Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:52 Über 1200 weitere Tote in Brasilien +++

Brasilien kann die Ausbreitung des Coronavirus nicht eindämmen:  Das Gesundheitsministerium meldet 22.765 Neuinfektionen, die Gesamtzahl der Ansteckungen in dem Land steigt damit auf 978.142. Binnen 24 Stunden sind weitere 1238 Menschen an Covid-19 gestorben, insgesamt gibt es nun 47.748 Tote. Härter sind nur die USA von der Pandemie betroffen.

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+++ 23:10 In Kalifornien wird Maskentragen Pflicht +++
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erlässt eine allgemeine Maskenpflicht für "die meisten Orte außerhalb des Hauses". Mit Ausnahmen wie Restaurants gilt sie auch in geschlossenen Räumen, etwa beim Einkaufen, am Arbeitsplatz oder in  öffentlichen Verkehrsmitteln. Bisher galt nur eine Empfehlung. An die hätten sich laut Newsom aber zu wenige Menschen  gehalten. In Kalifornien sind die Corona-Auflagen in den letzten Wochen schrittweise gelockert worden. In dem Bundesstaat mit 40 Millionen Einwohnern haben Geschäfte, Shopping-Malls und Restaurants Ende Mai mit Beschränkungen den Betrieb wieder aufgenommen.

 

+++ 22:35 Corona-Ausbruch in Kasseler Wohnhaus +++
Mindestens 20 Bewohnerinnen und Bewohner eines Wohnhauses in Kassel haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Darunter sind auch zwei Grundschulkinder, wie die Stadt am Abend mitteilte. Als Vorsichtsmaßnahme bleibe ihre Schule und ein Hort im betroffenen Stadtteil Bettenhausen am Freitag geschlossen. Weitere Menschen würden getestet, Ergebnisse stehen derzeit noch aus. Weitere Angaben - etwa zur Zahl der Menschen, die in Quarantäne müssen oder zu möglichen schweren Verläufen der Infektion - machte die Stadt zunächst nicht.

+++ 22:04 Mehr als 300.000 Infektionen in Großbritannien +++
Die Zahl der Corona-Fälle in Großbritannien hat die Marke von 300.000 überschritten. Nach Berechnungen von ntv.de zählt das Königreich 300.469 Infektionen. Mehr als 42.000 Briten sind bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

 
+++ 21:22 21 Corona-Tote in 24 Stunden +++

In Deutschland ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 187.942 gestiegen. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis der Zahlen des Robert-Koch-Instituts und der Bundesländer hervor. Aktuell sind 5842 Menschen mit dem Erreger infiziert. Seit dem Vorabend erhöhte sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um 21 auf 8871.

 

+++ 20:37 Deutlicher Anstieg: 128 neue Corona-Fälle in Berlin +++
Die Stadt Berlin meldet 128 neue Coronavirus-Fälle. Mehr Neuinfektionen an einem Tag gab es laut den Meldedaten zuletzt am 15. April. Gut möglich, dass die Erhöhung der Fallzahlen mit dem Infektionsgeschehen in Neukölln in Verbindung steht. Dort befinden sich wegen einem Corona-Ausbruch aktuell 369 Haushalte in Quarantäne.  Die Corona-Ampel der Hauptstadt sprang dennoch wieder auf grün, nachdem sie am Mittwoch gelb angezeigt hatte. Derzeit liegt der R-Wert in der Stadt bei 1,01.

 

 

+++ 20:04 Sieben-Tage-R zieht deutlich an +++
Der vom Robert-Koch-Institut (RKI) ermittelte Schätzwert zur Reproduktionszahl - der sogenannte einfache R-Wert - verharrt auf dem Vortagesniveau. Das RKI gab den aktuellen Stand mit 0,86 an. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Das vom RKI zudem angegebene Sieben-Tage-R liegt den aktuellen Angaben zufolge bei 1,00. Damit steigt dieser Wert im Vergleich zum Vortag deutlich, als er noch bei 0,89 gelegen hatte. Das Sieben-Tage-R bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen.

