Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:38 Behördenchefin warnt: "Junge Menschen nicht unverwundbar"

Kanadas Gesundheitsbehörden haben junge Erwachsene explizit vor der Annahme gewarnt, dass die Corona-Pandemie sie nicht betreffe. In der vergangenen Woche seien mehr als 60 Prozent der Neu-Infektionen bei Menschen unter 39 Jahren aufgetreten, erklärte die Behördenchefin Theresa Tam. Von ihnen habe etwa ein Drittel ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. "Junge Menschen sind nicht unverwundbar", sagte Tam. In Kanada haben sich bisher mehr als 113.000 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt, 8900 von ihnen starben.

+++ 22:52 Marokko reagiert sofort auf Fallanstieg +++
Nach einer sprunghaften Zunahme der Fälle in den letzten 24 Stunden riegelt Marokko ab Mitternacht mehrere Städte ab, darunter Casablanca. Das teilen Innen- und Gesundheitsministerium mit. Am Sonntag wurden 633 neue Infektionen verzeichnet, einer der größten Anstiege bislang. Insgesamt sind 20.278 Fälle und 313 Tote registriert.

+++ 22:02 Lindner: Testpflicht für Rückkehrer, Kosten selbst tragen +++
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner verlangt für Rückkehrer aus Risiko-Urlaubsgebieten eine Corona-Testpflicht - und die Kosten sollten die Reisenden selbst tragen. "Verbindliche Tests für Menschen an Flughäfen dürfen kein Tabu sein", sagt Lindner im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und: "Wer sich in ein Risikogebiet freiwillig begibt als Tourist, der wird damit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt." Dies sei für ihn "eine Frage der der Eigenverantwortung".

+++ 21:31 Bayern kündigt Testoffensive auf Höfen an +++
Die bayerische Landesregierung plant eine "Testoffensive", um den Ausbruch in einem Agrarbetrieb im Landkreis Dingolfing-Landau einzudämmen. "Bisher scheint es lokal eingrenzbar zu sein", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml bei einer Pressekonferenz.

Schwerpunkte der Tests sollen zunächst Höfe in der Umgebung sein. Es sollen aber auch andere größere Höfe im Freistaat getestet werden. Auf einem Bauernhof im niederbayerischen Mamming waren 174 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Fast 500 Menschen stehen deswegen unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen.

+++ 20:48 Pleitewelle: Bundesagentur bereitet Mitarbeiter auf Insolvenzgeld-Anträge vor +++
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bereitet sich bereits auf eine mögliche Insolvenzwelle im Herbst vor. "Wird es deutlich mehr Insolvenzen geben als im Vorjahr? Die Einschätzungen gehen auseinander", sagt der zuständige Vorstand Daniel Terzenbach in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber wir wappnen uns für den Fall des Falles und schulen schon jetzt unsere Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen für das Bearbeiten von Anträgen auf Insolvenzgeld." Noch seien die Zahlen unauffällig, sagte Terzenbach.

+++ 20:09 US-Polizei weigert sich Maskenpflicht durchzusetzen +++
Im US-Bundesstaat Arkansas weigert sich ein Polizeibezirk, die von Gouverneur Asa Hutchinson angeordnete Maskenpflicht durchzusetzen. Er sei der Meinung, dass die Gefahr übertrieben dargestellt werde, sagte Lang Holland, der Polizeichef der Kleinstadt Marshall, der Nachrichtenagentur AP. Er werde auch die anderen Polizisten nicht anweisen, eine Maske zu tragen. "Alles, was ich sage, ist, dass jeder frei entscheiden kann, ob er eine Masken tragen will oder nicht", erklärte sich der Polizeichef weiter. "Der Staat ist kein Babysitter, der das vorschreiben sollte." Holland gehört zu einer ganzen Reihe lokaler Polizeichefs, die sich weigern, die Maskenpflicht in ihren Bundesstaaten durchzusetzen. Gesundheitsexperten in den USA fürchten, dass diese Haltung eine Eindämmung des Coronavirus verhindern könnte.

