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Mit dem neuen Update Corona-Warn-App bittet um Datenspende

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Die Datenspende ist freiwillig.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Die seit dem vergangenen Sommer verfügbare Corona-Warn-App bekommt mal wieder ein Update. Mit der neuesten Version verbunden ist die Möglichkeit, Daten über die App-Nutzung mit dem Robert-Koch-Institut zu teilen. Und das ist noch nicht alles.

Mit dem neuesten Update wird Nutzern der Corona-Warn-App angeboten, freiwillig Daten zu spenden. Das geht aus einem Blogeintrag des Projektteams der App hervor. Nach der Aktualisierung der App auf die Version 1.13., die seit Freitagnachmittag bereitstehen soll, öffnet sich ein Pop-up-Fenster, in dem man zustimmen kann, Daten über die App-Nutzung zu teilen. Das Einverständnis ist freiwillig und kann jederzeit zurückgenommen werden. Um zuzustimmen, muss man mindestens 16 Jahre alt sein.

Nach der Zustimmung übermittelt die App an das RKI, "ob eine rote oder eine grüne Kachel, also ein niedriges oder erhöhtes Risiko, vorliegt". Diese Informationen können Nutzer durch die Angaben ihres Bundeslands, ihren Landkreis oder ihre Altersgruppe ergänzen. Die Altersgruppen sind in drei Gruppen unterteilt: 0 - 29 Jahre, 30 - 59 Jahre oder über 60. Die Betreiber der Warn-App betonen, dass die "Datenspende keine Rückschlüsse auf individuelle Personen zulässt, sodass die Privatsphäre der Nutzer*innen gewahrt wird".

Die Angaben sollen den RKI-Experten helfen, mögliche Zusammenhänge zwischen den Warnungen und den lokalen Inzidenzwerten herzustellen. Außerdem gehe es darum, zu erkennen, ob in bestimmten Altersgruppen besonders häufig ein Infektionsrisiko vorliegt.

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Die neue Version enthält noch weitere Veränderungen. So ist das Ende Dezember eingeführte Kontakttagebuch nun über einen eigenen Reiter am unteren Rand der App direkt erreichbar. Außerdem werden Nutzern, die eine rote Kachel haben, Verhaltensempfehlungen und der Link zu einer Befragung angezeigt. Durch die Umfrage wollen die Expertinnen und Experten vom RKI mehr über das Verhalten der App-Nutzerinnen und -Nutzer vor der Risikoberechnung und über ihr geplantes Verhalten erfahren, wird in dem Blogbeitrag erläutert.

Die Corona-Warn-App ist seit vergangenem Sommer verfügbar und wurde nach Angaben der Entwickler bisher 26 Millionen Mal heruntergeladen. Sie soll Menschen anonym informieren, wenn sie durch die Begegnung mit Corona-Infizierten selbst ein höheres Infektionsrisiko haben. Über sie wurden demnach inzwischen mehr als 9,6 Millionen Test-Ergebnisse digital übermittelt. Sie wird aber auch häufig kritisiert, weil sie manchen eine zu geringe Wirkung entfaltet. Bei der Programmierung war besonderer Wert auf Datenschutz gelegt worden.

Quelle: ntv.de, sba

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