Panorama

Lkw stecken auf Autobahn festChaos im Berufsverkehr wegen Schneefall erwartet

26.01.2026, 03:31 Uhr
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Die Polizei sperrt die Auffahrt zur A6 bei Nürnberg. (Foto: picture alliance/dpa/NEWS5)

Heftige Schneefälle im Südwesten, im Norden und Osten Glatteis: Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Pendler und Autofahrer müssen sich wappnen, warnt der Wetterdienst.

Bis 25 Zentimeter Neuschnee und Glatteis: Teilen Deutschlands steht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eine brisante Lage bevor. Ein "kleinräumiges, aber wetterwirksames Tief" zieht nach DWD-Angaben seit Sonntag über die Alpen hinweg nach Norden. Es komme dabei zu kräftigen Schneefällen, im Osten zu Glatteis.

Im Südwesten müsse teils mit unwetterartigen Neuschneemengen durch ergiebigen Schneefall gerechnet werden, hieß es weiter. Neuschneemengen von 10 bis 20 Zentimetern innerhalb von zwölf Stunden seien regional zu erwarten. Es bestehe die Gefahr, dass Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen.

Im morgendlichen Berufsverkehr müsse teils mit erheblichen Behinderungen durch schneebedeckte Straßen gerechnet werden, teilt Meteorologe Markus Übel mit. Probleme könne es auf den Straßen und den Schienen geben. Vor allem im östlichen Baden-Württemberg bis ins westliche und nördliche Franken sind stellenweise auch 15 bis 25 Zentimeter möglich.

Lkw bleiben im Schnee stecken

Bei der baden-württembergischen Stadt Weinsberg (Landkreis Heilbronn) blieben in der Nacht 15 bis 20 Fahrzeuge auf einer Autobahnüberleitung im Schnee stecken - darunter vor allem Lastwagen. Die Überleitung von der A6 auf die A81 Richtung Stuttgart war deshalb zwischenzeitlich gesperrt, teilte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn mit. Für Autos sei die Strecke mittlerweile wieder freigegeben. Der Winterdienst räume derzeit Schnee. Um die Lastwagen abzutransportieren, sei auch das technische Hilfswerk (THW) im Einsatz, so der Sprecher. Wie lange die Sperrung für Lastwagen anhält, war zunächst unklar.

Im Osten, etwa in einem Streifen vom Erzgebirge über Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin bis nach Mecklenburg-Vorpommern, wurde ab dem Abend mit gefährlichem Glatteis auf Straßen und Gehwegen gerechnet. Zunächst setze gefrierender Regen in Sachsen ein. Ab dem späteren Abend sind dann Brandenburg und Berlin betroffen. Laut DWD ist mit Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr zu rechnen. Regional könne extremes Unwetter nicht ausgeschlossen werden.

Wegen der Glatteisgefahr bleiben die Schlösser und Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am heutigen Montag geschlossen. Weil sich auf gefrorenen Böden gefährliche Glätte bilden könne, sei dies vorbeugend zum Schutz der Besucher entschieden worden. Betroffen sind unter anderem das Schloss Charlottenburg in Berlin und das Schloss Sanssouci und der umliegende Park in Potsdam.

Weitere Schneeglätte im Norden

Am Montag erwartet der Wetterdienst auch tagsüber leichten bis mäßigen Schneefall. "Im Norden kann es auch noch teils kräftig schneien, sodass weiterhin Schneeglätte zu erwarten ist", erklärt Meteorologe Übel. "Auch im Nordosten geht der anfangs gefrierende Regen in Schnee über, sodass auch dort einige Zentimeter Neuschnee möglich sind."

Der Westen bleibe weitgehend verschont. Westlich des Rheins seien kaum Niederschläge zu erwarten, gleichzeitig ist es hier mit zwei bis fünf Grad am mildesten, am Oberrhein sind sieben Grad möglich. Für die übrigen Landesteile erwartet der DWD minus ein bis plus zwei Grad.

Auch in der Nacht auf Dienstag schneit es gebietsweise weiter, die Intensität lässt aber nach. Glätte durch Schnee, Schneematsch und gefrierende Nässe sind aber weiter möglich.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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