+++ 19:27 Missbrauch von Kurzarbeit: Bundesagentur prüft 900 Verdachtsfälle +++
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht rund 900 Verdachtsfällen auf Missbrauch beim Kurzarbeitergeld nach. "Das ist bei mehr als 880.000 Unternehmen, die Kurzarbeit angezeigt haben, extrem wenig", sagt der zuständige Vorstand Daniel Terzenbach in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zu Beginn der Krise hätten plötzlich sehr viele Unternehmen Kurzarbeit beantragt, da habe die BA schnell reagieren müssen. Normalerweise dauere die Prüfung bis zu drei Wochen. "So viel Zeit stand uns in dieser heißen Phase nicht zur Verfügung. Umso genauer werden wir uns die Schlussabrechnungen anschauen. Es wird sicher noch einiges nachkommen. Wir sind da nicht naiv und haben einen langen Atem." Hinweise auf Missbrauch kämen oft von den betroffenen Mitarbeitern oder Gewerkschaften.

+++ 18:56 Spanien: Womöglich 60 Prozent mehr Tote als bekannt +++
Die Zahl der Corona-Toten könnte in Spanien womöglich 60 Prozent höher liegen als die offiziell angegebene Zahl von 28.342 Toten. Das berichtet die spanische Tageszeitung "El Pais". Sie beruft sich darauf, dass die spanischen Behörden nur Menschen mit einem positiven Testergebnis als Corona-Tote erfassen. Verdachtsfälle, bei denen kein Test durchgeführt wurde, werden ignoriert. Vor allem am Anfang des spanischen Ausbruchs, als nur wenige Testkapazitäten vorhanden waren, könnten deshalb viele Corona-Opfer übersehen worden sein. Die Zeitung kommt nach ihrer Auswertung zu dem Schluss, dass in Spanien bereits 44.868 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind. Das würde den spanischen Ausbruch hinter Großbritannien zum zweitschlimmsten Europas machen.

+++ 18:15 Ausbruch im Spätaussiedler-Lager: Kritik am Bund +++
Ein Corona-Ausbruch unter Spätaussiedlern im Grenzdurchgangslager im niedersächsischen Friedland verursacht parteiübergreifende Kritik am Bundesinnenministerium. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, fordern die Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (Grüne), Thomas Oppermann (SPD) und Konstantin Kuhle (FDP) das Ministerium auf, die Praxis beim Zuzug zu ändern. Unter anderem sprechen sich die Parlamentarier, in deren Wahlkreis Friedland liegt, für Tests für Spätaussiedler bereits am Frankfurter Flughafen aus. Bereits Anfang Juli hatte der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD) mit einem Aufnahmestopp gedroht, sollten Bund und Land nicht helfen. Am 2. Juli hatte es 61 Infizierte in dem Lager gegeben, die überwiegende Mehrzahl waren Spätaussiedler. Zuwanderer mit deutschen Wurzeln aus der ehemaligen Sowjetunion dürfen legal nach Deutschland einreisen - seit Beginn der Pandemie machten davon dem Zeitungsbericht zufolge vor allem Menschen aus Kasachstan Gebrauch.

+++ 17:40 Houston: Mehr Tote im Juli als in vier vorherigen Monaten zusammen +++
Auch in der texanischen Millionenmetropole Houston schlägt das Coronavirus inzwischen mit voller Wucht zu: Nach Angaben von Bürgermeister Sylvester Turner starben im Juli mehr Menschen nach einer Infektion mit dem Virus als in den vier vorherigen Monaten zusammen. "Wir haben 386 nachgewiesene Todesfälle in der Stadt, von denen 151 im Juli gemeldet wurden", sagt Turner. "Im Juli sind mehr Menschen gestorben als in März, April, Mai und Juni zusammen." Die Entwicklung deckt sich mit den Ansteckungszahlen: Nachdem Houston im Mai 3700 Infektionen nachweisen konnte, waren es im bisherigen Juli bereits mehr als 20.000.

