Panorama

Tausend Tiere werden getötet Coronavirus auch bei Nerzen in Frankreich

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Nerze erweisen sich als anfällig für das Coronavirus.

(Foto: imago images/Reporters)

Das Coronavirus kennt keine Grenzen. Das gilt auch für seine Verbreitung bei Nerzen, wie sich bereits in mehreren Ländern gezeigt hat. Erstmals wird es nun auch auf einer Farm in Frankreich nachgewiesen. Die Behörden ordnen die Notschlachtung sämtlicher Tiere an.

In Frankreich ist erstmals in einer Nerzfarm das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie die französischen Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt mitteilten, wurde die Notschlachtung aller tausend Nerze auf dem Hof in der nordfranzösischen Region Eure-et-Loir angeordnet. Auch Produkte, die aus den Fellen der Tiere hergestellt wurden, müssen demnach entsorgt werden.

Den Behördenangaben zufolge wurden alle vier Nerzfarmen in Frankreich auf das Coronavirus hin untersucht. In einer Farm seien keine Infektionen festgestellt worden, zwei weitere Testergebnisse stehen demnach noch aus.

Frankreichs Regierung hob die Bedeutung von Abstandsregeln in der Nerzzucht hervor - sowohl zum Schutz der Tiere vor einer Ansteckung durch das Personal als auch umgekehrt.

Proteste von Landwirten und Tierschützern

In mehreren Ländern war das Coronavirus bereits bei Nerzen nachgewiesen worden. Unter anderem in den Niederlanden, Schweden, Italien und den USA wurden vereinzelt Fälle festgestellt.

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In Berlin demonstrierten Peta-Aktivisten.

(Foto: dpa)

In Dänemark wurde eine mutierte Form des Virus gefunden, die als besonders gefährlich gilt, weil sie die Wirksamkeit künftiger Impfstoffe beeinträchtigen könnte. Die dänische Regierung ordnete deshalb eine Notschlachtung aller Tiere im Land an. Am Samstag demonstrierten hunderte Landwirte in Kopenhagen gegen diese Entscheidung.

Auch in Deutschland gab es Proteste. So zogen am Freitag Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta vor die dänische Botschaft in Berlin. Sie hielten dabei Schilder in die Höhe mit der Aufschrift "Leben retten, Pelzfarmen verbieten".

Quelle: ntv.de, vpr/AFP