Keine Lust auf AnstehenAbi-Party eskaliert an Jacken-Ausgabe

Niemand wartet gern an der Garderobe. Eine Abi-Party mit mehr als 1000 Gästen artet jedoch dermaßen aus, dass die Polizei anrückt, um die Jacken-Ausgabe zu deeskalieren. Das Ergebnis: Rangeleien, umgeworfene Zäune - und Dutzende Schüler, die nachts ohne Jacke nach Hause gehen müssen.
Eine tumultartige Jagd nach Jacken im Anschluss an eine Großparty in Bergisch Gladbach hat am Wochenende mehr als 40 Polizeibeamte auf den Plan gerufen. Nach dem Ende der Abi-Finanzierungsparty von fünf Schulen mit etwa 1200 Feierenden in einer Festhalle setzte in der Nacht zum Samstag ein Run auf die mit Bauzäunen abgesperrte Garderobe ein, wie die Polizei nun mitteilte.
Nach Angaben von Mitarbeitern der Security kletterten ungeduldige Partygäste über die Zäune, wodurch Garderobenständer umstürzten. Als die ersten Polizisten eintrafen, wollten mehrere Hundert Menschen in den Garderobenbereich vordringen und stritten sich mit den Sicherheitsleuten. Manche suchten in den am Boden liegenden Jacken nach ihren eigenen und warfen andere wahllos über den Zaun.
Die aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem benachbarten Köln herbeigeeilten Beamten brachten nach und nach Ordnung in das Durcheinander. Bilanz des vorübergehenden Tumults: Knapp 90 Menschen fanden ihre Jacken nicht sofort wieder, bis zum heutigen Morgen wurden rund 20 Strafanzeigen wegen Diebstahls erstattet.
Zugleich nahmen die Polizisten 21 Jacken mit - weil einzelne Beteiligte mit mehreren Jacken angetroffen wurden. Der Veranstalter nahm weitere rund 70 Jacken in Verwahrung, die nach dem Partyende im Saal übrig geblieben waren. Partygäste, die ihre Jacken vermissen, können nun laut Polizei auf der Internetseite des Veranstalters nach ihnen suchen.