Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:57 Tschechien verlängert Notstand +++

In Tschechien wird der Corona-Notstand um zwei weitere Wochen bis zum 11. April verlängert. Das hat das Parlament beschlossen. Ministerpräsident Andrej Babis bat er seine Landsleute um Geduld du äußerte Hoffnung, dass dies der letzte Lockdown sein könnte. Der Notstand gibt der Regierung mehr Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. In Tschechien darf man seinen Wohnbezirk - vergleichbar einem Landkreis - derzeit nur in Ausnahmefällen verlassen. Eine Mehrheit der Abgeordneten forderte die Regierung auf, diese Maßnahme spätestens nach Ostern aufzuheben. Zudem solle die Maskenpflicht entfallen, wenn man allein auf der Straße ist. Die Corona-Lage in dem Land verbessert nur langsam. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt immer noch bei über 500.

 

+++ 23:13 Uni-Klinik Rostock setzt Astrazeneca-Impfung bei Risikofaktoren aus +++
Die Uni-Klinik Rostock impft Menschen mit bestimmten Risikofaktoren vorübergehend nicht mehr mit Astrazeneca. Hintergrund ist der Tod einer 49 Jahre alten Mitarbeiterin. Sie hatte elf Tage nach ihrer Erstimpfung zunächst das Bewusstsein verloren und war dann gestorben. Die Klinik teilte mit, es gebe Hinweise auf einen "impfindizierten Zwischenfall im Nachgang einer Covid-19-Erstimpfung mit dem Impfstoff Astrazeneca". Die Ergebnisse der Obduktion stehen noch aus, ob es einen Zusammenhang gibt, ist noch unklar. Bis auf weiteres will die Klinik das Astrazeneca-Vakzin nicht mehr an Personen mit Bluthochdruck oder Übergewicht verimpfen, auch Frauen, die die Antibabypille nehmen, bekommen Impfstoffe anderer Hersteller gespritzt.

+++ 22:35 Tübingen kann Pilotprojekt fortsetzen +++
Das Pilotprojekt in Tübingen kann weiterlaufen. Bislang gebe es keine Anzeichen eines Anstiegs der Infektionen mit dem Coronavirus, heißt aus Baden-Württemberg. Und so erlaubt das Sozialministerium der Stadt Tübingen, ihr Modellprojekt mit Corona-Schnelltests und vielen Öffnungsschritten bis zum 18. April fortzuführen. Nach Ostern soll das Projekt ausgewertet und weitere Versuche getestet werden. Seit zehn Tagen können Menschen in Tübingen Läden besuchen, zum Friseur oder in Theater und Museen gehen. Voraussetzung ist ein negativer Test, der kostenlos an mehreren Stationen in der Stadt absolviert werden kann.

+++ 22:18 Frankreich meldet neuen Jahres-Höchststand an Intensivpatienten +++
In Frankreich erreicht die Zahl der Corona-Erkrankten auf den Intensivstationen mit 4766 den höchsten Stand in diesem Jahr. Die Zahl der Neuinfektionen liegt mit 41.869 deutlich höher als vor einer Woche mit 35.088. Präsident Emmanuel Macron hat mit Blick auf die Lage in den Krankenhäusern erklärt, vermutlich würden wegen der dritten Welle neue Beschränkungen notwendig werden.

+++ 21:59 USA: Mehr als 136 Millionen Impfstoff-Dosen verabreicht +++
Die US-Seuchenbehörde CDC gibt die Auslieferung von inzwischen insgesamt 177,5 Millionen Impfdosen bekannt. Die Zahl entspricht mehr als dem Doppelten der deutschen Bevölkerung. Verimpft worden seien bislang 136,7 Millionen Dosen der Konzerne Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson, heißt es weiter. Bei knapp 49 Millionen Amerikanern sei die Impfung abgeschlossen. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

+++ 21:36 Nur noch 20 Regionen liegen unter ursprünglicher 50er-Obergrenze +++
Die Coronavirus-Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Immer mehr Regionen müssten die "Notbremse" ziehen: 261 Regionen weisen aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von mindestens 100 auf. Dem Wert, an dem es laut Bund-Länder-Beschluss zurückgehen sollte in einen Lockdown. Vier Regionen haben sogar eine Sieben-Tage-Inzidenz von 400 - Greiz und der Saale-Orla-Kreis in Thürigen sowie der Vogtlandkreis in Sachsen und Hof in Bayern. Nur noch 20 Regionen liegen unter der ursprünglichen Obergrenze von 50.

+++ 21:04 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Fast 22.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.744.931gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 21.942 neue Fälle hinzu. In der Vorwoche waren es noch 4832 Fälle weniger (17.110). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 186auf 75.733. Als aktuell infiziert gelten rund 205.000 Personen. Die Zahl der aktiven Infektionen liegt damit erstmals seit dem 3. Februar wieder über 200.000. Am 2. März war der Tiefstand 2021 erreicht worden, vor gut drei Wochen gab es 119.672 aktive Infektionen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,02 angegeben (Vortag: 0,96). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 102 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 41,14 (Vortag: 1,08). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3334 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1820 davon werden beatmet. 4146 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:00 Sechs Bundesländer verzeichnen mehr als 1000 neue Infektionen +++
Sechs Bundesländer melden mehr als 1000 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Am meisten neue Infektionen gibt es laut Auswertung der Daten von ntv.de in Nordrhein-Westfalen mit 4918 Fällen, gefolgt von Bayern mit 3417 Fällen. Baden-Württemberg registriert 2597 neue Infektionen, auch Niedersachsen (2213), Hessen (1685) und Sachsen (1527) verzeichnen einen vierstelligen Zuwachs. Insgesamt wurden in Deutschland 21.942 neue Infektionen gemeldet.

