Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:52 USA weiten höchste Reisewarnstufe drastisch aus +++

Die US-Regierung kündigt eine Ausweitung der höchsten Reisewarn-Stufe auf etwa 80 Prozent aller Staaten an. Dem Außenministerium zufolge sollen sie wegen eines "noch nie dagewesenen Risikos für Reisende" in die vierte, rote Stufe - "Do Not Travel" - aufgenommen werden. Gegenwärtig fallen 34 der etwa 200 Länder in diese Kategorie. Um auf 80 Prozent zu kommen, müssten etwa 130 Staaten hinzugefügt werden.

+++ 22:36 Besucher löst trotz negativem Test Massenausbruch in Klinik aus +++
Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen - 18 Patienten und acht Mitarbeiter - auf den Vireneintrag zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Klinikums. Die Infizierten seien jedoch alle bisher entweder symptomlos oder durchlebten milde Verläufe. Der Besucher hatte den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche für einen Patientenbesuch ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorgelegt, sich aber anschließend als ansteckend mit dem Coronavirus erwiesen. 300 Patienten und Mitarbeiter waren in der Folge getestet worden. Die Klinik warnt in diesem Zusammenhang davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen: "So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden", sagte der Sprecher. Es sei aber nicht immer allen Besuchern vermittelbar, dass man auch mit negativem Schnelltest durchaus infektiös sein könne und daher eben nicht Vorsichtsmaßnahmen über Bord werfen dürfe.

+++ 22:15 Griechenland setzt Einführung von Johnson&Johnson-Impfstoff aus +++
Griechenland setzt die Einführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson aus. Es werde auf eine Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA gewartet, erklärt die Leiterin der nationalen Impfkommission, Maria Theodoridou. Das südeuropäische Land wollte ursprünglich heute mit den Johnson & Johnson-Impfungen starten. Es sind aber Berichte von sehr seltenen Blutgerinnungsstörungen im Zusammenhang mit der Verwendung des Vakzins bekanntgegeben worden. Die EMA will am Dienstagnachmittag die Öffentlichkeit über den Sachverhalt unterrichten.

+++ 21:48 WHO: Pandemie hat sich dramatisch beschleunigt +++
Innerhalb einer Woche sind weltweit so viele neue Coronainfektionen gemeldet worden wie nie zuvor. Es waren 5,2 Millionen neue Fälle, der achte wöchentliche Anstieg in Folge, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg auf Wochenbasis zum fünften Mal in Folge. "Es hat neun Monate gedauert, bis wir eine Million Tote erreicht haben, vier Monate, bis es zwei Millionen waren und drei Monate, bis es drei Millionen waren", sagte Tedros. Die Experten seien besonders besorgt über den Anstieg von Corona-Infektionen und Krankenhauseinweisungen unter 25- bis 59-Jährigen. Das sei womöglich auf die ansteckenderen Varianten zurückzuführen und die Tatsache, dass in diesen Altersgruppen mehr soziale Kontakte stattfänden, so Tedros.

+++ 21:22 Todesfälle in Türkei auf Höchststand +++
Die Türkei hat die höchste Zahl an Todesfällen an einem Tag im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Gesundheitsministerium teilte mit, 341 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden an oder mit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 36.267. Die Behörden meldeten zudem rund 55.000 Neuinfektionen an einem Tag, die Gesamtzahl der Infizierten in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern stieg damit auf rund 4,3 Millionen. Die Regierung hatte die Corona-Restriktionen Anfang März zunächst gelockert, damals lag die Zahl der Neuinfektionen zeitweise unter 10.000 täglich. In den vergangenen Wochen hat das Infektionsgeschehen aber wieder stark zugenommen und neue Einschränkungen wie verschärfte Ausgangsbeschränkungen wurden erlassen. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen haben zurzeit die westtürkische Provinz Canakkale mit rund 963 Fällen pro 100.000 Einwohnern und die Millionenmetropole Istanbul mit rund 921 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

+++ 21:18 Indigene Gemeinden entscheiden sich gegen Impfung +++
In Mexiko haben sich 13 Gemeinden gegen die Impfung ihrer Bewohner gegen das Coronavirus entschieden. Es seien ursprünglich 14 gewesen, eine Gemeinde sei aber umgestimmt worden, erklärte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in seiner täglichen Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. Die meisten der impfunwilligen Ortschaften liegen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in den indigen geprägten südlichen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas. Die ablehnende Haltung gegen das Impfen beruht demnach auf kulturellen und religiösen Überzeugungen sowie auf Angst vor möglichen Nebenwirkungen. In indigenen Gemeinschaften werden oft in Versammlungen Entscheidungen getroffen, die für alle Mitglieder gelten. López Obrador kündigte auch an, sich am Dienstag öffentlich impfen zu lassen, um Ängste in der Bevölkerung zu zerstreuen. Der 67-jährige Populist war im Januar an Covid-19 erkrankt. López Obrador hat die Gefahr durch das Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie immer wieder heruntergespielt.

+++ 20:47 Gericht: Keine Ausnahme von Corona-Regeln für Geimpfte +++
Die Corona-Allgemeinverfügung des Kreises Gießen gilt auch für Menschen, die gegen das Virus geimpft sind. Das hat das Verwaltungsgericht Gießen in einem Eilverfahren entschieden und entsprechende Klagen abgelehnt. "Mangels wissenschaftlich hinreichend gesicherter Erkenntnisse sei es auch aktuell nicht geboten, Personen, die bereits gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft sind, als Adressaten von entsprechenden Schutzmaßnahmen auszuklammern", teilte das Gericht mit. Zwei Kläger hatten sich demnach gegen zusätzliche nächtliche Kontaktbeschränkungen gewehrt, die in der Allgemeinverfügung fixiert sind. Die Kläger befanden laut Gericht zum einen, dass die Regelung sie unverhältnismäßig in ihren Grundrechten einschränke. Zum anderen seien sie, so die Argumentation, bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft, so dass sie von jeglichen Schutzmaßnahmen auszunehmen seien. Die Richter verwiesen in ihrer Entscheidung nicht nur auf die Datenlage zur Infektionsgefahr durch Geimpfte, sondern auch darauf, dass die Regelungen nicht offensichtlich rechtswidrig seien.

+++ 20:44 Slowakei lockert nach vier Monaten striktem Lockdown +++
Nach vier Monaten hat die Slowakei erstmals wieder die Öffnung der meisten Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe erlaubt. Einen Ansturm von Konsumenten verzeichneten die meisten Geschäftsleute trotzdem nicht, wie der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete. Das lag auch an den strengen Auflagen wie Personenbeschränkung, Mund-Nasen-Schutz und verpflichtenden Corona-Tests für Kunden und Personal. Formell gilt außerdem bis 28. April noch weiterhin ein landesweiter Notstand, der der Regierung erlaubt, Ausgangsbeschränkungen zu verhängen. Verboten bleiben dadurch etwa Protestversammlungen und Massenveranstaltungen im Inland sowie touristische Reisen ins Ausland. Mit einem negativen Testnachweis für alle Teilnehmenden sind Gottesdienste wieder erlaubt, aber auch in den Kirchen bleibt die Personenzahl auf eine Person pro 15 Quadratmeter beschränkt. Seit Dezember waren nur solche Läden geöffnet, die Lebensmittel und andere täglich benötigte Güter verkauften.

+++ 20:41 Nächste Bund-Länder-Runde am kommenden Montag +++
Das nächste Bund-Länder-Spitzengespräch findet kommenden Montag statt. Das berichtet Reuters aus Teilnehmerkreisen. Es soll um das Thema Impfen sowie die Frage der Rechte von Geimpften gehen. Zuvor hatte bereits Brandenburgs Ministerpräsident Woidke gesagt, er habe eine Einladung zu einem Impfgipfel im Bundeskanzleramt mit den Länderchefs bekommen.

+++ 20:33 Nur noch vier Regionen unter der alten Obergrenze +++
Laut den von ntv.de ausgewerteten Länderdaten liegen inzwischen nur noch vier Regionen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der ursprünglichen Obergrenze von 50. 363 Regionen weisen demnach aktuell eine Inzidenz von mindestens 100 auf.

+++ 20:12 In sieben Bundesländern sinkt die Inzidenz +++
Die Bewegungen bei der Sieben-Tage-Inzidenz in den Bundesländern gehen weit auseinander: Sieben Länder weisen sinkende Fallaufkommen auf, darunter erneut Super-Hotspot Thüringen. Der Wert Bayerns etwa klettert hingegen weiter und nähert sich allmählich der 200er Marke. Ebenso in Sachsen-Anhalt: Dort gibt es einen Zuwachs um 11,8 Prozent und somit eine weitere Annäherung an die 200er-Schwelle.