+++ 18:55 Erneuter Corona-Ausbruch bei Peking +++
Nach dem erneuten Corona-Ausbruch in Peking sind die Reisebeschränkungen auf die Umgebung der chinesischen Hauptstadt ausgeweitet worden. Die Behörden riegelten den angrenzenden Bezirk Anxin mit seinen rund 460.000 Einwohnern weitgehend ab. Fahrten hinein und aus dem Gebiet hinaus wurden weitgehend untersagt. Zugleich versicherten die Behörden, der erneute Ausbruch des Virus in Peking sei "unter Kontrolle". Wie staatliche Medien berichteten, dürfen nur Fahrzeuge in den Bezirk Anxin, die zur grundlegenden Versorgung des rund 150 Kilometer von Peking entfernten Bezirks gebraucht werden. Andere Fahrzeuge benötigten dafür eine Sondergenehmigung.

+++ 18:08 Nato wappnet sich mit Notfallplan für zweite Welle +++
Die Nato wappnet sich mit einem Notfallplan für eine mögliche zweite Pandemie-Welle. Die Verteidigungsminister der 30 Mitgliedstaaten beschlossen, einen Vorrat an medizinischer Ausrüstung anzulegen, wie Generalsekretär Jens Stoltenberg mitteilte. Zudem soll ein millionenschwerer Krisenfonds eingerichtet werden. Wo die Vorräte angelegt werden, ist nach Angaben von Diplomaten noch nicht abschließend entschieden. Sie sollen aber auf jeden Fall Material für Intensivstationen, Beatmungsgeräte und Schutzmasken beinhalten. Mit Geldern aus dem Krisenfonds könnte im Notfall zum Beispiel der Transport von Material, aber auch von an Covid-19 erkrankten Patienten organisiert werden.

+++ 17:30 Clemens Tönnies nicht in Quarantäne +++
Clemens Tönnies, Gesellschafter von Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies, muss nach dem starken Anstieg von Infizierten unter der Belegschaft am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück nicht in Quarantäne. "Clemens Tönnies ist auch nicht infiziert oder durch Corona krank geworden", sagte Konzernsprecher André Vielstädte. Der 64-jährige Schalke-Boss sei nach einem Krankenhausaufenthalt zwar wieder bei der Arbeit, aber noch nicht mit dem sonst üblichen Arbeitspensum, sagte der Sprecher. Mit Verweis auf die Privatsphäre wollte sich Vielstädte nicht zum Grund des Krankenhausaufenthalts äußern.

+++ 16:47 Kreis Gütersloh bittet Bundeswehr um Hilfe +++
Der Kreis Gütersloh hat bei der Bundeswehr um Hilfe bei einem Reihentest auf Corona-Infektionen beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück angefragt. Landrat Sven-Georg Adenauer habe um Amtshilfe gebeten, wie eine Sprecherin sagte. Bislang hatten das Rote Kreuz und die Malteser bei den Tests geholfen. Diese Organisationen stießen aber an ihre Grenzen. Die Bundeswehr soll ab Freitag Soldaten mit medizinischen Vorkenntnissen und andere für die Dokumentation schicken. Nach Angaben eines Konzern-Sprechers sollen pro Tag 1500 bis 2000 Mitarbeiter auf das Corona-Virus getestet werden.

