Panorama

Dramatische RettungBesucher von Tokios Fernsehturm stecken stundenlang im Fahrstuhl fest

23.02.2026, 10:37 Uhr
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Im höchsten Fernsehturm der Welt bleibt plötzlich der Fahrstuhl stehen: Für 20 Besucher von Tokios bekanntem Skytree wird der Ausflug zum Alptraum. Stundenlang müssen sie auf Rettung warten. Doch das gleicht einem Krimi.

Für 20 Besucher wird ein Ausflug zum 634 Meter hohen Tokyo Skytree in Japans Hauptstadt zur extremen Geduldsprobe. Die Betroffenen, darunter zwei Kinder, steckten stundenlang in einem Fahrstuhl in 30 Metern Höhe fest. Mehr als fünf Stunden mussten sie ausharren, bis sie mitten in der Nacht gegen 2.00 Uhr morgens (Ortszeit) befreit werden konnten, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Niemand sei verletzt worden.

Aus zunächst unbekannter Ursache war der Aufzug auf dem Weg von der Aussichtsplattform des Fernsehturms, die sich in schwindelerregender Höhe von 350 Metern befindet, aus noch ungeklärter Ursache plötzlich stehen geblieben. Herbeigeeilte Polizeibeamte und andere Helfer hielten mit den Eingeschlossenen telefonisch Kontakt, während sie nach einer Lösung suchten.

Die nächtliche Rettungsaktion glich einem Krimi. Zunächst konnte ein benachbarter Aufzug auf dieselbe Höhe des Fahrstuhls abgesenkt werden. Daraufhin wurden die Notausgänge beider Aufzüge geöffnet und eine Metallbrücke mit Handläufen zwischen den beiden etwas mehr als einen Meter voneinander entfernten Aufzügen angebracht. Über diese konnten die Eingeschlossenen schließlich in Sicherheit gebracht werden, berichtete NHK.

Der Tokyo Skytree, Tokios hochmodernes Wahrzeichen, war 2012 eröffnet worden. Er ist auch für ausländische Touristen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der japanischen Hauptstadt. Er ist nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem Merdeka 118 in Kuala Lumpur das dritthöchste Bauwerk der Welt. Dass so ein Turm im hochgradig erdbebengefährdeten Japan errichtet wurde und das schwere Beben vom 11. März 2011 überstanden hatte, sei eine "bedeutende Botschaft an die Welt", hatte ein Minister damals triumphiert.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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