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Tesla wird untersucht 76-Jährige bei Unfall von Briketts erschlagen

Ein Rettungsfahrzeug fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild

Für die verschüttete Frau kam jede Hilfe zu spät.

(Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild)

Eine Teslafahrerin löst in Schleswig-Holstein einen tödlichen Unfall aus: Sie fährt mit ihrem Auto in einen Baumarkt, schiebt Container zusammen und bringt aufgestapelte Waren zum Einsturz. Eine 76-Jährige überlebt den Zusammenstoß nicht.

Bei einem tragischen Unfall in einem Baumarkt in Nortorf in Schleswig-Holstein ist eine 76-Jährige von Briketts und anderen Waren verschüttet und dadurch getötet worden. Wie die Polizei in Neumünster mitteilte, fuhr eine 70-jährige Autofahrerin aus noch ungeklärten Gründen in den Eingangsbereich des Markts und löste eine Kettenreaktion aus.

Nach Angaben der Polizei durchbrach die Fahrerin am Dienstagnachmittag mit ihrem Auto zunächst die Glasfront zum Eingangsbereich des Markts im Kreis Rendsburg-Eckernförde und schob einen Container mit Blumenvasen in den Vorraum. Das brachte wiederum die dort ausgestellte Verkaufswaren zum Einsturz, darunter stapelweise Briketts.

Helfer kümmerten sich um die 70-jährige Fahrerin und deren Ehemann im Auto - beide blieben unverletzt. Auch zwei Kunden, die an den Beinen getroffen wurden, blieben so gut wie unverletzt. Die verschüttete 76-Jährige blieb demnach für kurze Zeit unbemerkt, bis Helfer sie unter den Trümmern entdeckten. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Mehrere Notfallseelsorger waren im Einsatz, um sich um die Zeugen des Unfalls zu kümmern. Das Fahrzeug der Verursacherin wurde für die weiteren Ermittlungen der Polizei beschlagnahmt.

Ein Gutachter der Staatsanwaltschaft soll nun die Unfallursachen klären. "Wir wollen wissen, ob möglicherweise ein technischer Defekt des Tesla-Unfallautos vorlag oder ein Eigenverschulden der Fahrerin", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler in Kiel. Zu den offenen Fragen gehöre auch, ob das Fahrzeug des US-Herstellers teilautonomes Fahren ermöglicht habe.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP/dpa