Panorama

Großalarm in Straubing 600 Jahre altes Rathaus brennt

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Von Außen sind zwar keine Flammen mehr zu sehen, aber im Inneren lodern immer noch Flammen.

(Foto: dpa)

Das historische Rathaus von Straubing stammt aus dem 13. Jahrhundert. Nun könnte ein Feuer das historische Gebäude völlig zerstört haben. Noch immer versuchen Feuerwehrleute im Inneren des Bauwerks das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Auch am späten Abend dringt immer noch Rauch aus dem Rathaus in Straubing. Wie die Polizei via Twitter mitteilte, seien zwar von außen keine Flammen mehr zu sehen, allerdings sei der Brand in dem 600 Jahre alten Gebäude noch nicht gelöscht. Zudem gilt das Haus als einsturzgefährdet.

Im historischen Rathaus war am Nachmittag ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei soll es keine Verletzten geben. Medienberichten zufolge war der Alarm während einer Sitzung im Rathaus ausgelöst worden. Um 14.45 Uhr heulten die Sirenen, da soll der Dachstuhl bereits in Flammen gestanden haben. Laut Berichten vermutet die Polizei, dass das Feuer auf einer Baustelle im Dachstuhl des Gebäudes ausgebrochen sein könnte.

Die Feuerwehr ist auch am späten Abend noch mit einem Großaufgebot im Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung forderte die Polizei die Bevölkerung auf, die Innenstadt großräumig zu meiden. Außerdem sollen die Bürger Fenster und Türen geschlossen halten und den Weg für Einsatzkräfte freimachen.

Zeitweise schlugen am Nachmittag 15 Meter hohe Flammen aus dem Gebäude. Der angrenzende Christkindlmarkt musste geräumt werden. Die ursprünglich für heute Abend geplante offizielle Eröffnung wurde abgesagt. Noch ist unklar, wann der Markt geöffnet werden kann.

Nach Angaben der Stadt hatten die Straubinger Bürger im Jahr 1382 das gotische Handelshaus erworben und es zum Rathaus umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde in dem dreigeschossigen Gebäude der gotische Giebel abgebrochen und eine neogotische Fassade errichtet. Die Bilder des Brandes lassen auf verheerende Schäden schließen. Wie viel von dem Gebäude noch zu retten sein wird, ist immer noch offen.

Quelle: ntv.de, kpi/dpa