Panorama

Sinnvolle Verwendung Corona-Warn-App könnte bleiben

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Die Corona-Warn-App ist inzwischen ein Erfolg.

(Foto: picture alliance / Andreas Franke)

Bei ihrer Einführung haben viele Menschen noch Bedenken, inzwischen gehört die Corona-Warn-App auf dem Handy für die meisten dazu. Weil das so ist, wird jetzt schon überlegt, ob man die Anwendung nicht auch nach der Pandemie nutzen könnte.

Die zur Warnung nach Kontakt mit Infizierten entwickelte Corona-Warn-App könnte womöglich nach dem Ende der Pandemie weiter genutzt werden. "Ich befürworte, dass die Corona-Warn-App fortgeführt und bestenfalls mit den Warn-Apps NINA und Katwarn als zentrale Bund-Länder-Bevölkerungsschutz-App zusammengeführt wird", sagte der SPD-Innenpolitiker Sebastian Hartmann der Deutschen Presse-Agentur.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, sagte auf Anfrage: "Wir beschäftigen uns jetzt schon mit der Frage, wie wir nach der Pandemie sinnvoll mit der Corona-Warn-App umgehen können." Die App habe inzwischen immerhin über 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Zusammen mit den gut 10 Millionen Usern der NINA-Warn-App sei dies "für einen Bevölkerungsschützer ein unschätzbares Warnmittel für jedwede Krise".

Vor allem seit der Flutkatastrophe vom vergangenen Juli, bei der mehr als 180 Menschen ums Leben kamen, diskutieren Politiker und Fachleute darüber, wie die Warnung der Bevölkerung vor akuter Gefahr verbessert werden kann. Die Corona-Warn-App dient inzwischen unter anderem auch der Information über die lokale und bundesweite Entwicklung der Pandemie. Sie ermöglicht zudem die Speicherung von Impfnachweisen und Coronatest-Ergebnissen.

Die Corona-Warn-App ist eine seit dem 16. Juni 2020 in Deutschland und seit Anfang Juli 2020 auch in allen Staaten der Europäischen Union und weiteren Staaten in über 20 Sprachen durch Download verfügbare App, die eine Variante der Kontaktpersonennachverfolgung anwendet. Über die Pandemie-Monate kamen ständig weitere Funktionen hinzu. Herausgeber der App ist das Robert-Koch-Institut (RKI), entwickelt wurde sie von den Unternehmen SAP und Deutsche Telekom AG unter Beteiligung von rund 25 weiteren Unternehmen.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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