+++ 16:24 EU verhandelt wohl mit Pharmariesen über Impfstoff +++
Die EU-Kommission verhandelt Insidern zufolge mit Johnson & Johnson über die Versorgung mit einem Covid-19-Impfstoff, den der US-Pharmakonzern derzeit entwickelt. Eine Vereinbarung über den Kauf oder eine Reservierung von Impfdosen werde derzeit vorbereitet, sagt ein führender Gesundheitsexperte eines EU-Staats. Ein zweiter Insider in Brüssel erklärt, in der Angelegenheit habe es am Dienstag ein Telefonat zwischen Vertretern der EU-Kommission und dem Unternehmen gegeben. Die EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab. Bei Johnson & Johnson in den USA war dafür zunächst niemand zu erreichen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

+++ 15:45 Eltern und Kinder demonstrieren vor Tönnies-Anwesen +++
Dutzende Lehrer und Eltern mit ihren Kindern vor dem privaten Tönnies-Anwesen, einem Werk des Schlachtbetriebs sowie einer Kirche in Rheda-Wiedenbrück protestiert. Dabei hatten sie Schilder mit Aufdrucken wie "Stoppt die Ausbeute bei Tönnies" bei sich. Protest-Teilnehmerin Melanie Beforth sagte: "Bildung ist offenbar nicht so wichtig wie ein Stück Fleisch zu essen." Es gehe ihr aber nicht darum, auf die Arbeiter bei Tönnies zu zeigen, die nicht die Schuld trügen. Sie wolle zeigen, dass die Familien an der Grenze ihrer Leistungskapazität seien. Nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies sind vorsichtshalber Schulen und Kindergärten im Kreis Gütersloh geschlossen worden.

+++ 15:11 Per USB desinfizierbare Schutzmaske entwickelt +++
Israelische Forscher entwickeln eine wiederverwendbare Atemschutzmaske, die das Coronavirus durch Wärmezufuhr abtöten kann. Die Maske verfügt über einen USB-Anschluss, der an eine Stromquelle wie ein Handy-Ladegerät angeschlossen werden kann.

+++ 14:40 Bielefeld schickt Schulkinder von Tönnies-Mitarbeitern nach Hause +++
Der Corona-Ausbruch im benachbarten Kreis Gütersloh hat Folgen für die Menschen in Bielefeld: Nach Angaben der Stadt wurden die Schulen und Kitas darüber informiert, dass die Kinder von Tönnies-Beschäftigen nach Hause geschickt werden müssen. Andere Kinder aus dem Kreis Gütersloh betrifft diese Maßnahme nicht, wie die Stadt mitteilte. Nach Informationen von "Radio Bielefeld" hat auch das Klinikum Bielefeld reagiert: Es schließt als Reaktion auf die gestiegenen Fallzahlen bei Tönnies seine drei Häuser für Besucher und macht damit zwischenzeitige Lockerungen der Corona-Regeln rückgängig.

+++ 14:05 Spanien macht mehrere Milliarden für Tourismusbranche locker +++
Die spanische Regierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 4,26 Milliarden Euro für die von Corona besonders heftig gebeutelte Tourismusbranche des Landes beschlossen. Allein 2,5 Milliarden seien für Bürgschaften vorgesehen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez. Der Tourismussektor trägt mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt Spaniens bei. Mit bislang 244.683 bestätigten Infektionen und mehr als 27.136 Toten gehört Spanien zu den in Europa am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern.

+++ 13:58 Russland beziffert Totenzahl im Medizinsektor auf fast 500 +++
Beinahe 500 Ärzte und anderes medizinisches Personal sind in Russland nach Behördenangaben nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Leider habe das Gesundheitswesen bisher 489 Mitarbeiter durch die Pandemie verloren, sagte die Leiterin der nationalen Gesundheitsaufsicht, Anna Samojlowa, der Staatsagentur Tass zufolge. Die Zahl ist höher als die unabhängiger Quellen, die lange Zeit mehr Todesfälle als die Behörden öffentlich gemacht hatten. Ende Mai hatte das Gesundheitsministerium noch von lediglich 101 Toten gesprochen. Samojlowa räumte ein, dass Russlands Gesundheitswesen am Anfang nicht auf die Pandemie vorbereitet gewesen sei. Noch immer beklagen viele Mediziner, dass sich Personal in Kliniken nicht oder nur unzureichend bei der Behandlung von Corona-Patienten schützen kann.