+++ 17:06 Tui streicht Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland +++
Tui streicht nach der britischen Quarantäne-Ankündigung von Montag an seine Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland. Es handele sich um sieben bis acht Flüge pro Woche voraussichtlich bis zum 9. August, sagt ein Sprecher des Reiseveranstalters. Die Kanarischen Inseln und die Balearen würden aber weiter angeflogen. "Rückflüge von Spanien nach Großbritannien finden ganz normal statt", heißt es weiter. Für deutsche Reisende gebe es keine Auswirkungen.

+++ 16:21 Südkorea will Ausländern Behandlung in Rechnung stellen +++
In Südkorea müssen Ausländer für eine notwendige Corona-Behandlung künftig womöglich selbst aufkommen. Das habe Premierminister Chung Sye Kyun angesichts der stark steigenden Zahl ausländischer Patienten in südkoreanischen Krankenhäusern angekündigt, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap. "Ausländische Patienten werden die Behandlung ganz oder teilweise bezahlen müssen - abhängig von unseren diplomatischen Beziehungen zu ihrem Herkunftsland", sagte Chung demnach. Südkorea hatte am Samstag 113 Neuinfektionen registriert und damit so viele wie fast seit vier Monaten nicht mehr. Mindestens 36 davon waren russische Fischer, die im südkoreanischen Busan angelegt hatten. Von den 58 Fällen, die am Sonntag hinzugekommen sind, wurden 46 ebenfalls von Ausländern eingeschleppt.

+++ 15:33 3000 Feiernde: Berliner Polizei löst Party im Park auf +++
Die Berliner Polizei hat vergangene Nacht eine riesige illegale Party aufgelöst. Die "B.Z." und die "Berliner Zeitung" berichten, dass sich etwa 3000 Menschen im Volkspark Hasenheide im Bezirk Neukölln getroffen hätten. Um kurz nach 23 Uhr hätten sich erste Anwohner über den Lärm beschwert. Nach Angaben der "B.Z." sollen die Feiernden die Polizei aber nicht ernst genommen haben. Erst nachdem mehrere Hundertschaften und Diensthunde hinzugerufen worden seien, habe man gegen 2.30 Uhr durchgreifen können, heißt es. Um 4.30 Uhr sei der Großteil des Parks schließlich geräumt gewesen. Die Berliner Clubs sind seit Monaten wegen der Ausbruchsgefahr geschlossen. Im Freien sind Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Anwesenden bis einschließlich 31. August verboten.

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Im Volkspark Hasenheide haben Party-Gänger schon Anfang Juli mit professionellem Equipment gefeiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 15:03 Australien erlebt bisher tödlichsten Tag +++
Australien hat am Sonntag so viele Corona-Tote gemeldet wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Zehn Menschen zwischen 40 und 80 Jahren seien binnen 24 Stunden an den Folgen einer Coronavirus-Infektionen gestorben, teilte der Regierungschef des stark betroffenen Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews, mit. Außerdem seien in Victoria 459 neue Ansteckungsfälle hinzugekommen nach 357 am Samstag.

Australien hatte das Virus im April zunächst erfolgreich eingedämmt und die Corona-Regeln im ganzen Land gelockert. Victoria ist wegen des erneuten Ausbruchs derzeit weitgehend vom Rest des Landes abgeriegelt. In der größten Stadt des Bundesstaats, Melbourne, gelten inzwischen wieder Ausgangsbeschränkungen und eine Maskenpflicht.

+++ 14:35 Madrid widerspricht London: Epidemie unter Kontrolle +++
Das spanische Außenministerium besteht darauf, dass die Corona-Epidemie im Land unter Kontrolle ist. Die Krankenhäuser kämen gut mit den steigenden Infektionszahlen zurecht, heißt es aus dem Ministerium. Die Ausbrüche in Katalonien und Aragonien sollten bald eingedämmt sein.

Knapp einen Monat, nachdem die Regierung in Madrid den Corona-Notstand für beendet erklärt und die strenge Ausgangssperre wieder aufgehoben hatte, ziehen die Infektionszahlen in einzelnen Regionen des Landes wieder an. Virologen machen vor allem das Nachtleben für die neuerliche Ausbreitung verantwortlich. Die britische Regierung hatte deshalb am Samstag beschlossen, dass Spanien-Urlauber nach ihrer Rückkehr zwei Wochen in Quarantäne müssen.