+++ 20:01 Trend bei Neuinfektionen leicht abgeschwächt +++
Der Zuwachs bei den Neuinfektionen im Sieben-Tage-Schnitt hat sich damit - im Vergleich zu dem steilen Anstieg davor - seit vergangenem Wochenende hat sie sich minimal abgeschwächt. Im Schnitt kommen derzeit pro Tag 20.268 neu erkannte Ansteckungen hinzu.

+++ 19:57 Zahl der Todesfälle steigt auf über 80.000 +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.158.329 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.659 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 178 auf 80.153. Als aktuell infiziert gelten rund 286.774 Personen.

Der aktuelle Tageszuwachs an 10.659 neuen Fällen liegt etwas unter dem Montagswert von vor sieben Tagen (12.04.: 10.803 neue Fälle). Der aktuelle Tageszuwachs an 178 neu erkannten Todesfällen liegt deutlich über dem Montagswert von vor einer Woche (12.04.: 138) und noch deutlicher über dem Niveau von vor 14 Tagen (05.04.: 59).

+++ 19:41 Bericht: Arzt impfte Mitarbeiter für Firmen gegen Bezahlung +++
Ein Hausarzt hat am Sonntag nach WDR-Informationen in Hamminkeln am Niederrhein etliche Mitarbeiter verschiedener Unternehmen gegen Corona geimpft - und dafür 80 Euro pro Patient verlangt. Wie der WDR am Montag berichtete, fand die Impfung in einer Scheune statt. Die Impfung selbst sei umsonst, schrieb der Arzt demnach in seinen Einladungen, "allerdings berechnen wir für unsere Auslagen und Personalressourcen (...) pro Impfling 80 Euro, die wir Ihnen in Rechnung stellen". Der Arzt hat nach eigenem Dafürhalten etwas "Gutes" getan, nämlich 200 Menschen geimpft. Die 80 Euro pro Kopf seien keine Bezahlung, sondern ein Unkostenbeitrag für die Anmietung der Scheune und für den Lohn von 20 Mitarbeitern, die sonntags beim Impfen geholfen hätten. Er sei zudem der Betriebsarzt der Unternehmen, die in systemrelevanten Bereichen wie Entsorgungswirtschaft und Transportwesen tätig seien. Die Impfdosen habe er vom Kreis Wesel erhalten, und zwar mit dem Hinweis, sie schnell zu verimpfen. Das NRW-Gesundheitsministerium kritisierte den Arzt. Dass er für die Impfungen Geld genommen habe, sei "inakzeptabel", so das Ministerium gegenüber dem WDR. Man werde deshalb eine berufsaufsichtsrechtliche Prüfung veranlassen.

+++ 19:18 Ansteckungsrate sinkt deutlich +++
Die Dynamik der aktuellen Infektionswelle lässt nach. Laut Schätzung des RKI ist die Reproduktionszahl R deutlich gesunken, liegt aber weiter über der Schwelle von 1. Das 4-Tage-R ist von 1,17 auf 1,09 gesunken. Das weniger schwankungsanfällige 7-Tage-R ging von 1,16 auf 1,06 zurück.

Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

+++ 18:58 Bibelfester Polizist erklärt Querdenkern Nächstenliebe und wird zum Twitter-Hit +++

Christliche Querdenker in Worms versuchen, einen Polizisten zu überzeugen, dass ihr Glaube über den Corona-Regeln stehe. Der erweist sich selbst als bibelfest und erklärt zur Begeistung vieler Nutzer in den Sozialen Medien, wie sich Christen in der Pandemie verhalten sollten. Twitter-User Michael Mayr hat die Sequenz eigenen Angaben zufolge aus einem Livestream eines Querdenkers mitgeschnitten.

+++ 18:51 7000 Strafverfahren wegen Corona-Subventionsbetrug in NRW +++
Die Justiz in Nordrhein-Westfalen hat fast 7000 Strafverfahren wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit Corona-Hilfen eingeleitet. 567 Menschen seien bereits verurteilt und zwölf freigesprochen worden, berichtete NRW-Justizminister Peter Biesenbach am Montag dem Landtag. 717 Verdächtige seien angeklagt worden. Gegen 1220 mutmaßliche Betrüger wurden Strafbefehle beantragt.

+++ 18:43 Lehrer loben niedrigen Grenzwert für Schulschließungen +++
Der Präsenzunterricht in deutschen Schulen soll künftig schon bei niedrigeren Corona-Inzidenzwerten ausgesetzt werden als zunächst vorgesehen. Lehrerverbände begrüßten diese am Montag von den Koalitionsfraktionen festgezurrte Änderung an der geplanten bundeseinheitlichen Notbremse. Ein Plus an Gesundheitsschutz bedeute der neue Wert vor allem für die Länder, die bisher "ohne Rücksicht auf das Infektionsgeschehen die Schulen auf Teufel komm raus offenhalten wollten", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, der "Welt".

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lobte die Abkehr vom Wert 200 ebenfalls. Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann sprach in der "Welt" aber von einem "politischen Wert". Die GEW fordere weiterhin, bereits ab einem Wert von 50 mit verkleinerten Gruppen zu arbeiten. "Ich bin inzwischen für eine ganz klare, harte Linie. Da gehören die Schulen mit dazu", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbandes, Jürgen Böhm, der Zeitung. "Wenn der Grenzwert in der Gesellschaft bei 100 liegt, hat er gefälligst in der Schule auch bei 100 zu liegen", forderte er zugleich.

+++ 18:39 Geänderte Bundes-Notbremse nimmt erste Bundestagshürde +++
Der Gesundheitsausschuss des Bundestags hat die geänderte Vorlage für die bundesweit einheitliche Corona-Notbremse gebilligt. In einer Sondersitzung stimmten die Ausschussmitglieder von Union und SPD am Nachmittag für den Gesetzentwurf, wie die Bundestags-Pressestelle mitteilt. Linke, FDP und AfD stimmten dagegen, die Grünen enthielten sich. Die vom Kabinett beschlossene Fassung wurde unter anderem dahingehend geändert, dass die Ausgangssperre in Gegenden mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr gilt und nicht bereits ab 21.00 Uhr. Bis 24.00 Uhr soll zudem Spazierengehen und Joggen erlaubt bleiben, wenn die Person allein unterwegs ist. In der Kabinettsfassung war zudem vorgesehen, dass es in den Schulen ab einer Inzidenz von 200 keinen Präsenzunterricht mehr geben darf. Die Koalition beschloss hingegen, dass ab einer Inzidenz von 100 Wechselunterricht vorgeschrieben wird; ab einer Inzidenz von 165 gibt es nur noch Distanzunterricht.

Über den veränderten Gesetzentwurf stimmt der Bundestag am Mittwoch ab. Am Donnerstag berät der Bundesrat abschließend über die Vorlage.

+++ 18:33 Woidke: Neuer Impfgipfel nächsten Montag im Kanzleramt +++
Bund und Länder wollen in der nächsten Woche erneut über den Stand der Corona-Impfungen in Deutschland beraten. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke teilte der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam mit, er freue sich über die "Einladung zum Impfgipfel am kommenden Montag aus dem Kanzleramt". Er hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel und Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller - als Chef der Ministerpräsidentenkonferenz - um einen erneuten Impfgipfel gebeten. Im Februar und März hatten sich Merkel und die Ministerpräsidenten bereits zum Thema Impfen zusammengeschaltet. Dabei ging es auch um die stärkere Einbeziehung von Arztpraxen.

+++ 18:29 Staatsschutz ermittelt nach Farbanschlag auf Lauterbachs Auto +++
Nach dem Farbanschlag auf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach ermittelt der Staatsschutz des Kölner Polizeipräsidiums. Es werde von einem politisch motivierten Hintergrund der Tat ausgegangen, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Ermittlungen dauerten an, es gebe keinen konkreten Tatverdächtigen. Das Auto des SPD-Politikers war am Freitagabend in Köln mit Farbe übergossen worden. Eine Nachbarin hatte die Polizei verständigt.

Lauterbach hatte bei Twitter geschrieben, die Unbekannten hätten einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt, er könne den Wagen nicht mehr fahren. “Aber wir werden nie aufgeben”, heißt es in seiner Mitteilung. Der SPD-Politiker und Arzt zählt zu den exponiertesten Persönlichkeiten in der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus.

+++ 18:26 63 neue Fälle im Saarland +++
Im Saarland sind binnen eines Tages 63 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, stieg leicht auf 127,2, wie das Gesundheitsministerium am Montag in Saarbrücken mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 125,6 gelegen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, erhöhte sich um 1 auf 958.

