Panorama

Ein Toter bei Frontalcrash BMW-Testfahrzeug fuhr bei Unfall nicht autonom

Die Leuchtschrift

Bei dem Unfall auf der Bundesstraße 28 kam ein Mensch ums Leben.

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild)

Während einer Testfahrt mit einem BMW-Fahrzeug kommt es in Baden-Württemberg zu einem tödlichen Crash. Die Polizei spricht zunächst von einem "autonomen E-Testfahrzeug". Eine genaue Untersuchung ergibt nun, dass der Wagen zum Zeitpunkt des Unfalls nicht selbstständig fahren konnte.

Ein am Montag in Baden-Württemberg an einem schweren Autounfall beteiligtes Testauto ist einer Überprüfung zufolge nicht autonom gefahren. Das Elektrofahrzeug wurde am Vormittag auf Anordnung der Tübinger Staatsanwaltschaft untersucht, wie die Behörde gemeinsam mit der Polizei mitteilte. Die Untersuchungen ergaben demnach, dass mit dem Auto zum Unfallzeitpunkt kein autonomes Fahren möglich war.

An der Überprüfung waren neben drei Unfallsachverständigen Spezialisten der Verkehrspolizei Tübingen, des Stuttgarter Landeskriminalamts und mehrere Ingenieure der Unfallforschung des Fahrzeugherstellers beteiligt. Die Ermittlungen zur Ursache dauerten an.

Den Unfall hatte ein 43-Jähriger am Montagabend mit dem Testfahrzeug auf der Bundesstraße 28 in Richtung Ulm verursacht. Der Mann kam aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn und streifte einen entgegenkommenden Wagen. Dieser kollidierte mit einem anderen Auto, welches zu brennen begann.

Auch ein Kind unter den Verletzten

Der Wagen des Unfallverursachers prallte zudem mit einem weiteren Fahrzeug zusammen. Die Kollision war so heftig, dass ein 33 Jahre alter Beifahrer tödliche Verletzungen erlitt. Insgesamt neun Fahrer und Insassen in den vier Fahrzeugen, darunter auch ein kleines Kind, zogen sich schwere Verletzungen zu.

Die Polizei sprach in einer Mitteilung nach dem Unfall explizit von einem "autonomen E-Testfahrzeug" des Typs BMW iX. "Unsere Angabe begründet sich auf den Aufklebern auf dem Fahrzeug, dass es sich hierbei um ein autonomes E-Testfahrzeug handelt. Wir stehen in Verbindung zu BMW und ein Sachverständiger ermittelt, ob es sich um ein solches Fahrzeug handelt oder nicht", sagte ein Polizeisprecher.

Ein Sprecher von BMW teilte wenig später über den Unfallwagen mit: "Das Fahrzeug verfügt über Fahrerassistenzsysteme der Stufe 2, die heute bereits in Serienfahrzeugen verbaut sind und die Fahrerin und den Fahrer auf Wunsch unterstützen. Bei Level-2-Fahrzeugen bleibt die Fahrerin oder der Fahrer grundsätzlich immer in der Verantwortung." Erst bei hochautomatisierten Fahrzeugen ab Level 3 dürfe der Fahrer das Steuern unter bestimmten Voraussetzungen vollständig an das Fahrzeug delegieren.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa

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