+++ 20:14 Türkische Ärzte warnen: Stehen "vor einem Tsunami" +++
Der türkische Ärztebund TTB fordert angesichts hoher Fallzahlen einen Kurswechsel der Regierung. Es müssten Bewegungs- und Kontaktbeschränkungen verhängt werden, heißt es in einer Erklärung. Die Türkei stehe "wie viele andere Länder in Europa vor einem Tsunami". Die Regierung sei nicht in der Lage, die Pandemie zu bewältigen, die Verantwortlichen im Gesundheitsministerium sollten zurücktreten. Die Regierung in Ankara hat eine langsame Rückkehr zum normalen Leben angekündigt. Die Zahl der neuen Fälle betrug zuletzt gut 29.000, knapp unter dem bisherigen Jahreshöchstwert.

+++ 19:45 Brandenburg kündigt Ausgangsbeschränkung über Ostern an +++
Brandenburg steht vor einer Verschärfung der Corona-Regeln im privaten Umfeld. Während der Osterzeit vom 1. bis 6. April solle es eine Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr bis 5 Uhr ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen hintereinander geben, teilte die Staatskanzlei in Potsdam mit. Ausnahmen aus triftigem Grund seien möglich. Darauf habe sich das Kabinett verständigt, der Beschluss soll aber erst am Dienstag fallen. Wenn die Inzidenz länger erheblich über 100 liegt, sollen Kreise und kreisfreie Städte weitere Schritte ergreifen.

+++ 19:24 Italien öffnet Schulen landesweit für Präsenzunterricht +++
Die italienische Regierung will nach den Osterferien landesweit alle Schulen für jüngere Kinder wieder öffnen. Alle Schüler bis zur sechsten Klasse sollen dann wieder ganz normal Präsenzunterricht haben, sagte Ministerpräsident Mario Draghi. Dies gelte unabhängig davon, ob die Schulen in Regionen mit niedrigem oder hohem Infektionsrisiko liegen. Im Kampf gegen die dritte Corona-Welle sind die Schulen in ganz Italien seit dem 15. März wieder geschlossen, was bei Schülern, Eltern und einigen Lehrern zu massiven Protesten führte. Allein am Freitag gab es Demonstrationen in mehr als 60 Städten.

+++ 19:07 WHO bittet um Impfstoff-Spenden für ärmste Länder +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bittet um Spenden von insgesamt zehn Millionen Impfdosen für die ärmsten Staaten. Das weltweite Covax-Impfprogramm stehe bereit zu liefern, "aber wir können keine Impfdosen liefern, die wir nicht haben", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bilaterale Verträge, Exportverbote und Impf-Nationalismus hätten den Markt verzerrt und zu großen Ungleichheiten bei Angebot und Nachfrage geführt. "Zehn Millionen Dosen sind nicht viel und es sind nicht annähernd genug."

+++ 18:36 Mittelstand: Tests in 90 Prozent der Firmen ist unrealistisch +++
Der Mittelstand hält regelmäßige Corona-Tests in mindestens 90 Prozent der deutschen Unternehmen für unrealistisch. Das sei über die Oster-Feiertage nicht zu schaffen, sagte Ferdinand Munk, der beim Mittelstandsverband BVMW die Kommission Arbeit und Soziales leitet, gegenüber Reuters. Die Bundesregierung wolle mit ihrem Druck vom eigenen Versagen beim Impfen und Testen ablenken. "Es ist völlig ungeklärt, welche Corona-Tests von den Unternehmen angewendet werden sollen, wie mit den Ergebnissen der Tests verfahren werden soll und vor allem wo die fehlenden Tests herkommen sollen. Der Mittelstand erwartet insbesondere eine Antwort auf die Frage, wer für die immensen Kosten aufkommt." Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte der Wirtschaft diese Woche mit Auflagen gedroht, sollten sie ihre Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, nicht zwei Mal pro Woche testen.

+++ 18:14 Österreich begrüßt Ende der Reisebeschränkung für Tirol +++
Österreichische Spitzenpolitiker gehen davon aus, dass die deutsche Regierung die Einreisebeschränkung für Tirol aufhebt. "Ich freue mich, dass das Ende der Kontrollen nun offiziell ist", schrieb Kanzler Sebastian Kurz in einer Stellungnahme, nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) Tirol von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen hatte. Kurz wertete dies als Zeichen, dass die Maßnahmen in Tirol gegen die Südafrika-Mutante gegriffen hätten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe zum Erfolg beigetragen, betonte er. Mithilfe der EU waren zusätzliche Impfdosen an den Tiroler Bezirk Schwaz geliefert worden, um die ansteckendere Südafrika-Variante des Coronavirus mit einer Massenimpfung zurückzudrängen.

+++ 17:48 VW will Mitarbeiter in Werken impfen lassen +++
Der Volkswagen-Konzern möchte seine Mitarbeiter selbst gegen das Coronavirus impfen. Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess: "Wir sind vorbereitet, Impfungen in Absprache mit den Behörden vornehmen zu können, so wie wir heute bereits eigene Corona-Tests durchführen. Theoretisch rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche." Rund 140.000 Beschäftigte könnten auf diesem Weg ihre Impfungen erhalten. In anderen Ländern habe der Konzern sogar bereits damit angefangen, etwa in Spanien und Russland.