+++ 18:22 Israel kauft Millionen Pfizer-Dosen für Kampf gegen Virus-Varianten +++
Israel unterzeichnet einen Vertag zum Kauf von Millionen Einheiten des Corona-Impfstoffs von Pfizer/BioNTech bis zum Jahr 2022. Das kündigt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an. Der Impfstoff sei für die Bekämpfung der verschiedenen Varianten des Corona-Virus besonders geeignet, sagt er.

+++ 18:12 Greta Thunberg spendet 100.000 Euro für Impfkampagne +++
Greta Thunberg will über ihre Stiftung 100 000 Euro spenden, damit mehr Corona-Impfstoffe für ärmere Länder gekauft werden können. Das Geld soll über die Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an die solidarische Impfinitiative Covax gehen, wie die 18-jährige Schwedin als Gast von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Pressekonferenz verkündete. "Die Welt muss mehr gegen die Tragödie der ungleichen Impfstoffverteilung tun", sagte Thunberg. "Wie in der Klimakrise müssen wir denen zuerst helfen, die am stärksten gefährdet sind." Nach WHO-Angaben hat in vielen reicheren Ländern schon jeder vierte Einwohner eine erste Impfdosis erhalten. In Ländern mit niedrigen Einkommen sei es erst jeder 500ste.

+++ 18:01 Dänemark lockert Einreiseregeln - noch nicht für Deutsche +++
Deutsche, die nach Dänemark reisen, müssen weiterhin bei der Einreise einen negativen Coronatest vorweisen und in Quarantäne. Die dänische Regierung kündigte an, ab Mittwoch die allgemeinen Reiseempfehlungen zu lockern. Doch auf Deutsche hat das vorerst keine Auswirkungen. Von Mittwoch an soll bei der Einreise nach Dänemark das Infektionsniveau in dem Land bzw. in der Region ausschlaggebend sein, aus der man ausreist. Grundlage sei die Klassifizierung der Europäischen Gesundheitsagentur ECDC in rote, orange und gelbe Länder, hieß es in einer Mitteilung. Da die meisten europäischen Länder orange sind - das heißt, sie haben in den vergangenen 14 Tagen mehr als 30 positive Fälle per 100 000 Einwohner registriert - wird von unnötigen Reisen in diese Länder weiter abgeraten. Für die Grenzregionen gelten Ausnahmen. Ebenso für Dänen, für Ausländer mit Wohnsitz in Dänemark und für den Warentransport.

+++ 17:49 "Aufnahmestopp" nach Ausbruch in Hochsicherheitsgefängnis Stammheim +++
Nach Corona-Fällen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Stuttgart-Stammheim geht das in Zeiten der Rote Armee Fraktion (RAF) bekannt gewordene Gefängnis in den Notbetrieb. "Das bedeutet, dass es auch einen Aufnahmestopp gibt", sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Justizministeriums den "Stuttgarter Nachrichten". Dies gelte mindestens bis Mittwoch. Dann solle es eine neue Testrunde geben. Wegen eines Corona-Falls in der JVA Stammheim wurden derweil auch die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungstage im Prozess gegen die rechtsextremistische Gruppe S. vorsorglich aufgehoben, wie das Oberlandesgericht Stuttgart mitteilte. Sechs der zwölf Angeklagten in dem Prozess sind laut "Stuttgarter Nachrichten" in Stammheim inhaftiert. Der Prozess wegen Anschlagsplanungen auf Moscheen und Politiker begann am Dienstag vergangener Woche.

In der JVA Stammheim wurden laut "Stuttgarter Nachrichten" in den vergangenen Tagen insgesamt sieben Menschen positiv auf Corona getestet. Derzeit steht demnach eines der Hafthäuser mit rund 200 Inhaftierten unter Quarantäne.

+++ 17:43 WHO gegen Impfnachweise als Reisevoraussetzung +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich gegen einen obligatorischen Nachweis von Impfungen gegen das Coronavirus bei grenzüberschreitenden Reisen ausgesprochen. Es gebe nur begrenzte Erkenntnisse, ob eine Impfung die Gefahr senke, andere anzustecken, begründete die Organisation am Montag ihre Forderung. Außerdem würden Ungerechtigkeiten, vor allem beim Reisen, durch eine Nachweispflicht verstärkt. Vor allem wohlhabende Länder haben bereits Millionen von Menschen geimpft, während viele ärmere Länder noch auf Impfstoffe warten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus fügte hinzu, "dass wir die Werkzeuge dazu haben, die Pandemie innerhalb von Monaten unter Kontrolle zu bringen".

+++ 17:28 Sputnik V laut Studie deutlich wirksamer als bisher bekannt +++
Der russische Impfstoff Sputnik V ist laut einer neuen, bisher noch nicht unabhängig geprüften Studie noch wirksamer als bislang bekannt. Eine Analyse der 3,8 Millionen Russen, die bisher mit dem Wirkstoff geimpft wurden, habe ergeben, dass dieser zu 97,6 Prozent wirksam sei, so der Staatskonzern, der den Impfstoff entwickelt hat. Die Studie soll im Mai, nachem sie ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen hat, veröffentlicht werden. Laut in der Zeitschrift "The Lancet" im Februar veröffentlichten, vorläufigen Daten aus der Phase-3-Studie wies Sputnik V eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent auf.

Internationale Forscher hatten die Daten zu Sputnik V des Gamaleya National Research Center, von dem auch die neue Studie stammt, in der Vergangenheit angezweifelt.

+++ 17:24 Über 10 Millionen Briten vollständig geimpft +++
Mehr als zehn Millionen Menschen haben in Großbritannien inzwischen zwei Dosen eines Coronavirus-Impfstoffs erhalten. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock per Twitter mit. In dem Land klaffte lange Zeit eine erhebliche Lücke zwischen Erst- und Zweitimpfungen. Hintergrund ist die britische Impfstrategie, nach der so viele Menschen wie möglich schnellstens eine erste Dosis erhalten sollten. Deshalb wurde der Abstand zwischen den beiden Impfdosen auf zwölf Wochen ausgedehnt, sowohl beim Astrazeneca-Impfstoff als auch bei dem von Biontech und Pfizer. Inzwischen holt Großbritannien aber auch bei den Zweitimpfungen auf. In Deutschland liegt die Zahl der vollständig Geimpften bei rund 5,5 Millionen Menschen. Insgesamt wurden im Vereinigten Königreich bereits mehr als 32 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis geimpft - das ist mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung. In Deutschland erhielten bislang 16,4 Millionen Menschen eine erste Impfung.

+++ 17:13 Konten, Email-Adressen, Telefon: Daten Tausender Querdenker gehackt +++
Das Hackerkollektiv Anonymous hat eigenen Angaben zufolge persönliche Daten von mehr als Zehntausend Mitgliedern der Querdenker-Partei Die Basis erbeutet. Wie die Hacker mitteilten, lagen die Daten ungeschützt auf einem Server. Selten sei es ihnen so leicht gemacht worden, schrieben die Hacker in einer Mitteilung. Zum Datensatz gehören etwa Namen, Email-Adressen, Anschrift, Kontodaten, Telefonnummern sowie Parteifunktionen und auch Höhe der Mitgliedsbeiträge.

Die Basis, die im vergangenen Sommer von Aktivisten aus der Querdenker-Szene gegründet worden war, hat nach eigenen Angaben Strafanzeige erstattet.

+++ 16:52 22 Corona-Fälle in Flüchtlingsunterkunft +++
In einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Oldesloe sind 22 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Kreis Stormarn am Montag mit. Betroffen seien 20 Bewohner, ein Mitarbeiter des Wachdienstes sowie ein Betreuer der Johanniter. In der vergangenen Woche seien in der Unterkunft zunächst zwei Infektionen bei Bewohnern festgestellt worden, sagte ein Kreissprecher, am Freitag wurden dann alle Bewohner getestet. Die gesamte Unterkunft steht den Angaben zufolge bereits seit den ersten Verdachtsfällen unter Quarantäne. In der Unterkunft leben den Angaben zufolge 33 Menschen verschiedener Nationalitäten in separaten Wohneinheiten. Betreiberin ist die Stadt Bad Oldesloe, die nun auch die Grundversorgung der in Quarantäne befindlichen Bewohner sicherstellt. Insgesamt wurden dem Gesundheitsamt des Kreises Stormarn seit Samstag 68 Neuinfektionen gemeldet.

+++ 16:49 SPD: Gesetzesänderung nimmt Arbeitgeber in die Pflicht +++
Mit der Einigung von Union und SPD auf Änderungen an der geplanten Bundes-Notbremse werden auch Arbeitgeber stärker in die Pflicht genommen. Homeoffice werde dort, wo es möglich sei, "noch verbindlicher als bisher" vorgeschrieben, erklärt SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich in

einem Schreiben an die SPD-Bundestagsabgeordneten. "Und wir verpflichten Arbeitgeber, den Beschäftigten zweimal (statt nur einmal) pro Woche einen Corona-Test anzubieten, wo Homeoffice objektiv nicht möglich ist."

