Panorama

Notstand im Jemen400 Urlauber wegen Kämpfen auf Insel gestrandet

06.01.2026, 14:15 Uhr
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Die zum Jemen gehörende Insel ist bei abenteuerlustigen Reisenden und Influencern besonders beliebt. (Foto: IMAGO/imagebroker)

Wegen eines bewaffneten Konfliktes im Jemen werden alle Flüge gestrichen. Das betrifft auch die bei Urlaubern beliebte Insel Sokotra. Hunderte Touristen sitzen damit fest - darunter auch Franzosen, Briten und US-Bürger.

Mehr als 400 wegen der Kämpfe im Jemen auf einer Insel festsitzende Touristen sollen ab Mittwoch ausreisen können. Die 416 gestrandeten Urlauber könnten die Insel ab Mittwoch verlassen, sagte ein Vertreter des Flughafens der Insel Sokotra. Die Touristen würden zunächst in die jemenitische Hafenstadt Aden fliegen und dann nach Dschidda in Saudi-Arabien.

Seit der Ausrufung des Notstands im Jemen Ende Dezember waren alle Flüge nach Sokotra gestrichen worden. Unter den festsitzenden Touristen seien mindestens 60 Russen, sagte der Flughafenbeamte. Ein westlicher Diplomat sagte, dass auch Franzosen, Briten und US-Bürger darunter seien.

Der Jemen ist seit mehr als einem Jahrzehnt faktisch gespalten: Der Norden des Landes wird von der vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Miliz kontrolliert, über den Süden des Landes herrscht ein fragmentiertes Regierungsbündnis. Im Dezember hatte eine von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstütze Miliz große Teile des Südens erobert. Die Miliz vertrieb von Saudi-Arabien unterstützte Regierungsgruppen und ihre Verbündeten, was zu Kämpfen und saudiarabischen Luftangriffen führte.

Die Insel Sokotra blieb von dem Konflikt auf dem Festland bislang weitgehend unberührt. Die Insel verfügt über eine einzigartige Flora und Fauna. Sie ist seit Jahren ein Magnet für abenteuerlustige Reisende und Influencer. Viele von ihnen kommen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Quelle: ntv.de, spl/AFP

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