+++ 17:26 Schnelltests verteuern Kulturevents weniger heftig als erwartet +++
Bei Kulturveranstaltungen mit Coronatests fallen pro Ticket Kosten von etwa 20 Euro an. Das ist eines der ersten Ergebnisse aus einem Pilotprojekt mehrerer Bühnen, das derzeit in Berlin läuft. Bei dem Konzert in der Philharmonie vor einer Woche war die Hälfte der 1000 Besucher zentral getestet worden. Zusammen mit den Tests für das Personal entstanden dabei Kosten von 23.000 Euro. Die errechneten Kosten von 35 Euro pro Test könnten bei Optimierung der Abläufe auf knapp unter 20 Euro gesenkt werden, heißt es.

+++ 17:06 Deutsche Impfquote überschreitet Zehn-Prozent-Marke +++
Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind seit heute mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts hervor, die ntv.de auswertet.

+++ 16:55 Phuket will Geimpften quarantänefreies Reisen ermöglichen +++
Thailand will geimpften Reisenden ab Juli wieder quarantänefreies Reisen auf die beliebte Insel Phuket ermöglichen. Der Plan sollte noch am Freitag bei einem Treffen des Zentrums für wirtschaftliche Situationsverwaltung (CESA) unter Leitung von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha abgesegnet werden und könnte als Modell für andere beliebte Urlaubsregionen des südostasiatischen Landes gelten, zitierte die Zeitung "Bangkok Post" Vize-Regierungschef Supattanapong Punmeechaow. Voraussetzung sei aber, dass bis Juli 70 Prozent der lokalen Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft seien, um eine Herdenimmunität zu erreichen, hieß es. Für Touristen würde dann zur Einreise ein Impfpass reichen, in dem die erfolgte Corona-Impfung verzeichnet ist.

+++ 16:40 Zahlen auf Mallorca vor Beginn der Osterferien weiter niedrig +++
Die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist am Tag vor dem Beginn der Osterferien in Deutschland nach offiziellen Angaben relativ niedrig geblieben. Auf Mallorca, wo zurzeit schon viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, sind seit Donnerstag 40 neue Infektionen registriert worden. Hinzu kommen zwei auf Menorca und eine auf Ibiza, wie das regionale Gesundheitsministerium in Palma mitteilt. Insgesamt waren das sieben Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verharrte bei rund 30.

+++ 16:27 Italien beklagt höchste Totenzahlen seit Zweitem Weltkrieg +++
Wegen der Pandemie hatte Italien im vergangenen Jahr die höchste Zahl an Sterbefällen seit dem Zweiten Weltkrieg zu beklagen. Nach den nun veröffentlichten Zahlen der Statistikbehörde Istat wurden 2020 insgesamt 746.146 Todesfälle registriert, mehr als 100.000 Todesfälle mehr als sonst im jährlichen Durchschnitt. Zugleich ging die Zahl der Geburten in Italien im vergangenen Jahr auf 404.104 zurück, was einem Minus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Somit gab es binnen Jahresfrist gut 342.000 mehr Todesfälle als Geburten. Dies sei, als wäre eine Stadt von der Größe von Florenz "verschwunden", erklärt die Statistikbehörde.

+++ 16:09 Tirol und Tschechien ab Sonntag keine Virusvarianten-Gebiete mehr +++
Wegen stark steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Liste der Virusvarianten-Gebiete gestrichen, wie das Robert-Koch-Institut mitteilt. Damit wird ein wesentlicher Teil der Einreisebeschränkungen für diese Länder und Regionen aufgehoben. Tschechien und die Slowakei bleiben allerdings Hochinzidenzgebiete.

+++ 15:48 Steinmeier darf Gesetz zu EU-Hilfsfonds vorerst nicht unterzeichnen +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darf das Ratifizierungsgesetz über den gemeinsamen EU-Fonds zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen vorerst nicht unterzeichnen. Bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung dürfe das Gesetz nicht ausgefertigt werden, teilt das Gericht in Karlsruhe mit. Erst kurz zuvor hatte der Bundesrat einstimmig für die Vorlage gestimmt.

+++ 15:31 Biontech-Impfstoff darf bei Gefrierschrank-Temperaturen gelagert werden +++
Der Impfstoff von Biontech/Pfizer kann laut einer Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) künftig vorübergehend auch bei weniger tiefen Temperaturen gelagert werden, was eine Verimpfung auch durch Hausärzte möglich macht. Wie die EMA mitteilt, kann der Impfstoff bis zu zwei Wochen lang bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad gelagert werden und damit in üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken etwa in Apotheken.

+++ 15:00 Mallorca kontert Lauterbach: "Nicht in einer Bananenrepublik" +++
Gesundheitsexperten auf Mallorca haben mit Empörung auf den Vorwurf des SPD-Politikers Karl Lauterbach reagiert, bei Angaben zu Corona werde auf der Urlauberinsel getrickst. "Wir sind hier schließlich nicht in einer Bananenrepublik, sondern in einem ernsthaft und professionell geführten Land", sagte der renommierte Gesundheitsexperte Joan Carles March der "Mallorca Zeitung". Antoni Oliver, Chefbiologe des Landeskrankenhauses Son Espases in Palma, in dem die Virenproben der Balearen analysiert werden, meinte: "Fakten sind Fakten, das ist schon empörend, wenn sie anders dargestellt werden." Lauterbach hatte die Angabe, auf Mallorca sei die gefährlichere Corona-Variante P1 aus Brasilien nicht gefunden worden, in Zweifel gezogen.

