdown +++
Im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) müssen sich die Menschen nach einem Corona-Ausbruch auf einem Spargelhof auf härtere Regeln einstellen. Nach RKI-Angaben liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Region bei 132,7 und damit zum dritten Mal in Folge über der kritischen Marke von 100. Der Landkreis hatte für diesen Fall angekündigt, dass ab Mittwoch zusätzliche Maßnahmen der Bundes-Notbremse sowie die Vorgaben der Corona-Verordnung des Landes gelten sollen. Bei einer Reihentestung auf einem Spargel- und Beerenhof waren 87 Infektionen bestätigt worden, wie der Kreis am Wochenende mitteilte. Insgesamt seien 1011 Menschen untersucht worden. Heute soll es eine erneute Reihentestung in dem Betrieb geben.

+++ 10:03 Brand im Impfzentrum Oberhaching - Termine abgesagt +++
Der Dachstuhl eines Corona-Impfzentrums in Oberhaching in Bayern ist in Flammen aufgegangen. Ob es sich um einen technischen Defekt handelt oder der Brand am Morgen absichtlich gelegt wurde, ist noch unklar. Über Verletzte ist nichts bekannt. Der Impfstoff sei der Polizei übergeben worden, teilt das Landratsamt mit. Die Termine in dem Impfzentrum wurden abgesagt. Die Betroffenen sollen in den nächsten Tagen informiert werden, wann ihr Termin nachgeholt wird. Wahrscheinlich werden die Impfungen von Dienstag an in der Sportschule Oberhaching fortgesetzt.

+++ 09:44 Corona-Lage in den USA entspannt sich weiter +++
In den Vereinigten Staaten entspannt sich die Corona-Lage weiter. Die Fallzahlen gehen zurück, im Schnitt sind es derzeit nach Zahlen der "New York Times", auf die sich ntv.de seit Beginn der Pademie bezieht, landesweit noch rund 49.000 Neuinfektionen pro Tag. Die jüngsten Ausbrüche in den Bundesstaaten Michigan, Minnesota und Illinois scheinen sich abzuschwächen. Die USA sind weltweit das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land mit insgesamt mehr als 32,4 Millionen nachgewiesenen Infektionen und rund 577.000 Todesfällen.

+++ 09:18 Biontech/Pfizer warten seit Monaten auf Zulassung in Indien +++
Biontech und Pfizer werben für die Zulassung ihres Impfstoffs in Indien. Mit der dortigen Regierung würden derzeit Gespräche über ein beschleunigtes Zulassungsverfahren geführt, wie Pfizer-Chef Albert Bourla in einem Beitrag auf der Internetplattform Linkedin erklärt. "Bedauerlicherweise ist unser Impfstoff nicht in Indien zugelassen, obwohl unser Antrag vor Monaten eingereicht wurde." Bourla gibt zugleich eine Arzneimittel-Spende im Wert von mehr als 70 Millionen Dollar bekannt.

+++ 09:00 Hamburg ruft nun auch Supermarkt-Beschäftigte zum Impfen auf +++
In Hamburg sind ab sofort auch die Supermarkt-Beschäftigten zum Impfen aufgerufen. Damit könnten rund 21.000 weitere Personen ab sofort Termine für eine Corona-Schutzimpfung vereinbaren, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Die Beschäftigten des Lebensmitteleinzelhandels sind Teil der sogenannten Priorisierungsgruppe 3, die bislang noch nicht vollständig zum Impfen aufgerufen wurde. Trotz intensiver Diskussionen um eine Freigabe der Priorisierung hält Hamburg an der nach Gefährdung festgelegten Reihenfolge fest. Im Sommer werde es aber auch in der Hansestadt ein Impfangebot für alle geben. "Wir sind jetzt auf den letzten Metern der Impfpriorisierung", so Sozialsenatorin Melanie Leonhard. "Trotzdem sollten wir klar vor Augen behalten: Diese Priorisierung ist kein politischer Kompromiss, sondern eine Empfehlung von unabhängigen Wissenschaftlern und Ärzten."