+++ 14:03 Tschechien lässt Techno-Fans feiern +++
Trotz der Corona-Pandemie haben Techno-Fans in Tschechien eine dreitägige Party gefeiert. Zum Abschluss der Veranstaltung kamen noch einmal rund 900 Menschen auf einem Feld rund 60 Kilometer südlich von Prag zusammen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Am Samstag hatten sich sogar rund 2000 Teilnehmer versammelt, darunter auch Hunderte Ausländer aus Nachbarländern wie Deutschland und Österreich. Die Polizei ließ die Partygänger gewähren, obwohl die Aktion nicht bei den Behörden angemeldet war. "Niemand will ein zweites CzechTek", sagte Innenminister Jan Hamacek zur Begründung. Im Jahr 2005 war die Technoparty CzechTek gewaltsam aufgelöst worden. Dabei wurden Dutzende Menschen verletzt. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen lag in Tschechien am Samstag mit 131 wieder niedriger als an den Vortagen, wie das Gesundheitsministerium bekanntgab. Bisher starben 368 Menschen.

+++ 13:49 Iran: Corona-Lage "gar nicht gut" +++
Die Führung in Teheran bereitet die Öffentlichkeit auf eine lang anhaltende Dauerkrise und zahlreiche Pandemie-Todesfälle vor. Vizegesundheitsminister Iradsch Harirchi zeichnete zudem ein düsteres Bild der Lage: "Fast das ganze Land ist wegen Corona im Rot-Status (Alarmzustand), und die Lage ist gar nicht gut", sagte Harirchi laut Nachrichtenagentur Isna. Wenn die Bürger die Hygienevorschriften nicht einhielten, werde das Land weiterhin im Durchschnitt 200 Todesfälle am Tag registrieren müssen. Allein in den letzten 24 Stunden starben 216 Covid-19-Patienten. Die Zahl der Toten liegt aktuell bei 15.700, die der bisher nachgewiesenen Infektionen bei 291.172.

+++ 13:15 Luxemburg bleibt weit über der Obergrenze +++
Im Infektionsgeschehen in Luxemburg ist weiter keine Trendwende zu erkennen. Gemessen am Fallaufkommen in der Bevölkerung verzeichnet die europäische Gesundheitsbehörde ECDC sogar eine leicht steigende Tendenz. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Luxemburg derzeit bei 127,1 Neuinfektionen der letzten Tage je 100.000 Einwohnern (Vortag: 125,6). Damit bewegen sich die Fallzahlen im Herzogtum weiter deutlich über der in Deutschland gültigen Obergrenze.

Für das Nachbarland im Westen gilt weiterhin eine kategorische Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle in Luxemburg stieg zuletzt auf 6189 infizierte Personen. 112 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion in Luxemburg gestorben. Nach Angaben der luxemburgischen Behörden wurden seit Beginn der Pandemie in dem Land bereits fast 395.000 Menschen getestet. In dem EU-Staat leben insgesamt weniger als 630.000 Einwohner.

+++ 12:22 WHO verzeichnet mehr als 280.000 Neuinfektionen +++
Die Coronavirus-Pandemie breitet sich außerhalb Europas mit zunehmender Geschwindigkeit aus. Noch nie seit Beginn des Ausbruchs Coronavirus-Pandemie registrierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) so viele Neuinfektionen binnen 24 Stunden wie an den beiden zurückliegenden Tagen. Bis Freitagabend registrierte die WHO die Rekordzahl von 284.196 neu nachgewiesenen Fällen. Am Samstagabend lag der Tageszwuachs mit 284.083 nur knapp darunter. Mit Abstand die meisten Ansteckungen verzeichneten demnach die USA mit rund 72.000 neuen Fällen und Brasilien mit fast 60.000. Aus Indien wurden fast 49.000 Neuinfektionen gemeldet, aus Südafrika etwa 14.000.

