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Nach Einsturz Abriss von Genuas Unglücksbrücke beginnt

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Bevor eine neue Brücke gebaut werden kann, müssen zunächst die alten Pfeiler abgerissen werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vier Monate nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua wird die Baustelle für die neue Brücke eröffnet. Zunächst müssen jedoch die Reste der alten Brücke entfernt werden.

Der Abriss der Reste der Unglücksbrücke von Genua soll in der kommenden Woche beginnen. Der Regionalpräsident von Ligurien, Giovanni Toti, sagte auf der Baustelle, er hoffe, dass am Montag ein Richter die Beschlagnahmung der Brückenreste aufheben werde. Dann könne es losgehen. Genuas Bürgermeister Marco Bucci sagte, die neue Brücke solle "zu Weihnachten 2019" fertig sein.

Die 45 Meter hohe Morandi-Autobahnbrücke war am 14. August nach einem Gewitter eingestürzt. 43 Menschen kamen ums Leben. Die Brücke war auch eine wichtige Verbindung zwischen den östlich und westlich des Flüsschens Polcevera gelegenen Stadthälften Genuas und Teil der Küstenautobahn von Norditalien nach Südfrankreich.

Die beiden Rumpfteile der Brücke stehen noch. Der letzte auf dem Rumpf der Morandi-Brücke verbliebene Lastwagen war erst vor wenigen Tagen von dem Bauwerk entfernt worden. Der italienische Stararchitekt Renzo Piano ist mit dem Neubau beauftragt. Eigentlich sollte der Abriss bereits heute beginnen, stattdessen wurde in einem eher symbolischen Akt nur die Baustelle offiziell eröffnet.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Einsturzes unter anderem gegen den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia. Die italienische Regierung warf dem Betreiber mangelhafte Wartungsarbeiten vor und hatte mit einem Lizenzentzug und einer Verstaatlichung des Unternehmens gedroht.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa/AFP

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