Panorama

Deutlich mehr als 31 Millionen Astrazeneca nimmt Lieferkürzung wohl zurück

Zwischen dem Impfstoff-Hersteller Astrazeneca und der EU ist ein Streit um die Liefermenge ausgebrochen. Ein Krisengespräch brachte keine Lösung. Doch nun will das Unternehmen offenbar doch deutlich mehr Dosen bereitstellen.

Im Impfstoffstreit mit der EU will der Hersteller Astrazeneca einen Teil der angekündigten Lieferkürzung zurücknehmen. Das berichtet die FAZ. Nach Angaben von EU-Politikern hatte die Firma vorige Woche erklärt, statt 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal nur 31 Millionen an die EU zu liefern. Jetzt zitiert das Blatt einen EU-Vertreter mit den Worten: "Es ist nicht wahrscheinlich, dass wir am Ende doch noch auf 80 Millionen kommen. Aber es sollten doch deutlich mehr werden als 31."

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Zudem soll der Vertrag der EU-Kommission mit dem britisch-schwedischen Hersteller rasch in redigierter Form veröffentlicht werden. Dem habe das Unternehmen grundsätzlich zugestimmt, bestätigten Kommissionskreise. Es werde nun besprochen, welche Teile aus Gründen der Vertraulichkeit geschwärzt würden.

Die EU-Kommission und Vertreter der 27 Mitgliedstaaten hatten am gestrigen Abend ein Krisengespräch mit Firmenchef Psacal Soriot geführt. Sie sind empört über die angekündigte Kürzung und pochen auf fristgerechte Erfüllung des Liefervertrags über insgesamt bis zu 400 Millionen Impfdosen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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