+++ 11:47 Corona-Warn-App bekommt iOS-Update +++
Für die deutsche Corona-Warn-App gibt es jetzt auch ein Update für das iPhone. Entwickler stellten am Wochenende ein überarbeitete Version im Apple Store bereit. Dadurch sollten die Aktualisierungsprobleme auch unter iOS behoben sein, hieß es. Nutzer der Corona-App sollten sich die Version 1.1.2. herunterladen, wie Deutsche Telekom und SAP mitteilten. Zuvor hatten die Entwickler bereits ein Update für Handys der Hersteller Samsung und Huawei mit Android-Betriebssystem bereitstellen müssen. Auch bei diesen gab es ein Aktualisierungsproblem.

+++ 11:29 Österreich testet am Wolfgangsee +++
Im österreichischen Touristenort St. Wolfgang steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter an. Am Wochenende wurden 44 weitere Fälle bestätigt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Behörden des Bundeslands Oberösterreich berichtete. Unter den Infizierten seien Mitarbeiter von einer ganzen Reihe von Tourismus-Betrieben, hieß es. Bislang sei aber nur ein Urlauber betroffen. Die Behörden hatten in dem Ort am Wolfgangsee im oberösterreichischen Salzkammergut im Laufe des Samstags 628 Abstriche genommen. Getestet wurden Mitarbeiter von Tourismus-Betrieben, Gäste und Einheimische. Bis Samstagabend wurden 258 Tests ausgewertet. Die restlichen Testergebnisse sollten am Sonntagnachmittag vorliegen.

+++ 11:20 Russland zählt weniger Neuinfektionen +++
In Russland ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle offiziellen Daten aus Moskau zufolge in den vergangenen 24 Stunden um 5765 angestiegen. Die Gesamtzahl der Infizierten kletterte damit auf 812.485, wie das russische Krisenzentrum mitteilte. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben bei 13.269. Insgesamt entwickeln sich die Fallzahlen in Russland leicht rückläufig. Seit Tagen liegt die Anzahl der neu gemeldeten Fälle deutlich unter 6000. Anfang Juli waren pro Tag im Schnitt noch rund 6500 Ansteckungen hinzugekommen.

+++ 10:48 Belgien verschärft Maskenpflicht +++
In Belgien sind wegen steigender Covid-19-Fallzahlen neue Maßnahmen in Kraft getreten. Seit Samstag muss auch auf Märkten, in Einkaufsstraßen und öffentlichen Gebäuden eine Maske getragen werden. Zudem werden in gastronomischen Betrieben die Kontaktinformationen der Gäste für 14 Tage gespeichert. Eine Maskenpflicht gilt dort auch, allerdings nicht, wenn die Besucher an einem Tisch sitzen. Die Zahl der entdeckten Corona-Infektionen stieg in Belgien zuletzt wieder deutlich an. So wurden im Zeitraum zwischen dem 16. und 22. Juli täglich rund 255 neue Covid-19-Fälle gezählt, was im Vergleich zu den sieben Tagen davor einem Anstieg um 71 Prozent entspricht. Auf 100.000 Einwohner kamen knapp 25 neue Fälle. Die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Infektionen beläuft sich in Belgien mittlerweile auf mehr als 65.700, die Zahl der Toten wurde zuletzt mit 9821 angegeben.

+++ 09:57 Kein Impfstoff: Rio sagt Silvesterparty ab +++
Rio de Janeiro hat die traditionelle Silvesterparty an der Copacabana aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Solange es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe, seien die Feierlichkeiten am berühmtesten Strand der zweitgrößten Stadt Brasiliens "nicht realisierbar", teilte das Tourismusbüro der Stadt mit. Zu der Silvesterparty mit Feuerwerk kommen normalerweise mehrere Millionen Menschen.

+++ 09:18 USA verzeichnen deutlich weniger Neuinfektionen +++
In den USA zeichnet sich beim Anstieg der Fallzahlen eine Atempause ab. Die Zahl der Neuinfektionen ging zuletzt auf hohem Niveau leicht zurück. Laut Zählung der "New York Times" wurden zuletzt landesweit 41.879 neue Coronavirus-Fälle registriert. Im mehrtägigen Mittel liegt der Durchschnitt noch bei rund 63.200 Neuinfektionen pro Tag. Noch ist unklar, ob es sich um eine echte Trendwende oder um den Beginn einer weiteren Plateauphase handelt.

