Panorama

Einreise nur mit Corona-Test Frankreich als Hochinzidenzgebiet eingestuft

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Im deutsch-französischen Testzentrum am Grenzübergang Goldene Bremm in Saarbrücken herrscht bereits reger Betrieb.

(Foto: imago images/BeckerBredel)

Frankreich erlebt eine schwere dritte Corona-Welle. Besonders im Großraum Paris ist die Lage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 600 angespannt. Voraussichtlich ab Montag darf die deutsch-französische Grenze deshalb nur noch mit negativem Corona-Test überquert werden.

Die Bundesregierung will ganz Frankreich noch im Laufe des Tages als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Regierungskreise. Grund sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich deutlich über der Schwelle von 200 liege. Die Entscheidung bedeutet, dass die Grenze bis auf Weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden dürfe. Die Regelung solle in der Nacht zu Montag in Kraft treten. Eine Ausnahme ist für Pendler geplant: Sie müssten sich nur zwei Mal pro Woche testen lassen. Dafür sollten gegebenenfalls Teststationen in Grenznähe aufgebaut werden.

In ihrer Pressekonferenz zum digitalen EU-Gipfel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits erklärt, dass durch die Entscheidung keine automatische Einführung von Grenzkontrollen drohe. Die Kanzlerin hob hervor, es gebe "ein ganz bestimmtes Verfahren, wer Tests vorweisen muss, wie oft". Dies werde "mit Frankreich besprochen" und die "notwendigen Übergangszeiten" würden berücksichtigt. Nach der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Virusvariantengebiet Ende Februar gebe es da "schon sehr eingespielte Verfahren". "Ich halte das jetzt nicht für eine besonders auffällige oder besondere Maßnahme", fügte Merkel hinzu. Aus Paris verlautete, dass Europa-Staatssekretär Clément Beaune in Verhandlungen eine Schließung der Grenzen verhindern wolle.

Frankreich erlebt gerade eine dritte Corona-Welle. Besonders im Pariser Großraum ist die Lage angespannt. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei mehr als 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

Negativer Test und Quarantänepflicht

Das Robert-Koch-Institut und die Bundesregierung unterscheiden zwischen Risikogebieten, Virusvarianten-Gebieten und Hochinzidenz-Gebieten. Letztere sind Staaten und Regionen, in denen das Corona-Infektionsrisiko als besonders hoch eingeschätzt wird. In Europa gelten derzeit unter anderem Polen, Bulgarien, Schweden, Serbien, die Slowakei, Zypern und Albanien als Hochinzidenz-Gebiete.

Für Reisende aus Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebieten gilt, dass sie bereits vor der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dies gilt auch, wenn sich jemand in den zehn Tagen vor der Einreise in einem solchen Gebiet aufgehalten hat.

Zudem gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Darüber hinaus können weitere Einreisebeschränkungen oder -verbote verhängt werden. Umgekehrt gelten besonders bei EU-Staaten teilweise Ausnahmen, etwa für Pendler oder den Güterverkehr.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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