Panorama

Rechtsextremes Drohschreiben Basay-Yildiz erhält erneut "NSU 2.0"-Brief

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Neben Basay-Yildiz haben weitere bekannte Frauen ähnliche Drohschreiben erhalten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seda Basay-Yildiz hat inzwischen viele rechtsextreme Drohbriefe erhalten, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet sind. Mitte Februar erreicht sie ein weiteres Schreiben mit Morddrohungen. Nur Unterstützung von der hessischen Polizei bekomme sie nach wie vor nicht, sagt die Frankfurter Rechtsanwältin.

Die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz hat ein weiteres rechtsextremes Drohschreiben erhalten. Das Schreiben mit Morddrohungen sei eingetroffen, nachdem Mitte Februar bekannt gegeben wurde, dass sie den Ludwig-Beck-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden für besondere Zivilcourage erhalten werde, sagte Basay-Yildiz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es sei ebenfalls mit "NSU 2.0" unterzeichnet gewesen. Die Anwältin kritisierte auch beim sozialen Netzwerk Facebook scharf den hessischen Innenminister Peter Beuth sowie Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

Inzwischen habe sie mehr als ein Dutzend "NSU-2.0"-Drohschreiben erhalten. Andere bekannte Frauen bekamen ebenfalls derartige Schreiben. Im Fall der Anwältin waren ihre persönlichen Daten von einem Computer im 1. Polizeirevier in Frankfurt abgerufen worden. Bei Facebook zitierte die Anwältin aus einem Schreiben Ullmanns, wonach es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass die rechtswidrige Datenabfrage in Ausübung eines öffentlichen Amts erfolgt sei. Basay-Yildiz erklärte dazu, es handele sich nicht um ein Privatproblem. Die Abfrage sei durch hessische Beamte während der Dienstzeit von einem Dienstcomputer erfolgt.

"Meine Familie ist zum Abschuss freigegeben und der hessische Innenminister will keine Verantwortung übernehmen", wird sie in der Zeitung zitiert. Die Behörden gingen katastrophal vor, der Fall solle klein gehalten werden. Es geht dem Bericht zufolge auch um die Erstattung der Kosten von Sicherungsmaßnahmen, zu denen das Landeskriminalamt (LKA) geraten habe. Das Innenministerium habe dies abgelehnt.

Quelle: ntv.de, cls/dpa

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