+++ 13:43 Magdeburg verzeichnet 14 neue Infektionen +++
In Magdeburg sind binnen eines Tages 14 neue Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Landesweit kamen von Mittwoch- auf Donnerstagvormittag insgesamt 16 neue Fälle hinzu, wie das Sozialministerium mitteilte. Neben Magdeburg meldeten demnach der Landkreis Börde und der Burgenlandkreis je einen neuen Infektionsfall. Alles in allem stieg die Zahl der Fälle auf 1819. Schätzungen zufolge sind bislang 1657 Menschen wieder genesen. 57 Menschen sind den Angaben zufolge bislang im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. In Magdeburg wurden bislang 195 Infektionen seit Beginn der Pandemie bekannt. Allein 76 davon kamen seit Donnerstag vergangener Woche dazu.

+++ 13:24 WHO hofft für 2020 auf Hunderte Millionen Impfdosen +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hofft, dass in diesem Jahr Hunderte Millionen Dosen eines Impfstoffes produziert werden können. Bis Ende kommenden Jahres sollen es zwei Milliarden Dosen sein, sagt WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan.

+++ 12:44 Tschechien hebt Maskenpflicht auf +++
Ab Juli gilt in Tschechien keine grundsätzliche Maskenpflicht mehr - die Hauptstadt Prag ausgenommen. Das gab Gesundheitsminister Adam Vojtech bekannt. Nicht aufgehoben wird der Maskenzwang in Gebieten mit einer höheren Zahl an Corona-Neuinfektionen. Dies würde nach derzeitigem Stand neben Prag auch die Region um die Bergbaustadt Karvina (Karwin) im Osten des Landes betreffen. Tschechien hatte als eines der ersten Länder in Europa am 18. März eine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit eingeführt. Landesweit wurden mittlerweile 10.176 Ansteckungen registriert, 333 Infizierte starben.

+++ 12:18 Göttingen stellt Hochhaus unter Quarantäne +++
Aufgrund etwa 100 neuer Coronavirus-Infektionen in einem Göttinger Hochhaus wird der Gebäudekomplex sofort vollständig unter Quarantäne gestellt. Von der Entscheidung sind knapp 700 Bewohner betroffen, wie die Stadt mitteilt. Damit sollen die Übertragungswege des Virus unterbrochen werden, weil die Behörden davon ausgehen, dass es eine hohe Zahl an Kontaktpersonen ersten Grades in dem Wohnkomplex gibt. Zuvor war es im Juni in einem anderen Hochhauskomplex am nördlichen Rand der Göttinger Innenstadt, dem Iduna-Komplex, zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

+++ 11:59 USA verzeichnen mehr als 117.000 Covid-19-Tote +++
In den USA liegt die Zahl der täglichen Corona-Toten seit mehr als einer Woche unter 1000. Am Mittwoch sind 763 Infizierte gestorben, wie aus den Daten der "New York Times" hervorgeht. Die Zeitung verfolgt in einem Tracking-Projekt alle Fallmeldungen aus den einzelnen US-Bundesstaaten. Demnach liegt die Gesamtzahl der Toten bei 117.741. Die Zahl der bislang in den Vereinigten Staaten bestätigten Infektionen beträgt 2.174.400. Damit bleiben die USA das weltweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

+++ 11:42 Tokio zählt erneut mehr als 40 Neuinfektionen +++
Ein erneuter Anstieg der Zahl neuer Corona-Infektionen in Tokio schürt die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtet, wurden binnen eines Tages weitere 41 Menschen positiv auf das Virus getestet. Vor einer Woche hatte die Gouverneurin der Hauptstadt, Yuriko Koike, das Alarmsystem "Tokio Alert" wieder aufgehoben. Seither dürfen Kneipen und Restaurants wieder bis in den späten Abend öffnen. Allerdings stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den vergangenen Tagen wiederholt deutlich an.

