Panorama

Doch nicht allein auf der WeltBeuteltierbaby kuschelt sich an Stofftier

06.10.2015, 07:57 Uhr
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Bettina kuschelt sich in die Herzen der Australier. (Foto: dpa)

Possums werden in Neuseeland gehasst und bekämpft - in Australien gehätschelt und getätschelt. Nachdem Passanten ein solches Tier auf der Straße finden und in den Zoo von Sydney bringen, erfreut sich seine Aufzucht dort großer Beliebtheit.

Ein verwaistes Beuteltier hat im Zoo von Sydney ein Plüsch-Känguru als Ersatzmutter akzeptiert. Passanten hatten das kaum handflächengroße Fuchskusu "Bettina" auf der Straße gefunden und zum Zoo gebracht. Dort versucht Tierpflegerin Felicity Evans, es wieder aufzupäppeln, wie der Taronga-Zoo mitteilte. Sie flößt ihm Nahrung mit einer Minispritze in den Mund.

"In diesem Alter wäre das Kleine eigentlich noch bei seiner Mutter", sagte Evans. "Das Kuscheltier gibt ihm wohl Wärme und Trost." Dennoch: Sie gelten vielerorts ähnlich wie Waschbären in Nordamerika als lästige Mitbewohner.

Kusu (auf Englisch: Possum) sind in Australien geschützt, aber in Neuseeland gejagt. Sie gelten dort als große ökologische Bedrohung. Als eingeschleppte Art fressen dort Millionen Tiere Weiden kahl und übertragen Krankheiten auf Kühe, sie werden für die Dezimierung des flugunfähigen Vogels Kiwi verantwortlich gemacht. Auch Umweltorganisationen fordern seine Ausrottung. Daher sind Possums in der Liste der 100 gefährlichsten Neobiota der IUCN ISSG aufgeführt.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa

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