Panorama

300 Randalierer wüten in Lüttich Ausschreitungen bei Anti-Rassismus-Demo

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Am Abend entspannte sich die Lage in Lüttich wieder.

(Foto: imago images/Belga)

Im belgischen Lüttich kommt es am Rande einer "Black Lives Matter"-Demonstration zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Randalierern. Die Bilanz: Neun Menschen kommen ins Krankenhaus. Mehrere Geschäfte in der Innenstadt werden geplündert.

Am Rande einer Demonstration gegen Rassismus ist es in Lüttich zu massiven Ausschreitungen gekommen. Bis zu 300 "Randalierer" zogen nach Polizeiangaben am Samstag durch das Zentrum der ostbelgischen Stadt und griffen unter anderem Polizisten mit Steinen an. Diese wiederum setzten Wasserwerfer ein. "Neun Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, unter ihnen fünf Polizisten", erklärte die Polizei am Abend.

Die Ausschreitungen ereigneten sich am Rande einer "Black Lives Matter"-Demonstration, die zunächst friedlich verlief. Die Teilnehmer protestierten gegen die umstrittene Festnahme einer aus Kongo stammenden Frau am Montag. Diese warf den Sicherheitskräften Gewalt und Rassismus vor, was die Polizei zurückwies. An der Demonstration selbst nahmen laut Polizei "einige Dutzend Menschen" teil.

Am Ende der Demonstration seien einige Teilnehmer gewalttätig geworden und hätten einen Polizisten auf einem Motorrad angegriffen, berichtete eine Polizeisprecherin. Daraufhin hätten sich nach und nach "zwischen 200 und 300 Randalierer in den Straßen von Lüttich versammelt". Diese hätten auch Geschäfte geplündert und zerstört.

Die Polizei rief die Einwohner von Lüttich zunächst auf, das Zentrum der Stadt vorerst zu meiden. Sie war mit mehr als 250 Einsatzkräften und drei Wasserwerfern im Einsatz. Am Abend war die Lage in Lüttich nach Angaben eines AFP-Korrespondenten wieder ruhig.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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