Panorama

Überfüllter Zug gestoppt 9-Euro-Ticket hat Feuertaufe über Pfingsten

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Fahrgäste in Frankfurt am Main warten dicht gedrängt am Hauptbahnhof auf eine Regionalbahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Reger Bahnverkehr über Pfingsten ist normal. Dieses Jahr könnte das 9-Euro-Ticket die Züge noch voller werden lassen. In Berlin-Gesundbrunnen wird ein überfüllter Zug gestoppt. Mit dem größten Andrang wird aber am Pfingstmontag gerechnet. Baden-Württembergs Verkehrsminister hat einen Tipp.

Überschattet vom Zugunglück in Bayern hat mit dem Pfingstwochenende die erste größere Reisewelle mit dem 9-Euro-Ticket begonnen. Bundesweit herrschte auf vielen Bahnsteigen und in Zügen reger Betrieb. Nach Bahnangaben war die Betriebslage aber für ein Pfingstwochenende normal. Auch in den kommenden Tagen wird mit vollen Zügen gerechnet, besonders am Pfingstmontag.

Am Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen musste einem Bericht von RBB24 zufolge am Nachmittag ein offenbar überfüllter Zug gestoppt werden. Reisende wurden gebeten, aus dem Regionalexpress in Richtung Rostock auszusteigen, wie ein Bahnsprecher dem Portal sagte. Auch die Bundespolizei sei zur Unterstützung dazugerufen worden. Der Zug habe eine Stunde am Bahnhof gestanden, bevor die Fahrt fortgesetzt worden sei.

Das 9-Euro-Ticket kann für Juni, Juli und August gekauft werden. Fahrgäste können damit einen Monat lang bundesweit Busse und Bahnen des Nahverkehrs nutzen. Rund sieben Millionen Aktionsfahrscheine wurden bis zum Start der Aktion verkauft. Zu Pfingsten wurden besonders viele Fahrgäste erwartet. Viele Verkehrsunternehmen haben bereits angekündigt, dass etwa die Fahrradmitnahme nicht immer und überall möglich sein werde.

Verkehrsminister gibt Tipps für Ausflügler

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann rief Reisende und Ausflügler dazu auf, gelassen zu bleiben und Rücksicht auf andere zu nehmen. Auch Strecken abseits touristischer Höhepunkte seien interessant.

Die Deutsche Bahn kämpft unterdessen mit erheblichen Verspätungen. Im Fernverkehr waren im Mai 62,7 Prozent der Fernzüge pünktlich, wie ein Bahnsprecher sagte. Das ist der niedrigste Monatswert seit Januar 2010, als ein schneereicher Winter die Züge bremste. "Weiterhin haben Baustellen insbesondere in vielbefahrenen Abschnitten des Netzes die Pünktlichkeit massiv beeinträchtigt." Auch zu Pfingsten bremsen zahlreiche Baustellen den Verkehr aus.

Das betraf auch Regionalzüge. 92,3 Prozent von ihnen kamen pünktlich, der bislang schwächste Wert in diesem Jahr. Nach Bahn-Definition sind Halte mit weniger als sechs Minuten Verspätung pünktlich. Konzernchef Richard Lutz hatte am Montag das Ziel aufgegeben, im Gesamtjahr im Fernverkehr mit ICE, Intercity und Eurocity eine Pünktlichkeit von 80 Prozent zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren 75 Prozent dieser Züge pünktlich gewesen.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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