Helfer sind auf dem Weg Buckelwal in Wismarer Bucht erneut gestrandet

Der zu Beginn der Woche an der Ostsee-Küste gestrandete Wal befindet sich nun weiter östlich in der Wismarer Bucht. Er wurde dort von den Behörden gesichtet. Laut Greenpeace ist er erneut gestrandet.
Der vor Timmendorfer Strand freigekommene Buckelwal ist erneut gestrandet. Der Meeressäuger liegt nun auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht, wie RTL/ntv von Greenpeace erfuhr. Demnach lebt und atmet der Wal. Das Deutsche Meeresmuseum bestätigte, der Wal sitze "im flachen Wasser" fest. Er befindet sich nun südöstlich der Insel Walfisch. Das Behördenschiff "Uecker" hatte ihn nach Informationen von RTL und ntv zuvor gesichtet. Seit dem Vormittag gab es mehrere Meldungen über mögliche Sichtungen in der Bucht.
Wie RTL/ntv vom Deutschen Meeresmuseum in Stralsund erfuhr, macht sich die Meeresbiologin Lisa Klemens vor Ort ein Bild von der Lage. Das Meeresmuseum ist zuständig, weil sich der Buckelwal nun im Küstengebiet von Mecklenburg-Vorpommern befindet. Neben der Wasserschutzpolizei aus Wismar und Rostock sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie der Naturschutzorganisation Greenpeace auf dem Wasser und an Land im Einsatz, um im Notfall helfen zu können.
Seit dem Morgen war die "Uecker" die Küste abgefahren, um nach dem Wal zu suchen. Das Polizeiboot "Walfisch" war zudem auf Streife unterwegs und unterstütze die Suche dadurch indirekt, hieß es.
Tier befreite sich selbst
Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht auf Freitag selbst von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne freigeschwommen. Experten sorgen sich um den Meeressäuger, nachdem er zuletzt in Küstennähe geschwommen war. Das Ziel ist eigentlich, ihn Richtung Nordsee zu leiten.
Am Freitag war der Wal laut einer Sea-Shepherd-Sprecherin noch vor Warnkenhagen in Nordwestmecklenburg gesehen worden. Mitglieder der Meeresschutzorganisation sowie von Greenpeace begleiteten ihn mit Schlauchbooten. Nach mehreren Stunden beendeten sie die Beobachtung.