Panorama

Krieg im Jemen Amals Sterben berührt die Welt

Das Foto der ausgemergelten Amal aus dem Jemen berührt Leser in aller Welt. Ihr Bild in der "New York Times" löst riesige Betroffenheit aus. Doch diese herzzerreißende Geschichte hat leider kein gutes Ende.

Wenn man das menschliche Leid im Jemen, geprägt von Krieg und Hungersnot, in ein Bild fassen müsste, wäre es wohl das von Amal Hussain. Fotograf Tyler Hicks hat es für die "New York Times" vor einigen Tagen in Aslam aufgenommen und damit offenbar große Emotionen geweckt. Die kleine Amal liegt in ihrem Krankenhausbett im Norden des Landes. Das siebenjährige Mädchen schaut zur Seite, wirkt apathisch. "Ich kann kaum ein Brot kaufen. Das ist der Grund, warum meine Kinder vor meinen Augen sterben", erklärt die Mutter in der "New York Times".

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Amals Körper ist ausgemergelt, jede einzelne Rippe ist sichtbar. Für Hicks ist es ein Symbolbild des Krieges. Als er das Foto des hungernden Mädchens in der Zeitung veröffentlicht, sind die Reaktionen der Leser überwältigend. Sie wollen spenden, der Familie helfen und fragen in weiteren Briefen und E-Mails nach, wie es Amal geht. Das Mädchen gibt dem Leid des Krieges ein Gesicht, macht es nahbar.

Doch die angebotene Hilfe kommt zu spät. Das Krankenhaus muss das Mädchen entlassen und empfiehlt der Mutter, eine Klinik von Ärzte ohne Grenzen zu besuchen. Doch bis dahin schafft die Familie es nicht. Amal bekommt weder die lebensrettende Milch noch weitere ärztliche Versorgung.  Die Familie kehrt nach Hause zurück. Dort stirbt Amal.

Nachdem die "New York Times" von Amals Tod erfährt, sprechen die Journalisten mit der Mutter: "Mein Herz ist gebrochen. Amal hat immer gelächelt. Jetzt habe ich Angst um meine anderen Kinder", sagt die Mutter in einem Telefongespräch mit der Zeitung.

Der Klinikarzt betont, dass es noch viele weitere Fälle wie Amal gebe, immer wieder müssten sie Patienten entlassen und weiterschicken. Amal ist nach Angaben der "New York Times" eines von 1,8 Millionen hungerleidenden Kindern im Jemen. 

Quelle: n-tv.de, sgu

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