Panorama

Europaweites Phänomen Corona-Krise verschärft Rechtsextremismus

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Bei einer Großdemo vergangenen August in Berlin zeigten sich Teilnehmer mit "Q"-Schildern, die auf die QAnon-Szene hinweisen.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa sind Corona-Hetze, Verschwörungstheorien und Rechtsextremismus eng miteinander verbunden. Eine spezielle Ideologie hat sich laut einer Studie jedoch besonders hierzulande verbreitet.

Antisemitische Verschwörungstheorien wie die QAnon-Ideologie haben sich laut der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung während der Corona-Pandemie über ganz Europa verbreitet. Mutmaßungen über vermeintliche Eliten, Lockdown-Entscheidungen und Impfkampagnen seien mittlerweile in rechtsextremen Gruppen auf dem ganzen Kontinent zu finden, heißt es in der Untersuchung über Rechtsextremismus und -terrorismus in Europa.

Für die Untersuchung "State of Hate - Far Right Extremism in Europe" wurden im Auftrag der Amadeu-Antonio-Stiftung, der britischen Nichtregierungsorganisation Hope not Hate Charitable Trust und der schwedischen Expo-Stiftung 12.000 Bürger in acht europäischen Ländern zu politischen und gesellschaftlichen Themen befragt. Außerdem legt die Studie Länderberichte zu 32 Staaten vor.

Antisemitismus sei nicht nur in Deutschland Kernbestandteil der Corona-Hetze, sagte Simone Rafael, Co-Autorin des Berichts. Ob die Reichsbürger in Deutschland, die Gelbwesten in Frankreich oder nationalistische Bestrebungen in den Niederlanden, Italien und Griechenland - die Stärke solcher Gruppen liege in der Verbindung von lokalen Ereignissen mit internationalen Entwicklungen.

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Die aus den USA stammende Verschwörungsideologie QAnon habe sich vor allem in Großbritannien und Deutschland verbreitet und werde von unterschiedlichen Szenen gepflegt. Eine Gefahr sei auch der Rechtsterrorismus. Auch wenn Rechtsextreme sonst dem Nationalismus zugeneigt seien, gelte für sie Europa als gemeinsames "Abendland", das "verteidigt" werden müsse.

Die Diskussionen über Maßnahmen gegen die Pandemie hätten die normale politische Debatte verdrängt und negative Einstellungen von einem Teil der Bevölkerung etwa gegenüber Minderheiten geschürt, heißt es weiter in der Untersuchung. Aus Pessimismus und Misstrauen könnten Rechtsextremisten so lange schöpfen, bis wieder Normalität einkehre.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

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