+++ 16:42 NRW-Gewerkschaft: Schulöffnung gescheitert +++
"Der Plan, die Schulen in der dritten Welle zu öffnen, ist gescheitert", bilanziert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Nordrhein-Westfalen. Trotz der eigentlich für heute angekündigten Schulöffnung müssen tausende Schülerinnen in NRW weiterhin daheim bleiben, wenn sie in Kommunen mit besonders hoher Corona-Neuinfektionsrate wohnen. Am heutigen Montag galt das nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums bereits für 21 von insgesamt 53 Städten und Kreisen. Ihre Neuinfektionsrate liegt dort schon seit mindestens drei Tagen bei 200 oder höher, gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage. Die Zahl der betroffenen Kommunen hatte sich in den vergangenen Tagen stetig erhöht.

"Schon jetzt bleiben über 40 Prozent der Schulen im Distanzunterricht." Das sei bereits absehbar gewesen, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern. "Die Unsicherheit wächst. Das Chaos wächst." Mit der in der vergangenen Woche überraschend vom Schulministerium angekündigten Rückkehr in den Wechselunterricht könne sich die Lage in den Kommunen von Tag zu Tag ändern.

+++ 16:34 Curevac startet Zulassungsverfahren in der Schweiz +++
Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat in der Schweiz ein rollendes Zulassungsverfahren für seinen Covid-19-Impfstoffkandidaten gestartet. Der Zulassungsantrag wurde bei der Arzneimittelbehörde Swissmedic eingereicht, wie die Curevac NV mitteilte. Das rollende Zulassungsverfahren ist ein beschleunigter Prozess, bei dem die notwendigen Daten bei Verfügbarkeit nach und nach eingereicht und geprüft werden können, um die Zeit bis zur Zulassung zu verkürzen. Anfang Februar hatte die Schweizer Regierung mit Curevac einen Vertrag über die Lieferung von fünf Millionen Impfdosen abgeschlossen. Dieser Vertrag basiert auf der Liefervereinbarung zwischen der Europäischen Kommission und dem Unternehmen.

CVnCoV befindet sich derzeit in der finalen Phase der klinischen Entwicklung. Im Februar hatte Curevac das rollende Zulassungsverfahren für den Impfstoffkandidaten bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) begonnen und erwartet abhängig von den klinischen Daten die Zulassung für die EU im zweiten Quartal.

+++ 16:04 Polizei: Ausgangssperre gilt auch für Dinosaurier +++
Trotz nächtlicher Ausgangsbeschränkung war ein Mann in einem Dinosaurier-Kostüm in der Nacht zum Samstag in Mülheim/Ruhr unterwegs. "Beinah surreal wirkten die kurzen Arme sowie der hin und her schwingende Schwanz des 'Königs der Echsen'", schrieb die Essener Polizei in einer launigen Mitteilung. Schnell habe sich herausgestellt, "dass der kurzarmige Dinosaurier, in Wahrheit ein Mülheimer in einem Karnevalskostüm, friedlich und zügig auf dem Weg in seine eigene Höhle war". Zuvor sei der Mann bereits von einem städtischen Mitarbeiter darauf hingewiesen worden, dass die Ausgangssperre in der Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr auch für nachtaktive Reptilien gelte.

+++ 15:54 Lindner: Können auch abgeschwächter Bundes-Notbremse nicht zustimmen +++
Die FDP hat weiter grundsätzliche Bedenken auch gegen die neue Version von Änderungen am Infektionsschutzgesetz. "So, wie jetzt das Gesetz geändert wird, werden wir trotz leichter Verbesserungen noch nicht zustimmen können", sagte FDP-Chef Christian Lindner. Seine Partei werde deswegen eigene Änderungsanträge einbringen. "Ausgangssperre ist immer noch unvollkommen geregelt, man braucht sie in der Form nicht", sagte Lindner. "

Zuvor hatten sich die Regierungsfraktionen von Union und SPD geeinigt, die geplanten Ausgangsbeschränkungen noch einmal anzupassen: Bürger sollen das Haus von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens nur in Ausnahmefällen verlassen dürfen - bis Mitternacht wäre aber zumindest erlaubt, alleine zu joggen oder spazieren zu gehen. Für Schulen wäre Distanzunterricht ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Entwurf war ein Schwellenwert von 200 Neuinfektionen genannt. Die Notbremse soll am Mittwoch im Bundestag verabschiedet werden. Der Bundesrat will sich am Donnerstag damit befassen.

+++ 15:38 Ab Juni sollen Betriebsärzte impfen +++
In die Corona-Impfungen sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ab Juni auch Betriebsärzte einsteigen. "Wie angekündigt, gewinnt die Impfkampagne im zweiten Quartal deutlich an Geschwindigkeit", sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die aktuellen Lieferzusagen der Hersteller Biontech und Moderna. Dazu würden noch Dosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson kommen. "Damit erhalten Arztpraxen und Länder mehr Planungssicherheit für Mai und Juni. Und das ermöglicht uns, bereits im Juni auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne zu integrieren." Biontech will laut Ministerium im zweiten Quartal 50,3 Millionen Dosen liefern und damit zehn Millionen mehr als zunächst angekündigt. Von Moderna werden demnach 6,4 Millionen Dosen erwartet.

+++ 15:38 Inzidenz in Rheinland-Pfalz zieht an +++
In Rheinland-Pfalz sind binnen eines Tages 641 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen stieg damit auf 141,6, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilte. Am Vortag lag sie bei 138,2. Aktuell infiziert sind 13.882 Menschen. Seit Beginn der Pandemie im Land Ende Februar 2020 gab es somit 130.721 laborbestätigte Infektionen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, stieg um 16 auf 3469.

+++ 15:24 NRW bietet Johnson&Johnson-Vakzin zuerst Obdachlosen an +++
Den vorerst noch nicht ausgelieferten Impfstoff von Johnson & Johnson will das NRW-Gesundheitsministerium zuerst für Impfangebote in der Wohn- und Obdachlosenhilfe einsetzen. "Hier bestehen die größten Unsicherheiten, die Zweitimpfungen nach sechs beziehungsweise zwölf Wochen sicherzustellen", heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen an den Gesundheitsausschuss. Konkret wurde bei Johnson & Johnson nach einer besonderen Strategie gefragt, da hier offenkundig eine Impfung ausreichend sei.

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte vor rund einer Woche mitgeteilt, dass er den Marktstart seines Impfstoffs in Europa verzögert. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält den Auslieferungsstopp des Unternehmens nach Meldungen über Thrombose-Fälle für eine "nachvollziehbare Maßnahme". Es habe alarmierend gewirkt, dass das Problem eine sehr große Ähnlichkeit mit dem Problem habe, das im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff aufgetreten sei, sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

+++ 15:19 Nach massenhaften Verstößen: Saar-SPD bringt Alkoholverbot ins Spiel +++
Nach massiven Verstößen gegen Corona-Regeln am Wochenende in Saarbrücken hat die SPD-Fraktion ein mögliches Alkoholverbot an Hotspots vorgeschlagen. "In der saarländischen Landesregierung waren wir uns eigentlich immer einig, dass das 'Saarland-Modell' mit verstärkten Kontrollen einhergeht", teilte die innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Petra Berg, mit. Gerade in einem alkoholisierten Umfeld seien verstärkte Kontrollen notwendig. "Wenn Kontrollen nicht greifen, muss auch über ein Alkoholverbot an Hotspots nachgedacht werden." In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten laut Polizei 400 bis 500 Menschen auf einem Platz in der Saarbrücker Innenstadt gefeiert. Dabei kam es aus einer größeren Gruppe zu Angriffen auf Polizisten: Sie seien beleidigt und mit Flaschen beworfen worden, hatte die Polizei am Sonntag mitgeteilt. Am Montag waren die Beamten dabei, Videomaterial aus der Nacht auszuwerten. Eine Zahl, gegen wie viele Beteiligte ermittelt wird, lag zunächst nicht vor. "Offenbar haben am Samstagabend über Stunden keine Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst am Sankt Johanner Markt stattgefunden", teilte Berg weiter mit. Nur so sei zu erklären, "dass bis zum Eingreifen der Polizei augenscheinlich hunderte Verstöße gegen die saarländische Corona-Verordnung zu beobachten waren".

+++ 15:09 Forscher: Ausreisetests hoch effektiv +++
Die in Österreich geltenden regionalen Ausreisetests aus Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen könnten sich nach Ansicht von Forschern zu einem extrem wirksamen Mittel zur Pandemie-Eindämmung entwickeln. In solchen Bezirken werde das tägliche Wachstum der Sieben-Tage-Inzidenz im Schnitt um sechs Prozent gebremst, wie Komplexitätsforscher um Peter Klimek vom Complexity Science Hub (CSH) in einem "Policy Brief" berechneten. Von dem Effekt profitieren die Regionen selbst, weil sich die Testzahlen dort erhöhen, aber natürlich auch die Nachbarregionen.