+++ 08:46 Esken: Keine offenen Restaurants und Hotels nur für Geimpfte und Genesene +++
SPD-Co-Chefin Saskia Esken befürwortet die geplante Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen für geimpfte und genesene Menschen. Das sei "ein logischer Schritt und auch ihr gutes Recht", so Esken im "ntv Frühstart". Ein entsprechender Gesetzentwurf soll am Mittwoch dem Bundeskabinett vorliegen. Geplant ist, dass für Geimpfte und Genesene keine Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen mehr gelten sollen. "Sie sollen alle Rechte haben, die auch frisch Getestete haben", sagt Esken. "Wenn sie einen Laden betreten möchten, wo eigentlich ein Test verlangt wird, dann sollten sie als Geimpfte nicht noch einen Test machen müssen." Auf die Frage, ob für geimpfte und genesene Menschen auch Hotels und Gaststätten wieder öffnen sollten, verweist sie auf den Stufenplan der Bundesnotbremse. "Wir werden nicht Gaststätten und Hotels für einzelne Menschen öffnen. Das macht auch gar keinen Sinn."

+++ 08:32 Inzidenz in Schleswig-Holstein könnte bald unter 50 liegen +++
Im Ländervergleich macht sich vor allem der deutliche Abwärtstrend bei den Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen bemerkbar (158,5). Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Bundesland noch bei 186,8 gelegen. In Schleswig-Holstein könnte die Inzidenz bald sogar unter die frühere "Obergrenze" von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche fallen. Derzeit liegt das nördlichste deutsche Bundesland bei 58. Unverändert ernst ist die Lage hingegen in Thüringen (221,1) und Sachsen (215,5), die beide bereits über einer 200er-Inzidenz liegen. Auch in Baden-Württemberg (184,6) zieht das Fallaufkommen an.

+++ 08:11 Mehr als 104 Millionen US-Bürger vollständig geimpft +++
In den USA sind inzwischen 104,77 Millionen Menschen vollständig geimpft. Das teilt die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Rund 147 Millionen Menschen hätten bis Sonntag mindestens eine Impfdosis erhalten. Insgesamt seien mehr als 245,5 Millionen Dosen verabreicht worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen.

+++ 07:55 Inzidenz über 500 - Super-Hotspot liegt erneut in Thüringen +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun wieder der thüringische Saale-Orla-Kreis die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts zufolge liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen dort bei 574,0. Er ist damit der einzige Kreis im Bundesgebiet, der über der 500er-Schwelle liegt. Auch über 400 gibt es keine weitere Region in Deutschland. Mit einer Inzidenz von 370,9 kommen Mittelsachsen und der Erzgebirgskreis (Sachsen, 342,4) an zweiter und dritter Stelle. Unter den zehn Super-Hotspots liegen insgesamt drei Kreise in Thüringen und drei in Sachsen. Die bundesweit geringste Sieben-Tage-Inzidenz hat laut RKI mit 33,7 weiterhin der Landkreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

+++ 07:36 DIVI-Chef: "Bundes-Notbremse hat viele Tausend Leben gerettet" +++
Die deutschen Intensivmediziner ziehen angesichts sinkender Infektionszahlen eine erste positive Bilanz der bundesweiten Notbremse. "Wir sind zuversichtlich, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sinken wird - und das hängt dann unmittelbar mit den Maßnahmen der Bundes-Notbremse, wie aber auch dem deutlichen Fortschritt beim Impfen zusammen", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". Das rückläufige Infektionsgeschehen werde auf den Intensivstationen in einer Woche sichtbar, "davon sind wir überzeugt", so Marx weiter. "Die Bundes-Notbremse hat aus unserer Sicht also viele Tausend Menschenleben retten können."

+++ 07:11 Zulassung für Covid-Medikament aus Braunschweig noch 2021? +++
Das Braunschweiger Startup Corat Therapeutics hält einen Antrag auf vorläufige Zulassung eines Medikaments gegen Covid-19 noch 2021 für möglich. Die aktuelle Entwicklung könne zur Beantragung einer Notfallzulassung Ende des Jahres führen, sagt der wissenschaftliche Leiter der Firma, André Frenzel. Vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen den Beginn von klinischen Tests mit dem Wirkstoff an Patienten in Krankenhäusern vermeldet. Das Medikament "Cor-101" soll moderat bis schwer erkrankten Covid-19-Patienten helfen. "Wir entwickeln explizit für die hospitalisierten Menschen im Krankenhaus, weil es denen am schlechtesten geht", so Frenzel. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hatte Mitte April erklärt, dass die Entwicklung des Corona-Medikaments künftig vom Bund gefördert werden soll.