Eine abgeschwächte Tendenz ist in Bundesstaaten wie Florida, Arizona, Texas und Kalifornien zu beobachten. In anderen Regionen jedoch treten unvermindert weiter neue Ansteckungen auf. Mehrere, bislang weniger stark betroffene Bundesstaaten wie Indiana, Minnesota oder Alaska verzeichnen aktuell Tageszuwächse nah an den bisherigen Höchstwerten.

+++ 08:41 Behörden bestätigen: 174 infizierte Erntehelfer in Bayern +++
Nach einer Reihentestung im Landkreis Dingolfing-Landau haben die Behörden erste Berichte über einen größeren Coronavirus-Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming bestätigt. Neben den bereits bekannten sieben Fällen wurde der Erreger Sars-CoV-2 bei 167 weiteren Erntehelfern nachgewiesen, teilte das Bayerische Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Die Region in Niederbayern liegt an der Isar rund 100 Kilometer nordöstlich von München.

"Der gesamte Betrieb steht unter Quarantäne", hieß es. Betroffen von der Anordnung sind demnach auch alle negativ getesteten Kontaktpersonen vor Ort. "Alle 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Betriebsleitung" dürften das das Betriebsgelände vorerst nicht mehr verlassen. Ein Sicherheitsdienst überwacht die strikte Einhaltung der Quarantäne. Landrat Werner Bumeder bat die Bevölkerung nach Vorliegen der Testergebnisse, Ruhe zu bewahren: "Nach unseren Informationen handelt es sich um einen in sich geschlossenen Personenkreis."

+++ 08:14 Corona-Pandemie bedroht "neue Seidenstraße" +++
Die Corona-Pandemie stürzt viele Länder, die an dem chinesischen Megaprojekt der "neuen Seidenstraße" mitwirken, in eine Schuldenkrise. Einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zufolge könnte das Prestigevorhaben der Volksrepublik dadurch sogar in ein finanzielles Debakel münden. Seit dem Jahr 2013 hat das Reich der Mitte nach Berechnungen der Weltbank global etwa 575 Milliarden Dollar in Infrastrukturprojekte investiert. Die Maßnahmen werden per Kredit finanziert, den die jeweiligen Länder zurückzahlen müssen. Viele dieser Länder laufen nun Gefahr, in die Schuldenfalle zu geraten. Ratingagenturen, heißt es, hätten seit Jahresbeginn bereits 29 der Staaten herabgestuft, die an der neuen Seidenstraße beteiligt sind, darunter beispielsweise Äthiopien, Indonesien und Bulgarien.

+++ 07:44 Reiseverband kritisiert pauschale Reisewarnung +++
Die deutsche Tourismusindustrie fordert in der Coronavirus-Krise klare Perspektiven für Reisen in Länder außerhalb Europas. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum pauschal vor Reisen in 160 Länder außerhalb von Europa gewarnt wird", sagte der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig. Als Beispiel verwies er auf Tunesien. Das nordafrikanische Land stehe nicht auf der Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts, die Einreise aus Deutschland sei ohne Einschränkung möglich ebenso wie die Einreise für Tunesier in die EU. "Da stellt sich die Frage, warum die bestehende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nicht aufgehoben wird."

+++ 07:34 Karliczek: Schule lief unter Corona "eher mittelmäßig" +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek räumt Defizite im Schulunterricht der vergangenen Monate ein. Beim digitalen Lernen zu Hause habe es "enorme Unterschiede" gegeben", sagte Karliczek der "Bild am Sonntag". "Es gab Schulen, an denen Lehrer während der Krise so gut wie gar keinen direkten Kontakt zu den Schülern hatten. Dann ist es klar, dass die Kinder Lernrückstände aufbauen." Deutschland sei "seit Langem in der Schulbildung eher nur gutes Mittelmaß", sagte Karliczek weiter. Und auch in Pandemie-Zeiten sei Schule im Großen und Ganzen "eher mittelmäßig" gelaufen. "Wir müssen besser werden - jetzt in der Corona-Zeit und vor allem danach.