Wer aus Gebieten mit sehr hoher Inzidenz in Österreich ausreisen will, braucht einen maximal 48 Stunden alten negativen Antigentest oder einen höchstens 72 Stunden alten negativen PCR-Tests. Es wird jeweils stichprobenartig kontrolliert. Ausnahmen bestehen unter anderem für die Durchreise ohne Zwischenstopp.

+++ 14:45 Inzidenz in Hamburg sinkt deutlich +++
Die Zahl der in Hamburg nachgewiesenen Corona-Infektionen hat sich heute um 270 erhöht. Das sind 27 weniger als am Sonntag und 39 weniger als am Montag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 12.00 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 138,7 auf 136,6. Vor einer Woche hatte der Wert 142,7 betragen.

+++ 14:15 RKI-Chef: "Wir können Corona nicht ausrotten" +++
Wir werden dauerhaft mit dem Coronavirus leben. Glaubt jedenfalls der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. "Ein Virus, das eine Menge Tierarten infizieren kann, das lässt sich nicht ausrotten", so Wieler. Generell müsse man allerdings Tierhaltung und Tierhandel in den Griff kriegen, sagt Wieler, studierter Tierarzt, mit Blick auf die Ausbreitung von Krankheiten. Gerade der illegale Tierhandel sei ein Problem.

+++ 13:58 Corona-App soll Türöffner werden +++
Negative Testergebnisse sollen künftig auch mit Hilfe der Corona-App Eintrittskarte fürs Einkaufen sein. "Wir wollen es im Laufe des Aprils schaffen, dass die Testergebnisse dann auch auf der Corona-Warnapp gespeichert werden können und zur Verfügung stehen", kündigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an. Dafür brauche es allerdings noch entsprechende Schnittstellen. Diese sollen nun schnell geschaffen werden. Man brauche die Testergebnisse nach dem Abebben der dritten Welle, "wenn wir testgestützt öffnen, für den Einzelhandel, für die Außengastronomie, für Theater oder auch Fußballspiele", so Spahn. Dafür wäre die Anbindung an die App wichtig.

+++ 13:52 Tübingen bittet ums Weitermachen +++
Die Tübinger Pandemie-Beauftragte und Notärztin Lisa Federle und Schauspieler Jan Josef Liefers rufen eine Initiative ins Leben, die die Fortsetzung des Corona-Modellprojekts in Tübingen zum Ziel hat. Durch die Bundes-Notbremse droht dem Projekt der Abbruch. Den an Montag veröffentlichten Appell an die Bundesregierung unterstützen unter anderem der Schauspieler Moritz Bleibtreu, Sänger Hartmut Engler, Politiker Günther Oettinger und der Unternehmer Wolfgang Grupp (Trigema). In dem Schreiben an die Bundesregierung heißt es: "Wir appellieren an die Bundesregierung und das Parlament, das Pilotprojekt der Stadt Tübingen nicht zu beenden." Das Ziel sei es, durch viele Testungen die Inzidenz dauerhaft auf einem niedrigen Niveau zu halten und trotzdem ziviles Leben und Sozialkontakte nach und nach zu ermöglichen. "Die Fortführung des Projekts wäre ein Signal, dass nicht nur die Bürger des Landes, sondern auch deren Volksvertreter und die Regierung an Wegen interessiert sind, auch jene Defizite zu mildern, die abseits der Pandemiebekämpfung entstanden sind. Dabei würden keine inakzeptablen Risiken eingegangen."

+++ 13:30 Mega-Party spaltet die Niederlande +++
In den Niederlanden löst eine im Rahmen einer Testreihe geplante Party mit 10.000 Besuchern Empörung aus. Ärzte, Pflegepersonal und Wissenschaftler fordern ein Verbot der Veranstaltung. Eine von Ärzten und Pflegepersonal gestartete Petition wurde inzwischen von mehr als 350.000 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet. Der populäre Radiosender Radio 538 hatte die Erlaubnis bekommen, im Rahmen einer wissenschaftlichen Testreihe im Zentrum der südniederländischen Stadt Breda am Samstag eine Party zu organisieren. 10.000 Besucher dürfen dann beim "538 Oranjedag" mitmachen. Mit der Party soll untersucht werden, wie trotz der Pandemie Veranstaltungen stattfinden können. Bisher gab es bereits eine Konferenz, eine Theatervorstellung, ein Fußballspiel und auch ein Popkonzert. Besucher müssen ein negatives Test-Ergebnis vorweisen, ihr Verhalten wird während der Veranstaltung beobachtet. Doch Ärzte eines nahegelegen Krankenhauses in Breda sind empört: "Ein Fest zu feiern mit 10.000 Leuten, 400 Meter entfernt von einem durch Covid schwer überlasteten Krankenhaus, ist ein Schlag ins Gesicht von Patienten und Pflegepersonal." Auch Wissenschaftler schlossen sich der Kritik an. Der wissenschaftliche Nutzen des Experimentes sei unklar.

+++ 13:28 Bundesregierung für Impfung von Olympiateilnehmern +++
Die Bundesregierung spricht sich für eine Impfung deutscher Olympiateilnehmer aus. Man befürworte die Entsendung von Athleten zu den Sommer-Spielen und eine Impfung zu ihrem Schutz und dem anderer, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministerium. Nach der üblichen Impfreihenfolge wären eigentlich junge und gesunde Menschen weit hinten.

+++ 13:25 Fintnessstudios verlieren zahlreiche Mitgleider +++
Die Fitnessstudios in Deutschland verlieren in der Corona-Krise massiv Mitglieder. Im vergangenen Jahr hat die Branche dem Arbeitgeberverband für Fitness- und Gesundheitsanlagen DSSV zufolge wegen der langen Schließungen bereits rund 11,6 Prozent ihrer Kunden verloren. Von den 10,3 Millionen Mitgliedern Anfang dieses Jahres büßte sie bis Ende März noch einmal 13 Prozent ein.

+++ 13:10 Zahl der Intensivpatienten steigt +++
Die Situation in den deutschen Kliniken entwickelt sich weiter in die falsche Richtung. Gegenüber dem Vortag erhöhte sich die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen um 90 und liegt nur noch knapp unter 5000. Freie Intensivbetten gibt es noch 4200, was einem Anteil von 16 Prozent entspricht. Unklar ist, welche Reserven Deutschland im Falle eines Falles aktivieren kann. Dies hängt nicht nur von der Zahl der Betten und Beatmungsgeräte ab, sondern vor allem auch von der Antwort auf die Frage, wie viel Personal, also wie viele Intensivpflegerinnen und –pfleger dann auch wirklich eingesetzt werden könnten.

+++ 13:00 Polizei beendet Party - Gäste unterm Bett und im Schrank +++
Die Polizei in Dortmund löst am Wochenende eine verbotene Party mit 15 Gästen auf. Kurios dabei: Um sich möglichen Bußgeldern zu entziehen,versteckten sich die Feiernden zum Teil unter Betten oder mussten aus einem Schrank geholt werden. Wie die Polizei mitteilt, hatten Anrufer eine "lautstarke Feier" in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Vor Ort seien die Beamten auf die Feiernden gestoßen, die weder Abstand hielten noch Masken trugen. "Einige der feiernden jungen Erwachsenen versuchten sich mit äußerst kreativen Verstecken der Kontrolle zu entziehen", formulierten die Beamten und fügten hinzu: "Ohne bis zehn zu zählen, beendete die Polizei das kindliche Versteckspiel und holte die Protagonisten hervor." Alle bekamen Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung, ein polizeibekannter Gast kassierte noch eine Anzeige wegen Beleidigung. Auch in Gelsenkirchen musste die Polizei anrücken. Hier feierten rund 70 Gäste ein Grillfest in Wohnung und Hinterhof. Ohne irgendwelche Abstandsregeln oder gar Masken.

+++ 12:55 Portugal lockert weiter +++
Portugal tritt in die dritte Phase der Corona-Lockerungen. Mit Ausnahme von etwa einem Dutzend Gemeinden mit hohen Infektionszahlen öffnen heute im ganzen Land wieder Restaurants, Einkaufszentren und Konzerthäuser. Nach den Grundschulen sind nun auch Oberschulen und Universitäten wieder im Präsenzbetrieb.