+++ 14:45 Gericht hält Corona-Zuschuss für verfassungswidrig +++
Der von der Bundesregierung geplante Corona-Zuschuss von 150 Euro für Empfänger von Grundsicherung ist aus Sicht des Sozialgerichts Karlsruhe zu gering und verfassungswidrig. Den Zuschuss sollen Erwachsene bekommen, die im Mai 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben. Das Existenzminimum von Arbeitsuchenden für Januar bis April dürfe nicht erst im Mai gedeckt werden. Auch seien Anforderungen an das Verfahren zur Ermittlung der Höhe existenzsichernder Leistungen nicht erfüllt worden, rügte das Gericht in einer Mitteilung vom Freitag. Nötig sei eine Erhöhung des Regelsatzes um etwa 100 Euro für jeden Pandemiemonat.

+++ 14:20 Biontech kann Impfstoff aus Marburger Werk ausliefern +++
Biontech wird nun auch Corona-Impfstoffdosen aus seinem neuen Werk im hessischen Marburg ausliefern können. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erteilte heute die Zulassung für die Nutzung der dort produzierten Dosen. Das Mainzer Unternehmen hatte die Anlage vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen, umgebaut und im Februar bereits mit der Produktion begonnen. Die ersten dort hergestellten Impfstoffe sollen Anfang April ausgeliefert werden. Früheren Angaben zufolge will Biontech dort im ersten Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen produzieren. Bei voller Betriebsbereitschaft soll das Werk mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 750 Millionen Dosen eine der größten mRNA-Produktionsanlagen in Europa sein.

+++ 13:58 Astrazeneca-Impfstoff soll EU vorerst nicht verlassen dürfen +++
In der EU produzierter Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll vorerst nicht aus Europa herausgebracht werden dürfen. Diese Regelung soll nach Angaben von EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton so lange gelten, bis der Pharmakonzern seine Liefervereinbarungen erfüllt. Alle anderen Lieferanten machten ihre Sache gut, betont er. Mit Astrazeneca habe die EU aber ein Problem. Das Unternehmen hat wegen Produktionsverzögerungen seine Lieferungen drastisch reduziert.

+++ 13:46 Astrazeneca-Impfungen bleiben in Norwegen weiter ausgesetzt +++
Norwegen schiebt seine Entscheidung über die Wiederaufnahme der Verwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca um bis zu drei Wochen auf. "Wir haben beschlossen, die Aussetzung fortzusetzen und bis zum 15. April eine neue Entscheidung zu treffen", sagt die Chefin der Gesundheitsbehörde FHI, Camilla Stoltenberg, dem Sender NRK. Norwegen hatte Mitte März wie zahlreiche andere europäische Länder die Astrazeneca-Impfungen ausgesetzt, nachdem es in seltenen Fällen zu gefährlichen Blutgerinnseln gekommen war.

+++ 13:22 Lauterbach: "100.000 tägliche Neuinfektionen nicht auszuschließen" +++

+++ 13:12 Söder kündigt bayerischen Impfgipfel an +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt für Dienstag einen bayerischen Impfgipfel an. Er wolle mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Vertretern der Wirtschaft und Medizinern darüber sprechen, wie ein klares Impfmanagement auf bayerischer Ebene für die kommenden Wochen und Monate definiert werden könne. Söder verweist in dem Zusammenhang auf die Erfahrungen in Ostbayern, wo man in den besonders betroffenen Regionen von Impfprioritäten abgerückt und strategisch vorgegangen sei. "Das möchten wir Stück für Stück ausweiten."

+++ 13:01 Mehr als 12 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht +++
In Deutschland sind bereits mehr als 12 Millionen Impfdosen verabreicht worden - das geht aus dem Impfquoten-Monitoring des RKI hervor. Darunter sind etwa 8,4 Millionen Erstimpfungen und rund 3,7 Millionen Zweitimpfungen. Insgesamt haben bereits mehr als 10 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfdosis erhalten - 4,4 Prozent haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

+++ 12:45 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland steigt weiter an +++
Nicht nur die Zahl der Corona-Neuinfektionen, auch die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 steigt weiter an. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 3334 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, das sind 74 mehr als am Vortag. Davon müssen 1820 invasiv beatmet werden, ein Zuwachs von 59 innerhalb von 24 Stunden. Rund 4146 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 12:23 Steinmeier fordert Durchhaltevermögen bei Pandemiebekämpfung +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Durchhaltevermögen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. "Ja, der Tunnel ist länger, als wir gedacht und gehofft haben. Aber gerade jetzt im Angesicht der dritten Welle ist nicht die Zeit, finde ich, für Resignation, Verzweiflung oder Abrechnung", sagt Steinmeier bei der Verleihung von Orden an Menschen, die sich bei der Bewältigung der Pandemie engagieren.

