Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Auf intensiven Dauerregen folgt Sommerhoch

134395296.jpg

Zur Wochenmitte setzt sich bundesweit die Sonne durch - so wie hier an der Okertalsperre in Altenau (Niedersachsen).

(Foto: picture alliance/dpa)

Im "Schaukelsommer" steht eine kontrastreiche Wetterwoche an, die nach zum teils heftigem Regen das erste richtige Hoch des Sommers 2020 bringen dürfte. Alle Sonnenfreunde in den heimischen Gefilden kommen ziemlich sicher auf ihre Kosten.

Nach dem Auf und Ab der letzten Wochen und meist nur kurzen sommerlichen Phasen steht eine dauerhafte Stabilisierung bevor. Und das wird insbesondere in den nördlichen Landesteilen auch wirklich Zeit. Denn während es im Südwesten mit Hitzespitzen jenseits der 38 Grad zuletzt schon mal ziemlich heiß herging, war der Sommer 2020 bei den Nordlichtern bislang beinahe ein Totalausfall. Hitzetage jenseits der 30 Grad gab es verbreitet noch gar nicht. Und auch bei den Sommertagen mit über 25 Grad sind die Küstenregionen weit unten im einstelligen Bereich. Auf Kap Arkona gab es bislang sogar noch gar keinen offiziellen Sommertag.

Wie groß der Kontrast ist, zeigt der Blick in den Süden. Teilweise über 40 Sommertage und stellenweise mehr als zehn Hitzetage jenseits der 30 Grad. Dementsprechend war der Juli 2020 im Süden und Südwesten rund 1 bis etwas über 2 Grad zu warm (im Vergleich zum Klimamittel von 1961 bis 1990). Im Norden war es hingegen sogar etwas zu kalt. Im Zeiten des Klimawandels ist das schon ziemlich außergewöhnlich. Und es zeigt auf der anderen Seite auch, wie gewöhnlich der Sommer 2020 bisher verlief: Sonne im Süden und kühle Schauer im Norden. Jetzt kehren sich die Wetterungerechtigkeiten aber erst einmal um, bevor der Hochsommer auf den letzten Metern doch noch einmal auf Touren kommen möchte.

Zunächst schmiegt sich aber ein Tiefausläufer um die Alpen und bringt dem Alpenrand bis zur Wochenmitte teils über 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Das wird definitiv für weitere Erdrutsche, Murenabgänge sowie lokale Überschwemmungen im Alpenraum reichen. Doch dann kommt die Zeit des ersten richtigen Sommerhochs in diesem Jahr. Namentlich wird es wahrscheinlich "Detlef" oder "Emil" sein. Relativ sicher ist dagegen schon die Temperaturspanne, auf die wir zusteuern. Richtung Wochenende geht es häufig auf Höchstwerte zwischen 25 und 35 Grad. Streckenweise sogar mehr. Und so sind die Details für die neue Woche.

Nacht zum Montag

Die Schauer und Gewitter ziehen sich weiter in den Süden und den Südosten zurück und können dabei nach wie vor mitunter kräftig ausfallen. Örtlich mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Im übrigen Land ist es ruhiger und öfter trocken und bei Tiefstwerten zwischen 16 und 10 Grad ist vielerorts Durchlüften und Durchatmen angesagt.

Björn Alexander

ntv-Wetterexperte Björn Alexander

Montag

Der Norden und der Osten starten überwiegend trocken und zeitweise sonnig in die neue Woche. Ansonsten gibt es Sonne und Wolken im Wechsel mit lokalen Schauern, die sich in Richtung Alpen in kräftigen Regen verstärken. Dazu zeigen sich die Temperaturen ebenfalls verhalten bei 17 Grad im Alpenvorland und 19 bis 23 Grad im übrigen Land.

Dienstag

15 Grad am Alpenrand zeugen von der trüben Stimmung im Süden. Außerdem muss nun der gefallene Regen abfließen. Örtlich mit Überflutungsgefahr. Derweil putzt sich im Norden die Sonne mal richtig zurecht und sorgt für sonnige Aussichten bei den Küstenurlaubern. Am wärmsten wird es allerdings im leicht wechselhaften Westen bei bis zu 25 Grad.

Mittwoch

Die Berge im Süden sind noch oft umhüllt von Wolkenresten und einigen Hochnebelfeldern. Sonst setzt sich die Sonne durch und es bleibt trocken. Den Sonnenzuwachs können wir ebenso bei den Temperaturen ablesen. Die bringen es nämlich auf 20 Grad an den Alpen und bis auf 30 Grad im Südwesten.

Donnerstag

Es wird ein toller Sommertag. Morgens ist es noch frisch mit der Option auf Durchlüften und sportliche Aktivität, bevor die Sonne die Werte bis zum Nachmittag auf 25 bis 33 Grad antreibt.

Freitag bis Sonntag

Der Hochsommer hält Einzug und sorgt samt Hochdruckeinfluss für viel Sonne und erst am Sonntag könnte es im Westen und Südwesten für gelegentliche Hitzegewitter reichen. Zuvor geht es aber aufwärts. Am Freitag bei 25 bis 35 und am Samstag bei 26 bis 36 Grad. Der Sonntag hat sogar noch etwas mehr Potenzial bei 26 bis 37 Grad. Kurzum: Alle Sommer- und Sonnenfreunde in den heimischen Gefilden kommen ziemlich sicher auf ihre Kosten. Die Kehrseite der Medaille: Die zum Teil große Trockenheit in den Böden verschärft sich weiter. Und auch die Waldbrandgefahr wird - nach einer Entspannung bis zu Wochenmitte - erneut steigen.

Quelle: ntv.de