+++ 12:47 Schweden schmeißt täglich Hunderte Dosen Astrazeneca weg +++
In der Region Stockholm müssen nach Angaben eines Chefarztes jeden Tag Hunderte Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs weggeworfen werden. Grund: Die Menschen weigern sich, damit geimpft zu werden. In einem Interview mit dem schwedischen Fernsehens SVT sagt Johan Styrud vom Stockholmer Ärzteverband, es gelinge zuweilen nicht, schnell genug andere Impfwillige zu finden. Wenn der Impfstoff nicht innerhalb weniger Stunden verabreicht werde, müsse er leider weggeschmissen werden, so Styrud. Nachdem in Zusammenhang mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca einige Fälle von Blutgerinnsel aufgetreten sind, wird der Wirkstoff in Schweden nur noch an die über 65-Jährigen verabreicht. Dem Bericht zufolge sagen einige Patienten ihren Termin ab, wenn sie erfahren, dass sie mit dem Astrazeneca-Mittel geimpft werden sollen. Andere würden an der Tür der Impfzentren wieder kehrtmachen. Styrud betonte, dass der Nutzen der Impfung sehr viel größer sei als das Risiko von Komplikationen.

+++ 12:20 Ohne Biontech sähe Deutschland alt aus +++
Ohne Biontech stünde es um das - nach Meinung einiger ohnehin schleppende - Impftempo nicht gut. Von den knapp 22 Millionen Impfdosen, die bisher in Deutschland in Erst- und Zweitimpfungen verabreicht wurden, entfallen knapp 74 Prozent auf Biontech/Pfizer. Knapp 21 Prozent aller Impfdosen kommen von britisch-schwedischen Astrazeneca. Mit etwas mehr als 1,16 Millionen Dosen steuert das Vakzin von Moderna aus den USA nur gut 5,5 Prozent der in Deutschland bislang eingesetzten Impfdosen bei.

+++ 12:07 Johnson sagt Indien-Reise ab +++
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat eine geplante Reise nach Indien wegen der Corona-Infektionslage abgesagt. "Angesichts der aktuellen Coronavirus-Situation kann Premierminister Boris Johnson nächste Woche nicht nach Indien reisen", teilt Downing Street mit. Stattdessen würden Johnson und Indiens Premierminister Narendra Modi am Monatsende über "ihre ehrgeizigen Pläne für die künftige Partnerschaft zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien" sprechen. Johnson hatte seine geplante Indien-Reise bereits einmal verschoben. Der Staatsbesuch in dem Land wäre Johnsons erste große Auslandsreise seit seinem Amtsantritt im Jahr 2019 gewesen.


+++ 12:00 Haseloff in Quarantäne +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff befindet sich vorsorglich in Quarantäne. In seinem erweiterten Umfeld habe es vermutlich zwei Corona-Fälle gegeben, sagt sein Regierungssprecher. Der CDU-Ministerpräsident sei zuletzt am Sonntag negativ getestet worden. Es würden jedoch mehrere Tage abgewartet bis zu einem neuerlichen Test, der endgültige Sicherheit bringen soll.

+++ 11:42 Einigung: Ausgangsbeschränkungen weniger streng +++
Das geplante Gesetz zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll nun doch weniger strenge Regeln für nächtliche Ausgangsbeschränkungen enthalten als ursprünglich geplant. Das teilen Teilnehmer der Beratungen der Regierungskoalition mit. Ausgangsbeschränkungen soll es demnach nur zwischen 22 Uhr und 5 Uhr geben.Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein. Im Einzelhandel soll das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) auch bei hohen Infektionszahlen weiterhin möglich sein. Für Schulen wäre, wenn das Gesetz so vom Bundestag beschlossen wird, Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Entwurf war hier ein Schwellenwert von 200 genannt worden. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein. Arbeitgeber müssen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen. Alle Regelungen sind erst einmal befristet bis zum 30. Juni.

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+++ 11:40 Griechenland lässt Geimpfte einfach einreisen +++
Griechenland verzichtet künftig unter bestimmten Bedingungen auf die vorgeschriebene Corona-Quarantäne für Besucher aus anderen Staaten der EU. Voraussetzung ist, dass sie seit zwei Wochen vollständig geimpft sind oder einen negativen PCR-Test vorzeigen, der nicht älter als drei Tage ist, wie a die zuständige Behörde für Zivilluftfahrt in Athen mitteilt Die Regelung gilt auch für Besucher aus den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Serbien. Für Gäste aus Israel ist sie bereits seit März in Kraft.

+++ 11:28 Biontech liefert weitere 100 Millionen Dosen an die EU +++
Die Europäische Union übt eine Bestelloption über die Lieferung von weiteren 100 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech aus. Damit erhalten die 27 EU-Mitgliedsstaaten in diesem Jahr insgesamt 600 Millionen Dosen, wie Biontech/Pfizer mitteilen.

+++ 11:22 USA verzeichnen leicht steigende Zahlen +++
Am gestrigen Sonntag wurden in den Vereinigten Staaten 352 neue Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen lag bei 40.482. In der vergangenen Woche gab es durchschnittlich 67.308 neue Fälle pro Tag, ein Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem 14-Tage-Durchschnitt. Dennoch ist zu beobachten, dass die Zahl der Neuinfektionen in den USA seit Mitte Februar auf einem einheitlichen Plateau verharrt. Bis Sonntagabend haben sich laut "New York Times" mehr als 31.690.900 Menschen in den Vereinigten Staaten mit dem Coronavirus infiziert, 566.000 Bürgerinnen und Bürger starben mit oder an dem Coronavirus.

+++ 11:19 Sputnik V soll in China hergestellt werden +++
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V soll künftig auch in China produziert werden. Der russische Staatsfonds RDIF teilt mit, mit Hualan Biological Bacterin die Herstellung von mehr als 100 Millionen Dosen in der Volksrepublik vereinbart zu haben.

+++ 11:09 Berlin: Tausende Impfdosen weggeschmissen +++
Allein bis Mitte März sind in Berlin 2533 Impfdosen vernichtet worden, statt in den Oberarmen von Impfwilligen zu landen. Das geht aus der Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine FDP-Anfrage hervor. 2533 Dosen entsprechen immerhin bis zu diesem Zeitpunkt etwa 0,78 Prozent der bereits durchgeführten Impfungen. Die Gründe fürs Wegschmeißen sind vielfältig. Unter anderem konnten 204 Dosen wegen des sehr kurzfristigen Astrazeneca-Stopps nicht mehr anderweitig genutzt werden. Teilweise machte auch das Personal Fehler, etwa beim Aufziehen des Impfstoffs. Zudem fielen einzelne Spritzen auf den Boden und mussten deshalb entsorgt werden. In wenigen Einzelfällen war laut Berliner Senat das Haltbarkeitsdatum des Impfstoffs bereits abgelaufen.

+++ 10:45 Viele nehmen Impfangebote nicht an +++
Viele Menschen in Berlin nehmen das Angebot, sich gegen Corona impfen zu lassen, nicht an. Fast die Hälfte der Berlinerinnen und Berliner, die schriftlich zur Impfung eingeladen wurden, hat bisher noch keinen Termin gemacht. Dies bedeutet, dass mehr als 800.000 Eingeladene bisher keinen Termin gemacht haben. Immerhin: Fast alle, die einen Termin machen, erscheinen auch. Nur 0,77 Prozent der Termine in den Impfzentren mussten ausfallen, weil die Menschen nicht kamen.

+++ 10:25 Maues Impfwochenende in Deutschland +++
Die täglichen Impfungen in Deutschland konnten am Wochenende nicht überzeugen. Am Samstag wurden 343.000, am Sonntag 256.000 Impfdosen verabreicht. Das sind zusammen knapp 25.000 weniger als am Wochenende zuvor. Im Schnitt liegt Deutschland damit aktuell bei rund 512.000 Impfungen pro Tag. Insgesamt wurden in Deutschland nun knapp 22 Millionen Dosen verimpft. 5,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger besitzen bereits einen vollständigen Impfschutz. Allerdings bietet auch eine erste Impfung schon einen erheblichen Teilschutz. Sollte man sich trotz erster Impfung infizieren, ist in der Regel ein möglicher Krankheitsverlauf deutlich milder.

++ 10:18 Krebsexperten warnen vor "Kollaps" +++
Krebsexperten sehen angesichts der Corona-Lage die Versorgung von Krebspatienten in Deutschland in höchster Gefahr. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft warnen mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen und die Situation auf den Intensivstationen vor einem drohenden "Kollaps" des Versorgungssystems für schwer kranke Menschen. Dies hätte nicht nur kurzfristige Folgen. "Die Langzeitfolgen für Krebspatienten, die heute nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden können, sind noch gar nicht absehbar", erklärt Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. "Wir werden zukünftig mit vielen Patienten konfrontiert werden, deren Krebserkrankung zu spät entdeckt wurde und deren Heilungschancen dadurch verringert sind." Die Krebssterblichkeit werde dadurch "nach oben schnellen".

