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Risse an Boeing-Jets Airlines ziehen 737 NG aus dem Verkehr

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Erst die Probleme mit der Boeing 737 Max, nun auch mit dem Vorgänger 737 NG.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei zwei Abstürzen von Maschinen des Typs Boeing 737 Max sterben binnen weniger Monate mehr als 340 Menschen. Nun gibt es Probleme mit dem Vorgängermodell 737 NG. Die US-Luftfahrtaufsicht warnt, zwei Airlines reagieren.

Die schlechten Nachrichten beim US-Flugzeughersteller Boeing reißen nicht ab. Die Zukunft des nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Jets 737 Max ist ungewiss - nun gibt es auch Probleme beim Vorgängermodell 737 NG.

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol Linhas Aereas Inteligentes hat nach einer Inspektion elf Jets des Typs 737 NG aus dem Verkehr gezogen. Auch Flieger der Southwest Airlines blieben am Boden. Es wurden entsprechende Risse an zwei Jets gefunden und aus dem Dienst genommen, sagte das Unternehmen am Mittwoch.

Boeing verspricht Unterstützung

Die FAA hatte einige Betreiber von Boeings 737 NG am vergangenen Mittwoch angewiesen, die Maschinen innerhalb von sieben Tagen auf Risse überprüfen. Der Hersteller habe das Problem selbst entdeckt und die Behörde darüber informiert. Das Risiko von Rissen besteht bei sogenannten Pickle Forks, das sind wichtige Bauteile zur Befestigung der Tragflächen am Flugzeugrumpf. Unter hoher Belastung können diese sich offenbar schneller als angenommen abnutzen.

Boeing bekräftigte in einer Stellungnahme, seine Kunden aktiv bei den Untersuchungen der 737 NG zu unterstützen. Allen betroffenen Betreibern seien detaillierte Anweisungen gegeben worden, auch bei erforderlichen Reparaturen beteilige Boeing sich. "Sicherheit und Qualität sind unsere oberste Priorität."

Auch Probleme beim Dreamliner

Die 737 NG ist der Vorgänger des Unglücksfliegers 737 Max, der Mitte März nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten fast weltweit mit Startverboten belegt wurde.

Der Airbus-Rivale sieht sich zusätzlich mit einem Problemen bei den Bestellungen für seinen Dreamliner 787 konfrontiert: der Zeitung "Seattle Times" zufolge stornierte die russische Fluggesellschaft Aeroflot offiziell eine Bestellung von 22 Dreamlinern im Wert von etwa 5,5 Milliarden Dollar.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

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