Gewinner von 25 EmmysBob Simon stirbt bei Unfall

Bob Simon war ein Chronist seiner Zeit: Der vielfach ausgezeichnete US-Journalist berichtete unter anderem über den Vietnam- und Irakkrieg und wurde dabei auch von irakischen Soldaten verschleppt und gefoltert. Nun stirbt er bei einem Autounfalll.
Der mehrfach preisgekrönte US-Journalist Bob Simon ist bei einem Autounfall in New York ums Leben gekommen. Der langjährige Korrespondent der Nachrichtensendung "60 Minutes" saß nach Angaben seines Senders CBS News auf dem Rücksitz, als sein Wagen am Mittwochabend mit einem anderen Auto zusammenstieß und mehrere Barrieren durchbrach. Der 73-Jährige starb demnach später im Krankenhaus.
Der Nachrichtenmann war fast 50 Jahre lang für CBS News im Einsatz und gewann für seine Berichterstattung nach Senderangaben 25 Emmys, "so viele wie vermutlich kein anderer Reporter". Simon war besonders für seine Berichte aus Krisenregionen bekannt, etwa aus dem Vietnam-Krieg. Während des Irak-Kriegs wurde er 1991 von der irakischen Armee verschleppt und gefoltert. Darüber schrieb der Journalist später ein Buch. Er berichtete auch vom Olympia-Attentat in München 1972.
"Wir sind alle geschockt über diesen tragischen und plötzlichen Verlust", erklärte CBS-News-Präsident David Rhodes. Simon hinterlässt seine Ehefrau und Tochter Tanya, eine Produzentin von "60 Minutes".