+++ 12:06 Bundesregierung prüft weiter Reiseverbot ins Ausland +++
Die Bundesregierung prüft weiter ein Verbot von Reisen ins Ausland, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Abstimmungen liefen, heißt es aus dem Bundesinnen- und dem Justizministerium. Regierungssprecher Steffen Seibert sagt, eine Entscheidung werde "in absehbarer Zeit" fallen. Es gehe dabei "um schwierige juristische Fragestellungen". Dass viele Menschen wegen der anstehenden Osterferien unsicher seien, ob sie jetzt eine Reise buchen sollten, sei der Bundesregierung bewusst.

+++ 11:48 Seniorenheim will Kantine für Geimpfte öffnen - Verfassungsbeschwerde +++
Ein Seniorenheim in Südbaden will vor dem Bundesverfassungsgericht erreichen, dass gegen Corona geimpfte Bewohner wieder gemeinsam in der Kantine essen dürfen. Ein entsprechender Eilantrag und eine Verfassungsbeschwerde seien an das Karlsruher Gericht gegangen, teilte Rechtsanwalt Patrick Heinemann mit, der das Heim im Landkreis Lörrach sowie einen 79 Jahre alten Bewohner vertritt. Vor den Vorinstanzen war das Heim gescheitert. Ein Sprecher des Bundesverfassungsgerichts bestätigte am Freitag den Eingang der Beschwerde und des Eilantrags.

+++ 11:29 Polen meldet mehr als 35.000 neue Fälle - neuer Höchststand +++
Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Polen steigt weiter steil in die Höhe. Zuletzt werden mehr als 35.000 neue Corona-Fälle gemeldet , wie aus der öffentlichen Statistik der polnischen Behörden hervorgeht- so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der neuen Todesfälle wird mit 443 angegeben.

+++ 11:07 Ex-Präsident Lula bezeichnet Corona-Lage in Brasilien als "Völkermord" +++
Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat die Folgen der Corona-Pandemie in seinem Land als "Völkermord" bezeichnet. "Am Dienstag sind in Brasilien 3158 Menschen an Covid gestorben, es ist der größte Genozid unserer Geschichte", sagte Lula dem "Spiegel". Dem amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro warf er vor, das Virus ein Jahr lang nicht ernst genommen und die Brasilianer angelogen zu haben.

+++ 10:50 Auch schon für über 70-Jährige - Spahn mahnt mehr Flexibilität beim Impfen an +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt mehr Flexibilität beim Impfen an. So sei es möglich, dass über 70-Jährige etwa an den Wochenenden nicht verimpfte Dosen verabreicht bekämen. "Das gibt die Impfverordnung locker her", sagt Spahn. Das könne vor Ort flexibel gehandhabt werden. Zugleich sagt Spahn, dass eine siebte Dose einer Ampulle von Biontech/Pfizer grundsätzlich möglich, aber schwierig sei.

+++ 10:44 RKI-Chef Wieler: Ostern zu Hause bleiben - Mobilität Treiber der Pandemie +++
RKI-Präsident Lothar Wieler ruft dazu auf, an Ostern zu Hause zu bleiben. "Mobilität und Kontakte, das sind die Treiber dieser Pandemie", sagt Wieler in Berlin. Deshalb sei es wichtig, Treffen mit anderen Menschen zu minimieren und nicht zu verreisen.

+++ 10:35 Wieler: "Uns stehen sehr schwere Wochen bevor" +++
"Uns stehen sehr schwere Wochen bevor", warnt der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. Deutschland stehe am Anfang der dritten Welle, die wohl schlimmer als die ersten beiden sein werde. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Fallzahlen stark steigen." Von der Mutante B.1.1.7 seien besonders Berufstätige, aber auch Kinder und Jugendliche betroffen. Ansteckungen gebe es vor allem in privaten Haushalten, aber auch in Kitas, Schulen und am Arbeitsplatz.

+++ 10:27 Wieler: "Werden diese Pandemie in diesem Jahr kontrollieren" +++
Angesichts künftig steigender Impfstoff-Lieferungen zeigt sich der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, zuversichtlich, dass die Corona-Pandemie in Deutschland noch dieses Jahr einen Großteil ihres Schreckens verlieren wird. "Wir werden diese Pandemie in diesem Jahr kontrollieren", sagt Wieler auf der Bundespresskonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

+++ 10:11 Spahn: Gesundheitssystem könnte im April an Belastungsgrenze kommen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt auf der Bundespressekonferenz zur Corona-Lage davor, dass das Gesundheitssystem im April an die Belastungsgrenze kommen könnte. Grund sei die momentan zu schnell ansteigende Zahl der Neuinfektionen. Gleichzeitig hebt Spahn hervor, dass bereits über zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine Erstimpfung erhalten haben und 12 Millionen Dosen verimpft wurden. "Der Effekt des Impfens wird aber durch die steigenden infektionszahlen geschmälert", so Spahn.

+++ 10:05 Spahn: Testpflicht vor Flugreisen nach Deutschland tritt Montagnacht in Kraft +++
Angesichts der Corona-Pandemie sollen sich Flugpassagiere vor dem Start nach Deutschland künftig generell testen lassen müssen. Die Maßnahme tritt nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Nacht von Montag zu Dienstag in Kraft, wie dieser bei der Bundespressekonferenz zur Corona-Lage vor Ostern mitteilt. Ursprünglich sollte die Auflage ab Sonntag gelten. Spahn betont aber, die Maßnahme sei kein "Game Changer". Momentan steige die Zahl der Neuinfektionen zu schnell.