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+++ 10:08 Patienten werden immer jünger +++
Covid-19 hat einen langen Arm. Auch ohne akute Erkrankung mit Klinikaufenthalt drohen Infizierten monatelange Folgen. Noch ist die Studienlage zu Long-Covid unklar. Die beschriebenen Symptome nach einer Infektion sind aber gravierend. Und die Patienten in den Kliniken werden immer jünger.

+++ 09:45 Drei Impftage für alle Hamburger über 60 +++
Hamburg will bei den Corona-Impfungen aufs Tempo drücken und hat sich dazu etwas einfallen lassen: An drei Tagen können sich alle Einwohner ab 60 Jahren impfen lassen - unabhängig von der Priorisierung. Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden für alle impfwilligen Hamburger Ü60 ab sofort Termine mit dem Impfstoff Astrazeneca angeboten. Insgesamt gibt es an den drei Tagen 24.000 Slots für diese Personen. Ein Termin muss allerdings vorher telefonisch unter 116117 oder online unter www.impfterminservice.de vereinbart werden. Spontan-Impfungen ohne Terminvereinbarung sind nicht möglich.

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+++ 09:30 STIKO: Impfangebote für alle bis Ende des Sommers +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hält Impfangebote für alle Bürgerinnen und Bürger bis zum Ende des Sommers nach wie vor und trotz einzelner Impfstoff-Lieferschwierigkeiten für realistisch. Zusammen mit Impfzentren und Hausärzten lasse sich das schaffen, sagt STIKO-Chef Thomas Mertens dem Bayerischen Rundfunk. Es hänge allerdings entscheidend davon ab, wie zuverlässig die weiteren Impfstoff-Lieferungen kämen. Mertens spricht sich erneut dagegen aus, die Impfpriorisierung zu früh aufzuheben. Er glaube nicht, dass dadurch mehr Tempo in die Impfkampagne käme.

+++ 09:00 Lauterbach fetzt sich mit Scheuch +++
Ein bizarrer Streit zwischen SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und dem ehemaligen Präsidenten der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch, amüsierte am Wochenende das interessierte Twitter-Publikum. Los ging es mit einem Post von Lauterbach. Er teilte ein Video und wollte damit die Gefahren von Aerosolen auch im Freien untermauern:

Der Aerosolphysiker Scheuch teilte daraufhin einen Beitrag eines anderen Twitter-Nutzers, welcher schrieb: "Vor ein paar Tagen twitterten Sie, dass es draussen gar nicht auf Aerosole ankommt - sondern auf Tröpfchen. Sie haben offenkundig in ihrer eigenen Schwurbelei völlig den Überblick verloren." Später schrieb Scheuch: "Das ist vollkommener Unsinn. Bitte machen Sie uns ernsthafte Aerosolforscher nicht lächerlich. Es steht nun einmal fest, auch wenn das nicht in ihrer Hypothesen passt, dass alle Beobachtungen zeigen, dass die allermeisten Ansteckungen drinnen stattfinden."

+++ 08:48 Städte leiden besonders +++
Städte leiden wirtschaftlich besonders stark unter der Corona-Krise. In ihnen stieg die Arbeitslosigkeit schneller und das Geschäftsklima verschlechterte sich stärker als andernorts, zeigt eine heute veröffentlichte Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts. "Der soziale Konsum spielt in den Städten eine größere Rolle. Hier schlagen die Auswirkungen der Pandemie besonders ins Kontor", erklärt Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

+++ 08:40 Nur 2 von 14 Kommunen Modell-tauglich +++
Ursprünglich wollten heute 14 Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit Corona-Lockerungen experimentieren. Doch zum geplanten Start erfüllen nur 2 der 14 Kommunen eine Mindestvoraussetzung: Coesfeld und Münster. Coesfeld verzeichnet eine Inzidenz von 88,9, Münster einen Wert von 99,9 . Damit halten diese Kommunen die Vorgabe ein, eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 zu haben. Die anderen 12 Kommunen, die das Wirtschaftsministerium zur Teil-Öffnung des öffentlichen Lebens ausgewählt hatte, sind dreistellig. Allerdings sind alle Starts auf Eis gelegt worden - auch Coesfeld und Münster verzichten nun mit Blick auf das Infektionslevel auf den Beginn der Lockerungen. In den Modellkommunen sollte mit Schnelltests und Nachverfolgungs-App nachgewiesen werden, dass der Betrieb von Sport- und Kulturstätten sowie von Außengastronomie auch in Pandemiezeiten möglich ist.

+++ 08:33 Italien will mRNA-Vakzine herstellen +++
Italien will in die Impfstoff-Produktion einsteigen. Laut "Financial Times" geht es konkret um die Produktion von Corona-Impfstoffen auf Grundlage der neuen mRNA-Technologie. Die Regierung habe bereits mit dem US-Biotechnologiekonzern Moderna, Novartis aus der Schweiz und der italienischen Firma Reithera gesprochen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Insider. Wie weit die Pläne bereits fortgeschritten sind, ist demnach aber noch unklar.

+++ 08:06 7-Tage-Inzidenz: Bayern schon bei 187,3 +++
Schleswig-Holstein sticht heraus. Positiv. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Nordwesten anhaltend deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und auch deutlich unter den übrigen Bundesländern. 72 Fälle pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage verzeichnet das Robert-Koch-Institut für Schleswig-Holstein. Alle anderen Bundesländer liegen über der Marke von 100. Niedersachsen steht noch am besten da mit einer 7-Tage-Inzidenz von 123,4. Es folgen Hamburg und das Saarland mit 125,7. Schlusslichter nach wie vor: Sachsen mit 236,5 und Thüringen mit 245,8. Und wie sieht der Vergleich Bayern und Nordrhein-Westfalen aus? Punktsieg für NRW-Chef Laschet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im größten Bundesland bei 171,1. In Söders Bayern kommen auf 100.000 Einwohner 187,3 Fälle innerhalb der letzten 7 Tage.

+++ 07:42 Über 80.000 Corona-Tote in Deutschland +++
92 neue Todesfälle wurden dem Robert-Koch-Institut am Sonntag übermittelt. Damit übersteigt die Gesamtzahl der mit oder an dem Virus verstorbenen Personen in Deutschland nun die Marke von 80.000 und liegt laut RKI-Dashboard an diesem Montagmorgen bei genau 80.006.


Das RKI-Dashboard finden Sie hier.

+++ 07:30 Politiker fordern Schule im Freien +++
Die Temperaturen steigen, die Schülerinnen und Schüler sollen zurück in die Schule. Politiker mehrerer Fraktionen bringen deswegen Unterricht unter freiem Himmel ins Spiel. "Unterricht im Freien oder die weitere Reduzierung der Lerngruppengrößen sind zu durchdenken, bevor Schulen geschlossen werden", sagt zum Beispiel der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Marcus Weinberg. Auch die stellvertretende FDP-Vorsitzende Katja Suding erklärt: "Ich unterstütze alle sinnvollen Maßnahmen, die Unterricht in Präsenz wieder möglich machen." Schule im Freien könnte sinnvoll sein. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas sagt: "Durch die Wissenschaft ist belegt, dass Aktivitäten unter freiem Himmel sicherer sind als in geschlossenen Räumen. Daher klingt die Möglichkeit, Schulunterricht im Freien möglich zu machen, erstmal gut."

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+++ 07:09 Studie mit gezielten Neuansteckungen startet +++
Um die Reaktion des Immunsystems zu erforschen, wollen britische Wissenschaftler junge Menschen mit überstandener Corona-Infektion gezielt erneut dem Virus aussetzen. Ziel ist herauszufinden, welche Virusmenge für eine erneute Infektion erforderlich ist, wie das Immunsystem reagiert und was dies für die Entwicklung einer Immunität gegen den Erreger bedeutet. Die Forschungen, an denen federführend auch die Universität Oxford beteiligt ist, sollen dazu beitragen, die Entwicklung von Corona-Impfstoffen und auch Medikamenten gegen Covid-19 zu verbessern und zu beschleunigen. Die neue sogenannte Human-Challenge-Studie soll noch in diesem Monat beginnen. Die Teilnehmer werden in einer "sicheren und überwachten Umgebung" dem Virus ausgesetzt und von einem Expertenteam begleitet. Gesucht werden junge, gesunde Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die schon einmal mit Sars-CoV-2 infiziert waren.

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+++ 06:58 Indien: 273.000 Neuinfektionen an einem Tag +++
In Indien setzt sich der rasante Anstieg der Corona-Infektionszahlen ungebremst fort: Das Gesundheitsministerium meldet mit 273.810 bestätigten neuen Ansteckungen erneut einen weltweiten Höchstwert. Insgesamt wurde demnach nun bei mehr als 15 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen. Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern weist damit weltweit die zweitmeisten Ansteckungsfälle auf, nach den USA, die mehr als 31 Millionen Fälle verzeichnen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt in Indien binnen 24 Stunden um 1619 auf 178.769.

