Panorama

Kämpfe in US-Gefängnis Berüchtigter Häftling stirbt bei Revolte

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Hugo Pinell war seit 1965 in Haft und das letzte inhaftierte Mitglied der sogenannten San Quentin Six.

(Foto: AP)

In einem US-Hochsicherheitsgefängnis spielen sich brutale Szenen ab, als rund hundert Häftlinge aufeinander losgehen. Nur mit Mühe beenden Wärter den bewaffneten Aufstand, bei dem ein Mitglied der legendären St. Quentin Six getötet wird.

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen rund hundert Insassen eines Gefängnisses im US-Bundesstaat Kalifornien ist ein bekannter ehemaliger Drogendealer getötet worden. Rund hundert Häftlinge seien auf dem Innenhof des Hochsicherheitsgefängnisses Sacramento mit selbstgemachten Waffen aufeinander losgegangen, teilten Vertreter der Strafvollzugsbehörde mit.

Die Gefängniswärter beendeten den Aufstand mit Pfefferspray und Tränengas. Vollzugsbeamte wurden nicht verletzt. Bei dem Aufstand wurde der 71-jährige Hugo Pinell getötet, der wegen des Todes eines Justizbeamten bei seinem Gefängnisausbruch im Jahr 1971 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Fünf Häftlinge wurden den Angaben zufolge wegen Stichwunden in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses gebracht, weitere Insassen seien vor Ort behandelt worden.

Pinell war seit 1965 in Haft und das letzte inhaftierte Mitglied der sogenannten San Quentin Six, die den Ausbruch aus dem San Quentin-Gefängnis geplant hatten. In dem Hochsicherheitsgefängnis in Sacramento sind 2300 Häftlinge untergebracht. Zu dem Gewaltausbruch wurden Ermittlungen eingeleitet.

Quelle: n-tv.de, jgu/AFP

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