+++ 06:47 NRW-Verfassungsschützer: "Querdenker" werden bleiben +++
NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier glaubt nicht, dass sich die "Querdenker"-Bewegung nach der Corona-Pandemie zerstreuen wird. "Es muss damit gerechnet werden, dass die aktuelle Anti-Corona-Bewegung sich jederzeit auch ein anderes Vehikel suchen wird, um die demokratiefeindliche und sicherheitsgefährdende Haltung gegenüber Staat und demokratisch legitimierten Einrichtungen und Institutionen zu zeigen", sagt er der "Kölnischen Rundschau". Er warnt davor, dass Rechtsextremisten die Corona-Proteste weiter instrumentalisierten. Ihre Versuche, das Vertrauen in die demokratische Ordnung zu erschüttern, stießen zunehmend auf Sympathie bei Gegnern der Corona-Maßnahmen, deren Skepsis "sich mehr und mehr zu einer demokratiefeindlichen und sicherheitsgefährdenden Haltung" wandele.

+++ 06:20 Ärztepräsident: Krise legt Schwächen im System offen +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht als Lehre aus der Corona-Krise großen Verbesserungsbedarf von Notfallplänen bis zur Pflege - aber auch eine Warnung vor zusätzlichem Kostendruck. "Wir brauchen eine kritische Analyse der jetzt zu Tage getretenen Schwächen", sagt der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. "Der Wert des Gesundheitswesens ist in der Krise aber sehr deutlich geworden." Daran sollte man sich erinnern, wenn wieder Debatten darüber geführt würden, wie Strukturen ausgedünnt und auf reine Kosteneffizienz getrimmt werden sollten. Lehren aus dem Corona-Krisenmanagement sind ein Thema des Deutschen Ärztetages, der am Dienstag beginnt.

+++ 05:58 Indien meldet erneut knapp 370.000 Fälle +++
In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 368.147 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag hatte das Land erstmals über 400.000 Fälle und damit einen weltweiten Höchstwert registriert. Insgesamt haben sich mehr als 19,93 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 3417 auf 218.959. Indien, wo mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben, wird seit Ende Februar von einer zweiten Corona-Welle mit mehreren Virus-Varianten heimgesucht.

+++ 05:36 RKI registriert 9160 Neuinfektionen und 84 neue Todesfälle +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9160 Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.05 Uhr wiedergeben. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Montag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.907 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 neue Todesfälle verzeichnet.

+++ 04:57 UKE: Vermehrt Schwangere auf Intensivstationen +++
Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgen Intensivmediziner zunehmend an Covid-19 erkrankte Schwangere. Allein in den vergangenen zwei Wochen habe es fünf solcher Fälle gegeben, sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge. "Diese Fälle sind besonders dramatisch. Wir sollten in Deutschland unbedingt auch Schwangere impfen." Das sei auch die Einschätzung im Kollegenkreis. Schwangere hätten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn sie sich mit Sars-CoV-2 infizieren. Bei ihnen sei das Immunsystem generell etwas herabgesetzt und die Sauerstoffaufnahme reduziert.

+++ 04:03 Hans will Kontaktbeschränkungen von Geimpften aufheben +++
Saar-Ministerpräsident Tobias Hans drängt auf rasche Ausnahmen für Geimpfte und Genesene von den Corona-Maßnahmen. "Vollständig Geimpfte und von Corona Genesene von privaten Kontakt- und nächtlichen Ausgangsbeschränkungen auszunehmen, halte ich für vernünftig und rechtlich auch geboten", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wenn wissenschaftlich nachgewiesen sei, dass von ihnen keine besondere Gefahr mehr für andere ausgehe, "dann müssen wir diesen Menschen ihre im Grundgesetz verbrieften Freiheitsrechte auch wieder zurückgeben." Die weitgehenden Grundrechtseinschränkungen dürfen kein Dauerzustand werden.