+++ 11:25 Deutsche wagen sich wieder häufiger in Busse und Bahnen +++
Die Zahl der Bus- und Bahnfahrgäste nimmt nach dem Abflauen der Corona-Krise allmählich wieder zu. Man verzeichne etwa 40 bis 60 Prozent der Nachfrage von vor der Krise, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann. 2020 werde es aber keine Rückkehr zum Normalzustand geben. Im VDV sind die Nahverkehrs-Unternehmen in Deutschland zusammengeschlossen. Ihm gehört auch die Regionaltochter der Deutschen Bahn, DB Regio, an.

+++ 10:55 Infiziertenzahl in Russland steigt auf 561.091 +++
In Russland bleibt die Zahl der täglichen Neuinfektionen weiter auf hohem Niveau. Offiziellen Angaben zufolge haben sich in dem Land weitere 7790 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 561.091. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich demnach um 182 auf 7660. Russland ist derzeit das weltweit am drittstärksten von der Pandemie betroffene Land hinter den USA und Brasilien.

+++ 10:14 Kasachstans 79-jähriger Ex-Präsident ist infiziert +++
Kasachstans früherer Präsident Nursultan Nasarbajew hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Der Ex-Staatschef befände sich derzeit in häuslicher Isolation, heißt es in einer auf seiner Website veröffentlichten Erklärung. Nasarbajew, der im Juli seinen 80. Geburtstag feiert, hatte die Präsidentschaft im vergangenen Jahr an Kassim-Schomart Tokajew übergeben. Den Status als "Staatsoberhaupt" hält Nasarbajew jedoch weiterhin. Als Vorsitzender der Regierungspartei Nur Otan und als Präsident des kasachischen Sicherheitsrates hat Nasarbajew großen Einfluss auf das Geschehen im Land.

+++ 09:40 Blutgruppenstudie erscheint in Fachjournal +++
Ein wichtiger Faktor für die unterschiedlichen Verläufe während einer Covid-19-Erkrankung könnte die Blutgruppe sein, wie ein internationales Forscherteam im "New England Journal of Medicine" berichtet. Demnach haben Menschen mit der in Deutschland häufigsten Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr. Das Team um den Molekularbiologen Andre Franke von der Universitätsklinik Kiel hatte seine Ergebnisse bereits als sogenanntes Preprint veröffentlicht - also ohne Begutachtung durch unabhängige Wissenschaftler. Nun ist die Studie in einem renommierten Fachjournal erschienen.

+++ 09:33 Großbritannien wirft Russland Pandemie-Propaganda vor +++
Die britische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen China, Russland und den Iran im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. "Wir wissen mit Sicherheit, dass Russland systematisch in Fehlinformationen und Propaganda verwickelt ist, durch Cyber- und andere Wege", sagt Außenminister Dominic Raab dem Sender Sky. "Andere engagieren sich ebenfalls, China und der Iran."

+++ 08:49 Orban tritt Corona-Sondervollmachten wieder ab +++
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat seine umstrittenen Sondervollmachten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abgegeben. Mit einem Regierungserlass hob der rechtsnationale Politiker gestern kurz vor Mitternacht den coronabedingten Gefahrennotstand auf, den er Mitte März verhängt hatte. Dieses Gesetz hatte den ungarischen Regierungschef mit umfassenden und ursprünglich zeitlich unbefristeten Sondervollmachten ausgestattet. Gleichfalls in der Nacht zum Donnerstag erschienen im Ungarischen Amtsblatt mehrere von Orban gezeichnete Erlasse zum Umgang mit der Pandemie. Menschenrechtler kritisieren, dass er sich damit durch die Hintertür bestimmte Vollmachten fürs Durchregieren gesichert habe. In Ungarn haben sich bislang 4079 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Zahl der Todesfälle wird mit 568 angegeben.

