Panorama

Polizei von 200 Menschen umringt Clan stört Festnahme eines 18-Jährigen

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Die herbeigerufene Verstärkung von 200 Leuten habe einen Korridor gebildet, durch den die Beamten den 18-Jährigen zum Auto brachten, hieß es. (Archivbild)

(Foto: imago images/Rüdiger Wölk)

Bei seiner Festnahme in Duisburg zeigt sich ein 18-jähriger Verdächtiger wenig kooperativ und flüchtet in ein Haus. Als die 36 Einsatzkräfte den mutmaßlichen Schläger schließlich überwältigen können, erwartet die Polizei eine unangenehme Überraschung.

Rund 200 Menschen haben die Polizei bei der Vollstreckung eines Haftbefehls gegen einen 18-Jährigen in Duisburg gestört. Eine "unbestimmte Anzahl der Personen" habe einen "Clan-Bezug" gehabt, teilte ein Polizeisprecher mit. Demnach brauchte es 36 Einsatzkräfte, um den 18-Jährigen festzunehmen.

Laut Polizei war der mit Haftbefehl gesuchte junge Mann am Dienstagabend einer Streife im Duisburger Stadtteil Marxloh aufgefallen. Als der Mann die Polizisten entdeckt habe, sei er zunächst in ein Haus geflüchtet. Bei der Festnahme im Flur habe er sich körperlich gewehrt. Mehrere Menschen seien daraufhin in den Flur gekommen und hätten die Maßnahmen der Polizei gestört.

Laut Polizeisprecher drohten die Beamten damit, Pfefferspray einzusetzen. Laut "Bild"-Zeitung lag ein Haftbefehl vor, weil der Festgenommene gemeinsam mit seinem Bruder und zwei weiteren Mittätern einen 44-Jährigen schwer verletzt haben soll.

Als die Beamten das Haus gemeinsam mit dem 18-Jährigen verlassen wollten, standen laut Polizei vor der Tür bereits rund 200 Menschen. Die herbeigerufene Verstärkung habe einen Korridor gebildet, durch den die Beamten den 18-Jährigen zum Auto gebracht hätten. Dabei seien zwei weitere Menschen in Gewahrsam genommen worden, da sie versucht haben sollen, an der Absperrung vorbeizukommen. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

Quelle: ntv.de, can/dpa