Panorama

1000 Uhren erbeutet Berliner Luxusuhrenhändler nach Einbruch pleite

Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht an einem Einsatzort.

Das Unternehmen bezifferte den Schaden auf mehr als zehn Millionen Euro.

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild)

Mitte November räumen bislang unbekannte Diebe die Tresoranlage eines Berliner Uhrenhändlers aus. 1000 Uhren werden gestohlen. Nun meldet das Unternehmen Insolvenz an.

Der Händler von Luxusuhren Watchmaster ICP hat nach einem Einbruch in seine Tresorräume Insolvenz angemeldet. Das teilte das Unternehmen mit. Das Amtsgericht Charlottenburg hat einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. In die Tresoranlage in der Berliner Fasanenstraße war Mitte November eingebrochen worden. Dabei erbeuteten die Täter den Angaben zufolge 1000 Uhren mit einem Verkaufswert von mehr als zehn Millionen Euro. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts dauern an. Das Unternehmen bezeichnet sich als einen der größten Händler zertifizierter Luxusuhren aus zweiter Hand.

Ein Teil der gestohlenen Uhren gehörte dem Unternehmen. Der Großteil indes stammte von Dritten, die die Uhren mithilfe des Unternehmens verkaufen wollten. Dafür hätte Watchmaster ICP eine Provision erhalten. Während die Eigentümer den Schaden über die Versicherung erhalten, bekomme das Unternehmen für seine Uhren nur den Einkaufspreis, wie es weiter hieß. Dieser decke aber nicht die Kosten, die in Aufbereitung, Zertifizierung und Marketing investiert worden seien. "Unter diesen nicht zu erwartenden Umständen ist es dem Unternehmen nicht mehr möglich, eine positive Fortführungsprognose abgeben zu können. Der Vorfall zwingt uns in die Insolvenz", teilte Watchmaster ICP weiter mit.

Das Unternehmen beschäftigte nach eigenen Angaben 75 Mitarbeiter in Berlin, Paris und London. "Wir sind zutiefst bestürzt, welche harten Konsequenzen dieser Vorfall für alle Beteiligten hat." Im kommenden Jahr sollten weitere Verkaufsstandorte eröffnet werden. Die Pläne seien nun über Nacht zunichtegemacht worden.

Quelle: ntv.de, jwu

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