Drogenhandel von Galicien ausÄltester Drogenbaron Spaniens geschnappt

Mit seinem Clan steuert er jahrzehntelang einen der größten Drogenhändlerringe Europas. Jetzt nimmt die Polizei den 85-Jährigen Manuel Charlín fest. Bei ihrer Razzia kommt sie auch anderen Beteiligten auf die Spur.
Der berüchtigste und älteste Drogenpate Spaniens, der 85 Jahre alte Manuel Charlín, ist festgenommen worden. Bei einer großangelegten Aktion gegen den Drogenhandel wurden in der nordwestspanischen Region Galicien auch Charlíns Sohn Melchor und 20 weitere Menschen festgenommen. Die Nationalpolizei bestätigte auf Anfrage entsprechende Medienberichte. In anderen Regionen Spaniens seien in Zusammenhang mit dieser Aktion weitere Festnahmen vorgesehen, hieß es.
Manuel Charlín gilt seit vielen Jahrzehnten als Chef des sogenannten Clan der Charlínes. Von Galicien aus soll diese Bande nach den Erkenntnissen der spanischen Behörden einen der größten Drogenhändlerringe Europas kontrolliert und zahlreiche Länder des Kontinents mit Drogen aus Südamerika beliefert haben.
Die Polizei habe die Villa Charlíns in der Provinz Pontevedra gestürmt, berichtete die Regionalzeitung "La Voz de Galicia" unter Berufung auf die Behörden. Verschiedene Angehörige des Clans wurden bereits wegen Drogenhandels und Geldwäsche zu Haftstrafen verurteilt.
Der mutmaßliche Bandenboss saß selbst 20 Jahre lang hinter Gittern. Charlín wurde damals für schuldig befunden, an Bord von Frachtern große Mengen Kokain von Kolumbien nach Spanien gebracht zu haben. Seit 2010 war der Patriarch auf freiem Fuß.