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Schulen werden geschlossen 79 entführte Schüler in Kamerun wieder frei

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Im vergangenen Jahr hatten die Separatisten den Staat "Ambazonia" ausgerufen.

(Foto: Reuters)

In der Nacht zum Montag werden in Kamerun 79 Schüler entführt. Nun werden sie wieder freigelassen - doch der Schuldirektor und Angestellte sind noch immer in der Gewalt der Kidnapper. Die Behörden vermuten englischsprachige Separatisten hinter der Tat.

Zwei Tage nach ihrer Entführung sind die 79 im Nordwesten Kameruns verschleppten Schüler wieder freigekommen. "Alle 79 Schüler sind befreit", sagte Kommunikationsminister Issaa Bakary Tchiroma. Der Direktor und zwei Angestellt der Schule sind laut des Vorsitzenden der presbyterianischen Kirche in Kamerum, Samuel Fonki Forba, jedoch noch immer in der Gewalt der Entführer. Die Schüler waren in der Nacht zum Montag aus einer weiterführenden Schule der Kirchengemeinschaft in Bamenda entführt worden. 

Die Kirche wird ihre Schulen in der englischsprachigen Region des afrikanischen Landes aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres schließen, erklärte Fonki. "Wir haben die Eltern angerufen und ihnen gesagt, dass sie ihre Kinder jetzt wieder nach Hause mitnehmen können", sagte er. Die Entführer hätten die Kinder in der Nacht in der Nähe der Stadt Bamenda freigelassen. 

Die Behörden verdächtigen Separatisten der englischsprachigen Minderheit Kameruns, für die Entführung verantwortlich zu sein. Sie sahen die Entführung als Teil der Strategie der Separatisten, im englischsprachigen Landesteil für Chaos zu sorgen. Die Mehrheit der rund 23 Millionen Einwohner des zentralafrikanischen Staates spricht französisch, nur eine Minderheit nahe der Grenze zu Nigeria ist anglophon. Eben diese Minderheit fühlt sich seit langem von der frankophonen Mehrheit benachteiligt. Seit 2017 eskaliert der Konflikt mit offenen Bestrebungen nach staatlicher Unabhängigkeit. Damals hatte sich der anglophone Teil als "Ambazonia" für unabhängig erklärt.

Die deutsche Kolonie Kamerun war nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Großbritannien und Frankreich aufgeteilt worden. Nach der Unabhängigkeit Anfang der 60er Jahre wurden beide Teile wieder verschmolzen.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa/AFP

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