+++ 09:41 Münchens OB skeptisch: "Würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen" +++
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat Zweifel an einem Oktoberfest in diesem Jahr. Auf die Frage: "Kann die Wiesn heuer stattfinden?" antwortete der SPD-Politiker nach Angaben des "Münchner Merkurs" in einer digitalen Bürgersprechstunde: "Man darf sehr skeptisch sein." Spätestens im Mai solle die Entscheidung fallen, sagte Reiter. "Aber ich würde keine Wetten auf ein Oktoberfest 2021 abschließen." Schon im vergangenen Jahr war die Wiesn wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden - ein schwerer Schlag für München.

+++ 09:40 Deutschland schickt 80 Beatmungsgeräte nach Brasilien +++
Wegen der dramatischen Corona-Lage in Brasilien schickt die Bundesregierung einen Hilfsflug in das südamerikanische Land. Ein Flug der Flugbereitschaft soll heute um 10 Uhr vom Flughafen Köln-Bonn aus in Richtung Brasilien starten, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesgesundheitsministeriums sollen 80 Beatmungsgeräte in die besonders schwer von der Pandemie getroffene Region Manaus gebracht werden.

+++ 09:23 Heil setzt bei Tests in Unternehmen weiter auf Selbstverpflichtung +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil setzt weiterhin darauf, dass Unternehmen ihrer Selbstverpflichtung zu den Corona-Testangeboten für ihre Mitarbeiter nachkommen. "Aber wenn das nicht passiert, muss auch klar sein, werden wir ein verpflichtendes Testangebot machen", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Das gelte nicht nur für den privaten Sektor, sondern auch für die öffentlichen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. "Es muss jetzt so sein, dass alle ran müssen und Verantwortung übernehmen, damit wir durch die dritte Welle kommen." Das ginge nur durch testen in allen Bereichen. Zudem sei die Verfügbarkeit der Tests "massiv gestiegen".

+++ 09:08 Kreise: Bundesregierung will ganz Frankreich als Hochinzidenzgebiet einstufen +++
Die Bundesregierung will ganz Frankreich als Hochinzidenzgebiet einstufen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen. Die Entscheidung bedeutet, dass die Grenze bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden dürfe. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:48 Haseloff bei ntv: Keine neuen Beschränkungen anstelle von gekippter "Osterruhe" nötig +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sieht trotz hoher Neuinfektionszahlen keine Notwendigkeit für neue Corona-Beschränkungen als Ersatz für die zurückgenommene "Osterruhe". "Wir sind ja im Lockdown. Wir haben Maßnahmen, die sehr, sehr hart auch greifen. Auf der anderen Seite ist das Osterfest ja trotzdem eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen", sagte der CDU-Politiker in der Sendung "Frühstart" bei ntv. "Mit Maßnahmen alleine ist nur noch bedingt etwas machbar. Was jetzt notwendig ist, muss in den Köpfen passieren", so Haseloff. Es gehe darum, den Bürgern plausibel zu machen, warum bestimmte Freiheitseingriffe im Moment vorgenommen werden müssten und wie gefährlich ansteckendere Virusmutationen seien.

+++ 08:36 Städte- und Gemeindebund: Saarlands Lockerungen "richtiger Ansatz" +++
Der Städte- und Gemeindebund befürwortet die Pläne für weitreichende Corona-Lockerungen im Saarland als "richtigen Ansatz". Zwar sei die Lage angesichts steigender Infektionszahlen besorgniserregend. "Aber das ist auf jeden Fall der richtige Weg", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landesberg im ZDF. Es könne bei den Menschen das Gefühl erzeugen, dass man wieder etwas mehr Freiheiten haben könne, wenn man sich testen lasse und vernünftig verhalte. Auch mit Tests verbundene Öffnungsschritte wie in Tübingen bezeichnet er als richtig und vernünftig. Die Möglichkeit, mit einem negativen Test einzukaufen, ins Restaurant oder ins Kino zu gehen sei ein Hoffnungssignal, auf das die Menschen nach rund einem Jahr Pandemie warteten.

+++ 08:10 Kretschmer: Pandemie "mit derzeitigem Instrumentenkasten" nicht aufzuhalten +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einer Verschärfung der Pandemie. Das Virus sei durch die Mutationen deutlich ansteckender geworden, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Daher könne die Pandemie "mit dem derzeitigen Instrumentenkasten" nicht aufgehalten werden. Aber in der Bevölkerung hielten sich viele nicht mehr an die Einschränkungen. "Die Menschen haben die Kraft nicht mehr", sagt Kretschmer. Dies müsse die Politik akzeptieren. Der Ministerpräsident äußert sich aber überzeugt, dass die Bereitschaft, bestimmte Maßnahmen mitzutragen, wieder steigen werde, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitze.

+++ 07:56 Erste deutsche Millionenstadt will Modellversuch zu Lockerungen starten +++

+++ 07:39 Massiver Jobverlust im Hotel- und Gaststättengewerbe +++
Im Hotel- und Gaststättengewerbe gingen schon nach der ersten Welle der Corona-Pandemie trotz massiver Kurzarbeit etwa 200.000 Jobs verloren. Am härtesten traf es geringfügig Beschäftigte, gab die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen einem Vorabbericht der "Augsburger Allgemeine" zufolge an. In der Tourismusbranche befinden sich bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter in Kurzarbeit.

