Panorama

Feueralarm im Zentrum von Zürich Akku-Brand legt Apple-Store lahm

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Schauplatz des Vorfalls: Der Apple Store in der Züricher Bahnhofsstraße (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Die Reparatur ist reine Routine, doch diesmal läuft in der Werkstatt der Züricher Apple-Filiale etwas schief: Der Akku wird beim Ausbau plötzlich immer heißer, beißender Rauch steigt auf. Der schnelle Griff zum geeigneten Löschmittel verhindert Schlimmeres.

Ein überhitzter Handy-Akku hat in der Innenstadt von Zürich Feueralarm ausgelöst. Wie die Schweizer Behörden mitteilten, ging bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei am Vormittag die Meldung ein, dass es im Apple Store in der Bahnhofstraße eine Rauchentwicklung gebe.

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Rettungskräfte rückten daraufhin mit einem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr sowie einem Notarztwagen und mehreren Rettungswagen an, wie die Polizei berichtete. 50 Mitarbeiter und Kunden mussten das Geschäft vorübergehend verlassen.

Auslöser des Vorfalls war ein Smartphone, das sich zur Reparatur in der Werkstatt der Apple-Niederlassung befand. Als ein Apple-Mitarbeiter den Akku des Geräts ausbauen wollte, heizte sich der Akku offenbar unvermittelt so stark auf, dass Qualm austrat. Daraufhin wurden Werkstatt und Verkaufsbereich geräumt und sicherheitshalber auch die Feuerwehr informiert. Ein Apple-Mitarbeiter zog sich leichte Verbrennungen an der Hand zu.

Seine Kollegen konnten Schlimmeres verhindern: Die Rauchentwicklung konnte "aufgrund der richtigen Reaktion des Personals sofort eingedämmt werden", heißt es in einer Mitteilung der Stadt Zürich. Das Personal habe sofort Quarzsand auf den Akku gestreut. Auf diese Weise konnte der drohende Schwelbrand im Keim erstickt werden. Insgesamt wurden sieben Personen vor Ort medizinisch betreut.

Schweizer Experten untersuchen Akku

Für Apple könnte der Vorfall womöglich ein Nachspiel haben. "Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich stellten den Akku und das dazugehörende Gerät sicher, um im Labor festzustellen, was zur Überhitzung des Akkus geführt hatte", teilte die Polizei mit. Apple selbst wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Fall äußern.

Dass sich Akkus unter ungünstigen Umständen überhitzen können, beschäftigt die Branche schon länger. Die Feuergefahr betrifft dabei nicht nur Handyhersteller, sondern auch E-Autobauer sowie den Flugzeugbau. Stromspeicher werden in immer mehr Produkten verbaut: vom Notebook bis zu Küchengeräten oder kabellosen Kopfhörern. Beim Apple-Wettbewerber Samsung hatte eine ganze Serie solcher Vorfälle im Jahr 2016 sogar zu einem vorübergehenden Verkaufsstopp des Modells "Galaxy Note 7" geführt. Die US-Behörden hatten Smartphone-Nutzern zeitweise sogar die Mitnahme der Geräte an Bord von Flugzeugen verboten.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa

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