Panorama

Konsum von gepanschtem Alkohol Angeblicher Corona-Schutz tötet 16 Peruaner

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Mindestens 16 Menschen überleben die Vergiftung nicht. (Symbolbild)

(Foto: imago/Panthermedia)

Die Angst vor dem Coronavirus bringt Menschen in Peru dazu, ein vermeintliches Heilmittel zu trinken. Dabei handelt es sich allerdings um gepanschten Alkohol, mindestens 16 Personen überleben den Konsum nicht.

Angeblich soll das Getränk gegen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus helfen. Doch für mindestens 16 Menschen in einer abgelegenen Gegend Perus erweist sich der als Heilmittel propagierte gepanschte Alkohol als tödlich. Die Patienten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sie den Alkohol im Glauben getrunken hätten, dieser schütze sie vor einer Infektion mit dem Coronavirus, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Andina unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden.

Die Patienten aus der Andenregion Huancavelica wiesen demnach Vergiftungssymptome auf und starben trotz der Versorgung auf der Intensivstation. Die Polizei habe die alkoholischen Getränke beschlagnahmt, die in "einem Etablissement zweifelhaften Rufs" verkauft worden seien.

In Peru sind nach offiziellen Angaben bislang knapp 1600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 61 Menschen starben. In dem Andenstaat gelten obligatorische Ausgangsbeschränkungen sowie eine nächtliche Ausgangssperre.

Im benachbarten Ecuador halten sich derweil nach Regierungsangaben mindestens 40 Prozent der Corona-Infizierten nicht an die vorgeschriebene Quarantäne. Staatschef Lenín Moreno sagte in einer Fernseh- und Radioansprache, es handele sich dabei um Menschen, die sich entweder "leichtsinnig oder verantwortungslos" verhielten. Er kündigte an, die Betroffenen künftig technisch überwachen zu lassen. In Ecuador gibt es offiziell bislang mehr als 3300 Corona-Infizierte und 145 Todesfälle.

Quelle: ntv.de, ara/AFP