Panorama

Anzeige für Umzugs-Lkw Autovermieter spottet über AfD-Vize

Wenn es nach Alexander Gauland geht, will niemand Jérôme Boateng als Nachbarn haben. Die Autovermietung Sixt greift die Rassismus-Debatte in einer Annonce auf und rät zum Umzug: Für alle diejenigen, die nicht neben "einem Gauland" wohnen wollen.

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Der Autovermieter Sixt hat das "Fußball-Eigentor" von AfD-Vize Alexander Gauland in einer satirischen Werbebotschaft aufgespießt. Das Unternehmen riet allen, "die einen Gauland in der Nachbarschaft haben", einen "günstigen Umzugs-LKW" zu mieten. Dazu veröffentlichte Sixt ein Foto von einem leicht sauertöpfisch wirkenden Gauland.

Parteisprecher Christian Lüth findet die Werbe-Satire nicht unlustig. Auf "Twitter" schrieb er: "Humor für Leute mit Humor". Und kann Gauland selbst darüber lachen? Nun ja. Er findet, der Autovermieter sollte zumindest eine Spende an die AfD leisten. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Wenn Sixt schon Werbung mit meiner Person macht, dann soll die Partei auch etwas davon haben."

Der stellvertretende Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei, die für eine drastische Begrenzung der Zuwanderung eintritt, hatte Ende Mai in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit Bezug auf den deutschen Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng gesagt: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Damit löste er einen Sturm der Empörung aus. Der in Berlin geborene Boateng hat eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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