+++ 08:20 Fast 13.000 Neuinfektionen in Indien +++
In Indien hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen neuen Tageshöchststand erreicht. Das mit 1,3 Milliarden Einwohnern zweitbevölkerungsreichste Land der Welt verzeichnete einen Rekordanstieg von 12.881 Sars-CoV-2-Infektionen und zählt somit insgesamt 366.946 bestätigte Fälle. Damit liegt Indien weltweit auf Platz vier - nach den USA, Brasilien und Russland. Die Zahl der Todesfälle in Indien stieg um 334 auf 12.237.

+++ 07:59 Erneut kein deutscher Kreis über "Obergrenze" +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist erneut keine roten Flecken auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreitet kein Kreis die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Die "Obergrenzen"-Karte zeigt, dass sich der Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück wohl auf mindestens zwei Kreise auswirkt: Landkreis Gütersloh und Kreis Warendorf.

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+++ 07:32 40.300 Saisonkräfte reisten per Sonderregel ein +++
Mit der Sonderregelung für die Landwirtschaft wegen der Corona-Krise sind im Frühjahr insgesamt 40.300 Saisonkräfte aus dem Ausland nach Deutschland gekommen, wie der Bauernverband auf Grundlage von Daten der Bundespolizei mitteilt. Demnach hatten 2300 Landwirtschaftsbetriebe Einreisen angemeldet. Die Sonderregelung für April und Mai wurde einmal verlängert und lief am vergangenen Montag aus. Seit Dienstag können Erntehelfer aus EU-Ländern auch wieder auf dem Landweg und "ohne die bisherigen Beschränkungen" einreisen, wie ein Konzept von Bundesagrarministerin Julia Klöckner festlegt. Die neuen Regelungen gelten bis Jahresende.

+++ 06:56 Trump: Werden USA nicht wieder schließen +++
US-Präsident Donald Trump will trotz steigender Infektionszahlen nicht noch mal auf Geschäftsschließungen zur Eindämmung des Virus zurückgreifen. "Wir werden das Land nicht wieder schließen. Das werden wir nicht tun müssen", betonte Trump beim Sender Fox News. Zuvor hatten der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, und Finanzminister Steven Mnuchin gesagt, die Vereinigten Staaten könnten die Wirtschaft nicht wieder stilllegen.

+++ 06:33 Virus-Lage in Brasilien spitzt sich weiter zu +++
In Brasilien steigen die Corona-Fallzahlen weiter rasant an. Nach offiziellen Angaben verzeichnete das Land binnen 24 Stunden 1269 weitere Covid-19-Todesfälle, womit sich die gemeldete Zahl der Todesopfer auf 46.510 erhöht. Innerhalb eines Tages stieg die Zahl der neuen bestätigten Fälle um 32.188 auf insgesamt 955.377, teilte das Gesundheitsministerium mit. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 05:41 IG Metall rechnet mit Verteilungskämpfen +++
Die IG Metall rechnet angesichts der Corona-Krise mit harten gesellschaftlichen Verteilungskämpfen und wirft dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall vor, "mit der Schrotflinte" auf den Sozialstaat zu schießen. "Deutschland stehen große gesellschaftliche Verteilungskämpfe bevor, wer für die Kosten der Corona-Krise aufkommen soll", sagt IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen Urban dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Im Lager der Arbeitgeber gibt es starke Kräfte, die den Konsens einer fairen gesellschaftlichen Lastenverteilung aufbrechen wollen. Das gilt zuvorderst für Gesamtmetall – dem müssen und werden wir uns entschieden entgegenstellen."

+++ 05:27 DGB fordert Verlängerung des Mieterschutzes +++
Mieter und private Kreditnehmer sollen nach dem Willen von Gewerkschaften und Verbraucherschützern länger vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise geschützt werden. Ein Ende dieses Monats auslaufendes Moratorium für die Zahlung von Miete, Strom, Gas, Telefon und laufenden Krediten müsse um drei Monate bis Ende September verlängert werden, fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und der Deutsche Mieterbund (DMB) in einer gemeinsamen Erklärung, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. Der Vorstand des vzbv, Klaus Müller, verlangt, die Bundesregierung müsse wie versprochen alles dafür tun, um die wirtschaftliche Existenz der Menschen in der Corona-Krise zu sichern. "Die eigene Wohnung, die Versorgung mit Strom, Wasser und Kommunikation sind lebensnotwendig und nicht verhandelbar", so Müller.