+++ 02:58 Städte- und Gemeindebund fordert Öffnungsplan +++
Der Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der rückläufigen Zahl der Neuinfektionen von der Bundesregierung einen langfristigen Öffnungsplan. "Nach über einem Jahr Pandemie ist das Motto 'Wir fahren auf Sicht' kaum noch vermittelbar. Langfristige Perspektiven - wenn auch unter Vorbehalt sinkender Infektionszahlen - sollten jetzt auf den Weg gebracht werden", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in der "Rheinischen Post". "Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Wir können hoffen, dass wir die dritte Welle bald überwunden haben. Mit immer mehr geimpften Personen wird im Sommer mehr Normalität möglich sein."

+++ 02:04 Erstimpf-Stopp mit Biontech in Praxen droht +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt vor einem Stopp der Erstimpfungen mit Biontech in den Praxen. "Die vom Bundesgesundheitsministerium für Mai angekündigten Mengen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer reichen nicht aus, um damit ab Mitte des Monats Erstimpfungen in nennenswertem Umfang in den Praxen durchführen zu können", erklärt KBV-Chef Andreas Gassen in einer Mitteilung an die Praxen, die der "Rheinischen Post" vorliegt. "Grund hierfür ist, dass ab diesem Zeitpunkt die erforderlichen Zweitimpfungen mit diesem Impfstoff erfolgen."

Thomas Preis, der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, bestätigt den Notstand: "In der Woche nach Ostern konnten die Arztpraxen zum ersten Mal etwa eine Million Biontech-Dosen verimpfen", sagt er der Zeitung. "Ab der zweiten Maiwoche wird dann die zweite Impfung fällig. Da aber jetzt insgesamt nur 1,3 Millionen Biontech-Dosen bereitgestellt werden können, werden nicht mehr so viele Erstimpfungen stattfinden können wie bisher."

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+++ 01:34 Tourismusbeauftragter erwartet Inlandsreisen ab Juni +++
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, setzt auf Inlandsreisen ab Juni. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass Urlaubsreisen bei uns ab Juni in immer mehr Regionen möglich werden. Wichtig ist, dass der Bundes-Lockdown nicht über den 30. Juni hinaus verlängert wird", sagt er in der "Bild"-Zeitung . Hotels und Restaurants hätten gute Sicherheitskonzepte aufgestellt. Außerdem werden "bis Ende Juni so viele Impfdosen ausgeliefert sein, dass es theoretisch jedem Bundesbürger für die Erstimpfung reicht". Skeptisch äußerte sich Bareiß in dem Bericht zu Reisen über Pfingsten: "Das wird in vielen Urlaubsregionen leider wieder ins Wasser fallen."

+++ 00:49 Justizministerin hält Einschränkung bei Restaurants weiter richtig +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält es weiter für geboten, dass das Recht auf die Öffnung von Restaurants in der Corona-Krise eingeschränkt wird. "Das wird für eine kurze Übergangszeit noch gerichtsfest sein", sagt die SPD-Politikerin am Sonntagabend in der ARD. Lambrecht bekräftigt erneut, dass Geimpfte und Genesene sich aber künftig nicht mehr an Ausgangssperren und Kontaktauflagen halten sollen. Dazu diene die geplante Verordnung der Bundesregierung.

+++ 00:01 Virologe warnt vor mehr Rechten für Geimpfte: "Gibt Restrisiko" +++
Der Virologe Michael Stürmer warnt vor den Plänen der Bundesregierung, Geimpften das Recht zu geben, sich nicht mehr an Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen halten zu müssen. Es gebe ein Restrisiko, dass sich Geimpfte infizieren und andere anstecken können, sagt Stürmer in der ARD. "Wir müssen Kontakte weiterhin reduzieren", fügt er mit Blick auf Vorschläge des Bundesjustizministeriums hinzu.