+++ 06:50 Mehr Kunden kündigen ÖPNV-Abos +++
Seit den erneuten Lockdown-Maßnahmen vom November beschleunigt sich die Abwanderung von Stammkunden bei Bussen und Bahnen. Rund 15 Prozent der früheren Abo-Kunden hätten ihr Ticket inzwischen gekündigt, teilt der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen mit. Zu Beginn der Pandemie lag die Abwanderungsquote laut VDV bei lediglich rund 5 Prozent. Bei den Zahlen handele es sich um einen bundesweiten Durchschnitt über alle Regionen und Verkehrsträger hinweg.

+++ 06:44 Mecklenburg geht in Teil-Lockdown +++
Mecklenburg-Vorpommern ist seit Mitternacht in einem Teil-Lockdown. Schulen, Kitas, Museen, Bibliotheken und die meisten Geschäfte bleiben zu. Friseure, Baumärkte, Blumen- und Buchläden können hingegen geöffnet werden, ebenso der Lebensmittelhandel, Banken, Drogerien und Apotheken. Private Treffen dürfen nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstands stattfinden. Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper aus anderen Bundesländern dürfen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

+++ 06:40 Schärfere Regeln in Baden-Württemberg +++
Für Corona-Hotspots in Baden-Württemberg gelten von heute an einheitlich schärfere Regeln. Wo die Zahl der Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, treten schärfere Kontaktregeln in Kraft, außerdem gibt es nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Museen, Galerien und Zoos wie auch Wettannahmestellen müssen schließen, für den Friseurbesuch ist ein negativer Schnelltest erforderlich. Abholangebote im Einzelhandel nach dem Prinzip Click & Collect bleiben hingegen erlaubt.

+++ 06:30 Entscheidende Beratungen über Notbremse +++
Die Beratungen über eine bundesweite Corona-Notbremse gehen in die möglicherweise entscheidende Woche. Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD sprechen heute um 11.30 Uhr in Videokonferenzen über Änderungen am Infektionsschutzgesetz. Ziel des Gesetzes ist es, Einschränkungen des öffentlichen Lebens bundesweit einheitlich zu regeln - mit der sogenannten Notbremse: Falls die 7-Tage-Inzidenz in einer Stadt oder einem Landkreis drei Tage hintereinander über 100 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt, sollen dort die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Zudem sollen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr Ausgangsbeschränkungen gelten.

+++ 05:34 RKI meldet 11.437 Neuinfektionen - Inzidenz bei 165,3 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 11.437 Corona-Neuinfektionen und 92 neue Todesfälle. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 13.245 Neuinfektionen und 99 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bundesweit bei 165,3. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,3 angegeben.

Mahr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:17 China testet Impfstoff-Mix +++
Chinesische Forscher testen die Wirksamkeit einer Kombination zweier Impfungen gegen Covid-19. In einer Studie mit rund 120 Teilnehmern werde zunächst eine Einzeldosis des Vakzins von Cansino verabreicht, gefolgt von einer Dosis des Herstellers Chiongqing Zhifei, wie aus Registrierungsdaten der klinischen Studie hervorgeht. Beide Impfstoffe sind als Zweifach-Impfung Teil der chinesischen Impfkampagne.

+++ 04:28 Industrie kritisiert Infektionsschutzgesetz +++
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) kritisiert die geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes scharf. "Der Entwurf für das vierte Infektionsschutzgesetz zeigt leider, wie wenig Bund und Länder seit einem Jahr in einer wirklich evidenzbasierten Corona-Bekämpfung vorangekommen sind", sagt BDI-Präsident Siegfried Russwurm der dpa. "Das Risiko eines regulativen Flickenteppichs bleibt bestehen - und damit die Planungsunsicherheit für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger." Zwar brauche es bundeseinheitliche Regeln - anstelle pauschaler Lockdown-Maßnahmen und der Fokussierung auf die Sieben-Tage Inzidenz bedarf es Russwurm zufolge aber einer differenzierten Betrachtung und der Einbeziehung von Erfahrungen aus Modellprojekten.

+++ 03:23 Polizei-Gewerkschaft will Infektionsschutzgesetz "mit Augenmaß" durchsetzen +++
In der Debatte um das Infektionsschutzgesetz stellt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klar, dass Polizeibeamte Wohnungen nicht ohne Anlass kontrollieren werden. "Das eingesetzte Personal wird die Auflagen 'mit Augenmaß' durchsetzen, wir appellieren aber an die Bevölkerung, diese mitzutragen und sich rücksichtsvoll zu verhalten", sagt der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende, Dietmar Schilff, der "Rheinischen Post". Eine Inspektion von Wohnungen ohne Anlass werde es von der Polizei nicht geben, sagt Schilff. "Es wird nicht an jeder Tür geklingelt." Die Pandemie könne nur mit gesellschaftlicher Solidarität bewältigen werden.

+++ 02:14 Hälfte aller erwachsenen US-Bürger mindestens einmal geimpft +++
Mehr als die Hälfte aller erwachsenen US-Bürger haben mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Die Gesundheitsbehörde CDC gibt ihre Zahl mit rund 130 Millionen Bürgern über 18 Jahren an. Dies entspreche 50,4 Prozent aller Erwachsenen. Rund 84 Millionen Erwachsene haben demnach bereits den vollen Impfschutz, dies entspreche 32,5 Prozent aller Erwachsenen. Zuletzt wurden in den USA im Schnitt mehr als drei Millionen Menschen pro Tag geimpft.

+++ 00:52 Altmaier kritisiert zu späte Notbremse in Schulen +++
Wirtschaftsminister Peter Altmaier kritisiert bei der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse eine zu lasche Regelung in Schulen. "Ich hätte 100 mitgetragen", sagt der CDU-Politiker in der ARD mit Blick auf die sogenannte Inzidenz, also 100 Fälle pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Dies sei die Forderung von Virologen gewesen. Denn in Schulen würden Infektionen nachweislich verbreitet. Im aktuellen Gesetzentwurf, der in den nächsten Tagen im Bundestag beschlossen werden soll, sind aber erst ab einer 200er Inzidenz deutliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vorgesehen.

+++ 23:32 CSU will wohl Termin-Einkauf auch bei Inzidenz über 100 +++
In den Gespräche der Regierungsfraktionen über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes besteht die CSU-Seite nach Reuters-Informationen aus Koalitionskreisen darauf, dass wie in Bayern auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 weiter das Konzept "Click & Meet" im Einzelhandel möglich sein soll und die Geschäfte nicht schließen sollen. Kanzlerin Angela Merkel hatte diese Umsetzung der "Notbremse" in Bayern am vergangenen Wochenende kritisiert.

+++ 22:12 FDP droht wegen Infektionsschutzgesetz erneut mit Gang nach Karlsruhe +++
Im Ringen um das geplante Infektionsschutzgesetz macht die FDP eine Verfassungsbeschwerde von mehreren Änderungswünschen abhängig. Das sagt der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann der "Welt". Die FDP fordert unter anderem, Maßnahmen nicht von der Inzidenz abhängig zu machen, Ausnahmen für geimpfte und getestete Personen vorzusehen und auf Ausgangssperren zu verzichten. "Sollte sich die große Koalition diesen Änderungen verweigern, sehen wir uns gezwungen, den Gang nach Karlsruhe anzutreten", sagte Buschmann.

+++ 21:46 Türkei meldet höchste Tageszahl an Toten +++
Die Türkei hat seit Beginn der Pandemie noch nie so viele Tote an einem Tag registriert. Das Gesundheitsministerium bestätigte 318 Todesopfer binnen 24 Stunden. Insgesamt stieg die Zahl damit auf 35.926. Außerdem wurden 55.802 neue Infektionsfälle gemeldet, die Gesamtzahl näherte sich damit der Marke von 4,3 Millionen.

+++ 21:28 USA: Jeder zweite Erwachsene mit mindestens einer Dosis geimpft +++
Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung in den USA haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als die Hälfte aller Erwachsenen dort mindestens eine Impfdosis erhalten. 50,4 Prozent der Erwachsenen - rund 130 Millionen Menschen - wurde bis Sonntag mindestens eine Dosis verabreicht, wie aus CDC-Statistiken hervorging. Vollständig geimpft ist demnach bereits fast jeder dritte Erwachsene. In der besonders gefährdeten Altersgruppe ab 65 Jahren haben 81 Prozent eine erste Dosis erhalten, rund zwei Drittel sind vollständig geimpft. Insgesamt wurden in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern bislang fast 210 Millionen Coronavirus-Impfungen verabreicht.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

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