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Lange Haftstrafe für 44-Jährigen Betreuer nach Missbrauch erneut verurteilt

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Der Mann stand schon 2016 vor Gericht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weil ein ehemaliger Jugendclub-Chef jahrelang Jungen sexuell missbraucht, muss er zwölf Jahre in Haft. Es ist nicht die erste Verurteilung des Mannes. Die Strafe bleibt allerdings unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern ist der Mitbegründer eines Jugendclubs in Mecklenburg-Vorpommern zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Anschließend soll der 44 Jahre alte Angeklagte unter Führungsaufsicht gestellt werden, urteilte das Landgericht Schwerin.

Der Mann hatte weitgehend gestanden, sich zwischen 2009 und 2015 an mehreren Jungen im Alter zwischen neun und 13 Jahren vergangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre, die Verteidigung höchstens neun Jahre Haft beantragt.

Der Angeklagte war 2016 bereits in einem Prozess wegen Vergewaltigung und Kindesmissbrauchs zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Mehr als 62 Mal soll der Mann übergriffig geworden sein. Die Taten und diese Strafe wurden im aktuellen Urteil miteinbezogen. Während und nach dem ersten Prozess waren weitere Tatvorwürfe bekannt geworden. Ob der Mann therapierbar ist, konnten die Gutachter derzeit noch nicht einschätzen. Der Verurteilte sei allerdings stark rückfallgefährdet.

Bis zu seiner Verhaftung im August 2015 war der Mann Leiter einer Tanzgruppe in dem Verein "Power for Kids". Unter anderem soll er die Proben und Auftritte für den Missbrauch der Kinder und Jugendlichen ausgenutzt haben. 2016 wurde der Jugendclub geschlossen. Zuvor war dem Verein jahrelang eine gute Arbeit bescheinigt worden.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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