+++ 23:19 Söder: Werden ab Juni für Impfen werben müssen +++
CSU-Chef Markus Söder begründet die diskutierten Ausnahmen für Geimpfte bei Grundrechtseinschränkungen auch damit, dass man künftig Menschen davon überzeugen müsse, sich impfen zu lassen. "Wir werden Ende Mai, Anfang Juni in eine Situation bekommen, für das Impfen werben zu müssen", sagt er in der ARD. Dabei seien die Sonderregeln für Geimpfte und Genesene dann ein Anreiz zum Impfen.

+++ 22:24 Hamburger Behörde kündigt Schnelltest-Kontrollen in Betrieben an +++
Die auch für den Arbeitsschutz zuständige Hamburger Justiz- und Verbraucherschutzbehörde hat Kontrollen der in Betrieben vorgeschriebenen Corona-Schnelltestmöglichkeiten angekündigt. Bis zum 18. Juni sollen mindestens 400 Betriebe überprüft werden, sagt Senatorin Anna Gallina von den Grünen. "Die Betriebe sind verpflichtet, allen Beschäftigten, die nicht im Homeoffice sind, mindestens zweimal pro Woche ein Testangebot zu machen." Überprüft würden Betriebe, die aufgrund der Art der Tätigkeiten gar keine oder nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben, ihren Mitarbeitern Homeoffice anzubieten. Vor der Überprüfung werde es eine schriftliche Abfrage geben, anschließend fänden dann unangemeldete Kontrollen statt.

+++ 21:55 Zuschauer fragen Experten: Warum gilt im ÖPNV strengere Maskenpflicht als im OP? +++
Im Corona-Spezial beantwortet ntv-Moderatorin Nina Lammers zusammen mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 21:18 Frankreich lockert ab Montag erste Corona-Auflagen +++
Frankreich lockert ab morgen seine Corona-Auflagen: Wie von Präsident Emmanuel Macron angekündigt, dürfen sich die Bürger erstmals seit Inkrafttreten des Lockdowns vor einem Monat tagsüber wieder frei bewegen. Bisher galt eine Zehn-Kilometer-Grenze um die Wohnung für nicht notwendige Fahrten. Zudem kehren Mittelschulen und Gymnasien überwiegend zum Präsenzunterricht zurück. Kitas und Grundschulen sind bereits seit einer Woche geöffnet. Ab dem 19. Mai ist unter anderem die Öffnung von Außengastronomie und Kulturstätten geplant. Die nächtliche Ausgangssperre soll dann später beginnen - statt bisher 19 Uhr um 21 Uhr. Die Lockerungen sind umstritten, die Inzidenz in Frankreich ist mit rund 300 weiter sehr hoch. Die Regierung setzt deshalb auf mehr Impfungen.

+++ 20:52 Gemeldete Neuinfektionen gemessen an der Einwohnerzahl: Die meisten aktiven Fälle gibt es in Sachsen +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen fünf Bundesländer trotz des Wochenend- und Feiertagseffekts vierstellige Zuwächse. Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 3828 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (2618), Baden-Württemberg (1402), Niedersachsen (1363) und Hessen (1205). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Thüringen an diesem Sonntag das Land mit dem deutlich größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Der Freistaat verzeichnet 26,7 neue Fälle je 100.000 Einwohner. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner gibt es in weiterhin in Sachsen mit 485. Dahinter folgen Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, NRW und Hessen, die ebenfalls alle über der 400er Schwelle liegen.

+++ 20:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 13.784 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.420.432 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 13.784 neue Fälle hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs liegt deutlich unter den Sonntagswerten von vor sieben Tagen (25.04.: 16.861 neue Fälle). Zu berücksichtigen ist allerdings der sogenannte Wochenendeffekt, der gestern um einen Feiertagseffekt verschärft worden ist: An Samstagen und Sonntagen haben weniger Arztpraxen geöffnet, weniger Menschen gehen zum Arzt, Labore und Gesundheitsämter arbeiten im eingeschränkten Betrieb. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 106 auf 83.208. Als aktuell infiziert gelten rund 307.045 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag: 0,94). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,92 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5029 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2950 davon werden beatmet. Rund 4048 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die vorangegangenen Entwicklungen des 2. Mai 2021 lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, hny/jug/ino/dpa/AFP/rts

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