Panorama

Extremtour auf dem Sattel Brite will mit Rad in 80 Tagen um die Welt

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Eine Weltreise ist die ultimative Herausforderung.

(Foto: imago/Ikon Images)

Mit dem Fahrrad um den Erdball? Das kennt Mark Beaumont schon. Doch diesmal will der Brite viel schneller sein. 16 Stunden muss er jeden Tag auf dem Sattel sitzen, um seinen Zeitplan einzuhalten: 80 Tage sind das Ziel. Wird er das schaffen?

Der britische Extremsportler Mark Beaumont will in 80 Tagen um die Welt - mit dem Fahrrad. "Ich will die Grenzen menschlicher Ausdauer neu definieren, indem ich zeige, dass das scheinbar Unmögliche wirklich möglich ist", erklärte Beaumont. Sein Ziel ist es, den aktuellen Rekord von 123 Tagen um rund sechs Wochen zu schlagen. Insgesamt will der Radsportler knapp 30.000 Kilometer zurücklegen. Diese Woche startete Beaumont zu einer Trainingstour durch Großbritannien. Die Weltumrundung soll am 2. Juli in Paris beginnen - und in einer Frist erfolgen, wie sie die Romanfigur Phileas Fogg in Jules Vernes berühmter "Reise um die Erde in 80 Tagen" vorgibt.

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Von Paris aus bricht Beaumont zunächst bis nach Peking auf. Dabei will er unter anderem Polen, Litauen, Russland, die Mongolei und China durchqueren. Anschließend will er durch Australien und Neuseeland radeln, bevor er nach Nordamerika weiterreist. Von Anchorage in Alaska soll es bis nach Halifax in Kanada gehen. Die letzte Etappe führt von Portugal durch Spanien zurück nach Paris.

Fast 400 Kilometer pro Tag?

Um das geplante Pensum zu schaffen, muss Beaumont pro Tag 16 Stunden Rad fahren und 386 Kilometer zurücklegen. Dazu muss er täglich 8000 Kalorien zu sich nehmen und bis zu zehn Liter Wasser trinken. 2008 umrundete der Abenteurer bereits in 194 Tagen per Rad den Globus. Der aktuelle Rekord wird von dem Neuseeländer Andrew Nicholson gehalten, der es in 123 Tagen schaffte.

Beaumont glaubt daran, seine eigene Zeit auf die Hälfte herunterbrechen zu können: Beim ersten Mal habe er keinen Beistand gehabt, habe Trinkwasser und einen sicheren Schlafplatz auftreiben müssen, sagte er der BBC. Dieses Mal dagegen sei es "fast Tour-de-France-Style" mit einem Begleitfahrzeug hinter ihm, fügte der Extremsportler hinzu. "Es geht nur um die Leistung, und das macht einen Riesenunterschied." Seine größte Sorge ist derzeit, dass er an den Grenzübergängen kostbare Zeit verlieren könnte.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

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