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Nach Gewalt in Amberg Angebliche Bürgerwehr beschäftigt Polizei

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(Foto: dpa)

Vier betrunkene Asylbewerber schlagen im bayerischen Amberg um sich und verletzen zwölf Menschen. Der Schock in dem Ort sitzt tief. Rechtsextreme wollen das offenbar ausnutzen und spielen sich im Internet als Ordnungshüter auf. Die Polizei prüft den Vorgang.

Die Polizei prüft Berichte über eine angebliche rechte Bürgerwehr in Amberg nach der mutmaßlichen Prügelattacke von vier Flüchtlingen. Ein Polizeisprecher sagte, entsprechende Auftritte in sozialen Medien seien bekannt. Konkrete Hinweise auf Patrouillen, Demonstrationen oder dergleichen habe er aber nicht.

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny verwies ebenfalls auf Facebook-Posts der Nürnberger NPD. Fotos zeigen dort Menschen in roten Westen mit der Aufschrift "Wir schaffen Schutzzonen". Zudem habe er eine Mail bekommen, sagte Cerny weiter: "Darin hieß es, sie wollen Späher nach Amberg schicken." Über den Absender äußerte sich Cerny nicht. Die Mail habe er an die Polizei weitergeleitet.

Vier junge Asylbewerber sollen am Samstag wahllos Passanten geschlagen und zwölf von ihnen meist leicht verletzt haben. Sie lösten damit eine Debatte über Gewalt von Flüchtlingen aus. Cerny sagte: "Eine echte rechte Szene haben wir in Amberg nicht." Einzelne Rechte seien bekannt und hätten beispielsweise an rechten Demonstrationen wie in Chemnitz teilgenommen. Auch habe die AfD in der Stadt stärkere Ergebnisse.

Laut Internetseite der Stadt kam die AfD bei der Landtagswahl auf 13,1 Prozent der Zweitstimmen. Die AfD-Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner hatte angekündigt, an diesem Donnerstagnachmittag nach Amberg kommen zu wollen, "um sich ein Bild von der Lage in der Stadt" zu machen. Unter anderem seien Gespräche mit der Polizei und Bürgern geplant.

Der Polizeisprecher sagte, es seien keine Protestaktionen angemeldet oder bekannt. "Die Sicherheitslage in Amberg ist gut." Das habe auch die schnelle Festnahme der Tatverdächtigen am Samstag gezeigt. In Amberg gebe es genügend Polizisten; eine genaue Zahl nannte er nicht.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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