Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Chance auf Spätsommer wächst

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Kommt der Sommer noch einmal wieder? - Betrachtet man den Verlauf der nächsten Woche, dann ist dies gar nicht unwahrscheinlich.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die kommende Woche beginnt in den meisten Teilen Deutschlands regnerisch und unbeständig. Doch spätestens am Wochenende ist es wieder sonniger, und die Temperaturen klettern deutlich über die 20-Grad-Marke.

Mit dem September beginnt meteorologisch gesehen bereits der Herbst. Und mit dem Sommer 2020 verabschieden wir einen Sommer, der im Juni und Juli zunächst noch recht gewöhnlich loslegte, um dann im August doch noch einen heißen Endspurt im Sinne des Klimawandels hinzulegen. Vor allem im Norden war es Dauerhitze auf Rekordniveau. Damit hätte es für den wärmsten August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen locker gereicht. Zwischenzeitlich war der August rund fünf Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt.

Doch dann kam das Ende der Hitze: Aktuell mit Tiefdruckeinfluss und enormen Regenmengen und Unwettern in den Alpen, sodass der Durchschnitt drastisch gedrückt wurde. Momentan sind es noch knapp 3,8 Grad, und damit liegen wir auf jeden Fall schon unterm Rekord-August mit vier Grad überm Durchschnitt aus dem Jahr 2003. Sonnentechnisch zeigten sich sowohl der August als auch der Sommer recht normal. Beim Regen gilt: Mit knapp 90 Prozent der üblichen Regensummen war der Sommer 2020 zwar auch zu trocken. Allerdings nicht so extrem dramatisch wie in den Vorjahren (72 Prozent des Regensolls in 2019 und 55 Prozent in 2018).

Zu beachten ist hierbei, dass es in diesem Jahr große regionale Unterschiede beim Regen gab. So fielen im August in Köln beispielsweise fast 110 Liter pro Quadratmeter. Düsseldorf - kaum 50 Kilometer entfernt - kriegte dagegen keine 35 Liter zusammen. Andere Teile des Niederrheins bekamen im August sogar keine 20 Liter.

Björn Alexander

Björn Alexander

Im Süden Bayerns hat der August bisher sogar schon über 300 Liter pro Quadratmeter zusammen gebracht. Eine ähnliche Menge ist auch im Tessin gefallen. Allerdings innerhalb der letzten zwei Tage! Bignasco im Tessin vermeldete von Freitag bis heute in der Frühe 325 Liter pro Quadratmeter und ist damit der Spitzenreiter an diesem Unwetter-Wochenende in den Alpen. Verbreitet sind 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter gefallen. Bis heute Abend sind nochmals 30 bis 100 Liter drin.

Erst ab Montag entspannt sich die Lage. Bis dahin sind - neben dem Dauerregen mit Überflutungen und Erdrutschen - auch weitere kräftigere Gewitter mit Hagel, Orkanböen und sogar Tornados möglich. Damit schauen wir nun auf unser Wetter.

Nacht zum Montag

Vom Oberrhein bis nach Brandenburg zieht teils kräftiger Regen mit Gewittern durch. Vor allem rund um das Erzgebirge kann es ergiebig schütten. Zudem drohen dort heftige Gewitter. Im übrigen Land ist es dagegen überwiegend trocken und insgesamt recht kühl mit Tiefstwerten zwischen 14 und 7 Grad.

Montag

Im Bereich der Mittelgebirge und südlich davon sind weitere, teilweise gewittrige Regengüsse unterwegs und lassen der Sonne kaum Chancen. Das sieht im Norden anders aus: Hier geht es freundlich bis sonnig und trocken in die neue Woche. Insgesamt ist es dabei aber weiterhin unsommerlich mit 15 bis 22 Grad.

Dienstag

Die Südosthälfte kriegt weitere Schauer sowie Blitz und Donner, während es im Nordwesten schöner ist. Die Temperaturen gehen nochmals zurück und bringen uns am meteorologischen Herbstbeginn maximal noch 14 bis 20 Grad.

Mittwoch

Der Süden zeigt sich nach wie vor wechselhaft und örtlich noch gewittrig. Auch im Norden ist es durchwachsen. Ansonsten geht es - nach kühler Nacht - häufig freundlich weiter. Die Temperaturen zeigen minimale Aufwärtstrends bei 14 bis 21 Grad.

Donnerstag

Die leichten Trends nach oben setzen sich fort, sodass uns immerhin 16 bis 23 Grad erwarten. Dazu verläuft der Tag besonders im Westen eher unbeständig. Im großen Rest sieht es aber besser aus.

Freitag und am Wochenende

Von Südwesten setzt sich der Zustrom an warmer Luft fort, sodass der Spätsommer allmählich auf Touren kommt. Zum Ende der Woche erwarten uns am Rhein und seinen Nebenflüssen bis zu 27 Grad. Im übrigen Land werden es meist zwischen 19 Grad an der See und bis zu 24 Grad in Teilen Bayerns. Dazu schaut es vielerorts auch wettertechnisch ganz gut aus. Lediglich im Westen und Nordwesten sind auch kompaktere Wolken mit Schauern und Gewittern nicht ganz auszuschließen.

Quelle: ntv.de