Panorama

Attacke mit Schweißbrenner Bankräuber fackeln Beute ab

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So darf man sich das wohl vorstellen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Einen Geldautomaten knacken und das Geld mitnehmen, das dürfte der verwegene Plan kasachischer Bankräuber gewesen sein. Allerdings suchten sie sich das falsche Werkzeug aus und müssen nun jede Menge Spott ertragen.

Es gibt neue Bewerber um den Preis als dümmste Bankräuber der Welt. Die noch unbekannten Diebe hatten sich einen Geldautomaten im südlichen Kasachstan vorgenommen, berichtet der "New Zealand Herald". Das Mittel der Wahl war ein Schweißbrenner, mit dem sich die Ganoven direkt in die Geldkassette vorarbeiteten.

Warum sie vorher nicht auf die äußerst naheliegende Idee gekommen waren, dass die hohen Temperaturen nicht nur der metallenen äußeren Hülle des Geldautomaten schaden würden, sondern vor allem dem empfindlichen Papiergeld, versucht die Polizei nun zu klären. Auf Fotos der kasachischen Beamten sind jedenfalls jede Menge angekokelte 5000-Tenge-Scheine zu sehen, die zurückgelassen wurden.

Bei ihren ungeschickten und möglicherweise auch nicht gerade leisen Bemühungen lösten die Diebe zudem auch noch den Alarm aus, so dass ihnen kaum Zeit blieb, ihren brandheißen Coup zu Ende zu bringen. Schließlich waren sowohl der Automat als auch das meiste enthaltene Geld zerstört.

Ob die Täter gefasst wurden, ist unklar. Das kasachische Innenministerium teilte lediglich mit, dass die Ermittlungen in dem Fall vertraulich behandelt würden. Hätte der Beutezug Erfolg gehabt, hätte der Gewinn der Ganoven jedenfalls deutlich über dem durchschnittlichen Monatslohn von etwa 17.000 Tenge (ca. 500 Euro) gelegen. So bleiben die Ausgaben für den Schweißbrenner, jede Menge verbranntes Geld und natürlich die Aufnahme in die Liste der dümmsten Bankräuber der Welt.

Quelle: ntv.de, sba