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Nur noch von Nepal erreichbar China sperrt Mount Everest für Ausländer

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Der höchste Berg der Welt ist künftig für Nicht-Chinesen nur noch von der nepalesischen Seite aus zu besteigen.

(Foto: picture alliance / Narendra Shre)

Wer den Mount Everest künftig von der schwierigeren Nordseite aus besteigen will, hat ein Problem. China verbietet es Ausländern, sich von dort auf den Weg zu machen. Schuld daran soll ein polnischer Bergsteiger sein.

China will es ab der kommenden Herbst-Saison Ausländern verweigern, von der tibetischen Nordflanke aus den Mount Everest zu erklimmen. Die Erlaubnisse für Bergsteiger sollten für ganz Tibet ausgesetzt werden, erklärte der chinesisch-tibetische Bergverband. Damit werden Ausländer auch nicht mehr auf andere beliebte Berge wie den Cho Oyu und Shishapangma steigen dürfen.

Der Verband reagierte nach eigenen Angaben auf einen Vorfall mit einem polnischen Bergsteiger, der "illegal" den Mount Everest von der Nordseite aus bezwungen hatte, um auf der Südseite, also in Nepal, wieder hinabzusteigen. In der Mitteilung wurde nicht explizit darauf verwiesen, dass die neue Regelung nur für Ausländer gilt. Ein Sprecher sagte aber, chinesische Bergsteiger seien nicht betroffen.

Im Internet äußerten sich enttäuschte Kletterer. Ein Blogger warf dem polnischen Bergsteiger Janusz Adam Adamski "Egoismus" vor. Dieser soll im vergangenen Monat ohne Erlaubnis von Tibet aus auf die Spitze des Mount Everest geklettert sein. Ein Sprecher der nepalesischen Tourismusbehörde sagte, Adamski habe für Nepal ein zehnjähriges Kletterverbot.

Mehr als 382 Bergsteiger erreichten in dieser Saison den 8848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest von der Südseite her, rund 120 weitere schafften es von der tibetischen Seite. Die kurze Bergsteigersaison im Himalaya dauert nur von April bis Ende Mai, wenn günstiges Wetter herrscht. Ab Juni sorgt der Monsun-Regen für erschwerte Bedingungen.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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