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Nach Streit mit Bushido Arafat Abou-Chaker wird angeklagt

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Bushido (l.) und Arafat Abou-Chaker waren jahrelang ein Team.

(Foto: picture alliance/dpa)

Viele Jahre sind Bushido und Arafat Abou-Chaker Geschäftspartner, dann kommt der Bruch. Nun erhebt die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Clanchef. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen.

Versuchte schwere räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung – so lauten die Vorwürfe gegen Arafat Abou-Chaker. Die Berliner Staatsanwaltschaft habe gegen den Clanchef Anklage erhoben, berichtet der "Spiegel" und beruft sich auf Justizkreise. Auch die Brüder Yasser, Nasser und Rommel würden angeklagt, heißt es weiter. Die Straftaten, die ihnen vorgeworfen würden, stünden überwiegend in Verbindung zum Streit mit Rapper Bushido. Nasser und Rommel werde Beihilfe vorgeworfen, heißt es weiter. Yasser soll seine eigenen Kinder gegen den Willen der Mutter aus Dänemark entführt haben. Der Verteidiger von Arafat Abou-Chaker lehnte eine Stellungnahme gegenüber "Spiegel" ab, die Verteidiger weiterer Angeschuldigter ließen eine Anfrage unbeantwortet.

Arafat Abou-Chaker und der Rapper waren langjährige Geschäftspartner, hatten sich aber im vergangenen Jahr getrennt. Daraufhin fürchteten Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi offenbar Racheakte. "Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit", hatte sie im September vergangenen Jahres dem "Stern" gesagt. Bushido und seine Familie stehen seit Monaten unter Polizeischutz.

Arafat Abou-Chaker war bereits Anfang des Jahres bei einem Gerichtstermin in Berlin festgenommen worden. Dabei ging es unter anderem um Vorwürfe, er habe Entführungspläne für Familienangehörige von Bushido gehabt. Abou-Chaker bestreitet das. Nach rund zwei Wochen wurde der Haftbefehl gegen ihn wegen "fehlender Haftgründe" aufgehoben.

Quelle: n-tv.de, hul

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