Panorama

Touristen auf der Flucht Brände wüten auf Urlaubsinsel Sardinien

Ein Flächenbrand im Westen der italienischen Insel Sardinien zwingt mehrere Hundert Einwohner dazu, ihre Häuser zu verlassen. Auch einige Touristen flüchten aus ihren Urlaubsquartieren. Von der Katastrophenschutzbehörde kommen keine entwarnenden Nachrichten: Die Gefahr sei weiterhin "extrem".

Auf der italienischen Insel Sardinien kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen Brände im Westen. In der Provinz Oristano laufe der Einsatz ohne Pause, teilt die Feuerwehr auf Twitter mit. 60 Einheiten kämpfen demnach auf dem Boden gegen die Flammen. Außerdem seien fünf Löschflugzeuge im Einsatz. Griechenland und Frankreich schickten laut italienischer Zivilschutzbehörde je zwei Flieger, um beim Löschen aus der Luft zu unterstützen.

Seit wenigen Tagen lodern die Flammen im Westteil der Insel. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Tausende Hektar Land sind bislang verbrannt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Auch verängstigte Touristen sind aus dem Küstenort Porto Alabe geflohen.

"Es ist eine beispiellose Katastrophe", sagt der Gouverneur der Insel, Christian Solinas. Starke Winde trugen demnach zur Ausbreitung der Flammen bei. Es sei "schrecklich", berichtet eine Frau aus der Gegend. In der Luft rieche es überall verbrannt, Feuer und Qualm seien auch vom Strand aus zu sehen - auch von beliebten Touristenorten aus.

Eine Betreiberin von Ferienwohnungen in dem Ort Bosa erzählt, die verbrannte Gegend gleiche einer Hölle. Viele Bauernhöfe seien von den Flammen betroffen. Der Agrarverband Coldiretti sprach von einer "Katastrophe" und erheblichen Schäden für die Landwirtschaft. Weiden, Wälder und in einigen Fällen auch Tiere seien verloren worden, heißt es. In der Nacht zu Montag drückte Italiens Regierungschef Mario Draghi den Menschen auf Sardinien seine Solidarität aus. Viele Politiker in Italien zeigten sich auf Twitter entsetzt von den Bildern.

Quelle: ntv.de, sbl/dpa

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