+++ 07:12 Nordkorea verhängt "maximalen Alarmzustand" +++
Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Coronavirus-Pandemie hat Nordkorea erstmals einen Corona-Verdachtsfall bestätigt. Bei einer Krisensitzung des Politbüros erklärte Staatschef Kim Jong Un laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA den "maximalen Alarmzustand". Über die Stadt Kaesong an der Grenze zu Südkorea wurde eine Ausgangssperre verhängt. Laut KCNA befindet sich der fragliche Patient, bei dem es sich angeblich um einen "Überläufer" aus Südkorea handeln soll, unter "strikter Quarantäne". Es handele sich um eine "gefährliche Situation", die zu einer "tödlichen und zerstörerischen Katastrophe führen" könne. KCNA zitierte Staatschef Kim mit den Worten, "das bösartige Virus könnte ins Land gelangt sein".

+++ 06:03 Ärztepräsident: "Ohne Rücksicht auf Verluste" an Gesundheitssystem gespart +++
Als Lehre aus der Corona-Krise pocht Ärztepräsident Klaus Reinhardt auf Verbesserungen für die Gesundheitsämter. "Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig ein funktionierender öffentlicher Gesundheitsdienst für den Schutz der Bevölkerung ist", sagte der Präsident der Bundesärztekammer. "Doch seit 20 Jahren ist hier radikal und ohne Rücksicht auf Verluste gespart worden." Es sei allerhöchste Zeit, dass die Gesundheitsämter digital vernetzt und personell besser ausgestattet würden. "Von circa 5000 Ärztinnen und Ärzten im öffentlichen Gesundheitsdienst 1970 ist bis 2019 die Hälfte abgebaut worden", erläuterte Reinhardt. "Die Kommunen haben das eingespart." Viele dieser Aufgaben hätten Arztpraxen und Kliniken übernommen. Ein jetzt von der Bundesregierung angekündigter Pakt zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes sei dringend erforderlich.

+++ 04:59 174 Erntehelfer in Bayern positiv getestet +++
In der niederbayerischen Gemeinde Mamming haben sich 174 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert. Das hat der Landkreis Dingolfing-Landau mitgeteilt. Der Hof steht nun komplett unter Quarantäne. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, befinden sich nun insgesamt 480 Menschen in Quarantäne auf dem Gelände und werden dabei von einem Sicherheitsdienst überwacht.

+++ 04:11 Nordkorea riegelt wegen Verdachtsfall Stadt ab +++
Nordkorea hat nach eigenen Angaben wegen eines Verdachtsfalls mit dem Coronavirus die an Südkorea grenzende Stadt Kaesong komplett abgeriegelt. In dem Fall handle es sich um einen früheren Überläufer, der am 19. Juli illegal die militärische Demarkationslinie zwischen beiden Staaten nach Nordkorea überquert habe, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Er stehe im Verdacht, sich infiziert zu haben.

+++ 03:18 Tui streicht Flüge wegen Quarantäne-Regelung +++
Der Reiseveranstalter Tui streicht am Sonntag wegen einer von der Regierung in London angeordneten Quarantäne-Pflicht seine Flüge von Großbritannien auf das spanische Festland und zu den Kanarischen Inseln. "Wir sind unglaublich enttäuscht, dass wir nicht früher von dieser Ankündigung erfahren haben", sagte der Tui-Geschäftsführer für Großbritannien und Irland, Andrew Flintham, am Samstagabend. Schließlich wollten viele Briten am Wochenende in den Urlaub starten. Die britische Regierung hat wegen steigender Corona-Zahlen abrupt eine Zwei-Wochen-Quarantäne für alle Reisenden aus Spanien angeordnet.