+++ 05:12 GEW warnt vor übereilter Öffnung von Schulen +++
Vor dem Treffen der Kultusministerkonferenz warnt die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, vor einer übereilten und zu weitgehenden Öffnung von Schulen. "Auf das Abstandsgebot in den Schulen zu verzichten, ist der falsche Weg", sagt Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen weiterhin - so weit wie möglich - Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einhalten", setzt sie hinzu. "Das ist das A und O, um Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern vor Infektionen zu schützen." Die Kultusministerkonferenz will heute per Videoschalte über das kommende Schuljahr beraten. Lehrergewerkschafterin Tepe fordert: "Statt um die schnellste und weitestgehende Öffnung von Schulen zu wetteifern, muss die Zeit jetzt genutzt werden, um tragfähige Konzepte für einen Mix aus Präsenz- und Fernunterricht nach den Sommerferien zu entwickeln."

+++ 04:51 WHO: Forscher stoppen Tests mit Hydroxychloroquin +++
Internationale Forscher wollen Tests mit dem Malaria-Medikament Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten einstellen. Das Mittel habe die Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert, begründet die Weltgesundheitsorganisation den Schritt unter Berufung auf Testergebnisse. Hydroxychloroquin war Bestandteil einer von der WHO koordinierten Forschungsreihe mit mehr als 3500 Patienten in 35 Ländern. Dabei wird untersucht, ob verschiedene schon vorhandene Medikamente etwa gegen Malaria, HIV, Ebola und Multiple Sklerose einen Effekt gegen Covid-19 haben.

+++ 04:27 Neuseeland: schwerster Konjunktureinbruch seit Jahrzehnten +++
Neuseeland muss wegen der Corona-Krise den schwersten Konjunktureinbruch seit rund drei Jahrzehnten verkraften. Wie die Regierung mitteilt, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 1,6 Prozent zum Vorquartal. Das ist der erste Rückgang seit Dezember 2010 und zugleich der höchste zum Vorquartal seit März 1991, als Neuseelands Wirtschaftsleistung um 2,4 Prozent gesunken war. Die Regierung führt den Konjunktureinbruch auf die Auswirkungen der Reise- und Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zurück.

+++ 04:01 China meldet 21 Neuinfektionen in Peking +++
Die chinesische Gesundheitskommission meldet binnen 24 Stunden 28 neue Coronavirus-Fälle, 21 davon in der Hauptstadt Peking. Bei vier der 28 Fälle würde es sich um sogenannte importierte Fälle handeln, an denen Reisende aus Übersee beteiligt sind. Darüber hinaus gebe es acht neue asymptomatische Infektionen. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 83.293. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634. China zählt asymptomatische Patienten - also diejenigen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, aber keine Symptome zeigen - nicht zu den bestätigten Coronavirus-Fällen.

+++ 03:19 Eiffelturm wieder offen - für Sportliche +++
Arbeiter am Eiffelturm bereiten nach drei Monaten Pause die Wiedereröffnung des Pariser Wahrzeichens für den 25. Juni vor - allerdings nur für Sportliche: Die Aufzüge bleiben nach Angaben der Betreibergesellschaft wegen eines erhöhten Infektionsrisikos infolge des engen Raumes weiterhin außer Betrieb. In den Treppenhäusern werde es zum Schutz der Besucher ein Einbahnstraßensystem geben und alle Personen über elf Jahren müssen einen Gesichtsschutz tragen.