+++ 07:16 Infektiologe befürchtet mehr Fälle von Long Covid bei Kindern und Jugendlichen +++
Mit der Zunahme der Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen sind nach Einschätzung eines pädiatrischen Infektiologen auch mehr Spätfolgen in diesen Gruppen zu erwarten. "Wir rechnen durch die Lockerungen der Maßnahmen mit mehr Betroffenen mit meist diffusen, länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen", sagte Markus Hufnagel vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Freiburg. In der Fachsprache ist bei dem Phänomen von Long Covid (Langes Covid-19) oder Post Covid (Nach Covid-19) die Rede.

+++ 06:53 Nato-Personal vorzeitig geimpft - Polen spendet eigene knappe Impfdosen +++
Um eine reibungslose Organisation des ersten Nato-Gipfels mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden zu ermöglichen, werden derzeit rund 3500 Beschäftigte in der Brüsseler Bündniszentrale vorzeitig gegen Corona geimpft. Als Termin für den ersten Nato-Gipfel mit Biden wird derzeit der 14. Juni in Erwägung gezogen. Die Immunisierung des Nato-Personals kann erfolgen, weil sich Polen trotz Impfstoffknappheit im eigenen Land dazu bereit erklärt, die insgesamt rund 7000 notwendigen Dosen zur Verfügung zu stellen. Das Nato-Gastland Belgien wollte nicht von der normalen Impfreihenfolge abweichen.

+++ 06:36 Mehr als 200.000 Corona-Tote in Mexiko +++
Rund ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Mexiko als drittes Land weltweit die Zahl von 200.000 Todesfällen erreicht. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien 584 neue Todesopfer registriert worden, meldete das Gesundheitsministerium. Insgesamt starben demnach 200.211 Patienten im Zusammenhang mit Covid-19. Das Land - mit rund 126 Millionen Einwohnern auf Platz zehn weltweit - hat die drittmeisten registrierten Corona-Toten nach den USA und Brasilien.

+++ 06:12 Biontech: Klinische Studie mit Kindern gestartet - Erste Impfungen vielleicht Anfang 2022 +++
Nach den Konkurrenten Moderna und Astrazeneca haben auch die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase-1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Biontech ntv.de mit. Mit den klinischen Tests solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Vakzins bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht werden. Das Vakzin könne hoffentlich ab Anfang 2022 auch bei dieser Altersgruppe eingesetzt werden.

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+++ 05:57 Nach Oster-Desaster - Reform der Bund-Länder-Runde gefordert +++
Nach dem Kippen der Osterruhe hat der Städte- und Gemeindebund eine Reform der Bund-Länder-Runde zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert. Zwar bleibe die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder "ein unverzichtbares Gremium", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wünschenswert wäre allerdings, dass die Struktur der Arbeit in dieser Runde optimiert, beschleunigt und nachvollziehbar für die Bürgerinnen und Bürger kommuniziert wird", forderte der Chef des Städte- und Gemeindebunds.

+++ 05:33 RKI meldet 21.573 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.573 neue Infektionen gemeldet und damit 4091 mehr als noch vor einer Woche. Außerdem wurden 183 weitere Todesfälle verzeichnet. Letzte Woche waren es 17.482 Neuinfektionen und 226 Tote. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05:05 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter, bundesweit liegt sie nun bei 119,1, am Vortag noch bei 113,3. Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland 75.623 an oder mit Covid-19 gestorben.

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+++ 04:48 Mediziner: Wenn schon Osterbesuch, dann mit Test +++
Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis warnt vor einer großen Ansteckungsgefahr beim Besuch der Großeltern an Ostern. Die Virusvariante B.1.1.7 habe alles verändert, diesmal seien auch die Kinder Infektionstreiber, sagte der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft DIVI dem RBB. Sein dringender Appell sei deshalb: "Wenn ihr euch Karfreitag oder Ostersonntag mit den Großeltern trefft, macht doch morgens einfach kurz den Test." Lieber als Besuche wäre dem Mediziner allerdings ein Lockdown über Ostern. Mit den jetzigen Maßnahmen sei nicht zu verhindern, "dass wir wieder ein Allzeithoch der Intensivpatienten mit Covid-19 sehen werden", so Karagiannidis.

+++ 04:04 Alle Länder wollen Härtefallhilfen für Firmen nutzen +++
Alle 16 Bundesländer wollen sich am geplanten milliardenschweren Härtefallfonds bei den Coronahilfen beteiligen. Das teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Hilfen sind für Firmen vorgesehen, die bei den Förderprogrammen bisher durchs Raster fallen. Auf Grundlage von Einzelfallprüfungen können die Länder solche Firmen dann in ihrem Ermessen fördern. Der Bund hat in der Krise bereits milliardenschwere Hilfsprogramme beschlossen. Wirtschaftsverbände kritisieren aber immer wieder, Hilfen kämen zu spät an, außerdem sei das Fördersystem zu komplex.

+++ 03:16 Umfrage: Nur ein Viertel der Bürger für Lockerungen +++
Gut ein Drittel der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einem ZDF-"Trendbarometer" der Forschungsgruppe Wahlen befürworteten 36 Prozent der Befragten rigidere Mittel, 26 Prozent halten die aktuellen Maßnahmen dagegen schon für übertrieben. 31 Prozent sagten, die Regeln seien gerade richtig. Die inzwischen wieder gekippte Osterruhe bezeichneten 54 Prozent als "nicht richtig", 41 Prozent stuften sie dagegen als "richtig" ein.