+++ 02:40 Frankreich kündigt kostenlose Corona-Tests an +++
Frankreich will angesichts steigender Corona-Infektionen kostenlose Tests bereitstellen. Diese sollen zudem rezeptfrei erhältlich sein, wie die Regierung mitteilte. "Wir würden dies nicht als eine zweite Welle bezeichnen, aber es ist klar, dass wir seit einigen Tagen einen spürbaren Anstieg der Zahl der bestätigten Fälle beobachten", sagte Gesundheitsminister Olivier Veran der Zeitung "Le Parisien" (Sonntagsausgabe). Die Zahl der Neuinfektionen stieg zuletzt den zweiten Tag in Folge um mehr als 1000.

+++ 02:03 Noch mehr Infektionen in Tourismus-Hotspot +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist auf mindestens 44 gestiegen. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Medienberichten überwiegend um Mitarbeiter, allerdings sei auch bei einem Urlauber das Virus nachgewiesen worden. Die meisten Infizierten sind demnach Praktikanten. Ob sie sich in ihren Unterkünften oder beim Ausgehen angesteckt haben, sei unklar.

+++ 00:49 Nordkorea meldet ersten Corona-Verdachtsfall +++
Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Nordkorea erstmals einen Corona-Verdachtsfall gemeldet. Ein nordkoreanischer Staatsbürger, der illegal die Grenze überquert habe, stehe nach seiner Rückkehr unter dem Verdacht, "mit dem bösartigen Virus infiziert zu sein", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Bisher hatte das extrem abgeschottete und autoritär geführte Nordkorea nach offiziellen Angaben keinen einzigen Fall des neuartigen Coronavirus registriert. Die Grenzen sind geschlossen.

+++ 00:23 Karliczek verspricht Corona-Impfung für jeden +++
Die Bundesregierung geht davon aus, dass es im Fall der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus keine Engpässe bei der Bereitstellung in Deutschland geben wird. "Wir sind dabei, die Produktionskapazitäten in Deutschland zu erhöhen", sagte CDU-Forschungsministerin Anja Karliczek er "Bild am Sonntag". "Wenn ein Impfstoff gefunden ist, wird jeder Deutsche, der es will, auch geimpft werden können. Das müssen wir schaffen und das werden wir schaffen." Die Ministerin dämpfte allerdings Erwartungen an eine schnelle Impfstoffentwicklung. "Ein zugelassener Impfstoff, der für die breite Masse der Bevölkerung geeignet ist, wird wahrscheinlich frühestens Mitte nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Bei der Entwicklung eines Impfstoffes kann es immer Rückschläge geben", sagte sie.

+++ 23:20 Briten müssen nach Spanien-Urlaub in Quarantäne +++
Die britische Regierung hat wegen steigender Corona-Zahlen abrupt eine Zwei-Wochen-Quarantäne für alle Reisenden aus Spanien angeordnet. Die Maßnahme soll ab Mitternacht britischer Zeit gelten. Das Außenministerium empfahl zudem, auf alle unvermeidbaren Reisen auf das spanische Festland zu verzichten. Die Regierung in Madrid erklärte, Spanien sei ein sicheres Land mit nur lokalen und isolierten Coronavirus-Ausbrüchen. Für den wieder anlaufenden Tourismus in Spanien ist die britische Maßnahme ein herber Rückschlag. Die Briten stellten im vergangenen Jahr mit 20 Prozent die größte nationale Gruppe aller ausländischen Urlauber. Der Tourismus macht etwa zwölf Prozent der spanischen Wirtschaft aus. Bereits am Freitag hatte Norwegen eine zehntägige Quarantäne für Rückkehrer aus Spanien angeordnet.

+++ 22:10 Flughafen München bietet kostenlose Tests an +++
Auch am Münchner Flughafen können sich ankommende Passagiere ab sofort kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. "Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen", sagte Gesundheitsministerin Melani Huml nach Angaben des BR. "Deshalb ist es sinnvoll, sich schon am Flughafen testen zu lassen." Auch an den Flughäfen in Nürnberg und Memmingen soll es demnach bald kostenlose Tests geben.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, agr/mmo/chr/dpa/rts/AFP/sid

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