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+++ 02:40 Broncos-Verteidiger Jackson infiziert +++
NFL-Verteidiger Kareem Jackson von den Denver Broncos ist mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigt Jackson dem lokalen TV-Sender KUSA-TV in Denver. Jackson und zahlreiche weitere Football-Spieler der Broncos hatten Anfang Juni an einer Demonstration teilgenommen. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich der 32-Jährige erst vor wenigen Tagen angesteckt hat.

+++ 01:55 Habeck: Corona-App muss auch auf alten Smartphones laufen +++
Grünen-Chef Robert Habeck kritisiert Einschränkungen der Corona-Warn-App. "Es ist wirklich ein Problem, dass die App nur auf neueren Smartphones läuft. Dadurch lässt sie ausgerechnet Ältere oder Menschen mit wenig Geld außen vor", sagt er den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Auch sie müssen erfahren können, ob sie mit Infizierten Kontakt hatten. Die Bundesregierung muss jetzt alles dafür tun, dass möglichst alle Menschen die App nutzen können." Habeck plädiert zudem dafür, den Einsatz der App gesetzlich zu regeln, um das Vertrauen der Bevölkerung zu erhöhen. "Die App muss streng zweckgebunden und freiwillig bleiben."

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+++ 01:11 Brasiliens Zentralbank senkt Zinsen auf Rekordtief +++
Brasiliens Zentralbank senkt ihren Leitzins erwartungsgemäß um 75 Basispunkte auf ein Rekordtief von 2,25 Prozent. Mit dem niedrigsten Stand aller Zeiten gebe es nun wenig Spielraum mehr für weitere geldpolitische Impulse zur Unterstützung einer von der Coronavirus-Pandemie gebeutelten Wirtschaft, heißt es in der Entscheidung. Ökonomen gehen davon aus, dass die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas in diesem Jahr den stärksten jährlichen Abschwung seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 erleiden wird. Vergangene Woche hatte die Weltbank ihre BIP-Prognose für Brasilien auf einen Rückgang um acht Prozent revidiert. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 00:14 Maskenpflicht in Istanbul, Ankara und Bursa +++
In den größten türkischen Städten Istanbul und Ankara sowie in Bursa gilt künftig im Freien eine Maskenpflicht. Das ordnen die zuständigen Stadtbehörden an. Erst kürzlich wurden in der Türkei eine ganze Reihe von Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben, doch in der Folge verdoppelte sich die Zahl der neuen Covid-19-Fälle auf etwa 1500 pro Tag, wie aus offiziellen Daten hervorgeht.

+++ 23:26 Studie: Keine Besserung nach Actemra-Behandlung +++
Eine italienische Studie dämpft Hoffnungen, dass sich Covid-19 mit dem Arthritis-Medikament Actemra der Schweizer Pharmafirma Roche erfolgreich behandeln lässt. Die Untersuchung ergab nach Angaben von beteiligten Wissenschaftlern, dass eine Verabreichung des Mittels keine Besserung der Symptome bei Patienten brachte, die in einem frühen Stadium an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung litten.

+++ 22:33 Auch WHO beendet Studie zu Trumps vermeintlichem Wundermittel +++
Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ihre Studie mit dem Anti-Malaria-Mittel Hydroxychloroquine ein. Dies sei geschehen, nachdem andere Untersuchungen keine Wirkung gezeigt hätten, sagt die WHO-Expertin Ana Maria Henao-Restrepo. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben das Mittel zeitweilig zur Vorbeugung eingenommen, obwohl Experten keine Wirksamkeit erkennen konnten.

+++ 22:09 Präsident von Honduras in Krankenhaus eingeliefert +++
Honduras' Präsident Juan Orlando Hernandez ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung in ein Hospital eingewiesen worden. Einem Sprecher der Gesundheitsbehörden zufolge wird er dort wegen einer Lungenentzündung behandelt. Allgemein sei der Präsident jedoch in guter Verfassung. Hernandez wollte ursprünglich von Zuhause aus weiterarbeiten.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, jpe/cri/bad/dpa/rts/AFP/sid