+++ 02:31 Argentinien kappt Flugverbindungen nach Mexiko und Brasilien +++
Wegen hoher Infektionszahlen lässt Argentinien bis auf Weiteres keine Flieger mehr aus Brasilien, Mexiko und Chile landen. Zuvor hatte die Regierung Bürger bereits dazu aufgefordert, auf Reisen ins Ausland zu verzichten. Rückkehrer müssen mindestens für zehn Tage in Quarantäne. Wer bei der Einreise positiv auf Corona getestet wird, muss auf eigene Kosten für die Zeit der Isolation in ein Hotel ziehen.

+++ 01:35 Über 100.000 Neuinfektionen in Brasilien +++
Brasilien meldet mehr als 100.000 Neuinfektionen und damit so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg laut Gesundheitsministerium um 2777. Die Rekordfallzahl kommt einen Tag, nachdem Brasilien die Zahl von 300.000 Todesopfern durch die Pandemie überschritten hat. Damit verbucht Brasilien nach den Vereinigten Staaten die zweithöchste Zahl an Todesopfern weltweit.

+++ 00:40 Albanien organisiert Impfstoff aus China +++
Albanien hat erstmals Impfstoff aus China erhalten. Ministerpräsident Edi Rama traf mit der Lieferung von 192.000 Dosen des Herstellers Sinovac in der Hauptstadt Tirana ein. Er hatte die Ladung in Istanbul von einem türkischen Zwischenhändler entgegengenommen. Das kleine Balkanland mit seinen 2,8 Millionen Einwohnern leidet an einem Mangel an Impfstoffen. Bisher konnte es 42.000 Dosen von Biontech-Pfizer und 38.000 von Astrazeneca beschaffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) spendeten 10.000 Dosen des russischen Präparats Sputnik V. Bis Juni peilt Rama Impfungen für eine halbe Million Bürger an.

+++ 23:54 EU-Gipfel unterstützt Exportkontrollen für Impfstoffe +++
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich auf ihrem Videogipfel für schärfere Kontrollen von Ausfuhren in Drittstaaten ausgesprochen. Neue Regeln der EU-Kommission zu diesem Zweck "haben wir im Grundsatz befürwortet", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es geht vor allem um den Impfstoff von Astrazeneca. Der Hersteller hat bislang weniger als 30 Millionen der für das erste Quartal zugesagten 120 Millionen Impfstoffdosen an die EU geliefert. Die Kommission hatte deswegen am Mittwoch die EU-Exportregeln deutlich verschärft.

+++ 23:00 Hans: "Lockerungen bieten Anreiz zum Testen" +++
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans verteidigt die geplanten Öffnungsschritte für sein Bundesland. Ziel sei es, einen Anreiz für einen Corona-Test zu bieten, "nämlich vielleicht einmal ein Eis essen zu gehen auf einem Marktplatz oder Sport zu machen im Verein mit wenigen Personen", sagte der CDU-Politiker in der ARD. Mit besonders vielen Tests sollten infizierte Menschen entdeckt, in Quarantäne gebracht und so neue Ansteckungen vermieden werden. Klar sei aber: "Wenn exponentielles Wachstum im Saarland einsetzt, dann müssen wir auch das Modellprojekt nochmal infrage stellen", so Hans.

+++ 22:23 Merkel über dritte Welle: "Wir sind in einer neuen Pandemie" +++
Der heute EU-Gipfel wurde von der Coronavirus-Pandemie dominiert. Vor allem ging es um die Versorgung mit Impfstoffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach dem per Videokonferenz ausgetragenen Gipfel mit ihren Kollegen: "Impfen ist der Weg aus der Pandemie." Die internationalen Lieferketten sollten nicht gestört werden, aber die EU müsse natürlich auch die eigene Bevölkerung mit Impfstoff versorgen. Erst gestern hatte die EU-Kommission angekündigt, den Export der Impfstoffe aus der EU strenger zu kontrollieren. "Der Sieg über das Virus ist erst erreicht, wenn jeder auf der Welt die Chance hat, geimpft und immunisiert zu werden", sagte Merkel weiter. Zudem warnte sie vor der verheerenden Pandemie, die derzeit vor allem durch die britische Mutation bestimmt werde: Die EU befinde sich nicht nur in einer dritten Welle, sondern in einer "neuen Pandemie".

+++ 21:54 Tesla richtet Testzentrum ein: Viele Infektionen in Grünheide +++
Der US-Autobauer Tesla hat ein Corona-Problem. Auf der Baustelle im brandenburgischen Grünheide gibt es mindestens 20 Infektionen mit dem Coronavirus, meldet der "Tagesspiegel". 40 Mitarbeiter stehen demnach unter Quarantäne. Gerüchten zufolge könnte der Ausbruch größere Dimensionen annehmen. Das Unternehmen hat laut einem nahestenenden Branchen-Insider "umfangreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen" ergriffen. Ein eigenes Testzentrum wurde auf der Baustelle eingerichtet. Der "Tagesspiegel" berichtet, dass vor dem Zutritt zur Baustelle ein Schnelltest vorgenommen wird. Der Kreis Oder-Spree bestätigte das Corona-Problem, hat aber bislang keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen.

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Quelle: ntv.de, ara/kst/ino/rts/dpa/AFP

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